Anfang 2023 hat Tesla seine Preise in China deutlich gesenkt, und zwar um durchschnittlich 10 Prozent. Derzeit liegt der durchschnittliche Verkaufspreis von Tesla in China bei etwa 30.000 bis 40.000 US-Dollar. Dies hat zunächst zu Protesten bei früheren Käufer:innen geführt. Weitere Senkungen weltweit haben diese Aufregungen sicher nicht beruhigt. Dafür aber den Absatz der Tesla-Modelle befeuert.
Laut CPCA-Daten verkaufte Tesla im Februar rund 34.000 Fahrzeuge in China und belegte damit den zweiten Platz bei den reinen Elektrofahrzeugen in China, während BYD mit rund 75.000 verkauften Fahrzeugen an der Spitze lag. Es ist jedoch erwähnenswert, dass BYD im Februar 45.000 Fahrzeuge zu einem Preis von mehr als 30.000 US-Dollar verkauft hat, darunter 16.000 reine Elektrofahrzeuge, was der Hälfte der Verkäufe von Tesla in China entspricht. Dies zeigt, dass Tesla im oberen Marktsegment konkurriert, in dem die Verbraucher eine breite Palette von Optionen haben.
Trotz dieser Konkurrenz hat Tesla seine Präsenz in China in den letzten Jahren weiter ausgebaut. Insbesondere das Model Y von Tesla ist in China ausgezeichnet aufgenommen worden. Im Jahr 2022 wurden 315.000 Fahrzeuge des Model Y in China ausgeliefert, was etwa 37 % der weltweiten Auslieferungen des Modells entspricht.
Seit 2010 fördert die chinesische Regierung aktiv die Einführung von Elektrofahrzeugen als Teil ihrer Bemühungen, die Luftverschmutzung zu reduzieren und einen nachhaltigen Transport zu fördern. Es ist jedoch erwähnenswert, dass China die Subventionen für Elektrofahrzeuge ab Januar 2023 gestrichen hat. Dieser Schritt könnte Auswirkungen auf den Absatz von Elektrofahrzeugen in China haben, auch auf den von Tesla.
Trotz der Streichung der Subventionen für Elektroautos ist Tesla weiterhin optimistisch, was das Absatzwachstum in China angeht. Dennoch plant der amerikanische Automobilhersteller seine Präsenz in China auszubauen sowie speziell auf den chinesischen Markt zugeschnittene Modelle an den Start zu bringen.
Dass Tesla diese Schritte gehen muss, lässt sich trotz Absatzwachstum dadurch erklären, dass im Februar dieses Jahres die Verkäufe von Elektrofahrzeugen in China im Vergleich zum Vorjahr um 81 % gestiegen sind, während Tesla nur um 31 % zulegte. Das bedeutet, dass der Anteil von Tesla auf dem chinesischen Markt für Elektroautos sinkt, während der Anteil von BYD steigt. Ferner steigt auch der Anteil der BYD-Fahrzeuge mit einem Preis von über 30.000 Dollar an den Verkäufen, somit kommt es zur direkten Konkurrenz der beiden Unternehmen.
Quelle: ChinaCrunch – Tesla Shanghai sold 74,402 EVs in February, up 31% year on year (Paywall)
Tönt ja wie eine Katastrophe, „nur“ noch lächerliche 31% zugelegt zu haben, wenn man in den Top 5 ist. Wie viele BMW, Audi, VW, Skoda und Mercedes wurden denn insgesamt in China im gleichen Zeitraum verkauft? Natürlich EV und nicht ICE und PHEV oder HEV. Wurde auch berücksichtigt, dass BYD immer noch PHEV in der Statistik dazuzählt, wenn es um Elektrofahrzeuge geht? Oder dass Kleinst-Autos, wie der Wuling (genau genommen ein K-Car) eigentlich gar keine Vergleichsbasis darstellen? Wir sollten also bei reisserischen Ankündigungen nicht Äpfel mit Birnen vergleichen oder Mittel- bis Oberklasse mit Kabinenrollern mit Elektromotor. Übrigens kann sich nur Tesla den Preiseffekt überhaupt leisten, ohne die Margen wesentlich zu schmälern. Das sieht bei BYD zur Zeit noch etwas anders aus und sorgte für Verärgerung, weil viele potentielle Kunden absprangen und Reservationen zugunsten von Tesla aufgelöst haben. Die Aufregung bei Tesla-Kunden kann ich nicht verstehen, denn wer das neueste iPhone haben will zahlt eben mehr, als wenn er das Modell ein Jahr später kauft. Nur Tesla ist zur Zeit in der Lage durch immer bessere Produktionsmethoden die Gewinnmarge pro Auto zu steigern und Preise zu senken. Mich würde also ein echter Vergleich mit den echten Zahlen je Hersteller sehr interessieren. Tatsache ist, dass viele noch nicht dort sind, wo heute Tesla steht und daher auf Preissenkungen schockiert reagieren.
