Die deutschen Autohersteller fürchten die nahende Konkurrenz aus China, und jetzt setzt Tesla mit den Preissenkungen für seine Modelle noch eines drauf. Die Kunden wird es freuen: bereits mehr als die Hälfte der Deutschen hält es für wahrscheinlich, sich in den nächsten zwei Jahren ein Elektroauto zu kaufen. Es fehlen aber immer noch günstige Einstiegsmodelle. Das sind die wesentlichen Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstitutes appino mit 1.000 Befragten im Auftrag des Ökostromanbieters Tibber.
Die Deutschen lieben das Elektroauto: mehr als die Hälfte hält es für eher wahrscheinlich (18,6 Prozent), wahrscheinlich (14,4 Prozent) oder gar sehr wahrscheinlich (17,7 Prozent), sich in den kommenden zwei Jahren ein Elektroauto zu kaufen. Nur noch für 28,3 Prozent kommt ein E-Auto derzeit überhaupt nicht infrage. Wesentliches Kriterium ist aber der Preis: ebenfalls mehr als die Hälfte der Befragten gab an, dass sich bei einer Preissenkung um 20 Prozent die individuelle Wahrscheinlichkeit der Anschaffung eines E-Autos noch erhöhen würde.
Tesla hat eben angekündigt, seine Modelle in Deutschland um bis zu 20 Prozent günstiger anbieten zu wollen. Der Startpreis des Tesla Model 3 liegt nun bei 43.990 Euro (6.000 Euro günstiger), jener des Model Y wird um 9.100 Euro auf 44.890 Euro gesenkt. Das könnte den von Analysten erwarteten Preiskrieg auf dem E-Auto-Markt einläuten.
Die potentiellen Kunden warten aber auch auf das günstige Kleinwagen-Elektroauto. Bei einem Preis von maximal 30.000 Euro für einen elektrischen Neuwagen könnte sich bereits jeder Fünfte (19,9 Prozent) vorstellen, einen Verbrenner mit einem Elektroauto zu ersetzen. Bei einem Verkaufspreis von mehr als 40.000 Euro – worunter aktuell so gut wie alle Modelle auf dem Markt fallen – ist es nur jeder Zwanzigste. Kostet ein Elektroauto unter 20.000 Auto, würde sogar jeder Dritte seinen Verbrenner gegen ein Elektroauto tauschen.
Seit Jahren kündigen auch deutsche Hersteller an, Einsteigermodelle unter 20.000 Euro anbieten zu wollen. So beispielsweise VW mit der Neuauflage des e-Up oder auch Skoda. Hyundai hat ebenso einen Kleinwagen der Ioniq-Serie angekündigt. Bisher ist es allerdings größtenteiles bei Ankündigungen geblieben. Das aktuell günstigste Elektroauto in Deutschland ist der Smart EQ Fortwo mit einem Startpreis von 21.940 Euro, gefolgt vom Dacia Spring mit 22.550 Euro. Die heimischen Hersteller monieren, mit den heimischen Fertigungslöhnen wäre ein solcher Preis wirtschaftlich nicht realisierbar.
Quelle: Tibber – Pressemitteilung vom 18. Januar 2023//insideevs.de – Die 10 günstigsten Elektroautos auf dem deutschen Markt
ich glaube das viele Verbraucher bereit sind in Zukunft einen kleineren PKW und elektrisch zu fahren. Wenn aber die EU Hersteller da nichts zu einem angemessenem Preis anbieten wollen, die Chinesen werden diese Lücke sicher bald nutzen.
Warum bei diesem Preis immer an neue Kleinwagen denken?
Auf dem Gebrauchtwagenmarkt bekomme ich für 20.000€ einen gut motorisierten und ausgestatteten 3er BMW.
Wann wird der Zeitpunkt erreicht sein, bei dem gebrauchte Elektroautos vergleichbar günstig sind?
Sprich wann bekommt man ein gebrauchtes Model 3, i4 oder Ioniq 6 für 20.000€?
Was ich immer nicht verstehe ist das unsere Deutschen Hersteller immer sagen das ein E Auto nicht für 20000 Herstellbar ist.
