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10 Tipps für den Kauf eines Elektroautos: Darauf solltest du achten!

Michael BrechtbyMichael Brecht
27. November 2020
Lesedauer: 4 Minuten
Michael BrechtbyMichael Brecht
27. November 2020
Lesedauer: 4 Minuten

© Abbildung(en): shutterstock / Lizenzfreie Stockfoto-Nummer: 1574636056

Home Elektroauto News 2020

Mit unserer Arbeit auf dem eMobilitätBlog wollten wir potentiellen Käufern eines Elektrofahrzeuges helfen die für sie richtige Entscheidung zu treffen. Wir haben in dieser Zeit viele, sehr interessante Menschen kennengelernt, die von ihren Erfahrungen mit Elektroautos berichtet haben. Viele haben uns Tipps für den Kauf und Betrieb eines Elektroautos gegeben. Aus diesen Gesprächen und meinen eigenen Erfahrungen beim Test der diversen Elektrofahrzeuge habe ich meine Top 10 an Tipps für den Kauf eines Elektroautos zusammengestellt.

Diese Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Aber sie soll helfen, die Entscheidung zum Kauf eines elektrischen Fahrzeugs quasi stressfrei vorzubereiten. Der Kauf eines Elektrofahrzeuges ist ein spannender und wichtiger Schritt. Für dich als Käufer, für deine Familie und Umgebung und ganz sicherlich auch für deine Nachfahren. Es lohnt sich.

Elektroauto kaufen: Wichtige Tipps!

  • Fahrt so viele Elektroautos wie möglich zur Probe. Nur so könnt ihr ein Gefühl für das Fahrzeug, dessen Fahrweise, für Bordcomputer oder ähnliches bekommen. Nichts ersetzt eine eigene Erfahrung in einem Elektrofahrzeug.
  • Sprecht mit anderen Fahrern dieser Fahrzeuge. Ich habe bislang ausschließlich freundliche und hilfsbereite Fahrer von Elektroautos kennengelernt. Ist ja auch irgendwie klar! Gerade weil es nicht so viele E-Autos bislang gibt, sind diejenigen, die als Vorreiter ein Elektroauto fahren, besonders mitteilsam. Wo trifft man sie? Na auf alle Fälle an den Ladestationen. Dort gibt es immer Zeit für einen kleinen Plausch. Oder fragt doch mal bei deinem Energieversorger nach. Bei LEW in Augsburg gibt es zum Beispiel einen dedizierten E-Mobility Bereich und sehr hilfsbereite Kollegen.
  • Lest Blogs, E-Mobility Beilagen in den großen Zeitungen, folgt Automobil Journalisten auf Instagram oder Twitter oder holt euch die Infos im Netz. Youtube bietet großartige Videos von Messeauftritten der Hersteller, von Fahreindrücken der neuesten Modelle oder mit Testergebnissen.
  • Versucht die ‘Sprache der Elektromobilität’ zu erlernen. Was ist kWh? Welche Stecker Standards gibt es? Welches Kabel benutze ich für welche Ladegeschwindigkeit? Was kostet eine Kilowattstunde? Was besagt die Reichweite meines Elektroautos und welche Konditionen fallen bei meinem Stromversorger an.
  • Findet heraus, was euer Elektroauto wirklich leisten können muss.

Den letzten Punkt möchte ich zunächst ein wenig ausführen, bevor wir fünf weitere Tipps beim E-Auto-Kauf betrachten. Gedanken die man sich über die Leistung machen sollte: 

Wie viele Kilometer fahre ich zu meiner Arbeitsstelle am Tag? Und natürlich auch wieder zurück. Welche Reichweite benötige ich zusätzlich für die Schule der Kinder? Wie sieht es aus mit dem Sportprogramm am Nachmittag oder dem Wochenendausflug. Nur eine kleine Anmerkung hierzu: die durchschnittlich gefahrene Strecke eines deutschen Autofahrers ist täglich weniger als 40 Kilometer, ganz gleich ob Stadt oder Land.

Welche Größe sollte mein Elektroauto haben? Reicht ein Smart mit zwei Sitzen oder benötige ich doch den Tesla Model X mit seinen sechs Sitzplätzen? Das ist dann letztlich auch eine Frage des Geldes, klar. Aber vielleicht ist in einer Familie ein kleiner Stadtflitzer mit 5 Plätzen ein guter Zweitwagen zum Start…