Der Nachfrage hat das aber keinen Abbruch beschert und immer neue Kundengruppen können sich das führende Elektromobil leisten. Als Aktionär mache ich mir also weniger Sorgen, als um Deutsches Edelmetall, wenn Teslas Absatz angeblich – wie der Autor meint – sinkt. Musk hat immer betont, dass im Rahmen der grösseren Vision möglichst viele Herstellen auch von Tesla-Patenten profitieren sollen, was in China auch geschieht und Konkurrenz belebt das Geschäft (der Elektromobilität und des Energiewandels nach der Zeitenwende)
Gut, dass die Modellflut von technisch wenig innovativen Modellen in China Tesla in Bedrängnis bringt, ist klar. Denn Tesla hat auch keine neue Technik, schön sind sie nicht und die einheimischen Hersteller haben indessen die zu den Bedürfnissen der Menschen passendere Karosserieform im Portfolio. Da wird ein Chinese dann eher geneigt sein, die heimische Marke zu wählen. Das zu China.
Bei uns in Deutschland hat Tesla den Vorteil, dass die Wagen indessen so sehr an Grenzen im Absatz gestoßen sind, dass sie sofort verfügbar sind. Und das ist bei den begehrten heimischen nicht Autos nicht der Fall. Vorteil für Tesla, wenn man nicht warten will. Andererseits ist das Image von Tesla in letzter Zeit doch sehr abgerutscht. Noch vor ein-zwei Jahren waren diese Reden, Tesla sei fünf oder sieben Jahre voraus, an der Tagesordnung. Habe ich schon lange nicht mehr gehört. Das wagen heute nicht einmal mehr Hardcore-Fans in den Mund zu nehmen. Und der Chef schafft es immer wieder, sich und Tesla noch unbeliebter zu machen. Insofern sieht man in Deutschland noch nicht die volle Bewegung gegen Tesla, aber eben schon sehr gute Anzeichen dafür, dass ihr Wachstum doch extrem begrenzt sein wird.
Der Investorˋs Day wurde deshalb abgestraft, weil man, erstens, keine neuen Modelle zeigen konnte und, zweitens, die Ziele mit 20 Millionen Autos pro Jahr und 50% Produktionskosteneinsparung so unsinnig weit weg von der Realität sind, dass man nur mit dem Kopf schütteln kann. Vor allen Dingen, wo jeder weiß, wenn Tesla etwas seit 11 Jahren überhaupt nicht kann, ist das doch Produktion. Es ist nie ein Fortschritt erzielt worden. Aktuelle Plaid aus dem Stammwerk sind so krumm und schief wie 2013.
Die Überschrift ist irreführend und falsch wenn der Inhalt des Artikels stimmen sollte.
Nicht der Absatz von Tesla ist gesunken, sondern der Marktanteil – wohlgemerkt nur im Februar.
ich denk der kleine Rückgang von Tesla ist wohl eher politisch begründet die ständigen Sticheleien und Sanktionen der US-Regierung gegen China hinterlassen halt irgendwann Spuren in China und immer mehr Chinesen kaufen dann halt patriotisch ein
Komische Headline. Teslas Absatz sinkt? Und dann steht eine Zahl von 31% Umsatzsteigerung? Wie geht denn sowas?