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Prof.: Total Cost of Ownership – Vergleich von Verbrennern und E-Autos

RedaktionbyRedaktion
13. Februar 2021
Lesedauer: 12 Minuten
RedaktionbyRedaktion
13. Februar 2021
Lesedauer: 12 Minuten

© Abbildung(en): shutterstock / Lizenzfreie Stockvektor-Nummer: 1533539615

Home Elektroauto News 2021
Vorbemerkung

Der Autor ist weder Fan noch Feind der E-Fahrzeuge. Er wird nicht von der Automobilindustrie bezahlt. Sein Ziel ist eine faktenbasierte Analyse ohne Vorfestlegung, welche Antriebsart derzeit am wenigsten kostet.

Erst Mitte Januar 2021 entflammte auf Elektroauto-News.net wieder die Diskussion, um das Thema Kosten von Elektroautos. Auch im Vergleich zum Verbrenner. Dabei ist der richtige Blick auf die Kosten sinnvoll, wie auch der Bundesverband eMobilität e.V. (BEM) zu verstehen gab. Sinnvoll ist es die komplette Kostenbelastung im sogenannten TCO (Total Cost of Ownership) zu betrachten. Etwas, was Prof. Dr. Peter Hoberg von der Hochschule Worms für Elektroauto-News.net getan hat.

Vorbemerkung vom 13.02.2021: Der Beitrag ist bereits in einer Vorversion am 30.1 erschienen. Die jetzige Version enthält die exakten Zahlen vom BEM. Ziel ist es weiter, ein Bewertungsgerüst zu schaffen, mit dem der Leser dann seine Spezifika erfassen kann.

Problemstellung: Vergleich von E-Auto und Verbrenner

In den letzten Jahren stieg die Anzahl der neu in den Markt eingeführten E-Autos jedes Jahr, wobei die Preise immer weiter fielen. Nachdem die E-Autos am Anfang wie fast jede Innovation deutlich teurer waren, stellt sich inzwischen die Frage, wann denn ein finanzieller Gleichstand erreicht ist. Der Vergleich ist allerdings nicht ganz einfach, weil die Eigenschaften der E-Autos auf der einen Seite und die der Verbrenner auf der anderen Seite sehr unterschiedlich sind. Nur ein Teil kann in Vergleichsmodellen berücksichtigt werden. So überzeugen die E-Autos z. B. bei der Lärmreduzierung und der Beschleunigung, während die Verbrenner mit viel höherer Reichweite und besserer Autobahntauglichkeit punkten.

Als erste Lösung werden nur die rein finanziellen Kriterien berücksichtigt, wobei dann z. B. die Folgen häufiger Tankpausen über Zusatzrechnungen abgedeckt werden können.

Durch die Subventionen der Regierung stellt sich die Frage, ob die TCO (Total Cost of Ownership) eines Elektrofahrzeugs günstiger sind als die eines Benziners oder Diesels. Im TCO Konzept werden möglichst alle finanziellen Konsequenzen berücksichtigt. Damit kann es sein, dass ein E-Auto trotz eines höheren Preises durch geringere Kosten bei Wartung, Steuern und Kraftstoff unter dem Strich günstiger ist.

Bei solchen TCO Kalkulationen (siehe die Rechnung des  Bundesverband E-Mobilität (BEM) von 22.1.2021) werden teilweise schwere Fehler begangen, die in diesem Beitrag analysiert werden. Ziel dieses Beitrags ist es, einen fairen Vergleich durchzuführen, um dann entscheiden zu können, welches Auto für welchen Anwendungszweck geeignet ist. Die Antwort wird sehr differenziert ausfallen. Mit den heutigen Daten (insb. die Subventionen) empfiehlt sich mal das E-Auto, mal der Benziner.

Wo immer möglich werden die Daten vom BEM übernommen. Die Detaildaten konnten bei Ecomento vom 22.1.2021 gefunden werden.

Um einen sauberen Vergleich leisten zu können, müssen auch die Zinsen berücksichtigt werden. Da dies methodisch kompliziert ist, erfolgt die Argumentation jeweils in 2 Stufen. Zunächst werden die Effekte ohne Zinsen dargestellt, so dass den Argumenten einfach gefolgt werden kann. Danach kommt dann eine ergänzende Untersuchung der jeweiligen Zinswirkungen. Der eilige Leser kann diesen Absatz jeweils überspringen.

Falscher Vergleichsansatz zwischen E-Auto und Verbrenner

Für einen fairen Vergleich ist als erstes ein passender Vergleichsansatz zu suchen. Für den Käufer ist es klar, dass er sich das Fahrzeug heraussucht, welches seine Anforderungen am besten erfüllt. Das Nutzungsprofil muss somit vorgegeben werden.

In der Kleinwagenklasse besteht die Aufgabe fast immer darin, möglichst günstig von A nach B zu kommen. Somit werden meistens solche Fahrzeuge gewählt, welche einen geringen Kaufpreis (natürlich nach Abzug von Rabatten) und geringe Unterhaltsosten aufweisen. Bei den Extras hält man sich weitgehend zurück. Auf diese Weise kann es gelingen, Neufahrzeuge für ca. 10 T€0 zu kaufen, die bereits Servolenkung und Klimaanlage beinhalten. Die Einheit T€0 hat einen Zeitindex, um zu zeigen, dass der Betrag in t=0, also mit Kauf des Fahrzeugs zu bezahlen ist. Andere Zahlungen fallen nicht am Anfang an, so dass eine saubere Erfassung wichtig ist.

