Nach dem Rückzug aus der Fertigung des SION konzentriert sich Sono Motors auf die Entwicklung, und den Vertrieb der eigenen Solartechnologie. Hier ist es dem Münchner Start-Up gelungen, einen Abschluss mit einem der zehn größten Pkw-Hersteller der Welt zu erzielen. Die Bestellung umfasst die Lieferung von Solar Body Panels für ein Fahrzeug.
Der Automobilhersteller möchte gemeinsam mit Sono Motors die Integration der Solar-Integration in seine Autos ausloten. Bereits im Dezember letzten Jahres hat das Unternehmen die Bestellung eines ersten Pkw-Herstellers bekannt gegeben. Damit steigt die Gesamtzahl der Kunden und Partner für die Solartechnologie des Unternehmens auf 25.
„Wir sehen, dass sich eine ganze Branche in Richtung Solar-Integration in Fahrzeugen bewegt. Wir glauben, dass wir mit unserer patentierten polymerbasierten Solartechnologie für Pkw ganz vorne mit dabei sind“, so Laurin Hahn, Mitbegründer und CEO von Sono Motors. „Zudem glauben wir, dass der rasante Anstieg von Elektroauto-Verkäufen und der relativ langsame Ausbau der Ladeinfrastruktur einen Engpass bei der breitflächigen Einführung von Elektrofahrzeugen schaffen werden. Wir glauben, dass auch zukünftig viele Menschen, die in Wohnungen ohne privaten Zugang zu Ladestationen leben, vor dem Kauf von Elektrofahrzeugen zurückschrecken könnten, weil sie nicht sicher sind, ob sie entsprechende Lademöglichkeiten finden werden. Dadurch werden Elektrofahrzeuge mit Solar-Integration noch stärker in den Fokus rücken.“
Seit 2021 arbeitet beim Münchner E-Auto-Startup ein immer weiter wachsendes Team an der Konstruktion, dem Design und der Feinabstimmung von verschiedenen Solar-Prototypen für den Sion, das Solar-Elektroauto, an dem das Unternehmen einige Zeit gearbeitet hat. bevor es den Stecker ziehen musste. Die Solartechnologie wird auch an B2B-Kunden verkauft.
Dabei ermögliche Solarladen den Fahrzeugbesitzer:innen neue Vorteile durch geringere Abhängigkeit von Ladeinfrastrukturen und eine Senkung der Betriebskosten im Vergleich zu herkömmlichen batteriebetriebenen Fahrzeugen. Autohersteller und Flottenbetreiber können diese Technologie in ihren eigenen Produkten einsetzen, um bestehende Fahrzeuge nachzurüsten oder neue Serienfahrzeuge zu bauen.
Das Unternehmen ist derzeit als Entwicklungspartner oder Zulieferer für Unternehmen in Europa und den USA tätig. Zu den Kunden gehören CHEREAU, Kögel und die Volkswagen-Tochter Scania. In Zukunft will sich Sono Motors vor allem auf die Nachrüstung und Integration seiner Solartechnologie in Fahrzeuge von Drittanbietern in vier Kernbranchen konzentrieren: Pkw, Busse, Kühlfahrzeuge und Wohnmobile.
Quelle: Sono Motors – Pressemitteilung vom 08.03.2023
Pressemitteilungen sind ja von der Aussage her oft vollmundig. Ich kenne aber zwei Unternehmen, wo besonders krass die Balken gebogen werden. Das hier ist eines davon.
Unter den zehn größten Herstellern, soso, dann ist es bei Sono garantierte der Zehnte. So muss man da rangehen. Jetzt haben sie einen Abschluss erzielt. Das ist garantiert kein 5-Jahresvertrag über 1 Million Einheiten. Minimal wäre es eine Testlieferung für ein Auto. So ist es auch. Hersteller wird nicht erwähnt. Da könnte sein, man ist nobel und verschwiegen. Das ist hier aber Sono, also wird der Kunde ihnen bei Strafzahlung verboten haben, den Namen zu nennen.
