Der VW Konzern blickt auf ein solides Ergebnis im vergangenen Jahr zurück, trotz weltweiter wirtschaftlicher Herausforderungen, so die Quintessenz beim Blick auf die Zahlen des Jahres 2022. Des Weiteren kann sich der Konzern auf die Fahne schreiben weiterhin Marktführer bei E-Autos in Europa zu sein, glänzt zudem zeitgleich mit einem Wachstum von 68 Prozent in China. Für 2023 wird mit weiterem Rückenwind gerechnet.
Obwohl die Auslieferungszahlen insgesamt um 7 Prozent auf 8,3 Millionen Fahrzeuge im Jahr 2022 zurückgingen, ist Volkswagen weiterhin gut für künftiges Wachstum positioniert. Mit einem hohen Auftragsbestand von 1,8 Millionen Fahrzeugen und einem „einzigartigen Produktportfolio“ verfügt der VW Konzern, eigener Aussage nach, „über eine starke Position“. Des Weiteren sollen die Engpässe in der Lieferkette 2023 sukzessive nachlassen.
„Der Anteil batterieelektrischer Fahrzeuge an den Gesamtauslieferungen erreichte den Rekordwert von 7 Prozent. Das ist ein wichtiger Meilenstein, auf dem wir in diesem Jahr mit unserer weiterwachsenden attraktiven Modellpalette aufbauen werden. Mit unserem 10-Punkte-Plan haben wir wichtige Schritte zur Umsetzung unserer Strategie unternommen, darunter neue Produktstrategien für unsere Marken, die Neufokussierung unserer Plattformen und eine überarbeitete Software-Roadmap.“ – Oliver Blume, CEO des Volkswagen-Konzerns
180 Milliarden-Investment bis 2027 in eigene Zukunft
Insgesamt plant der Konzern zwischen 2023 und 2027 Investitionen in Höhe von 180 Milliarden Euro. Zu den Investmentzielen gehört insbesondere die Batteriestrategie des Konzerns, der Ausbau der Präsenz in Nordamerika, die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit in China im Bereich Digitalisierung und bei den Produkten sowie die Weiterentwicklung des führenden Produktportfolios des Konzerns.
Der Großteil der geplanten Investments, mehr als zwei Drittel (68 Prozent), soll in die Zukunftsfelder Digitalisierung und Elektrifizierung fließen. In der vergangenen Fünfjahresplanung waren es noch 56 Prozent. Bis 2025 peilt der VW Konzern an, dass jedes fünfte verkaufte Fahrzeug ein reines Elektroauto ist.
Ein wesentlicher Grund für den Anstieg der Gesamtinvestitionen sind die bis zu 15 Milliarden Euro für den Aufbau von Zellfabriken des Batterie-Start-ups PowerCo und Vorleistungen für dessen Rohstoffsicherung im Rahmen der Umsetzung der Batteriestrategie. Bis 2030 soll die PowerCo einen Jahresumsatz von mehr als 20 Milliarden Euro erwirtschaften. In Verbrenner wolle man noch bis 2025 stärker investieren, um danach die Investments kontinuierlich sinken zu lassen.
„Unter fordernden Rahmenbedingungen haben wir 572.100 batterieelektrische Fahrzeuge ausgeliefert und unsere Umsatzerlöse und das operative Ergebnis gesteigert. Das Jahr 2023 wird angesichts der gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen nicht minder herausfordernd. Unsere starken Marken mit ihren überzeugenden Produktangeboten und der Auftragsbestand von rund 1,8 Millionen Fahrzeugen lassen uns dennoch zuversichtlich ins Jahr 2023 blicken. „ – Arno Antlitz, CFO und COO des Volkswagen Konzerns
Starker Anstieg im Absatz im von reinen E-Autos
Mit einem Anstieg von 26 Prozent bei den Auslieferungen hat sich das Wachstum im Elektroauto-Segment fortgesetzt. Wie zuvor bereits aufgeführt, lag der Anteil von reinen E-Autos im Jahr 2022 bei sieben Prozent. E-Autos machen nun 16 Prozent des Auftragsbestands des Konzerns aus – ein Anstieg gegenüber 2021, der die strategischen Prioritäten der Gruppe widerspiegelt. Die drei meistverkauften E-Autos des Konzerns im Jahr 2022 waren (in Einheiten):
- Volkswagen ID.4/ID.5 193.200
- Volkswagen ID.3 76.600
- ŠKODA Enyaq iV (incl. Coupé) 53.700
Ferner setzt der Konzern auf die Entwicklung weiterer Modelle, um am Markt attraktiv zu bleiben. Als wichtige, neue Modelle stehen in diesem Jahr der neue ID.3, ID.7, ID. Buzz Long Wheel Base, CUPRA Tavascan und Audi Q8 e-tron auf der Agenda. Mit der Einführung dieser neuen Modelle will der Konzern im Geschäftsjahr 2023 einen E-Auto-Anteil von rund 10 Prozent an den Gesamtauslieferungen erzielen.