In der obigen BEM Analyse wird der Opel Corsa für diesen Zweck ausgewählt, was akzeptabel ist.

Am anderen Ende brauchen viele Dienstwagenfahrer eine große Reichweite und einen mäßigen Verbrauch bei hohen Geschwindigkeiten. Sie werden ganz andere Fahrzeuge mit anderen Schwerpunkten auswählten.

Der erste Schritt besteht somit in der Definition, wofür ein Fahrzeug eingesetzt werden soll. Dann können mögliche Kaufalternativen ausgewählt werden

Die Verfechter der E-Autos drehen diese Logik in der obigen Untersuchung um. Sie schauen sich ein E-Auto an und suchen sich dann ein „vergleichbares“ mit einem Benzin- oder Dieselmotor, unabhängig davon, wie der Anwendungszweck aussieht. Als „Gegner“ für den Corsa-e wird ein Benzin-Corsa gewählt mit entsprechenden Extras, die aber in der Kleinwagenklasse nur selten gewählt werden. Der Corsa-e hat einen Listenpreis von 29.990 und erhält Rabatte vom Hersteller (3.570 €0) und dem Staat (6.000€0), was 20.420 €0 bedeutet. Der Benzin-Corsa mit Automatik und vielen anderen Extras kommt auf einen Listenpreis von 23.420 €0.

Für den Weg von A nach B würde aber bereits das Basismodell reichen. Der preisempfindliche Käufer wird auf viele Extras verzichten. Für diesen Vergleich wird aber nicht die Einstiegsvariante gewählt , sondern die Edition-Variante, welche bereits über viele Extras wie die Klimaanlage verfügt. Sie kostet vor Rabatten 16.900 €0. Eine Automatik ist in dieser Klasse unüblich angesichts der hohen Aufpreise. Auch ein integriertes Navi, das die E-Variante aufgrund der geringen Reichweite benötigt, ist nicht nötig, weil Google-Maps auf dem Mobiltelefon für die wenigen Fälle reicht.

Umgekehrt wurden aber beim Corsa-e teilweise nötige Extras für schnelleres Laden nicht einbezogen. Aber trotzdem ist bereits der Listenpreis des Benziners deutlich geringer (über 3.000 €0), wenn das Nutzungsprofil berücksichtigt wird.

Für eine Minderheit, die auch im Kleinwagen unbedingt eine Automatik und ein integriertes Navi wünscht, kann die Rechnung modifiziert werden.

Rabatte beim Kauf

Nachdem für den Corsa-e bereits staatliche und Unternehmensrabatte einbezogen wurden, muss auch für den Benziner die Rabatthöhe ermittelt werden. Im Internet findet man z. B. auf Neuwagen24.de 22%; aggressivere Angebote überschreiten die 30%, was insb. gilt, wenn Tageszulassungen eingerechnet werden. Für diesen Vergleich wird aber von den maßvollen 22% ausgegangen.

Damit beträgt der Kaufpreis 13.182 €0. Also ein Vorteil von über 7.000 €0 für den Benziner trotz Subvention. Es bestätigt sich wieder die alte Daumenregel, dass kleine E-Auto in etwa doppelt so viel kosten wie Benziner, wenn die Subventionen herausgerechnet werden.

Beim Corsa-e müssten eigentlich noch die Kosten für die Wallbox (ca. 1.500 €0 mit Montage) berücksichtigt werden. Der Leser, für den diese Kosten – ev. reduziert um die Subvention von 900 € – anfallen, kann diese später einfach hinzuaddieren.

Restwerte von E-Auto und Verbrenner

Ein sehr schwieriges Thema stellen die Restwerte da, zumindest für die E-Autos. Der BEM hat für das E-Fahrzeug einen Restwert von 6.126 €8 nach 8 Jahren unterstellt. Die Fahrleistung beträgt 15.000 km pro Jahr. Opel hat zudem für seine E-Autos die Notbremse gezogen und versucht, das Restwertrisiko auf die Händler abzuwälzen.

Nach den angenommen 8 Jahren kann für den Benziner ziemlich gut vorhergesagt werden, welcher Restwert noch anfällt. Die ADAC-Liste zeigt für einen 8 Jahres alten Corsa einen Wert von ca. 5.000 €8.

Für den Benziner geht BEM von 7.110 €8 aus. Da für diesen Vergleich aber ein Fahrzeug mit geringerer Ausstattung vs. Der BEM Variante gewählt wurde, muss für einen fairen Vergleich der Restwert reduziert werden.

Nach den angenommen 8 Jahren kann für den Benziner ziemlich gut vorhergesagt werden, welcher Restwert noch anfällt. Die ADAC-Liste zeigt für einen 8 Jahres al-ten Corsa einen Wert von ca. 5.000 €8.

Wegen der angenommenen 120.000 km während der 8 Jahre (8 Jahre x 15.000 km/a) müssen die oben aufgeführten Restwerte noch um ca. 15% reduziert werden, weil der ADAC bei Kleinwagen die Werte für eine Laufleistung von insgesamt 85.000 km berechnet hat. Damit erhält man für den Benziner 4.250 €8 und den E-Corsa 6.126 €8. Diese Daten finden sich auch in der folgenden Abb. 1 in der Zeile 7.