Muster, die andere Hersteller gar nicht erwähnen, wenn die als Einzelstück herausgeben werden, sind bei Sono ein Riesending, eine eigene Meldung wert. Da kann man fast froh sein, dass sie noch mit Geld von Investoren ausgestattet sind. Wenn sie selber arbeiten müssten und z.B. Kärtchen an parkende Autos machen. „Isch kaufe! Beste Preis!“. Dann würde jedes Kärtchen mit z.B. „Angebot abgegeben. Potenzieller Abschluss über einen Mercedes 500“ öffentlich gefeiert werden.
Solarpanele für Busse.
Bei 1 m² (L6e-/L7e-Fahrzeuge und Pedelec mit Dach) ca. 0,44 kWh (Sommer in München 0,65 kWh) pro Tag.
Bei rund 8 kWh auf 100 km (L6e/L7e) 5,5 km (8,1 km Sommer in München) pro Tag.
Bei rund 2 kWh auf 100 km (Pedelec mit Dach) 22 km (32,4 km Sommer in München) pro Tag.
Ein Pedelc-Akku kostet etwa 1 Euro pro Ladezyklus, bei 2 Akkus 2 Euro pro Ladezyklus für ca. 120 km.
Pedelec mit Dach, etwa doppelter Verbrauch, rund 4 Euro für 120 km bzw. 3,33 Euro pro 100km.
Pedelec mit Dach 2 kWh sind rund 80 Cent (Haushaltstrom) bzw. Anteil an Solarpanelkosten …? Euro.
Würde das Panell 1.000 Euro kosten und 10 Jahre halten, dann 8,33 Euro Kostenanteil pro Monat.
Bei 15 km pro Tag wären es 5.475 km im Jahr und 54.750 km im 10 Jahren oder 1,83 Euro pro 100 km.
Akkukosten 3,33 Euro + Haushaltstrom 0,80 Euro + 1,83 Euro Solarpanelanteil = 5,96 Euro pro 100 km.
Pedelec mit Dach rund 10.000 Euro und 10 Jahre Nutzung bei 54.750 km wären 18,26 Euro pro 100 km.
Kostenloser PV-Strom würde evtl. Strompreissteigerungen ausgleichen – Gesamtkosten ohne Zinsen:
>> 5,96 Euro + 18,26 Euro = 24,22 Euro für 100 km bei 15 km am Tag 10 Jahre lang – alles inklusive.
>> Pro Monat 110,50 Euro bei rund 456 km alles inklusive.
>> Pro weitere 100 km Akkukosten und HH-Stromkosten von 4,13 Euro.
Das 49-Euro-Ticket wäre hier günstiger, wenn es bei 49 Euro pro Monat bleibt, aber man ist an die Abfahrtszeiten und die Haltestelle des ÖPNV gebunden. Bei einem Pedelec mit Dach ist man flexibler.
Auto durchschnittlich 13.500 km im Jahr, das entspricht 1.125 km im Monat.
Pedelec mit Dach und 1.125 km im Monat wären 138,13 Euro pro Monat.
Nach jahrelangen Verhandlungen, wurde ein nicht genannter PKW Hersteller dazu überredet ein einziges Auto mal versuchsweise mit Sono Solarpanelen zu bekleben. Diese Meldung kam am 8.3. wo eigentlich die Sono Bilanz 2022 veröffentlich werden sollte. Na ja in SEC filing 6-K vom 6.3. steht ja zumindest drin, dass in Q4-2022 schlappe 36,3 Mio neue Verluste gemacht wurden (Gesamt nun 140.8 Mio Verluste im Jahr), also die Sono Kasse leert sich rasant.Und es wird mehrfach geschrieben, dass die Auditoren die immer noch busy sind um die Sono Solarsparte zu evaluieren „substantial doubt about our ability to continue“ haben, und die derzeitigen Finanzen unzureichend sind um den Weiterbetrieb und die geplanten Aktivitäten in 2023 zu bewerkstelligen und erheblicher Finanzierungsbedarf besthet (deja vu !!). Eventuell sollte sich einer der Redakteure hier sich mal das offizielle SEC filing 6-K vom 6.3. ansehen und einen Artikel dazu schreiben ?
Ich finde es traurig das der Sono es nicht geschaft hat.
Elektro Autos brauche eine Solar haut damit sie attraktiv werden. Wenn ich z.b. 50-100km pro Woche zur Arbeit brauche muss ich quasi nie laden fahren und spare damit enorm viel Kohle und tue was für die Umwelt.