Der amerikanische Automobilhersteller Tesla kündigte auf seinem Investor Day unbegrenztes Laden über Nacht für 30 Dollar pro Monat an. Umgesetzt wird das Ganze über Teslas Tochterunternehmen Tesla Electric, welches einen neuen Tarif für unbegrenztes Laden über Nacht für 30 US-Dollar pro Monat einführen wird.
Anstatt auf bestimmte „Ereignisse“ zu reagieren und Dienstleistungen für die örtlichen Stromversorger zu erbringen, wie es Tesla Powerwall-Besitzer in Kalifornien getan haben, kauft und verkauft Tesla Electric aktiv und automatisch Strom für Tesla Powerwall-Besitzer – und sorgt so für einen Puffer gegen Spitzenpreise.
Das Unternehmen wird im Grunde zu einem Energieeinzelhändler. Allerdings hat die Sache einen Haken. Tesla Electric steht derzeit nur Powerwall-Besitzern in Texas zur Verfügung. Wobei das Unternehmen den Plan hat, die Produkte auch darüber hinaus zu verkaufen. Drew Baglino, Senior Vice President of Engineering, kündigte an, dass Tesla einen neuen Tarif anbietet, der unbegrenztes Aufladen über Nacht zu Hause für 30 Dollar pro Monat ermöglichen wird.
Im Gegensatz zum aktuellen Tesla Electric-Programm wird dieses Angebot nicht nur für Tesla Powerwall-Besitzer verfügbar sein. „Bis zum Sommer werden wir den Besitzern unserer Autos Stromtarife anbieten, bei denen sie für 30 Dollar pro Monat unbegrenzt über Nacht zu Hause aufladen können. Dies ist Teil der Senkung der Gesamtbetriebskosten unserer Fahrzeuge, und der Grund, warum wir das machen können, ist, dass es in Texas viel Wind gibt. Und in Texas weht der Wind in der Nacht“, so Baglino weiter.
Tesla kann sich dies dank seiner Beziehungen zu den Stromversorgern leisten, die nachts aufgrund der geringeren Nachfrage und der starken Windkraft ein Überangebot an Strom haben, wie Baglino erklärt. Solch niedrige Kosten würden einen Anreiz für Autofahrer darstellen, nachts zu laden, was die Belastung durch das Aufladen von Elektrofahrzeugen während des Tages reduzieren würde. Der Hersteller gab abschließend zu verstehen, dass der Plan im Juli in Texas verfügbar sein wird, und kündigte an, dass unter Tesla Electric weitere Angebote folgen werden.
Quelle: electrek.co – Tesla announces unlimited overnight charging for $30 per month
Wäre mal ne gute Idee für Bayern und Sachsen. Es fehlen nur noch die Windräder,
Der Investors Day war der absolute Fehlschlag. Wenn das hier das Erste ist, was man davon berichten kann, ist das wohl nachzuvollziehen. Das Nachtladedingsbums gilt nur für Texas, hierzulande gibt es nicht einmal den Speicher zu kaufen und in Texas sind recht wenige Tesla unterwegs. Das ist einer ihrer Problemstaaten. Denn dort dürfen sie nicht direkt an Endkunden verkaufen und zudem ist die eher konservative Bevölkerung für die seltsam aussehenden Elektroautos, die es nicht einmal als Pickup gibt, wenig aufgeschlossen.
Könnte man in Deutschland und der EU für alle E-Autos (BEV) umsetzen, wenn die Energiewende nicht weiter behindert wird und es EU-weit genug bzw. überreichlich PV- und Windkraftanlagen gibt.
Nachts und tagsüber gäbe es bei Stromüberschuss den Strom für 10 Cent pro kWh per Wallbox, das wären bei 300 kWh x 0,10 Euro (10 Cent) pro kWh = 30 Euro im Monat oder 360 Euro für 3.600 kWh im Jahr.
3.600 kWh im Jahr und 18 (24) kWh auf 100 km wären 20.000 (15.000) km im Jahr bei 1 Euro pro Tag.
Für die Schnelllader gäbe es einen Aufpreis, denn deren Anbieter wollen ja fette Gewinne machen.
Die Energiewende bietet große Chancen für Bürger mit günstigem Strom in Gebäuden und Fahrzeugen, aber es gibt immer noch einen massiven Widerstand von zahlreichen Lobbyisten und deren bezahlten Politikern.
Man macht sich 15kWp aufs Dach und ist ab Anfang März energieautark (22kWh BYD), kann zusätzlich über einen Stromanbieter der stündliche Tarife anbietet schon mal Nachts Geld fürs Laden bekommen (im Fronius Wattpilot integriert) – jedoch meistens nachts unter 10ct / kWh – und man kann dank mehrere BEVs und 2 Wattpilot Wallboxen auswählen welches Auto man heute nimmt und wer am Strom zuhause hängen bleiben muss um doch noch von der Sonne zu zehren.
So läuft es hier zumindest…
Ich glaube, dass ich meine Seele verkaufen und meine abgrundtiefe Abneigung gegen Tesla ad acta legen würde, wenn die Burschen mir auch so etwas anbieten könnten. Beneidenswerte Texaner.
„Solch niedrige Kosten würden einen Anreiz für Autofahrer darstellen, nachts zu laden„.
Niedrige Stromkosten sind sicher ein Anreiz, diese Zeiten zu nutzen.
Aber eine Flatrate ist halt leider auch ein Anreiz, jeden Meter mit dem Auto zu fahren und dabei das Fahrpedal durchzutreten – man kann ja nachts ohne Mehrkosten wieder nachladen!
Wenignutzer werden systematisch abgezogen und sind die Dummen des Systems.
Verrechnungstechnisch sicher einfach, energiepolitisch ein Horror!