Abb. 1: Ermittlung eines möglichst realistischen Wertverzehrs

In Zeilen 1-5 des ersten Kastens finden sich die Werte, welche vom BEM verwendet wurden. In der mittleren Spalte ist der korrekte Nettopreis = Kaufpreis 2 für den Benziner dargestellt. Ab Zeile 6 wird der Effekt des Restwertes ermittelt. Nach der beschriebenen Kilometerkorrektur kann beim Benziner ein Wert von 4.250 €8 erwartet werden. Damit kann dann in Zeile 8 der gesamte Wertverzehr über die 8 Jahre ermittelt werden, indem vom Kaufpreis 2 in Zeile 5 der jeweilige Restwert abgezogen wird.

Der Leser wird wieder aufgefordert, mit denen von ihm für richtig gehaltenen Kaufpreisen und Restwerten die Kalkulation für ihn zu individualisieren.

Die betriebswirtschaftlich korrekte Vorgehensweise mit Zinsen erfolgt in den Zeilen 9 und 10, was im nächsten Abschritt für Interessierte dargestellt wird.

Angesichts der unsicheren Restwerte könnte man auf die Idee kommen, diese per Leasingvertrag abzusichern. Dies ist für Privatleute nur selten eine gute Lösung, weil es in fast allen Leasingverträgen hohe Nebenkosten gibt (direkt und indirekt) und selbst der Marktführer Sixt unfaire Bedingungen stellt. So muss der Kunde in einigen Verträgen das Gutachten am Laufzeitende selbst einholen und bezahlen. Dass dafür teilweise Urlaub genommen werden muss, wird selten beachtet. Zudem können die Wartungen sehr teuer sein, weil nur wenige (teure) Werkstätten zugelassen sind. Dazu kommen der Ärger und die Sorge am Ende, wie ev. Schäden zu bewerten sind.

Zinsen

In der Aufstellung von BEM sucht man vergebens die Positionen Zinsen. Dies ist nicht akzeptabel, weil z. B. der Kaufpreis heute zu entrichten ist, während der Restwert erst nach 8 Jahren zufließt. Die Kraftstoffkosten fallen verteilt über die 8 Jahre an. Die Steuern sind jährlich vorschüssig fällig. Solche Größen dürfen nicht einfach saldiert werden.

In der Betriebswirtschaftslehre wird zu Recht gefordert, alle Größen auf einen einheitlichen Vergleichszeitpunkt zu beziehen (vgl. z. B. Varnholt/Hoberg//Gerhards/Wilms, S. 30 ff.)

Dieser Forderung wird hier Rechnung getragen und alle Größen auf den Zeitpunkt t=0 mit der Einheit €0 abgezinst. Als Zinssatz wurde ein Wert von 3,99% p.a. effektiv gewählt, wie man ihn in vielen Angeboten findet. In der Realität kann er deutlich höher liegen bei schlechter Bonität oder auch niedriger, wenn aus vorhanden Mitteln finanziert wird. Damit kann nun der Wertverzehr unter Berücksichtigung von Rabatten, Restwerten und Zinsen berechnet werden (siehe Zeilen 9 und 10).

Die Einheit des Restwerts €8 zeigt, dass die Größen nicht mit dem Kaufpreis in t=0, also €0, verrechnet werden darf. Er muss zunächst um 8 Perioden auf t=0 abgezinst werden:

Restwert in t=0 = Restwert in t=8 (4.250 €8) / 1,03998 = 3.108 €0.

Jetzt kann mit Kaufpreis 2 saldiert werden, so dass der gesamte Wertverzehr des Verbrenner gemäß den Daten vom BEM in t=0 20.312 €0 beträgt (siehe Zeile 10).

Die gleiche Rechnung erfolgt für das E-Auto in Spalte 2 und in den Spalten 4 und 5 für weitere Fälle. Die Belastung für das E-Auto beträgt per t=0 somit 15.940 €0. Das korrekt gerechnete Benzinfahrzeug erfordert dagegen nur 10.074 €0. Statt eines vom BEM behaupteten Nachteils entsteht ein großer Vorteil für den Benziner und das trotz der Einberechnung der staatlichen Subvention!

Am Rande sei bemerkt, dass die Subvention unsinnig ist, weil das E-Auto auch in diesem Vergleich einen höheren CO2 Ausstoß hat als der Benziner, jeweils nach WLTP.

Die vielleicht etwas überraschende Aussage ist dadurch begründet, dass E-Autos in Deutschland wegen der Einspeisegarantie hauptsächlich fossilen Strom nutzen, welcher für die Differenz zwischen dem gesamten Verbrauch und dem erneuerbaren Aufkommen verwendet wird (vgl. zu diesem Marginalansatz z. B. Ruhsert, Hoberg (2020). Wenn man fossile Energie mit 800 g/kWh ansetzt, so stößt der E-Corsa 134 g/km aus, während der Benziner mit 121 g/km auskommt.

Kraftstoff-/ Energieverbrauch

Auch für die Kraftstoffkosten wird ein Vorteil für die E-Fahrzeuge behauptet. Dies erscheint auf den ersten Blick auch logisch, solange man die Kosten der eigenen Wallbox zugrunde legt, bei der ca. 31 Cents pro kWh berechnet werden.

