In Österreich ist er schon nicht mehr zu haben, jetzt zieht auch Audi Deutschland nach: ab sofort kann man das Einstiegsmodell des Q4 e-tron, den Audi Q4 35 e-tron mit 125 kW (170 PS), in Deutschland nicht mehr kaufen. Neues Basismodell ist nun der Q4 40 e-tron, der Preis für den günstigsten Q4 e-tron steigt daher um etwa 10.000 Euro. Ein weiterer Schritt des VW-Konzerns in Richtung Hochpreissegmente, wie ihn auch Mercedes-Benz bereits eingeleitet hat.
Es wird immer schwieriger, einen günstigen elektrischen Audi zu fahren. Zunächst hatte Audi die Preise für jene Modelle, die den 77 Kilowattstunden-Akku verbaut haben, im Juli und dann nochmal im September kräftig angehoben. Jetzt fällt das einzige Modell mit dem 52 Kilowattstunden-Akku weg. Wer sich dennoch für einen Q4 e-tron entscheidet, wartet aktuell bis zu 18 Monate auf die Lieferung – also bis 2024. Begründet wurde die Modellbereinigung nicht – sie scheint im VW-Konzern aber einer Strategie zu folgen: Im Januar hatte VW das Einstiegsmodell des ID.4 mit 109 kW (148 PS) gestrichen, auch die Version des ID.3 mit der 45 Kilowattstunden-Batterie ist nicht mehr bestellbar. Lediglich Skoda hat angekündigt, einen elektrischen Kleinwagen für rund 20.000 Euro entwickeln zu wollen.
VW hatte noch mit dem Halbleitermangel argumentiert, das scheint nun beim Q4 e-tron aber nicht mehr der Fall zu sein. Der Mindestpreis für einen Audi Q4 e-tron liegt damit nun bei 51.900 Euro, für den Sportback fallen 2.000 Euro mehr an. Bei den Verkäufen innerhalb des VW-Konzerns lag die Q4 e-tron-Baureihe bisher an vierter Stelle hinter dem VW ID.4, VW ID.5, VW ID.3 sowie Skoda Enyaq. Inklusive des Sportbacks wurde das Modell in den ersten drei Quartalen diesen Jahres bereits knapp 30.000-mal verkauft.
Deutsche Autobauer wollen offenbar keine leistbaren Mittelklasse-Autos mehr verkaufen. VW und Audi bieten nun kein elektrisches Modell unter 38.000 Euro mehr an, Mercedes-Benz hat erst kürzlich angekündigt, die A- und die B-Klasse auslaufen zu lassen, obwohl diese ursprünglich auch elektrifiziert werden hätten sollen. Stattdessen setzt man mit der EQXX-Technologie auf ein völlig neues elektrifiziertes Konzept in der Mittelklasse, das dem Tesla Model 3, dem BMW i4 und dem Polestar 2 Konkurrenz machen soll. Einzig BMWs 1er ist derzeit noch ab 29.500 Euro zu haben – erfahrungsgemäß muss man aber etwa 10.000 Euro mehr rechnen, möchte man ein paar vernünftige Extras haben. Und eine elektrische Version ist noch nicht in Sicht.
Die Lücke werden wohl die Asiaten füllen. Der Ora Funky Cat steht in Deutschland bereits in den Startlöchern, Hyundai plant einen Kleinwagen für rund 20.000 Euro. Für Europa sieht Automobil-Analyst Matthias Schmidt immerhin ein Marktvolumen allein für Kleinwagen von etwa 10 Prozent des Gesamtabsatzes.
Quelle: electrive.net – Audi streicht Basismodell des Q4
Daran kann man deutlich erkennen, dass die Kunden von VW und Audi eben doch auch im E-Zeitalter mehr Power wollen, das sage ich ja schon lange. Audi ist und war eine Oberklassemarke, die bisher aber auch bis zum Kleinwagen etwas im Portfolio hatte. Mit den BEV’s wird das für Audi viel enger… schon VW hat damit Probleme, sie haben zwar den E-Up! …aber das bringt ja kaum Geld rein. Da ist noch viel Arbeit, die getan werden muss. Ich bin vor allem auf Audi gespannt, denn die machen schöne Autos!
Die deutschen OEM werden immer mehr Markanteile verlieren, der Gewinn wird zunächst noch steigen. Es wird interessant.
Mit VollGAS konsequent in eine Richtung: Die FALSCHE.
Oder nach Duessmann in eine Autofreie Zukunft für nahezu Alle.
Ein paar dürfen dann an sog. Autofreien Tagen die leeren Strassen in VollGAStempo geniessen.
Der Rest: bleibt im Wohnklo auf Homeoffice.
Gute Entscheidung von Audi.
In dieser Autoklasse sind „untermotorisierte“ Fahrzeuge mit Minibatterien zeitgemäß fehl am Platz.
Ein BEV darf ruhig seinen Elektropower zeigen, und … sollte zukünftig über zeitgemäße Batteriekonfigurationen verfügen.
Ein modernes BEV dieser Klasse sollte 600 km oder sogar mehr WLTP-Reichweite haben und in um die 20 min nachgeladen sein.
Dann sollte generell eine realistischere Reichweitenangabe eingeführt werden, welche die Reichweite bei z. B. 130 km/h wiedergibt, welche mit Heizung oder Klimaanlage gefahren wurden.
Nur so kann das Vertrauen in BEVs gestärkt werden, alles andere ist nur die ewige Vortäuschung falscher technischer Angaben.
Warum sollten Verbrenner abgelöst werden?
Ging es da um Klimaschutz, indem E-Autos nachhaltiger sind?
Wenn nun einer der größten Autokonzerne sein Portfolio nach unten kappt, bedeutet das
Ich will nicht gegen die Sinnfälligkeit von e-Autos mit großem Akku reden – aber längst nicht alle Nutzer brauchen dass bzw. können sich das leisten.
Volkswagen sollte seinen Namen ändern!
Ja, die deutschen Hersteller müssen seitens den Japanern und Koreanern neu geerdet werden.
Die deutschen Hersteller haben neben den Energiepreisen zu teure Strukturen. Der Schuss Luxussegment wird nach hinten losgehen. Wer möchte schon ein Auto mit 80.000 Euro voll mit Software Problemen und 18 Monate Lieferzeit. Ich kenne jetzt schon einige BMW Geschäftskunden die auf Tesla umgestiegen sind, da 4-6 Monate Lieferzeit. Das wird für die deutschen Premiumhersteller schwierig, wenn die Firmenwagen jetzt auch noch wegbrechen. Die Regierung sponsert hier ja schon mit über 20 Prozent.
„… Stattdessen setzt man mit der EQXX-Technologie auf ein völlig neues elektrifiziertes Konzept in der Mittelklasse, das dem Tesla Model 3, dem BMW i4 und dem Polestar 2 Konkurrenz machen soll“.
Das sehe ich anders: Tesla Model 3 und Polestar 2 gehören hier nicht rein, weil qualitativ mangelhaft (Tesla) bzw. überbewertet, in dem was er kann (Polestar 2). Ganz sicher gehören hier Audi e-tron 45 und 50 quattro rein.
Macht nix.
Es gibt ja die chinesischen und koreanischen Anbieter.
Seit ich den MG4 gesehen und gefahren bin stellt sich die Frage nach einem Auto aus deutscher Produktion sowieso nicht mehr.