Die Europäische Union und Deutschland haben sich auf einen Kompromiss in Bezug auf E-Fuels geeinigt, was den Weg für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor ebnen könnte, die nach 2035 ausschließlich CO2-neutrale Kraftstoffe tanken.
Die Diskussionen über E-Fuels und das geplante Verbot von Verbrennungsmotoren ab 2035 hatten in der EU und insbesondere in Deutschland für hitzige Debatten gesorgt. Ursprünglich sollte die EU im März eine Entscheidung über das Verbot treffen, jedoch haben Deutschland und einige andere Mitgliedstaaten, angeführt von Verkehrsminister Volker Wissing, eine Blockierung des Verbots angedroht und die Berücksichtigung von synthetischen Kraftstoffen gefordert. Infolgedessen hat die EU einen Kompromissvorschlag erarbeitet, der eine Rolle für E-Fuels in Autos mit Verbrennungsmotor auch nach dem Verbot ermöglichen würde.
Nach intensiven Verhandlungen haben sich die Bundesregierung und die EU-Kommission nun auf eine Regelung geeinigt, die es ermöglicht, Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren, die ausschließlich CO2-neutrale Kraftstoffe nutzen, auch nach 2035 neu zuzulassen. Diese Einigung beinhaltet konkrete Verfahrensschritte und einen verbindlichen Zeitplan, der bis Herbst 2024 abgeschlossen sein soll. „Es wurden konkrete Verfahrensschritte und ein konkreter Zeitplan verbindlich fixiert. In einem ersten Schritt soll eine Fahrzeugkategorie e-fuels-only geschaffen und anschließend in die Flottengrenzwertregulierung integriert werden. Wir wollen, dass der Prozess bis Herbst 2024 abgeschlossen ist“, so Wissing. Die Einigung wurde von verschiedenen politischen Akteuren, darunter Bundesumweltministerin Steffi Lemke, begrüßt, die betonte, dass die Entscheidung das Vertrauen in die europäischen Verfahren und die europapolitische Verlässlichkeit Deutschlands stärkt.
Trotz der Einigung bleiben Meinungsverschiedenheiten über die Vor- und Nachteile von E-Fuels bestehen. Befürworter betonen die Rolle von synthetischen Kraftstoffen als Speicher erneuerbarer Energie, während Kritiker ihre Effizienz und Umweltauswirkungen in Frage stellen. Insbesondere die Sportwagenhersteller Porsche und Ferrari haben sich für E-Fuels eingesetzt und bereits mit der Produktion solcher Kraftstoffe in Südamerika begonnen. Experten gehen aber davon aus, dass diese bis 2035 nicht in ausreichender Menge für den PKW Markt hergestellt werden können. Mit der erreichten Einigung zwischen Deutschland und der EU wird der politische Weg für die weitere Entwicklung von e-Fuels und den damit verbundenen Technologien weiter geöffnet. Die Diskussion darum wird uns noch eine Weile begleiten.
Quelle: Bundesministerium für Digitales und Verkehr – Pressemitteilung
„Vertrauen in die europäischen Verfahren und die europapolitische Verlässlichkeit Deutschlands stärkt.“ ja von wegen ich habr jegliches Vertrauen verloren besonders Deutschland ist für mich komplett Vertrauensunwürdig geworden
Hier in AT schwafeln die dümmsten aller Politiker über eFuel Import aus Afrika.
Nichts gelernt im letzten Winter aus der Abhängigkeit von russischem Gas.
zum Thema Wirkungsgrad:
…und eFuel-Skandal ist wahrscheinlich bereits vorprogrammiert… :(
Die FDP hätte die Studien lesen sollen, nach denen auch weit nach 2035 nicht genug E-Fuels zur Verfügung stehen, um Luft- und Schifffahrt sowie die Industrie damit zu versorgen, denn auch die Industrie braucht in großen Mengen flüssige Kohlenwasserstoffe.
Wenn also für Verbrenner ein Teil der E-Fuels abgezweigt wird, dann müssen bei Luft- und Schifffahrt sowie Industrie teilweise fossile Energien eingesetzt werden und dann sind Verbrenner eben nicht mehr CO2-neutral, sondern nur noch auf dem Papier – dazu kommen noch Abgase und Lärm vor Ort mit den entsprechenden Krankheitskosten für alle Bürger.
E-Fuels im Straßenverkehr sind eine Illusion der ewig gestrigen automobilen Krachmacher und Stinker, die unterm Strich das Gegenteil von CO2-neutral sind und die Verschwendung von Ökostrom dürfte als eine große Dummheit der Menschenheit in die Geschichtsbücher eingehen.
Wie man über eine Technologie die gerade einmal eine Effizienz von15% hat, überhaupt nachdenken kann, ist mir ein Rätsel. Da wird Erneuerbare Energie, die man für eine Technologie mit einer Effizienz von 70% benötigt, sinn- und hirnlos vernichtet. Und Schuld ist eine lächerliche 5/% Partei. Hier fehlt ein Kanzler mit Machtwort, wobei ein Schlumpf und Machtwort auch irgendwie nicht zusammen passen…
Was für ein ausgemachter Schwachsinn dieser populistische Move der Lobbygruppe „FDP“ ist, zeigt sich daran, dass selbst die Automobilindustrie keine E-Fuels will und diese bestenfalls als ein „Nischenprodukt“ sieht. Dafür hat uns diese inkompetente Clowntruppe, die hoffentlich im nächsten BT nicht mehr vertreten sein wird, in der kompletten EU zur Lachnummer gemacht und Vertrauen in die deutsche Politik nachhaltig zerstört.
Im Pkw-Bereich haben E-Fuels als maximal ineffiziente, für Otto-Normal-Verbraucher ohnehin nicht bezahlbaren Kraftstoffe keinerlei (!) Daseinsberechtigung. So langsam sollte das nun wirklich Jeder begriffen haben.
Selbst im LKW-Bereich sind Batterie-elektrische Antriebe auf dem Vormarsch – und Güter für die Langstrecke gehören sowieso endlich auf die Bahn!!! Und dennoch brauchen wir synthetische Kraftstoffe, nämlich überall dort, wo es (noch) keine sinnvollen Alternativen gibt.