Abb.2: Vergleich der Kraftstoffkosten E-Auto vs. Benziner

Die Verbrauchswerte in den Zeilen 1 und 2 nach WLTP stammen von der Opel Internetseite. Multipliziert mit den Kosten pro 100 km erhält man in Zeile 4 die Jahreskosten. Für die gesamte Laufzeit von 8 Jahren zeigt die Zeile 5 das Ergebnis ohne Zinsen. Das E-Auto hat danach einen Vorteil von knapp 1.500 € über den Planungszeitraum.

In den letzten beiden Spalten sind unterschiedliche Preise für den Strom aufgeführt. Der beste Fall besteht in der heimischen Wallbox mit 30 Cents pro kWh, der schlechteste mit 109 Cents pro kWh, wenn Gleichstrom mit hoher Leistung geladen wird. Laut Edison (siehe Quellen) liegt der Durchschnitt bei Wechselstrom bei 61 und bei Gleichstrom bei 77 Cents/kWh. Es wurde der Durchschnitt verwendet. Damit explodieren die Betriebskosten für die E-Auto Fahrer.

Aus finanzieller Sicht hat ein E-Auto nur dann einen Vorteil bei den Kraftstoffkosten, wenn günstig zuhause, am Arbeitsplatz oder anderswo geladen werden kann.

Im besten Fall kann mit einer eigenen Solaranlage für unter 10 Cents pro kWh geladen werden. Aber das dürfte eher eine Ausnahme sein, weil die Solaranlage gerade dann Strom liefert, wenn der normale Arbeitnehmer am Arbeitsplatz. Mit dem Homeoffice kann es jedoch anders aussehen, so dass der Strom aus der eigenen Photovoltaik zu einem wesentlich höheren Anteil selbst verbraucht werden kann.

Auch hier möge der Leser seine individuellen Daten für die Preise verwenden.

Anmerkung: Der folgende Absatz ist für die betriebswirtschaftlich Interessierten.

Die Kraftstoffkosten fallen im Durchschnitt zur Jahresmitte an, also für das erste Jahr am Ende des ersten Halbjahres =0,5. Im letzten Jahr ist der Zeitpunkt dann 7,5 Jahre. Daher lautet die Einheit für 8 gleichmäßige Raten €0,5;7,5. Diese Raten müssen wiederum auf den einheitlichen Vergleichszeitpunkt abgezinst werden, was mit Barwertfaktoren durchgeführt wird.

Der Barwertfaktor beträgt bei 8 Jahren und 3,99% Jahreszinssatz 6,736, was auch in Abb. 1 ausgewiesen ist. Damit kann man dann ermitteln, dass per heute 7.500 €0 zur Verfügung stehen müssen, um davon die Kraftstoffkosten bezahlen zu können. Wie erwartet ist dieser Betrag für den E-Corsa etwas geringer, wenn angenommen wird, dass er hauptsächlich an der heimischen Wallbox geladen wird. Aber der Vorteil beträgt nur gut 1.500 €0.

Steuern und Wartung

Ein unbestrittener Vorteil für den E-Auto Besitzer liegt bei der Steuer, da die E-Autos von dieser für die nächsten Jahre befreit sind, was natürlich der Steuerzahler tragen muss. Der Vorteil liegt bei 80 € pro Jahr welche vorschüssig zu zahlen sind. Über die 8 Jahre ergibt sich dann gemäß Zeile 2 eine Gesamtbelastung von 640 €, während das E-Auto – unverständlich – unbelastet bleibt (Spalten 2, 4 und 5 in Abb. 3).

Abb. 3: Vergleich der Steuern und der Wartung

Ähnlich ist die Vorgehensweise bei der Wartung. Für den Benziner unterstellt BEM 400 €/a für das E-Auto 200 €/a.. Der Benziner erfordert ohne Abzinsung eine Auszahlung über die 8 Jahre von 3.200 €, das E-Auto 1.600 €.

Anmerkung: Der folgende Absatz ist für die betriebswirtschaftlich Interessierten.

Die Auszahlungen für die Steuern können mittels vorschüssigen Barwertfaktor von 7,004 in den Gesamtwert per t=0 überführt werden. Die Gesamtsteuerbelastung des Benziners beträgt dann barwertmäßig 560 €0.

Für die Wartung jeweils nach einem Jahr – also Einheit €1;8 in Zeile 3 – werden die Auszahlungen mit dem nachschüssigen Barwertfaktor abgezinst.

Aus den Punkten Steuern und Versicherung ergibt sich ein barwertmäßiger Vorteil von gut 1.300 €0 über die gesamte Laufzeit, was bei weitem nicht ausreicht, um die Nachteile beim Kauf auszugleichen.

Schlussfolgerungen: Kostenvergleich von E-Auto gegenüber Verbrenner

Die einzelnen Komponenten sollen nun in einer Gesamtschau zusammengefasst werden. Zunächst erfolgt die Darstellung ohne die nicht einfachen Zinseffekte:

Abb. 4: Zusammenfassung der wichtigsten Zahlungen ohne Zinseffekte

Mit den Daten des BEM und mit der korrekten Vorgehensweise, sind die Ergebnisse eindeutig. Selbst im besten Fall des Ladens an der heimischen Wallbox (deren Kosten nicht berücksichtigt wurden), ist der Benziner finanziell noch deutlich günstiger. Der Gesamtvorteil beträgt über 1.300 €0, obwohl die Subvention von 9.570 €0 beim E-Corsa berücksichtig wurde. Selbst wenn an der heimischen Wallbox geladen wird, bleibt der Benziner etwas günstiger.

