Ferrari ist eine der berühmtesten und prestigeträchtigsten Automarken der Welt. Der italienische Hersteller von Sportwagen und Formel-1-Boliden steht für Leidenschaft, Geschwindigkeit und Emotionen. Doch wie passt das zusammen mit der Elektromobilität, die immer mehr an Bedeutung gewinnt?
Ferrari-Chef Benedetto Vigna hat sich zu diesem und weiteren Themen geäußert. Er lobte dabei Tesla als Vorbild für die Branche und dankte dem amerikanischen Elektroauto-Pionier für die Schaffung eines Marktes für emissionsfreie Fahrzeuge. “Tesla hat einen fantastischen Job gemacht, indem es den Kunden gezeigt hat, dass Elektroautos Spaß machen können”, sagte er.
Vigna betonte aber auch, dass Ferrari seinen eigenen Weg gehen werde und nicht einfach Tesla kopieren wolle. Er kündigte an, dass Ferrari erst 2026 sein erstes vollelektrisches Modell auf den Markt bringen werde, nachdem es zuvor noch einige Hybrid-Fahrzeuge lancieren werde. Er begründete diese Entscheidung damit, dass die Technologie noch nicht ausgereift sei und dass Ferrari seinen Kunden ein einzigartiges Erlebnis bieten wolle.
“Wir wollen nicht nur ein Auto mit einem Elektromotor bauen”, sagte er. “Wir wollen etwas Neues schaffen, das die DNA von Ferrari respektiert.” Dazu gehöre auch der charakteristische Sound eines Ferrari-Motors, den er auch bei einem Elektroauto erhalten wolle.
Ferrari sieht sich also vor allem als Luxusmarke, die sich von der Masse abheben will. Das bedeutet aber auch, dass es einige Hürden zu überwinden gibt, um mit der Elektrifizierung erfolgreich zu sein. Zum einen muss Ferrari seine treuen Fans überzeugen, die vielleicht an dem traditionellen Verbrenner festhalten wollen. Zum anderen muss Ferrari seine Exklusivität bewahren, die sich unter anderem in hohen Preisen und limitierten Stückzahlen ausdrückt.
Tesla hingegen verfolgt eine andere Strategie: Das Unternehmen von Elon Musk will die Elektromobilität für alle zugänglich machen und setzt auf Massenproduktion und niedrigere Preise. Tesla hat zudem einen großen Vorsprung in Sachen Software und autonomes Fahren, was für viele Kunden ein wichtiger Faktor ist.
Tesla ist also nicht nur ein Vorbild für Ferrari, sondern auch ein starker Konkurrent. Die Frage ist, ob Ferrari in der Lage sein wird, einen eigenen Weg in Sachen Elektromobilität zu finden, der seine Identität bewahrt und gleichzeitig den Anforderungen des Marktes gerecht wird.
Die Antwort darauf wird wohl erst 2026 kommen – oder vielleicht sogar noch später.
Quelle Autonews Europe: Ferrari CEO moves fast like Tesla while forging own path on EVs
Ja – Ferrari ist nicht die erste und nicht die einzige Marke, die sich teilweise an Tesla misst, oder zumindest die Autos von Tesla mit einem bewundernden Auge betrachtet.
In der Tat ist Tesla heute noch für viele Marken ein Vorbild, das immer noch benieden wird. Bei solchen Absatzerfolgen ist das ja auch nicht besonders erstaunlich.
Ob Tesla jedoch ein „starker Konkurrent“ für Ferrari sein wird, das denke ich nicht wirklich. Ferrari ist eine Prestigemarke, das sind Leute in Maranello, die wissen, wie sie Ihre Kunden verwöhnen müssen. Das werden Sie auch mit den E-Ferraris schaffen, da bin ich überzeugt.
Dazu kommt, dass Tesla keine Sportwagenmarke ist und dies auch nicht im Maßstab eines Ferraris oder Lamborghinis sein will. Tesla ist eher wie Audi oder BMW, es gibt sehr leistungsstarke Limousinen und Fahrzeuge, wie beschrieben – die einfach Spaß machen, die die Herzen der Fahrer im Nu erobern.
Überschrift: Wird Tesla zum Vorbild für Ferrari?
Text: Vigna betonte…, dass Ferrari seinen eigenen Weg gehen werde
Ferrari ist doch nicht nur ein Auto (wenn überhaupt). Ein Ferrari ist ein Kunstwerk auf Rädern. Tesla kann man sicher eine gewisse Ästhetik unterstellen, aber ein Kunstwerk zu sein führt dann wohl etwas zu weit. Ich bin echt gespannt, wie der erste elektrische Ferrari sein wird.
Tesla SOLL kein Vorbild für Ferrari werden! Es sind völlig unterschiedliche, faszinierende Parallelwelten: andere Grundsätze, Denk/arbeitsweise, Zielgruppen etc..
Und auf den Gedanken einer Zusammenarbeit kommt man gerade da nicht?
Die Deutschen waren ja zu kurzsichtig (oder präpotent?) um das Angebot von Musk anzunehmen seine Infrastruktur und die Software zu nutzen…..und hinken softwaretechnisch heute noch Jahre hinter Tesla her.
Vielleicht wäre es für Ferrari interessant sich nicht um den Software- oder Infrastrukturteil kümmern zu müssen und ein Joint Venture mit Tesla einzugehen.
Dann könnte man sich bei Ferrari um das kümmern was sie wirklich können.
Nämlich grenzgeniale Autos bauen.
Derjenige der je einen echten Ferrari gefahren hat , wird sich 2 x überlegen einen E Ferrari zu kaufen.Der Motor egal 8 oder 12 Zylinder ist und bleibt Emotion pur . Ein Elektrogesäusel egal wie schneller ist , ist kein Ferrari mehr sondern dann vergleichbar und austauschbar mit den Amis u Chinesen . Da gehört das komplette Paket dazu
Ferrari kann man nicht nur auf den Antrieb reduzieren. Ferrari verkörpert Leistung, Luxus, Ästhetik und ein einzigartiges Fahrerlebnis. Tesla kann das beim besten Willen nicht bieten. Wird es vermutlich auch nie können. Es ist ein und bleibt ein Amerikanisches Auto, gebaut für amerikanische Kunden. Das ist wie früher der Mustang oder die Corvette. Tolle Autos durchaus. Aber nicht annähernd das was ein Ferrari verkörpert. Automobile Perfektion mit einem guten Schuss Italianita. Ich bin begeistert von Tesla. Ferrari hat meine absolute Bewunderung und ist unvergleichlich.