Tesla hat mit seinen massiven Preissenkungen die Branche in Aufruhr versetzt. Angesichts dessen und der zunehmenden Konkurrenz aus China wird wohl der eine oder andere Hersteller von Elektroautos nachziehen. Andere wiederum stemmen sich entschieden gegen einen von Tesla ausgelösten Preiskampf. Dazu gehören VW, Ford und Renault.
Anfang des Jahres hatte Tesla die Preise für Model Y und Model 3 um bis zu 9100 Euro gesenkt – möglicherweise eine Folge des Aktienabsturzes im vergangenen Jahr. Mit der staatlichen Umweltprämie kostet das Model 3 in Deutschland aktuell weniger als 40.000 Euro. Eine echte Kampfansage, kostet doch das aktuell am meisten verkaufte Elektroauto – der Kleinwagen Fiat 500e – nur rund 5000 Euro weniger, ist aber hinsichtlich Größe und Ausstattung kaum vergleichbar.
Viele Hersteller wollen sich diesem Preiskampf mit Tesla aber nicht ohne weiteres stellen. VW-Boss Oliver Blume hat nun der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung erklärt, dass man bei der geplanten Preisstrategie bleibe und sich auf Rentabilität fokussiere. Man vertraue auf die Stärke der Produkte und Marken. VW will weltweiter Elektroauto-Marktführer werden, aber mit profitablem Wachstum, nicht mit unwirtschaftlichen Preisen. Der US-amerikanische Hersteller Ford hat zwar in Amerika den Preis für den Mustang Mach-E um bis zu 5900 Dollar gesenkt, in Europa will man aber bei den aktuellen Preisen bleiben.
Renault hat ebenfalls angekündigt, keine Preissenkungen vornehmen zu wollen. Renault-Chef Fabrice Cambolive setzt vielmehr auf Stabilität. Die Preise innerhalb einer Woche so stark zu senken, hält er für unfair den Bestandskunden gegenüber. Viele deutsche Tesla-Kunden haben ihre Fahrzeuge noch im Dezember gekauft, um noch die höhere Umweltprämie in Anspruch nehmen zu können. Wenn sie gewartet hätten, wäre der Preis trotz gesenkter Umweltprämie niedriger gewesen. Porsche geht indes den entgegengesetzten Weg und erhöht die Preise um bis zu sechs Prozent. Preiserhöhungen bei Modellwechseln seien gelebte Industriepraxis, erklärt ein Sprecher.
Analysten wie Simon-Kucher & Partners sind von der Preissenkung Teslas überrascht worden. Diese sei „schneller und brutaler gekommen als erwartet„, erklärt Antoine Weill, Partner bei der global tätigen Unternehmensberatung. Tesla wolle wohl den einen oder anderen Konkurrenten aus dem Markt pushen. Selbst Renault-Chef Cambolive weiß aber, dass die Preise für Elektroautos langsam unter Druck kommen.
Quelle: europe.autonews.com – VW will not match Tesla price cuts for its EVs, CEO Blume says
„Die Preise innerhalb einer Woche so stark zu senken, hält er für unfair den Bestandskunden gegenüber.“ Interessant das aber Mercedes in China die Preise um 30.000 Euro gesenkt hat ist kein Problem???? die Preissenkungen sind schon längst überfällig man sollte ja auch nicht vergessen das Tesla seine Preise fürs Model 3 stark erhöht hat und jetzt ungefähr wider da iast wo sie vor 2 Jahren waren
Ich bin zwar nur Ingenieur und kein BWLer, aber ich kann die Entscheidung von zumindest VW voll und ganz verstehen.
Warum sollte ich die Preise von Modellen senken, welche über Monate bis Jahre ausverkauft sind?
Preise senkt man, wenn die Produktion nicht ausgelastet werden kann, sprich das Angebot größer der Nachfrage ist.
Das ist bei VW definitiv nicht der Fall.
Das ist schlau! Es gibt etwa 60 aktive Automarken. Wenn man in Dreier-Gruppen sammelt, wer auch alles nicht senkt, hat dieser Blog 20 Tage lange jeden Tag eine Nachricht. Wenn man meldet, dass ausschließlich Tesla die Preise senken muss, hat man nur eine Nachricht.
Keine Preissenkungen bei VW, Ford und Renault Nun sie müssen ja auch keine Preise senken sie sollten sich dann aber nicht wundern wenn einige dann von der US-Konkurrenz oder China Konkurrenz sich Autos kaufen
Wer nicht flexibel auf Marktgegebenheiten reagiert wird nicht lange genug überleben um es zu lernen!
Und wenn die Produktion nicht mehr her gibt, weil man von vornherein den Schuss nicht gehört hat dann ist’s auch sinnlos den Preis zu senken.
Ob man die Preise senkt oder nicht bleibt ja jedem selbst überlassen. Wenn man aber nicht kostendeckend produzieren kann oder nur mit ganz, ganz geringer Marge hat man diese Wahl nicht. Da müssen dann eben andere Argumente her. Der Markt wird das Feld bereinigen. Jetzt wo es bei einigen eng wird rufen sie nach staatlicher Unterstützung, vorher war das nicht gewünscht.