Der Leser kann wieder seine eigenen Schätzwerte einsetzen, um zu einem individuellen Ergebnis zu kommen.

Anmerkung: Der folgende Absatz ist für die betriebswirtschaftlich Interessierten.

Wenn die Zinsen berücksichtigt werden sollen, ergeben sich die folgenden Barwertsummen gemäß Abb. 5:

Abb. 5: Zusammenfassung der Barwerte der wichtigsten Zahlungen

Im besten Fall des Ladens an der heimischen Wallbox (deren Kosten nicht berücksichtigt wurden), ist der Benziner finanziell noch deutlich günstiger. Der Gesamtvorteil steigt auf über 2.500 €0, weil der Kaufpreis des Benziners deutlich geringer ist und die Auszahlungen des Benziners später anfallen und somit geringer abgezinst werden.

Wenn ein anderer Zinssatz gelten soll, kann leicht mit den Daten der Abb. 4 und 5 interpoliert werden. Die Ungenauigkeiten sind minimal.

Die ermittelten Zahlen können leicht für den individuellen Zweck angepasst werden. Wer für ein Stadtauto keine Klimaanlage will, kann den Betrag noch abziehen, während der Fan einer Automatik diesen Betrag aufschlagen muss.

Leider bestätigen die Analysen, dass ein E-Auto, das an öffentlichen Ladesäulen geladen werden soll, fast immer sehr unwirtschaftlich ist. Insofern muss dem BEM widersprochen werden, wenn er eine soziale Spaltung verneint.

E-Autos sind finanziell zurzeit fast nur als Zweitwagen akzeptabel, wenn günstig geladen werden kann und wenn für längere Strecken der Erstwagen zur Verfügung steht. Mit den weiteren technischen Fortschritten wird sich das E-Auto aber weitere Anwendungszwecke erschließen.

Das soll die E-Auto-Enthusiasten aber nicht vom Kauf abhalten. Wer Geld, Spaß und Zeit hat, kann durchaus mit dem E-Auto glücklich werden.

Dieser Artikel wurde von Prof. Dr. Peter Hoberg von der Hochschule Worms verfasst und blickt auf den Kostenvergleich zwischen E-Autos und Verbrenner. Dabei handelt es sich um seine Meinung, hinterlegt mit entsprechenden Quellen und gilt zu diskutieren.

Quellen
  • BEM-Pressemitteilung: eAuto-Kauf: Kosten deutlich unter Verbrenner-Pkw-Niveau, in: https://www.bem-ev.de/bem-pressemitteilung-eauto-kauf-kosten-deutlich-unter-verbrenner-pkw-niveau/, 22.1.2021
  • Zu den Zeitindices in den Einheiten: Hoberg, P. (2018): Einheiten in der Investitionsrechnung, in: Wisu, 47. Jg., 4/2018, S. 468-474.
  • Zu den Faktoren und der Abzinsung sowie dem Vergleichszeitpunkt: Varnholt, N., Hoberg, P., Gerhards, R., Wilms, S.: Investitionsmanagement – Be-triebswirtschaftliche Grundlagen und Umsetzung mit SAP®, Berlin/Boston 2018, insb. S. 55 ff.
  • Strompreise an öffentlich zugängigen Ladestationen: https://edison.media/verkehr/charging-radar-e-auto-boom-wird-zum-problem /25212887/
  • Erhöhter CO2 Ausstoß bei E-Autos: Ruhsert, K.: Der Elektroauto-Schwindel – Wie Greenwashing-Studien die Energie-wende verzögern, Norderstedt 2020. Hoberg (2020); Der große Denkfehler – Elektroautos in Deutschland viel dreckiger als gedacht, in: https://elektroauto-news.net/2020/meinung-der-grosse-denkfehler-elektroautos-in-in-deutschland-viel-dreckiger-als-gedacht, 19.12.2020.
  • Höhe Restwert: https://www.adac.de/-/media/pdf/tet/gebrauchtwagenpreise_m-r.pdf
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110 Comments
Peter Bigge von Berlin
Peter Bigge von Berlin
5 Jahre zuvor

Lieber Professor,
wer seinen Kindern keine Ausbildung finanziert, spart viel Geld und die Kinder können mit 6 Jahren bereits Geld verdienen gehen.
Wer seinen Müll zum Fenster raus wirft, kann viel Geld bei den Müllgebühren sparen.
Wer in den Klimaschutz und die Zukunft nichts investiert, wird viel Geld sparen, indem er die endlichen Ressourcen aufbraucht und für seine(n) Abfall/Abgase nichts zahlt.
Herr Professor, sind dies nicht die assozialen egoistischen Strukturen, welche außer dem eigenen Geldbeutel zunutze, allen anderen nachhaltig schaden.
eMobilität ermöglicht ein riesen Potenzial bei Effizienz, Komfort und Fahrspass, und vor allem eines – keine Abgase.
Autoabgase, Herr Professor, das Schädlichste auf dieser Welt, billigend in Kauf genommen wegen ein paar gesparten Euros. Denken Sie nur einmal an die Kinder!

