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Ferdinand Dudenhöffer: „Alles auf die Zukunft zu setzen… dass bis 2030 rund 50 Prozent der Antriebe reine Elektroantriebe sind“

Sebastian Henßler bySebastian Henßler
15. April 2019
Lesedauer: 2 Minuten
Sebastian Henßler bySebastian Henßler
15. April 2019
Lesedauer: 2 Minuten

© Abbildung(en): shutterstock / Lizenzfreie Stockfotonummer: 605080553

Home Elektroauto News 2018

Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer hat sich mit Börse Online über die verschärften CO2-Grenzwerte unterhalten und warum diese trotzdem eine Chance für die deutschen Automobilhersteller sind. Aus seiner Sicht seien die EU-Vorgaben zwar anspruchsvoll, aber machbar. Des Weiteren sieht er es so, dass die Vorgaben eher eine Chance als Risiko sind. Hier spielt laut Dudenhöffer den Automobilhersteller in die Karten, dass derzeit preisgünstiges Fremdkapital zu erhalten ist.

In seiner Vorstellung sollten die Automobilhersteller „alles auf die Zukunft setzen“, es sei kein Problem, „mal ein paar Jahre mit einer Umsatzrendite von vier Prozent oder fünf Prozent zu arbeiten“. So stehen den Herstellern zunächst investitionsintensive Zeiten bevor, bevor man die Rückflüsse aus den Investitionen mittel- und langfristig im Unternehmensgewinn wieder sehen wird. Durch die gute Eigenkapitalausstattung der deutschen Automobiler sei es aus Dudenhöffers Sicht allerdings denkbar, dass man einen großen Teil der Investitionen mit preisgünstigem Fremdkapital finanziert. Eine Vorgehensweise, welche für ausländische Unternehmen, mit wenig Eigenkapital, eher schwierig sein dürfte.

Investieren sollten die Hersteller in die Entwicklung von 48-Volt-Hybriden mit Ottomotor, um bessere CO2-Werte als mit dem Diesel zu erhalten. Dann sollte aber Stück für Stück das E-Auto ausgerollt werden. Mit dem Ziel, „das Unternehmen so aufzustellen, dass bis 2030 rund 50 Prozent der Antriebe reine Elektroantriebe sind“. Investitionen in Diesel und Plug-In-Hybride würde er gänzlich stoppen, da diese in puncto CO2-Reduzierung nicht helfen. Man darf gespannt sein, welche Automobiler Dudenhöffers Empfehlung folgen.

Quelle: Börse Online – Ferdinand Dudenhöffer: „Gewinne bei BMW, Daimler und Co. fünf Jahre lang unter Druck“

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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8 Comments
nightmare
nightmare
7 Jahre zuvor

Warum sollte 2030 noch jemand einen Verbrenner kaufen sollen?
In 12 Jahren ist die Ladeinfrastruktur trotz wiederstände der Dt. Autoindurstrie und Politik gut ausgebaut.
Die Autostrompreise sind günstig und europaweit reguliert. Aktuelle Reichweite zwischen 300 – 800 km.
Bei den Verbrennern werden nur noch wenige Modelle angeboten. Die sind recht teuer. An den wenigen noch verbliebenen Tankstellen ist der Sprit sehr teuer. Dazu kommt die soziale Ächtung der Verpester.

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Alternator
Alternator
7 Jahre zuvor

Ich bin absolut überzeugt, dass die Autos der Zukunft elektrisch angetrieben werden, wobei ich mich nicht festlegen möchte, wo der Strom herkommt. Für den Kurzstreckenbetrieb ist die Batterie gesetzt. Die Akkus sind bezüglich Gewicht, Kosten und Ressourcen angemessen. Die Ladung kann schonend und netzverträglich erfolgen. So z.B. in der Nacht daheim oder tagsüber auf Firmenparkplätzen . Neben der Nutzung von Schwachlastphasen kann bei Spitzenlast sogar gestürzt werden. Die Energiewende lässt grüßen!
Die großen Reichweiten mit immer größeren Batterien zu erreichen, halte ich für nicht zielführend. Die meisten Autofahrer benötigen diese Reichweiten nur selten und müssen bei langen Strecken trotzdem nachladen. Das dafür vorgesehene Schnellladen ist das nächste Projekt. Es braucht immer noch eine beachtliche Zeit, erfordert eine aufwendige Infrastruktur, stresst den Akku und belastet die Netze. Das Stützen mit weiteren stationären Akkus ist bestimmt keine ökonomische Lösung.
Ich selbst fahre einen Elekto-Smart und bin glücklich damit, soweit es die Kurzstrecken betrifft. Für die langen Strecken erscheint mir der Tesla derzeit der beste Kompromiss, wenn man bereit ist entsprechend zu investieren. Der Grund dafür ist weniger das Fahrzeug selbst mit seinem großen Akku, als vielmehr die gute Ladeinfrastruktur.
Meine Wunschvorstellung für ein Langstreckenfahrzeug ist eine Ausführung mit einem Akku für ca. 150 km und eine kleine Brennstoffe mit ca. 30 kW, die nur bei längeren Strecken die mittlere Leistung abdecken muss. Das Tanken geht wie gewohnt schnell und Wasserstoff wird künftig als Energiespeicher eine wichtige Rolle spielen.
Dieses Konzept würde in entsprechend größerer Ausführung auch Sinn für Lkw’s machen.

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Strauss
Strauss
7 Jahre zuvor

F. Dudenhöffer wiederspricht sich laufend. Der Benziner würde bessere Co 2 Werte bekommen mit dem„ 48 Volt Maria Hilf„. Dies tut aber auch der Diesel. Er soll uns Beweise liefern weshalb die PHEV s punkto CO2 Einsparung nichts bringen.
In China redet VW die E Autos nicht schlecht. Es gab ein amerikanischer Präsident der sagte: When time had com, we shell be ready. Solange man in Deutschland lieber mit dem TESLA mit 230 Km/h auf der Linken brettert, hat der I.D noch lange Zeit. Schliesslich bauen sie z.Zt bei Audi den besten Motor für die E- Boliden. Ich behaupte, dass die nächsten Jahre das angeboten wird was die Kunden kaufen.

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Voyager
Voyager
7 Jahre zuvor

Zitat von Hr. Dudenhöffer: „…mal ein paar Jahre mit einer Umsatzrendite von vier Prozent oder fünf Prozent zu arbeiten.“ Eine typische politische Lösung, mit Geld von Burger zu spielen und selbst gar nichts zu investieren!
In Kapitalismus herrscht Marktwirtschaft, also, lassen wir diesen erprobten Mechanismus zu wirken. Sobald das E-Auto technisch, ökonomisch und sozial wirklich sinnvoll wird, dann er wird die Dominanz in der Autoindustrie von selbst übernehmen. Bei dem Übergang auf E-Antrieb werden noch viele Verkehrsprobleme offenbleiben, die von Antriebsart völlig unabhängig sind. Das soll der Schwerpunkt der Gedanken auf Zukunft werden.

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Gunter
Gunter
7 Jahre zuvor

noch ein verspäteter Kommentar zum Thema: in der norwegischen Zeitung „Aftenposten“ habe ich gelesen, dass der Benzinverkauf im Gebiet West-Oslo um 30% zurückgegangen ist – Grund: grosse Anzahl Elektroautos in diesem Gebiet. Das kann man sehen was unter anderem so kommen wird.

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