Elektroautos mit sehr hohen Reichweiten kosten beim Fahrzeugkauf in der Regel auch deutlich mehr. Doch welche E-Autos haben das beste Preis-Reichweiten-Verhältnis? Wir haben uns den Preis pro 100 Kilometer Reichweite einmal näher angesehen. Berücksichtigt wurde jeweils das Einstiegsmodell ohne Sonderausstattung sowie die von EV-Database ermittelten Reichweiten, die nicht mit den WLTP-Daten übereinstimmen.
Anmerkung: Da es zu mehreren kritischen Nachfragen kam: Als Datenquelle dient die EV Database, Stand 15. März 2023. Allerdings werden dort nicht WLTP-Werte, sondern eigene Berechnungen zu realistischen Reichweiten verwendet, weshalb es zu Abweichungen kommt. Ferner ist der jüngste Preisnachlass bei Tesla offenbar leider dort nicht berücksichtigt worden. Wir haben die Liste daher angepasst und greifen im Sinne der Transparenz zukünftig wieder auf Datenbanken zurück, die ausschließlich WLTP-Werte nutzen.
Die Rangliste auf Grundlage der EV-Database-Daten:
7. Platz: Tesla Model 3 Maximale Reichweite
Gerade noch so in die Liste schafft es das Tesla Model 3 mit maximaler Reichweite, wenn wir den neuen Preis berücksichtigen anstatt des von EV-Database verwendeten. Der Einstiegspreis von 53.990 Euro steht einer dort angenommenen Reichweite von 485 Kilometern gegenüber. Das macht einen Preis von 11.132 Euro pro 100 Kilometer Reichweite.
6. Platz: Fisker Ocean Sport
Auf Rang sechs folgt ein Exot, der demnächst in Deutschland erhältlich sein soll. Das SUV des US-amerikanischen Herstellers soll mit seinem 75 kWh fassenden Akku eine Reichweite von 380 Kilometern schaffen. Als Einstiegspreis sind 41.560 Euro vorgesehen – macht 10.937 Euro pro 100 Kilometer Reichweite.
5. Platz: Hyundai Kona Elektro
Das kompakte SUV aus Korea, von dem bald eine Neuauflage erhältlich sein wird, spult mit seinem 64 kWh fassenden Akku eine Reichweite von 395 Kilometern ab. 100 Kilometer theoretische Reichweite kosten bei einem Preis ab 42.900 Euro somit 10.861 Euro.
4. Platz: MG 4 Electric (51 kWh)

Der Kompaktwagen des chinesischen Herstellers kommt mit dem kleineren der beiden verfügbaren Akkus 300 Kilometer weit. Bei einem Einstiegspreis von 31.990 Euro macht das auf 100 Kilometer Reichweite einen Preis von lediglich 10.663 Euro.
3. Platz: MG ZS EV Maximal

Auch Platz drei geht an die Chinesen. Das kompakte SUV verfügt maximal ausgestattet über einen 68-kWh-Akku, der 365 Kilometer Reichweite ermöglichen soll. Auf 100 Kilometer Reichweite kommen bei einem Einstiegspreis von 37.990 Euro also 10.408 Euro.
2. Platz: Cupra Born 170 kW
Der sportlich daherkommende Bruder des VW ID.3 von der Seat-Tochtermarke Cupra schafft es auf den zweiten Rang. Der 77 kWh fassende Akku ermöglicht 450 Kilometer an Reichweite. Da der Born ab 46.450 Euro zu haben ist, fallen für 100 Kilometer Reichweite also 10.322 Euro an. Doch zum Sieger in dieser Kategorie gibt es eine ordentliche Lücke…
1. Platz: MG 4 Electric (64 kWh)
Der Sieger im Preis-Reichweiten-Verhältnis kommt ebenfalls von der chinesischen Marke MG. Denn mit dem größeren, 64 kWh fassenden Akku schneidet der kompakte Elektrowagen noch besser in dieser Kategorie ab als mit der 51-kWh-Version. 365 Kilometer WLTP-Reichweite gibt es bereits ab 35.990 Euro. Damit knackt der MG 4 als einziger die 10.000-Euro-Marke: 100 Kilometer Reichweite kosten hier nur 9860 Euro. Kein Wunder, dass man das Modell immer häufiger auf deutschen Straßen zu Gesicht bekommt.