Ich sehe das wie bei den Artikeln im Supermarkt – viele Leute stöhnen über die hohen Preise durch die Inflation, aber ich bin bei meinen Einkäufen wieder auf dem Niveau von vor 2 Jahren angelangt.
Wer über hohe Preise jammert, der sollte z.B. normalen Frischkäse der Handelmarke kaufen statt der teueren und auch noch mit Molke und Stickstoff „gepanschten“ Frischkäsezubereitung der Markenanbieter.
Zurück zum Auto – vor 39 Jahren habe ich einen Japaner (Toyota Tercel, 5 Türen, 65 PS) beim Händler im Nachbarort gekauft, ein günstiges Auto, das ich über 17 Jahre gefahren bin – eine lange Nutzungsdauer.
Wenn sich die alten europäischen und amerikanischen Hersteller zu schade sind, um günstige E-Autos anzubieten, da werden diese eben aus Asien kommen, wie z.B. damals in den 1980ern aus Japan.
Die weniger betuchte Kunden, die brauchen kein VW-, Ford- oder Renault-Logo auf dem Blech und in Zukunft auch keine 2 Tonnen Blech auf 4 Rädern mehr, was die Anschaffungskosten dann sehr deutlich veringert.
Die Geschichte geht etwas anders:
Die etablierten Autobauer wenden hier offensichtlich die 3 Grundsätze des braven deutschen Verwaltungsbeamten ein:
Im Unterschied zum Verwaltungsbeamten werden die Autobauer aber nicht in jedem Fall ihre Pension beziehen.
Und im übrigen: Die Börsenkurse gehen bei Tesla ja schon wieder steil nach oben, die Spekulanten polen um! Und Auswirkungen auf die Autofabrik Tesla hat der Kurs momentan sowieso nicht, auf Kapital von außen ist dieser fett gemästete amerikanische Energie- und Weltraumkonzern nicht angewiesen, einer milliardenschweren „Kriegs“kasse sei dank.
Was machen sie denn nun, unsere Autobauer? Kopf in den Sand, Durchhalteparolen, trotziges Gerede? Ich fürchte, es wird recht bald steil bergab gehen …..
Enttäuschend was die deutsche Autoindustrie hier wieder als Ausrede für Ihre Preispolitik zum besten gibt. Aber was bleibt Ihnen schon anderes übrig?
Zuzugeben dass Sie zu teuer produzieren und die Preise gar nicht senken können ist wahrlich keine Option.
Da muss man halt Geschichten erfinden warum dass die Konkurrenz angeblich die Preise senken müsse und man in der komfortablen Lage sei das nicht tun zu müssen.
Eine veritable Bankrotterklärung und durchsichtig noch dazu. Den angeblich grossen Auftragsbestand haben Sie einzig der Tatsache zu verdanken, dass Sie schlicht nicht liefern können.
Ich verstehe nicht wie das einige hier noch allen Ernstes schön reden können.
Es genügt ein Blick in die weltweiten Verkaufszahlen des letzten Jahres.
Die Deutsche Autoindustrie hat da alles andere als geglänzt. Und trotzdem träumt ein VAG Konzern vollmundig davon Weltmarktführer werden zu wollen. Traurig das ganze.
Ich betrachte es als Faktum, dass die sehr hohen E-Preise auch Folge der teils überzogenen Förderungen sind, wie es in Deutschland als zentraler Markt war.
Die Förderung wird eingepreist und man bedient sich am Steuertopf…. war wohl so gewollt ;-)
Schon erstaunlich, dass viele Hersteller über die so stark gesunkenen Absatzzahlen jammern, aber fast gleichzeitig Rekordgewinne vermelden!
Ähnliches gilt auch für die teils überzogenen Strom-Preise an der Ladesäule. Hier fließen fast überall hohe Förderungen hinein.
In Deutschland muss Zug um Zug auf Abrechnung nach kWH umgestellt werden. Bei uns Ösis darf noch immer schamlos nach Zeit abgerechnet werden.
Und die Tatsache, dass ich nicht vorher klar eine Preis sehe tut das seinige.
Der E-Markt ist noch sehr neu und bei weitem kein freier Wettbewerb.
Ein Fahrzeugtechnik welche mit einem weiten Abstand der aktuellen Technik hinter her läuft und deren Abstand immer größer wird.
Eine Konzernleitung welche neue Ideen block und selbst Diez verdröngt nur um mit Blum einen neuen „Blockierer“ zu bekommen.
Wer denkt denn, dass sie sich mit Preissenkungen ihre Gehälter „kürzen“ wollen.
Gerade dieses Model auf dem Bild ist so bespielgebend wie VW denkt. Eine Studie zeigen was an Modelen und Techniuk möglich ist und dann ein verstaubtes und überteuerters Model auf den Markt bringen. Jetzt fehlt nur noch ein Bild vom ID BUZZ der real kleiner ist als manch ein SUV.