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Deutschland dominiert den europäischen E-Auto-Markt; gestärkt durch PHEV-Absatz

Sebastian Henßler bySebastian Henßler
12. Januar 2020
Lesedauer: 2 Minuten
Sebastian Henßler bySebastian Henßler
12. Januar 2020
Lesedauer: 2 Minuten

© Abbildung(en): shutterstock / Lizenzfreie Stockvektor-Nummer: 347782037

Home Elektroauto News 2020

Der Elektroauto-Absatz wächst in Dänemark (+246,8 Prozent ggü. VJ) , Irland (+178,6 Prozent) und Finnland (+151,1 Prozent) am stärksten; auch wenn eigentlich andere Länder an der Spitze des Rankings stehen. Interessant ist aber auch die Betrachtung, wie viele Plug-In-Hybride im Vergleich zu reinen Elektroautos registriert wurden. Hier zeigt sich ein überraschendes Bild. E-Autos haben die Nase deutlich vorne.

Deutschland auf Platz Eins im europäischen E-Auto-Markt

Bis Ende November 2019 wurden insgesamt 300.540 Elektroautos und 169.443 Plug-In-Hybride in Europa registriert. Dabei ist vor allem die Tatsache interessant, dass Ende des elften Monats Deutschland sowohl bei E-Autos (57.804 Fahrzeuge), als auch Plug-In-Hybride (39.508 Fahrzeuge) die Führung innehält. Norwegen, welche bis Ende Oktober 2019 noch führend im Absatz von E-Autos waren, mussten somit ihren ersten Platz am europäischen Elektroautomarkt abgeben. Diese brachten es im gleichen Zeitraum auf 56.922 E-Autos sowie 16.701 Plug-In-Hybride. Je nach europäischem Land, welches betrachtet wird, kommen Mal E-Autos oder auch PHEV besser davon. Die Aufteilung nach einzelnen Ländern gibt es zum Ende des Artikels.

Zunächst einmal die Betrachtung der Daten von Januar bis November 2019. In Deutschland zeichnet sich ein deutlicher Vorteil für E-Autos ab. In Norwegen wird schnell ersichtlich, dass reine E-Autos deutlich mehr Absatz finden. Auf dem dritten Platz befindet sich Großbritannien, bei denen das Verhältnis zwischen vollelektrischen Fahrzeugen (32.394 E-Autos) und teilelektrifizierten Stromern (30.254 PHEV) nahezu gleichauf scheint. Frankreich auf Platz vier des Rankings ordnet sich vom Verhältnis her auf Deutschlands Ebene ein: 37.961 E-Autos zu 16.146 PHEV.

Schweden, Belgien, Finnland und Griechenland sind ebenfalls Ländern, in welchen mehr Plug-In-Hybride als reine Elektroautos zugelassen wurden. Dagegen setzt die Niederlande ein deutliches Zeichen für E-Autos 39.157 Stück, welche gegenüber 4.804 Plug-In-Hybride zugelassen wurden. Ähnlich stark präsentieren sich E-Autos in Irland (3.424 Einheiten) gegenüber den Teilzeitstromer (1.341 Einheiten), auch wenn hier die Volumina auf einem anderen Niveau sind. Nachfolgend habe ich die Verteilung im Detail aufgeführt.

LandElektroautos Plug-In-Hybride
Deutschland57.80439.508
Norwegen56.92216.701
UK32.93430.254
Frankreich37.96116.146
Niederlande39.1574.804
Schweden13.99121.284
Italien9.7146.233
Spanien9.0656.481
Belgien7.7927.820
Schweiz10.3273.290
Portugal6.3665.009
Österreich8.5491.845
Dänemark4.6233.623
Finnland
1.7404.859
Irland3.4241.341
Griechenland0245

Trotz des starken Ausschlags zu Gunsten der E-Autos darf man die PHEV nicht aus dem Blick lassen. Denn Plug-In-Hybride werden eine wichtige Rolle bei der Erreichung der durchschnittlichen CO2-Flottenziele für Automobilhersteller spielen, die daran interessiert sind, so profitabel wie möglich zu bleiben.