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robin
robin
5 Jahre zuvor

Der Spritpreis von 1,30€ ist über 8 Jahre vermutlich suboptimal gewählt. Aktuell kostet der Liter E10 hier 1,31€ abends liegt der Preis bei 1,25€. Die nächsten 5 Jahre kommen wohl jedes Jahr 1,2 Cent Netto CO2 Abgabe drauf (danach werden Zertifikate versteigert was das gibt muss sich zeigen)
Ich würde vermuten in 8 Jahren sind wir bei 1,80€ oder 1,90€ so dass wir dann wohl einen durchschnitt von 1,50-1,60€ pro Liter annehmen können, aber ist auch nur grob geschätzt
Aber ja der Strompreis wird auch steigen ob sich spezielle günstigere Tarife durchsetzen muss sich zeigen, gibt es ja jetzt schon teilweise 7Cent günstiger pro kWh als Autostrom dafür kann der abgeschaltet werden, wobei zumindest aktuell noch einiges an Zählerkosten dazu kommt, ist aber halt spannend ob dies evtl. rentabel wird.

Die Preise für öffentliche Ladesäulen erscheinen mir aktuell ebenfalls recht hoch, wobei da ein Steigen natürlich auch realistisch ist, aber aktuell würde ich da eher so etwas wie EnBW zu grunde legen 29 Cent/kWh AC bzw. 39Cent/kWh DC, also so im Schnitt 35Cent/kWh, und dann gleichzeitig die Monatsgebühr von 5€ auf die E-Auto Fix kosten rauf rechnen.
Aktuell kann man zwar das E-Auto teilweise noch gratis laden, wobei hier natürlich interessant wird in wie weit das so bleibt, Lidl bzw. Kaufland führen ja jetzt gerade die App Plficht ein (vermutlich der Anfang um es auf Bezahlmodelle vorzubereiten) https://unternehmen.lidl.de/pressreleases/190311_e-ladesaeulen (bisher haben da noch nicht so viele Seiten drüber berichtet)

Ansonsten gibt es natürlich noch Kleinigkeiten keine Abgasuntersuchung für E-Autos (30€ alle 2 Jahre beim TÜV gespart) und zumindest aktuell kann man sich beim laden natürlich auch Parkkosten sparen, wobei natürlich fraglich ist wie viel man da so im Jahr spart. (Wenn ich für 29 Cent AC lade und mir dann die Parkgebühr von 1€ / Stunde spare, dann habe ich bei einem Auto das mit 11kW lädt, zwar 3,19€ gezahlt und berücksichtigung der Parkgebühren habe ich dann aber „nur“ 2,19€ für das Laden gezahlt was dann einen Ladepreis von ca. 19,9Cent entspricht)

Aber ich finde es auf jeden Fall mal gut das hier bei dem Verbrenner auch mal realistische Preise in der Anschaffung gewählt werden und nicht nur Listenpreise verglichen werden, wobei es bei E-Autos abseits von ID3/4 und Tesla auch oft Rabatte gibt, aber meistens natürlich auch nicht die Basisausstattung die Angeboten wird.

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Heinz Scherer
Heinz Scherer
5 Jahre zuvor

Scheinbar ist niemandem aufgefallen, dass das der „berühmte“ Prof. ist, der in einer umstrittenen „Studie“ behauptete, es wäre beim Verbrauch mit purem Kohlestrom zu rechnen. Macht er in diesem Vergleich ja auch wieder.
Außerdem macht er weitere Fehler. Kleinwagenfahrer welche extrem spraren wollen, fahren ihre Fahrzeuge meist bis zum „Autolebensende“ und fahren im Schnitt auch keine 15.000km im Jahr. Man muss also korrekterweise eine sogenannte Vollkostenrechnung durchführen.

Die sonstigen Fehler wurden ja bereits ausführlich dargelegt.

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ÖKOFan
ÖKOFan
5 Jahre zuvor

Die Annahmen über die zu erwartenden Kosten über 8 Jahre sind in diesem Rechenbeispiel schon sehr weit hergeholt. Insbesondere was Spritpreise und und Wartungskosten betrifft.

Ich fuhr von März 2006 bis Jänner 2019 einen Toyota RAV 4 Diesel 180 PS. NP samt 8 fach Bereifung damals 42.000 Euro. In diesen 13 Jahren hat mein RAV 4 Sprit für 180.000 km, Versicherung und Zusatzkosten wie Reifen und Wartung noch einmal 49.153 Euro verbraucht.
Gesamt hat mir mein RAV 4 in den 13 Jahren also 91.153 Euro gekostet. Ich hatte jede Rechnung, auch die Tankrechnungen, für meinen RAV 4 in einem Ordner aufgehoben.

Im Jänner 2019 bekam ich einen KIA eNiro 204 PS in Gold Ausstattung um 43.500 Euro (Förderung und Rabatt schon abgezogen incl. 8 fach Bereifung).

In habe für meinen eNiro bei 25.000 km Fahrleistung 192 Euro Versicherung (für 2 Jahre) 241,07 Euro Service (für 2 Jahre) und 112,53 Euro für Aufladungen (für 2 Jahre) aufwenden müssen.

Gesamtausgaben in 2 Jahren bisher 545,60 Euro.

Alle Hotels die ich bisher gebucht hatte, boten mir kostenlose Aufladungen für die Dauer meines Aufenthaltes an. Fast alle Wanderziele in Salzburg und Tirol bieten kostenlose Ladestationen an. LIDL, IKEA und viele andere „Einkaufsstraßen“ locken durch die kostenlose Aufladung Kunden in ihre Center.
Ich lade über meine 10 kWp PV zu 70 % zu Hause (kostenlos) ca. 15 % am Arbeitsplatz (kostenlos) und ca. 15 % unterwegs (Hotels und Ausflugsziele meistens kostenlos).