Datenquelle: EV Database, 15.03.2023
Ssangyong Korando e-Motion?!
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[Edit: Gelöscht. Kritik darf gerne geäußert werden, solange sie sachlich formuliert ist und ohne Beleidigungen und Schimpfwörter auskommt. / Michael]
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Er listet hier Tesla Model 3 LR mit 53.990€ bei 485km RW auf und kommt so auf P 7 mit 11.132€ pro 100km RW.
FALSCH!!!
Model 3 LR hat eine RW von 602km. So kommt man auf ca. 9.000€ pro 100km.
Nimmt man Model 3 SR mit 485km RW, kommt man bei 43.990€ auf einen ähnlichen Wert. Demnach wären beide Tesla SR und LR unangefochten auf Platz 1 und 2.
So schnell kommt dann schlechte Kritik in Umlauf. Tesla ist für mich das mit Abstand beste E-Auto der Welt, mit dem besten Ladekonzept. Kommt kein anderer ran.
Bitte Beitrag richtig stellen.
[Edit: Bitte sachlich bleiben und Beleidigungen unterlassen / Michael]
Es wäre interessant zu sehen, wie der Vergleich zwischen identisch (nahezu) ausgestatteten Autos aussehen würde, zumal die normalerweise mager ausgestatteten deutschen Autos normalerweise mit einer langen aufpreispflichtigen Extrasliste kommen.
Wie unseriös ist das denn?
Man mixt also WLTP Werte mit Erfahrungswerten, die irgendwie erzeugt worden sind.
Damit nimmt man jede Vergleichsmöglichkeit.
Die WLTP-Werte dienen nun einmal der Vergleichbarkeit.
Erfahrungswerte in alles Ehren, aber diese haben eine Fahrer- und Umgebungsabhängigkeit, also nicht mehr objektiv.
Ich könnte jetzt unseren Stromer nehmen, der auch nicht in der Liste auftaucht und der mit Einstiegspreis ohne Zusatzausstattung und WLTP Reichweite auch direkt auf Platz 1 gekommen wäre. Marke ist jetzt egal. Mit eigenen Erfahrungswerten könnte ich mir jetzt alleine mit zwei unterschiedlichen Fahrprofilen einen Platz deutlich unter Platz 1 errechnen oder deutlich weit abgeschlagen. Aber was sagt das aus? Nicht. Und warum? Weil wir alle bei Erfahrungswerten von einer anderen Basis ausgehen.
Also bitte nehmt WLTP Reichweite, Preis dann jeweils ohne Zusatzausstattung und man hat was von dem Ergebnis.
Leute, hier geht es offenbar nicht um die teilphantastischen WLTP Reichweitenangaben der Hersteller als Rechengrößen, sondern um reale Reichweiten.
Obwohl mein MG4 Luxury (der Sieger hier) eine WLTP Reichweite von 435 km hat, sind hier beim Vergleich nur 360 km Reichweite angesetzt worden. Die schafft man mit vollem Akku tatsächlich mindestens. Nach einem Monat und 2.500 gefahrenen Kilometern kann ich das unbedingt bestätigen. Eher sogar noch ein bisschen mehr. Denke im Sommer geht’s realistisch auch über die 400 km Reichweite.
Der günstigste Verbrauch des Fahrzeugs war ein wesentlicher Grund mich für den MG4 zu entscheiden. War bislang auf noch keiner Strecke mit mehr als 20kwh/100km unterwegs. Das gilt auch für die Autobahn (allerdings ohne Raserei). Ein bislang vollkommen unterschätztes E-Auto.