E-Auto Expansion in Nordamerika trägt Früchte
Die Expansion des Konzerns auf dem nordamerikanischen Markt wurde im Jahr 2022 fortgesetzt. Im Laufe des Jahres wurden mehrere wichtige Meilensteine erreicht. Dazu gehören ein verstärktes US-Führungsteam, die ersten ID.4, die 2022 in Chattanooga vom Band liefen, und die Ankündigung der ikonischen Marke Scout, ihre ersten vollelektrischen Fahrzeuge 2026 auszuliefern.
In den USA konnte man die E-Auto-Auslieferungen um 18,8 Prozent auf 44.200 Einheiten steigern, womit der Konzern im rein elektrischen Segment insgesamt auf Platz 4 liegt. Der Konzern hat derzeit einen Marktanteil von 4 Prozent am Gesamtmarkt, einschließlich Verbrenner-Fahrzeugen. Bis 2030 wolle man diesen Anteil auf zehn Prozent erhöhen. Im Bereich reiner E-Autos soll die Einführung des ID.7 und des ID. Buzz im Jahr 2024 ihren Teil dazu beitragen.
China: Konzern konnte die Auslieferungen vollelektrischer Fahrzeuge verdoppeln
Im Jahr 2022 konnte der Konzern die Auslieferungen vollelektrischer Fahrzeuge der ID.-Familie in China mehr als verdoppeln. Insgesamt wurden dort im Jahr 2022 143.100 ID.3-, ID.4- und ID.6-Modelle verkauft, was einer Steigerung von 102,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Insgesamt stiegen die E-Auto-Auslieferungen in China im Vergleich zum Vorjahr um 68 Prozent.
Quelle: Volkswagen – Pressemitteilung vom 14.03.2023
Leider spiegelt sich der Erfolg nicht im Aktienpreis: dieser hat sich in den letzten 2 Jahren erfolgreich halbiert! (VOW3)
Schön, dass sich VW freuen kann. Wir werden sehen, ob sich der Trend auch 2023 fortsetzt.
Langsam macht sich bemerkbar, das Tesla in Grünheide produziert. In Norwegen wurden dieses Jahr bisher 3,5x soviele Model Y abgesetzt wie VW id.4. Model 3 und Y zusammen immerhin auch noch doppelt so häufig wie id.3 und 4 zusammen.
VW reduziert Preise!!!! ID.4 nur noch 23.350 Euro!!!!
Mist. Nur in China: https://carnewschina.com/2023/03/13/vw-slashed-id-prices-in-china-id-4-down-by-19-to-25000/ Den deutschen Michel stört es nicht, überteuerte Preise zu zahlen.
In China bekommt VW mit seinen E-Modellen keinen Fuß auf den Boden. Das steht nicht im Artikel.
Der VW Konzern ist in der Transformation. Das war ja früher einmal die Idee einer Disruption, dass man teuer zwei Techniken unterstützen muss.
Wie sich das tatsächlich verhält, ist konkret in Zahlen gezeigt worden, nämlich dass man die Investitionen in Verbrenner nach 2026 beendet und jetzt schon sukzessive herunterfährt. Es hat aber auch Vorteile, zwei Techniken anzubieten, die bilden sich vor allen Dingen bei Flottenkunden heraus. Die können mit VW als Hersteller sukzessive und flexibel in die Elektromobilität herübergleiten. Denn auch die Kunden können nicht den Schalter komplett umlegen, das ist etwas, was Startups nicht so richtig verstanden haben.
Und aktuell läuft es doch gar nicht mal so schlimm, der Gewinn ist 22,5 Mrd.. Porsche als Marke hat die beste Marge in der gesamten Branche. Vor allen Dingen ist VW ein Gigant mit unfassbaren, finanziellen Möglichkeiten. 180 Milliarden Invest. Das ist ja mehr als ein Drittel vom Bundeshaushalt. Und sie gehen mit diesen Summen Richtung Elektromobilität.
VW sitzt in China auf einem Pulverfaß – morgens schon könnte es in die Luft fliegen.
VW sollte lieber in Deutschland und der EU für günstige E-Autos (BEV) sorgen als China und dessen Machthaber noch mächtiger zu machen – lernt denn keiner aus dem Überfalls Russlands?
Keine Wunder der Absatz in China bei 50% Nachlass gegenüber in Deutschland. Wir als VW Kunden bezahlen das leider mit. Der ID. 3 könnte auch in DE nur 28.000 Euro kosten?! Den Chinese freut es….