Natürlich gehe ich nicht davon aus, dass die „kostenlos Angebote“ so bleiben werden. Es wird die Zeit kommen, da gibt es nix mehr umsonst. Doch selbst dann werde ich mir in den nächsten 10 Jahren viele tausend Euro Betriebskosten ersparen.

Diese beiden von mir gefahrenen KFZ (RAV 4 und KIA eNiro) sind insofern miteinander vergleichbar als es mir haupsächlich um das Platzangebot und um eine lückenlose Ausstattung geht. Und die Anschaffungskosten fast ident sind.

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Clemens H.
Clemens H.
5 Jahre zuvor

Warum nicht gleich einen Dacia mit einem Tesla vergleichen?

Wenn die Extras nicht nachgefragt werden, warum werden sie dann angeboten? Es sollte einem mündigen Bürger zumutbar sein zusagen: „Moment ich brauche nicht einmal die Basisausstattung. Ich will ein viel billigeres Auto als im Vergleich.“

Hier werden jetzt Äpfel mit Kiwis verglichen und zur Garnierung gibt es noch Cherry picking damit ein Szenario dargestellt wird, dass sich nicht rechnet.

Es gibt genug Szenarien wo die E-Mobilität nicht punktet, was für eine Überraschung. Wenn ich wechseln will, interessiert einem mehr: Wo punktet die E-Mobilität? Welche Faktoren wirken sich gut auf die Rentabilität aus? ect.

Ich hab noch nie die Angaben auf der Uni gehört, finden sie die Varianten wo kein finanzieller Vorteil gegenüber der derzeitigen Lösung entsteht.

Als promovierten Kaufmann dürfte es Herrn Prof. Dr. Hoberg überhaupt kein Problem sein, solche Break even Szenarios darzustellen.

Statt der flapsigen Aussage „wird nur selten gekauft“ könnte zB. stehen: x% wählten eine Ausstattungsalternative welche günstiger als die 20430€ der E-Variante waren. Sprich der Rest hätte hier einen Kostenvorteil.

Das es Szenarien gibt wo sich E-Mobilität rechnet weiß ich aus persönlicher Erfahrung:
Im letztes Jahr hat es sich in Österreich für das Unternehmen, wo ich arbeite definitiv gerechnet gegenüber der „Verbrenner-Alternative“.

Für mich als Angestellten stellt die steuerrechtliche Betrachtung als Sachbezug von 0 einen deutlichen Vorteil dar.

Da ich 92 km reinen Arbeitsweg(mit Autobahn) pro Tag habe ist, ist hier auch ein Szenario gegeben wo das Laden in der Firma gut genutzt werden kann.

Mir ist auch klar, dass derzeit die CO2 Einsparung durch E-Mobilität eine der teuersten Varianten ist. Aber hier wird Geld für den Skale-up investiert ähnlich wie bei der Photovoltaik die auch früher der teuerste Strom war und sich auch energetisch kaum rechnete.

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Stephan
Stephan
5 Jahre zuvor

Ich hab mich bei der Überschrift auf den Bericht gefreut.
Leider ist er auch voll mit Fehlern.
Ein 8 Jahre alter Corsa mit wenig Ausstattung erzielt 5000€ Restwert? Wo.
Wir haben beim Kauf des i3 nur über eine BMW rückkauf Aktion einen guten Preis bekommen.
1 BMW mit 2l Diesel und Top Ausstattung. So stehen wären uns laut Schwanke die Tränen gekommen.
Fehler Stromkosten. Wer ein E-Auto zuhause lädt kümmert sich um einen Stromtarif mit rund 25 Cent pro kw. KOSTENLOSES Laden beim Supermarkt ist auch noch möglich.
Wir sind jetzt 2500km gefahren. Ein tolles Auto. Auf die wallbox warte ich noch.
An 230V wurden aus der Not nur 40Kw geladen. Der Rest kostenlos.

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Michael Günther
Michael Günther
5 Jahre zuvor

Die Rechnung zu den Kraftstoffkosten des e-Corsa ist unwissenschaftlich. Der Fahrer ist kein Roboter, der seinen Akku leerfährt und dann die nächstliegende Ladesäule aufsucht. Vielmehr nutzt er die jeweils günstigste Lademöglichkeit. So gibt es z.B. verschiedene niederpreisige Abos, die geringe KWH-Preise ermöglichen bis hin zum kostenlosen Laden. Ich persönlich lade meinen e-Corsa ausschließlich öffentlich zu einem durchschnittlichen Preis von bisher <3 (in Worten: drei) Cent/km. Um das mit einem Benziner zu toppen, müsste ich schon eine eigene Raffinerie besitzen. Empirik ist auch eine Wissenschaft.

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Tobi
Tobi
5 Jahre zuvor

Zahlenverdreherei par Exellence. Man nehme optimalste Bedingungen für Verbrenner und schlechte Bedingungen für eAutos und rechne das auf 8 Jahre hoch. Man könnte aber auch die Entwicklung der Akkupreise und der Strompreise berücksichtigen und feststellen, dass die Kosten im eAuto Bereich erhelblich sinken werden in den nächsten Jahren. Und die Verbrenner werden künfti (hoffentlich) sicherlich masshiv höher besteuert werden (z.B. eine Unsinnsteuer). Solche Publikationen wie dieser bezeichnen das Festklammern der Ewiggestrigen an einer 100 Jahre alten Technologie, welche nur durch die Innovationsverweigerung der Autoindustrie so lange überlebt hat. Nirgends sonst blieb die Technik so lange im Mittelalter stehen. Der Innovationsschub ist jetzt dringend notwendig. Und es erstaunt nicht, dass die Dinosaurier technologisch nicht in der Lage sind das neue Denken zu verinnerlichen. Der Benzin-Stallgeruch müsste dringend ausgelüftet werden. Sich an Altes zu klammern sichert das kurzfristige Überleben und das mittelfristige Sterben.

