BMW hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt in Sachen Elektromobilität: Bis zum Jahr 2023 wollen die Bayern 25 elektrifizierte Modelle anbieten, um ihren CO2-Ausstoß zu senken und immer schärferen Grenzwerten genügen zu kommen. Von den 25 anvisierten Modellen soll mindestens die Hälfte rein elektrisch sein.
Eines dieser Fahrzeuge könnte der BMW 5er werden, wenn man der Website BMWBlog Vertrauen schenken darf. Von einem Insider habe man erfahren, dass BMWs Modell der oberen Mittelklasse ab der 2023 erscheinenden Generation auch rein elektrisch zu haben sein soll – mit gleich zwei vollelektrischen Antriebsvarianten, so die Nachrichtenseite. Der überarbeitete 5er soll dann nicht nur eine brandneue Formensprache aufweisen, sondern auch ein wesentlicher Bestandteil der Elektrifizierungsstrategie von BMW sein.
Vor wenigen Wochen hat BMW bereits ein 5er-Elektrofahrzeug als Technologieträger vorgestellt, den Power BEV-Prototyp mit einer Gesamtleistung von rund 530 kW / 720 PS und einer Beschleunigung von 0 auf 100 kmh in weniger als drei Sekunden.
Interessant wird, wie BMW das vollelektrifizierte Serienmodell des 5ers technisch umsetzt. Es darf von mindestens 60 bis 80 kWh im Akku und einer Reichweite von mindestens 400 Kilometern ausgegangen werden. Gut möglich, dass BMW ein leistungsoptimiertes Fahrzeug, womöglich mit Allradantrieb, für sportlich orientierte Fahrer und ein reichweitenoptimiertes Modell des 5ers für jene Fahrer anbietet, die mit einer Akkuladung möglichst weit kommen möchten.
Quelle: BMWBlog – Next BMW 5 Series will likely have at least two electric variants
Alles prima, aber 720 PS?
W O F Ü R ?
Um an der Ampel dem Nebenmann mal richtig die Harke zu zeigen?
Um im Stau die 10m bis zum Vordermann in 0,01 Sekunden zurückzulegen?
Um am Stammtisch gegenüber einem Teslafahrer mal richtig auf dicke Hose zu machen?
Ich versteh es einfach nicht – und werde es auch nicht mehr, wahrscheinlich will ich es auch nicht mehr verstehen….
Für mich sind solche Fahrzeuge mit 700PS und mehr aus ökologischer Sicht eine Farce! Dann sicher auch 2 Tonnen schwer werden auch die Straßen, Brücken usw. stärker beansprucht als von bisherigen Fahrzeugen. Da kann von einen umweltschonendem Fahrzeug keine Rede mehr sein – egal wie der Strom produziert wurde! Und deshalb sollte es für derartige Fahrzeuge auch keine (wie auch immer bezeichnete) Elektroauto/Umwelt-Prämie geben. Diese Förderung sollte vom Staat dann besser für wirklich und eindeutig ökologische Vorhaben – z.B. Baumpflanzungen, Landschaftspflege, Renaturisierung von Flächen oder auch für Entwicklung der CO2-freien Energiegewinnung ausgegeben werden.
Meine Forderung: Die Förderung von Elektroautos muss an Kriterien gebunden werden, damit nur wirklich Elektroautos mit einem besseren ökologischen Last als bisherige „Durchschnittsverbrenner“ gefördert werden: also z.B. oberhalb eines bestimmten Leergewichts und einer bestimmten Leistung gibt es keine staatliche zusätzlich Elektroautoprämie!
Ich denke BMW zielt auf den Tesla-Maßstab (müssen sie auch) und natürlich das Sportwagen-Image. Anbieten werden sie sicher auch (hoffentlich bezahlbare) vernünftige Basisausstattungen… Nach dann 5 Jahren i3 freut es mich 2021 endlich auf den i4!
@fantomaz
Ja, Sie verstehen offensichtlich gar nichts oder zeigen zumindest mit Ihrem Kommentar, dass Sie von Batterie-Autos keine Ahnung haben.
Nur so viel: Die PS-Zahl von Batterie-Autos,
korrekterweise müsste man eh kw angeben, kann man nicht mit der von Verbrennern gleichsetzen und der Stromverbrauch steigt auch nicht automatisch mit höherer Leistung. Darüber hinaus wirkt ein Elektromotor wie ein Generator: Je mehr Leistung desto mehr Rekuperation. Zumindest sehr vereinfacht dargestellt.
Bisschen spät im Spiel, BMW… Die möchten halt lieber komplizierte Maschinen mit Wartungsaufwand verkaufen… die Taktik könnte ihren aber das Genick brechen.
Eine Variante wird wohl mit Wasserstoff kommen.
Ich habe mit meinem E-Auto an einer Autobahn-Ladestation in Niedersachsen einen BMW i3-Fahrer getroffen, der mir sichtlich zufrieden erzählte, dass er mit dem i3 und der kw-Leistung sehr zufrieden sein. Beruflich unterwegs habe er immer Audis mit über 400 PS gehabt und sei früher auch gerne schnell gekachelt. Heute könne der diesen „Potenz-Prothesen“ nichts mehr abgewinnen, sondern fühle sich entschleunigt und sehr viel wohler.
Ich denke mir, dass BMW einfach den Ewig-Gestrigen Möchtegerne-Machos ein dann mit sicherlich über € 90.000 teuren Protzkisten das Geld aus der Tasche ziehen will.
Dann freue mich mich schon auf den immer dichter werdenden Verkehr durch die Zunahme der LKW-Fahrten und das Tempolimit ab 2022 nach der nächsten Bundestagswahl.
Manche vermeintlichen Probleme lösen sich dann von ganz alleine.
Ein guter Schritt von BMW.
Das Problem ist trotzdem die neue Multiplattform, die keine kurzen Überhänge sowie kein BEV-typisches Innenraumangebot erlaubt.