Quelle: Matthias Schmidt – West European Electric Car Market Intelligence Monthly Report November 2019

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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30 Comments
Thomas
Thomas
6 Jahre zuvor

Moin, ein PlugInHybrid ist in meinen Augen kein Elektroauto sondern eine Cimäre. Etwas, was nicht sein sollte. Es dient doch nur dazu um den Flottenverbrauch von im Schnitt 95gCO2 auf 100km schön zu rechnen. Wer von den HybridBesitzern lädt den seine Batterie auf? Mal ganz Ehrlich mit Hand aufs Herz.
Also kann Deutschland diesen Markt gar nicht Dominieren!

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Burghard
Burghard
6 Jahre zuvor

Wäre es nicht sinnvoller die relativen Werte zu vergleichen? In Deutschland wurden in 2019 vermutlich mehr Autos neu zugelassen als in Norwegen. Interessant wäre demnach der Anteil an E-Autos und Hybriden im Verhältnis zu allen neu zugelassenen Autos. Oder liege ich da falsch?

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Roma
Roma
6 Jahre zuvor

Ernüchternd wenn man beachtet, dass Deutschland 15x soviele Einwohner wie Norwegen hat.
In Norwegen und Niederlande haben sich die BEVs schon durchgesetzt gegenüber den PHEVs. In diesem Jahr werden PHEVs eine sehr wichtige Rolle spielen bei den Herstellern, da der aufgeweichte Flottenverbrauch dies noch zulässt.

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Claus-Peter Flühe
Claus-Peter Flühe
6 Jahre zuvor

Von den reinen Stückzahlen her ist der Vergleich ok, nur finde ich, hakt der Vergleich in Bezug auf die Einwohner, vielleicht gibt es da ja auch eine Statistik

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volsor
volsor
6 Jahre zuvor

PHEV werden beim erreichen eine negative Rolle spielen da ein großteil der Fahrzeuge nicht Elektrisch gefahren werden und dann im Verbrenner Betrieb einen höheren Verbrauch haben. Also nur auf dem Papier einen Vorteil bringen.

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Joachim Meyer
Joachim Meyer
6 Jahre zuvor

Welch nichtssagender Vergleich in Sachen E-Auto zwischen Deutschland und Norwegen. Wie so oft wird unser Land als „Firstclass-Nation“ dargestellt. In ihrer konkreten Gegenüberstellung haben sie sicher erkannt, dass bei einer Einwohnerzahl von 83 zu 5 Millionen Einwohnern die prozentuale Darstellung die Entscheidende wäre.

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Hans-Peter
Hans-Peter
6 Jahre zuvor

Danke allen Vorrednern, immer noch betrügen oder besser schönreden? Es ist schon klar das Deutschland mit seiner großen Autoindustrie, die am sterben ist, sich profilieren will. Doch es reicht bald einmal! Eine vernünftige Zahl wäre wie viele Autos pro Kopf der Einwohner verkauft wurden, wenn denn die Verkaufszahlen für die Millionen verdienenden Topmanager so wichtig sind. Nach meiner Meinung ist aber die Zahl wie viele E-Autos pro Kopf Einwohner in den Ländern eingelöst sind viel Interessanter! Dann sieht man nämlich welche Länder (Einwohner) etwas für die Umwelt tun! Solche Fakten sind dann auch aussagekräftig!

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Gunter
Gunter
6 Jahre zuvor

Folgendes ist bezüglich Verhältnis PHEV’s zu e-Autos zu bemerken :
Diejenigen Länder, die eine hohe Durchdringung (Anzahl pro Einwohner) von E-autos haben, haben verhältnismässig einen geringeren Anteil an PHEV’s. Ja, weil diese Länder „reifere“ E-auto-länder sind, mit anderen Worten, mehr Erfahrung mit E-autos haben (oder auch nur mehr Lademöglichkeiten….. Darstellung in den Medien hat sicher auch eine Bedeutung, sowie Reklame und nicht zuletzt die Politik). Diese Länder sind : Norwegen, Niederlande, Schweiz, auch Österreich.