Weitere wichtige Tipps beim E-Autokauf

  • Willst du das ganze Electric-Feeling oder kann es auch ein Hybrid sein? Meine Priorität wäre immer der komplette Elektrowagen, ganz oder gar nicht. Und wenn schon dabei, dann informiere dich zur Elektroprämie. Wie kommst du an die 9.000€ für Elektroautos oder 6.750€ für Hybride Fahrzeuge? Welche Steuervergünstigungen gibt es? Und was sind die eventuellen Kosten für die Batterie?
  • Ich habe bei meinen Tests verschiedener Elektroautos eine ganz wichtige Erkenntnis gewonnen. Ohne eine feste eigene Ladestation wird das Nichts. Insofern ist das vielleicht der wichtigste meiner 10 Tipps. Entweder bei dir zu Hause oder bei dir in der Garage im Büro brauchst du eine fest installierte Ladestation. Alles andere ist Quatsch, denn neben Familie und Job noch stundenlang an Ladestationen auf die notwendige Ladung zu warten, das ist mühsam. Nachts in der eigenen Garage oder am Carport ist die beste Variante, den Stillstand deines Wagens sinnvoll zu nutzen. Auf dem Parkplatz deines Arbeitgebers, sofern vorhanden, wäre eine weitere gute Möglichkeit. Nutze diese relativ langen Pausen deines Autos für das Laden ohne Stress.
  • Verstehe die Gesamtkosten. Miete oder Leasing. Lass dir Zeit bei der Entscheidung. Keine überstürzten Käufe, denn es werden in den kommenden Monaten gute weitere Elektroautos auf den Markt kommen. Andererseits ist die Zeit jetzt reif, einzusteigen. In Englisch heißt das ‚early adopter’ – quasi ein Innovator oder Entdecker zu sein ist echt cool.
  • Lass dich nicht von den Miesmachern irritieren. Von denen gibt es gerade hier in Deutschland wirklich viele. Die hier so gerne vorgehaltene Reichweitenangst ist als Argument überflüssig und nervt. Zugegeben, die Ladestationen sind heute noch nicht so flächendeckend ausgebaut, wie man sich das wünscht. Aber das kommt schon. Die Bordcomputer der meisten Fahrzeuge zeigen dir die nächstgelegenen Ladestationen. Mit ein wenig Planung kann man sogar weite Reisen, wie etwa von Bayern nach Berlin, unternehmen. Bloß nicht Bange-machen lassen. Think positive.
  • Mach dich schlau zu den Ladekarten der einzelnen Anbieter. ChargeNow, Plugsurfing, inCharge oder aber bei den Stromanbietern wie Vattenfall, innogy, LEW, EnBW oder den jeweiligen Stadtwerken.

Ein Gedankengang zum Abschluss

Bleibt mir zum Abschluss der folgende Rat: erinnere dich daran, dass du diese Entscheidung bei allem Spaß am neuen Fahren auch aus Umweltgründen machst. Deine Kinder, deine Enkel oder deren Kinder werden davon profitieren, dass du als einer der Ersten in Deutschland den Mut zur Veränderung gehabt hast. Werde Teil einer faszinierenden, neuen Mobilität.

Michael Brecht

Michael Brecht

Ich plädiere für mehr E-Motion beim Umstieg auf die E-Mobilität und freue mich, hier über meine persönlichen Erfahrungen mit elektrischen Fahrzeugen berichten zu können. Als Unternehmer helfe ich Mobility Startups bei ihren Wachstumsfragen und unterstütze 'Grown-ups' bei ihrer Suche nach Innovationen.

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12 Comments
Bernhard Pohlmann
Bernhard Pohlmann
5 Jahre zuvor

Die Tipps sind gut. Meine Ergänzungen aus der Praxis:
Wenn möglich, die eigene Wallbox mit eigener (kleinerer) Photovoltaik- Anlage unterstützen,
wenn als Hauptfahrzeug gedacht und man ein Fahrzeug mit einer Reichweite von 300 bis 400 km auswählt, ist Reichweitenangst ein unbekanntes Fremdwort (Tipps für Ladekarten/ -Apps s.o. – ohne die geht es nicht),
bei der Fahrzeugauswahl nicht nur auf die Reichweite schauen, sondern auch auf Reichweiten- förderliches Zubehör wie Wärmepumpe (wenn nicht nur Kurzstreckenfahrten angedacht werden) und die Überlegung: Lader ein- oder dreiphasig? Beides kann Sinn machen, aber man ärgert sich doch, wenn mal eine etwas schnellere AC- Ladung passend wäre ;-)

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Thomas Kiesel
Thomas Kiesel
5 Jahre zuvor

Finger weg von Plugsurfing!!!
Da wird unberechtigt Geld eingezogen, mühsam es zurück zu holen.
Abrechnungen sind nicht zu Überprüfen, durcheinander, nicht identische Rechnungsnummern und falsch.
Teilweise werden nach 8Monaten noch Rechnungen ausgegraben die man nicht mehr nachvollziehen kann.
Über ADAC Ladekarte holen, mit EnBW tanken, alles top transparent und preiswert.

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Holger Peckmann
Holger Peckmann
5 Jahre zuvor

Als Tipp: meine Familie und ich machen den Wochendeinkauf im an dem Supermarkt der eine kostenfreie Ladestation anbietet. Mit der geladenen Strommenge fährt meine Frau die ganze Woche zur Arbeit und das Auto ist auch noch am Wochenende noch unterwegs.