Bis es die „ehrenwerten“ Tesla-Fans nicht geschafft hat, einen Tesla auf Platz 1 zu mobben, ist hier keine Ruhe. Es sei denn, man deckt das Thema schnell mit neuen Nachrichten zu.
WLTP dient zwar der Vergleichbarkeit, ist aber unnütz weil realitätsfern.
Der Ansatz des Artikels war daher gut, nur nicht ideal. Jedem kann man es aber sowieso nicht recht machen.
Beim Tesla ist die Hersteller-Umweltprämie schon abgezogen, ein bisschen unfair. Der Polestar 2 mit 635 km nach WLTP für 54.475 € hätte in die Liste müssen.
Man muß eben wissen was man möchte oder braucht und danach entscheiden.
Für die einen mag es das Reichweiten-Preis-Verhältnis sein,
für andere vielleicht Effizienz oder Fahrleistungen.
Der MG 4 hat 160km/h Höchstgeschwindigkeit, wird mit 9% höherem Verbrauch und 70% Ladegeschwindigkeit zum Model 3 angegeben.
Als Fanboy habe ich natürlich herausgefunden, dass die Daten des Model 3 von 2019 stammen. Die Wärmepumpe, die den Winteranteil der Reichweite beeinflußt, wurde erst Ende 2020 eingebaut
Beispiele für reale Reichweiten in unterschiedlichen Witterungsbedingungen. Winter: ‚Worst-Case‘ basierend auf -10°C Außentemperatur und aktiver Heizung. Sommer: ‚Best-Case‘ basierend auf 23°C Außentemperatur und deaktivierter Klimaanlage. Auf der Autobahn wird eine konstante Geschwindigkeit von 110 km/h angenommen. Die tatsächliche Reichweite hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab wie Geschwindigkeit, Fahrverhalten, Witterungs- und Fahrstreckenbedingungen.
Das sind die berücksichtigten Werte die bei allen Fahrzeugen zu Grunde lagen und die die Ausgangslage des Vergleichs sind. Von daher ist das so in Ordnung, aber eben bleiben Zweifel bestehen. Fahrer und Terrain bleiben hier aussen vor.
Darf ich fragen wieso der Dacia Spring nicht berücksichtigt wurde?
Ich würde auch mal gern erfahren wo mein KIA e- niro mit 64KWh Akku steht.
Wir alle (sollten) wissen, wie viele Parameter die Reichweiten unserer E-Fahrzeuge teils erheblich beeinflussen. Insbesondere die Temperatur, die per Akkuheizung (außen) oder Innenraumheizung (mit Wp oder ohne?) die kW der Hochvoltbatterie schnell dahinschmelzen lassen. Nicht minder relevant sind natürlich die gefahrenen Geschwindigkeiten (Fahr-Stil), die Topographie, die Witterungsverhältnisse, die Reifengröße und sicherlich noch weitere Faktoren, die beim Verbrenner nicht so sehr ins Gewicht fallen, da dort der größte Teil der eingesetzten Energie ohnehin verschwendet wird, bzw. als Abwärme ungenutzt verloren geht. Ein wirklich aussagefähiger „Test“ müsste also alle diese Faktoren berücksichtigen! Dann auch noch vom (unrealistischen) WLTP abweichende Reichweiten lediglich zu zu schätzen, ist eine Methode, mit der ich vermutlich jedes „gewünschte“ Ergebnis hinbekomme. Insofern macht mich das über die Maßen gute Ergenis der chinesischen Hersteller hier mehr als skeptisch!
Wo bleibt der Mustang Mach e SR ? Grundpreis 2022 war noch bei 47 000 € und eine Reichweite von 440 km. Das macht Preis von 10 680 € für 100 km. Das wäre sicherlich Platz 5.