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Markus
Markus
6 Jahre zuvor

Erwartet der Autor des Artikels, dass sich der Leser die E-Autos pro Einwohner eines jeden Landes selbst ausrechnet. Auf Basis von absoluten Zahlen macht der Vergleich überhaupt keinen Sinn.
Zeitverschwendung sowas zu lesen und übrigens auch zu schreiben. Viel Spaß beim (selbst)rechnen.

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Lonius
Lonius
6 Jahre zuvor

Wir fahren seit 1.Jahr einen Mitshubishi PHEV und haben bereits 35000km zurückgelegt.Mein Fazit,ein Stadtauto zu100% ,Landstraße 80% sowie Autobahn 50% ,was der Anteil an rein elektr. gefahrenen km betrifft.Dazu muß aber festgestellt werden,das der Ladezyklus eingehalten werden muß,was jedoch bei den unzureichenden Ladestationen nicht immer gewährleistet ist.Ebenfalls habe ich in den letzten Wochen festgestellt,das Ladestationen besetzt sind und dies heißt „Warten“.Eine andere Tatsache muß ich auch feststellen,die Ladestruktur in den Altbundesländern ist besser.Was ich sehr häufig beobachtet habe,Ladestationen der „öffentl. Hand z.B.Stadtwerke“ sind öfters defekt z.B. Stadt Leipzig Bahnhof ais welche vom Tesla Unternehmen.
Da ich Rentner bin habe ich Zeit,was berufstätige leider nicht haben.
Für Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.
Lieskauer

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Heinz-Rudi
Heinz-Rudi
6 Jahre zuvor

Wer jetzt die Führungsrolle hat ist völlig uninteressant.
Anstatt nur Verbrenner fahren und rumzugiften dass es in Deutschland nicht vorwärts geht
wie die selbsternannten Umweltexperten hier tun wäre es sinnvoller sich mal über
den Anstieg der E-Mobil Zulassungen zu freuen und optimistisch in die Zukunft zu sehen.Deutschland
ist immerhin ein 80 Millionen Markt mit einer klassischen grossen Autoproduktion.
Neben Infrastruktur und Stromnetzumbau so wie der Umstellung eines riesen Industriekomplexes
der Geld, Mühe und Zeit kostet wenn man die Sache auch wirtschaftlich am laufen halten will
braucht es auch noch Anreize für den Wechsel.
Das wird natürlich kommen aber es wird noch etwas dauern bis die Sache den vollen Zug bekommt.
Das ist auch völlig in Ordnung.Hektik und Basherei sind definitiv nicht zielführend.

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Strauss
Strauss
6 Jahre zuvor

Aufladbare E Autos PHEV s können natürlich im reinen „Verbrennermodus„ fahren. Dann können sie aber wie beschrieben, rekuperieren wie die nicht aufladbaren HEV s. So haben sie immer noch ca 20% Diesel- heute meistens Benzinverbrauchseinsparung. Die Verbrauchsangaben von PHEVs 1,5 l/100 KM WLTP sind in der Praxis nicht möglich und folglich doppelt beschissen . Einmal dem Kunden gegenüber und 2. bei der Berechnung der Kraftstoffeinsparung länderspezifisch. Je nach Fahrerprofil sind PHEVs unverzichtbar, dies zeigen auch die Verkaufszahlen. Sobald solche mit 150 KM E- Reichweite folgen, werden die noch gefragter. Uebrigens wo sind die Zahlen von den HEV s? Die helfen auch Sprit sparen……und brauchen nur kleine Batterien.

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Kalle
Kalle
6 Jahre zuvor

Hallo
Norwegen hat nicht 100% grünen Strom hat in Spitzbergen 2 Kohlekraftwerke im Land 3 Gaskraftwerke 2 in reserve nicht am Netz.
Aufladbare E Autos PHEV s sind nur eine Nobelpackung zur Zeit , auser man benutzt die Schnittstelle im Auto wo man die Fahrdaten
auslesen und an die Versicherung oder Steuerbehörde weiterleiten kann das heist geringer Benzinverbrauch Steuerentlastung umgekehrt
Steuererhöhung bei gutem Fahrverhalten weniger Versicherungsprämie.
Zu Deutschland auf Platz Eins im europäischen E-Auto-Markt ist falsch meiner Meinung es muss nach Einwohnerzahl gehen des jeweiligen
Landes.

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