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Viva88
Viva88
5 Jahre zuvor

Ich persönlich bevorzuge plug in hybride…
Damit kann man die täglichen fahrstrecken elektrisch zurücklegen!
Und falls nötig kann ich von jetzt auf gleich eine lange strecke zurücklegen falls wirklich nötig (z.b. familienangehörige im kh oder sonstige dringende notfälle wo man nicht unbedingt stundenlang an ladestationen verbringen will)
Ein weiterer vorteil des plug ins ist auch der geringe ladestrom…
Hier reichen z.b. für einen eigene pv 5 kw vollkommen aus…..
Hier kann ich mit geringem ladestrom das fahrzeug mit eigenen strom laden!
In kurzer zeit versteht sich…
Zusätzlich kann auch im haushalt noch die waschmaschine, wärmepumpe und der geschirrspühler damit versorgt werden….
Es muss halt immer auch die reichweite mitbetrachtet werden….
Die eigene elektrische reichweite ist bei plug in gering und muss halt berücksichtigt werden…
Ich benötige hier bei meinem plug in prius im jahr in etwa eine tankfüllung (40l benzin) und fahre doch auch 10 000 bis 13 000 km! Der strom kommt zu 90% aus eigener photovoltaik in verbindung mit einem hausinternen stromspeicher!
Für mich vollkommen ausreichend und richtig günstig im unterhalt!
Und ich denke wenn auch der benötigte strom zur fortbewegung am eigenen hausdach produziert wird dann kann man nicht mehr von schmutzigen strom reden…. ;-)
Muss halt im eigenen nutzen betrachtet werden wie man es nutzt bzw. Nutzen kann!
Aber aus meiner sicht aus kann ich die vielen kritiken an plug in hybriden nicht verstehen…
Gerade wenn man es sich kauft wird man es auch nutzen wollen! :-)

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Niko
Niko
5 Jahre zuvor

Mein Tipp:
wenn Ihr in einer Großstadt wohnt mit zahlreichen Mobilitätsangeboten, carsharing, ICE Anbindung usw. nutzt das Ende des Verbrennungsmotor um das eigene Auto ganz abzuschaffen.
nur so habt Ihr eine Chance, wirklich etwas für den Planeten zu tun.
Und wenn es doch unbedingt das eigene Auto sein muss, kauft Euch was halbwegs Ressourcen schonendes mit kleinen Akku für die täglichen Fahrten und nehmt für die Langstrecke die Bahn oder ein car Sharing Auto.
Nein, ein Tesla Model S,X,3 ist NICHT umweltfreundlich und schon garnicht nachhaltig. Zwar deutlich weniger schädlich als ein vergleichbarer Verbrenner. Aber Das wird nicht reichen, um unseren Kindern eine Zukunft zu geben.

Zuletzt bearbeitet am 5 Jahre zuvor von Niko
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Karin
Karin
5 Jahre zuvor

Hallo ihr schwarz / weiß maler
Wohne mitten in der Stadt , man mag es nicht glauben im Hochhaus (20 Stock ) und habe keine Ladesäule die ich mein eigen nennen kann
Und blöderweise besitzen wir sogar zwei E-Autos und das klappt, achso auf Arbeit kann ich auch nicht laden und es klappt immernoch
Irgendwas läuft bei mir anders als bei euch im Bericht unter keine eigene Ladesäule bzw Punkt ( unter Punkt 7 )
Bitte erst erkundigen und dann schreiben

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Ingo
Ingo
5 Jahre zuvor

Hallo zusammen,

ich lese und schaue schon seit Jahren auf verschiedenen Plattformen Beiträge zum Thema E-Mobilität. Es gibt viele gute Ansätze, aber noch lange nicht „die Lösung“. Der Gebrauch eines Autos ist genau so individuell wie jeder Mensch. Jeder hat andere Anforderungen an Mobilität. Toll, wer mit Fahrrad oder Öffentlichen zum Job kommt, einen festen, planbaren Arbeitsweg hat.
Wirtschaftlichkeit spielt auch noch eine Rolle.
Was muss sich ändern? Als erstes der Mensch selbst. Die Industrie vor allem. Bei manchen Beiträgen komm ich aus dem Grübeln nicht mehr heraus. „Performance, Beschleunigung, 250 km/h, 100.000 + Euro, SUV Nr. 500 in xxl“, nein, ich bin nicht neidisch. Freut mich für jeden, der das kann. Aber braucht man das? Manche sicher, Beweggrund offen.
Ja, ich brauche für meinen Job unbedingt ein Auto, bin etwa 60.000 km im Jahr auf der Piste, dazu noch rund 200kg Gepäck. Fahrzeug ist für mich Mittel zum Zweck, etwas Komfort darf sein, Wirtschaftlichkeit ist ein Muss, möchte keine 60 oder 70 tausend Euro ausgeben, brauche eine Anhängerkupplung um auch einmal eine Tonne dranhängen zu können, Recht großen Kofferraum und öfters Platz für drei weitere Erwachsene. 90% Autobahn, dort realistisch 400 km kommen. Täglich wechselnde Routen. Bis jetzt ist mir leider noch nicht das richtige E-Auto in die Finger geraten. Mein noch Dieselstinker mit über 500.000 km auf der Uhr sollte eigentlich schon weg, aber womit ersetzen? Plugin, sinnfrei. Diesel, möchte ich eigentlich nicht mehr, Elektro, klar, aber was? Am besten Kombi. Tipps gerne willkommen.

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