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Fred
Fred
5 Jahre zuvor

Beim Professor stimmt einiges nicht:
ich zitiere den ADAC:
https://tff-forum.de/t/kostenvergleich-verbrenner-elektroauto/90955
und ergänze aus der eigenen GuV:
ich bin seit 35 Jahren noch nie so billig Auto gefahren wie mit meinem M3.
Grobe Datenfehler z. B.: Die ADAC-ENBW DC Ladekosten sind 0,36 €/KWh und AC am Hausanschluss ca. 0,25€/KWh, Wartungskosten NULL!! bisher auf zwei Jahre.
BG Fred

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Grubengräber
Grubengräber
5 Jahre zuvor

Bestätigt meine Erfahrung mit meinem BEV.

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Reiter
Reiter
5 Jahre zuvor

Aha. alle Achtung….also nach ganz viel akademischer Luft hat er festgestellt: ein Auto mit Klimaanlage, mehr PS und Automatik kostet 2000€ mehr?

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Reiter
Reiter
5 Jahre zuvor

Wenn so hart daran gearbeitet wird: Wie läuft denn nun eigentlich volkswirtschaftlich die Einführung von efuels? Kann man denn sein geliebten hocheffizienten Diesel mit efuel tanken und mit null berechnen, solange nicht der allerletzte Bestandsmuldenkipper versorgt ist? Der neue Diesel fährt doch bestenfalls mit 600g/L Albertaölsandbrühe bis 47 Millionen Autos versorgt sind?

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Marc M.
Marc M.
5 Jahre zuvor

Sehr guter Beitrag und wer wirklich richtig liegt…. In 8 Jahren wissen wir mehr.

Vielen Dank auch an die Kommentatoren.

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Fabian Uecker
Fabian Uecker
5 Jahre zuvor

Was der Professor versucht darzustellen, das wenn jemand aufs Geld schauen muss sich ein Elektro nicht lohnt. Auch wenn alle Recht haben das wenn man mit ob tankt usw. Es günstig ist. Aber E Autos sind nun meist voll ausgestattet, worauf ein Sparfuch evtl. verzichten würde. Des weiteren haben nicht alle ein Eigenheim weshalb daheim laden auch nicht immer möglich ist.
Ich benötige aktuell kein Auto weil ich ein Firmenwagen habe. Aber wenn ich ein Auto benötigen würde, wüsste ich aktuell nicht was ich kaufen würde. Nach Jahren der Diskussion mit den Vermietern gebe ich mein Versuch ein Steckdose zu bekommen auf. Somit fällt Strom tanken Zuhause weg. Leider ist unser Ort negativ Beispiel was Ladeinfrastruktur angeht. Öffentliche Lader 0. Somit würde mir der Schnelllader im 5km entfernten Ort bleiben. Aber dann fallen nun Mal 39 Cent an. Zusätzlich muss 30 Minuten meiner Zeit investieren.
Bleibt noch Wasserstoff. Aktuell sind 2Tankstellen in je 30km in Planung. Aktuell würde mich nur der mirai 2 ansprechen. Aber finanziell das Budget stark überschreiten.
Was ich damit sagen will es lässt sich leicht sagen das e-autos super sind. Aber auch nur wenn Geld keine Rolle spielt. Wenn die Wohnung oder das Haus passt und wenn die Umgebung da mitspielt.
Ansonsten denke ich daß Menschen weiter zum Verbrenner tendieren werden wenn die finanziellen Mittel begrenzt sind.
Ich selber wie gesagt wüsste es aktuell auch nicht, da ich nur ein Auto besitzen möchte müsste es groß genug für eine Familie und Langstrecken tauglich also min. 500km. Bei schneller Fahrweise also 250-300km.

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MichseHan
MichseHan
5 Jahre zuvor

Das Problem an der hier vorgetragenen Betrachtung ist die Variable Mensch. Für Firmen mag der Kauf eines neuen Kleinwagen um Mitarbeiter von A nach B zu bringen in fast Grundausstattung zu kaufen sinnvoll sein. Eine Privatperson, die Kostengünstig van A nach B will wird sich keinen Neuwagen in Grundausstattung kaufen. Ein Neuwagenkauf von Privat ist meiner Meinung nach eher emotional und nur in geringen Fällen in Grundausstattung. Somit macht ein Vergleich der TCO nur dann Sinn, wenn die Ausstattung vergleichbar ist. In meinem Fall kostete das E-Auto nach Abzug Förderung 500 Euro mehr als der vergleichbare Benziner ohne Rabatte. Strom kostet 0,2755 Euro. Die haltdauer halte ich mit 8 Jahren auch für hanebüchen. Wer verkauft denn ein funktionierendes Gerät nur weil die Garantie abgelaufen ist? Betriebswirtschaftlich für Firmen ist die o.g. Berechnung interessant und nützlich. Für Privatkunden leider nicht zu gebrauchen, auch nicht als Anhalt.

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