Wenn ich sehe das z.B. der Verbrenner Up für 12000€ verkauft und der Elektro jetzt für 30000€ angeboten wird muss man mir erstmal erklären was man da im Einkauf gemacht hat damit der Wagen so heftig ansteigt , es ist schließlich eine Verbrenner Plattform und in den letzten 2 Jahren sollten zumindest Einsparungen bei den Akkus möglich gewesen sein ansonsten muss VW deutlich was tun um die Preise zu senken…
Wenn man sich vorstellt, dass ein kleiner Anbieter aus der Schweiz und Neuling in dem Bereich ein kleines „E-Auto“, besser gesagt ein L7e-Fahrzeug für 2 Personen mit Kofferraum und 90 km/h für rund 15.000 Euro anbieten kann, dann dürfte ein kleines E-Auto für 4 Personen von den „Großen“ locker für 20.000 Euro möglich sein.
Die großen Hersteller könnten aus fast jedem kleinen Verbrenner ein günstiges E-Auto machen, in dem sie einfach die Motoraufhängung weiter verwenden und statt dem Motor-Getriebe-Blockes und einen E-Motor-Akku-Block einsetzen. Der Tankplatz könnte bei Bedarf noch für zuzätzliche Akkus genutzt werden.
Der Preis des ersetzten Verbrenners dürfte locker für den E-Motor reichen und das kWh im Akkupack kostet ca. 250 Euro als Endkundenpreis, also 25 kWh wären 6.250 Euro Aufpreis zum Verbrenner und würden bei angenommenen 21,7 kWh netto für ca. 130 km bzw. 190 km innerorts (VW e-UP, ADAC-Ecotest) reichen.
Die „Großen“ könnten, wenn sie wollten, sie wollen aber nicht bzw. nur widerwillig Otto Normalverbraucher mit günstigen E-Auto beliefern, denn es gibt ja noch genug Leute mit reichlich Geld, bei denen man zuerst absahnen will – wenn die „Großen“ in Europa da mal nicht die Rechnung ohne die Asiaten gemacht haben.
Eine der berühmten Umfragen: Was würden sie machen wenn ….
Das hat mit dem realen Verhalten absolut nichts zu tun und die Ergebnisse sind völlig wertlos.
Bei uns im Landkreis waren 2022 ca 30% aller Neuzulassungen reine BEV – und das beim heutigen Preisniveau.
Passt überhaupt nicht zur Umfrage und das reale Kaufverhalten ist nun mal real .. Realität eben ..
Tolle Umfrage, wenn ich irgendein MEB Fahrzeug geschenkt bekommen würde, würde ich sofort auf VW(Konzern) umsteigen, solche Umfragen sind immer recht sinnlos da die Befragten meist keine Ahnung haben, bestes Beispiel chinesische Produkte, will man nicht am liebsten von Deutschen, aus Deutschland aber bitte billiger.
Die von der Politik gesetzten Randbedingungen haben die Mittel- und Oberklasse E-Autos stark gefördert. Jetzt wird sich das Blatt werden. Keine Förderung für Hybride. Auch die Förderungen für E-Autos über 35.000 Euro brutto sollte entfallen und jeglicher Steuervorteil für Hybride.
Ich habe seit 2,5 Jahren einen e-golf. Hat netto noch 19000€ gekostet. Bin begeistert.
Aber: Eine Hängerkupplung um mal ein Moped zu transportieren gibts nicht.
Da muss man bei VW den Panzer ID4 nehmen. Als Rentner?
Also habe ich jetzt einen Kombi mit AHK aus China. Europa verkauft nur Luxus mit viel
Masse und breit und hoch damit viel für die Aktionäre überbleibt.
Der Kunde wird nicht mehr gefragt was er benötigt.
Im Jahr 2019 (November) den e-Golf bestellt. Vorher hat man’s durchgerechnet, das Auto kommt im Mai 2020 — der erste Neuwagen, den ich bestelle. Warum? Günstig. Norwegische Kunden sind mir ein Vorbild. Und: roundabout 23 tausend €. Die nächsten zwei Jahre umsonst geladen + Steuern gespart. Derzeit ist der Wagen fast 3 Jahre alt und liegt rein rechnerisch bei 18Mille. Noch Fragen, ihr Excel-Jünger???