• Newsletter
  • Podcast
  • THG-Quote Vergleich
  • THG-Quote Wallbox
  • Testberichte
  • Events
  • Anmelden
  • Registrieren
Elektroauto-News.net
  • News
  • Marken
  • Industrie
  • Politik
No Result
View All Result
Elektroauto-News.net
  • News
  • Marken
  • Industrie
  • Politik
No Result
View All Result
Elektroauto-News.net
No Result
View All Result

Fastned-CEO: „Schnellladeinfrastruktur braucht Standorte – vor allem an Autobahnen“

Sebastian Henßler bySebastian Henßler
11. Mai 2021
Lesedauer: 4 Minuten
Sebastian Henßler bySebastian Henßler
11. Mai 2021
Lesedauer: 4 Minuten

© Abbildung(en): Fastned

Home Elektroauto laden

Jeder, der schon einmal mit dem Auto durch die Niederlande gefahren ist, wird sie kennen: Die Fastned-Schnellladestationen mit dem markanten gelben Solardach. Das Unternehmen mit Sitz in Amsterdam betreibt derzeit 137 Ladestationen in ganz Europa und ist der größte Betreiber von Schnellladestationen in den Niederlanden. In Deutschland betreibt Fastned derzeit 19 Stationen, darunter gemeinsam mit Tesla den größten deutschen Schnellladehub in Hilden.

Fastned startete im Jahr 2012, nachdem es über eine öffentliche Ausschreibung der niederländischen Regierung eine große Anzahl von Autobahnstandorten erworben hatte. Darauf aufbauend wurde 2015 eine landesweite Abdeckung mit 50 Standorten entlang von Autobahnen in den Niederlanden erreicht. Das Unternehmen hat sich auf die Entwicklung und den Betrieb von Schnellladeinfrastruktur spezialisiert, die es ermöglicht, Elektrofahrzeuge in 15 Minuten mit einer Reichweite von bis zu 300 km aufzuladen, bevor sie ihre Fahrt fortsetzen.

Die Schnellladestationen sind weithin sichtbar und signalisieren deutlich, dass eine zuverlässige Schnellladeinfrastruktur zur Verfügung steht – nicht nur für Fahrer von Elektroautos, sondern auch für die breite Öffentlichkeit. Im Interview verriet Fastned-CEO Michiel Langezaal, was in Deutschland für den Aufbau eines flächendeckenden Schnellladenetzes nötig ist, welche Rolle der freie Wettbewerb dabei spielt und warum Ladestandorte besser sein müssen als Tankstellen.

Herr Langezaal, wenn man sich die Niederlande anschaut, gibt es dort schon seit Jahren eine funktionierende Schnellladeinfrastruktur. Warum ist es dort so viel schneller als in Deutschland?

Das hat zuallererst ganz pragmatische Gründe. Die niederländische Regierung hat vor etwa neun Jahren die Bedeutung eines flächendeckenden Ladenetzes erkannt und 2012 Standorte für Schnellladestationen entlang der Autobahnen ausgeschrieben. Eine hochwertige Schnellladeinfrastruktur entlang der Autobahnen ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Akzeptanz von Elektrofahrzeugen. Die Regierung wollte aktiv Vorurteile über Elektromobilität und „Reichweitenangst“ abbauen. Dies war sehr erfolgreich. Heute spielen die Niederlande eine führende Rolle bei der Elektromobilität in Europa.

Letztlich haben die Niederlande beschlossen, die Henne-Ei-Diskussion zu beenden, was zuerst da sein muss: Lademöglichkeiten oder Elektroautos? Die niederländische Regierung und Fastned waren der Meinung, dass es wichtig ist, zuerst die Infrastruktur und Rahmenbedingungen zu schaffen, um Elektromobilität attraktiv zu machen, als zu warten, bis wir „genug“ Elektroautos haben, um dann mit Ladestationen nachzuziehen. Unser Ziel ist es, dem Elektroautofahrer Freiheit und Sicherheit zu geben. Dazu gehört auch die Freiheit, weite Strecken zurückzulegen, ohne sich Gedanken machen zu müssen, wo man sein Auto aufladen kann. Und das mit Strom aus 100 Prozent erneuerbaren Energien. Nur so können wir den Übergang zu einer nachhaltigen Mobilität beschleunigen.

Wenn Sie sagen, dass zuerst ein Angebot geschafft werden muss, dem dann eine Nachfrage folgt, stellt sich die Frage, ob das Geschäftsmodell des Schnellladens überhaupt lukrativ sein kann.

Das Netzwerk von Fastned erwirtschaftet seit März 2020 ein positives jährliches Operational EBITDA (zugrunde liegendes Unternehmens-EBITDA ohne Ausbaukosten). Aber wir investieren weiter in unsere Expansion, denn wir müssen heute in die Kunden von morgen investieren. Viele von ihnen fahren heute einen Verbrenner und sind vielleicht skeptisch, wie der Alltag mit einem Elektroauto aussehen könnte. Es geht darum, diesen Kunden Verlässlichkeit zu bieten, indem wir sicherstellen, dass sie dort laden können, wo sie wollen und nicht dort, wo sie müssen.

Dafür ist eine klare Sichtbarkeit der Ladestationen wichtig. Denn spätestens, wenn ich mit einem konventionellen Verbrenner alle zwanzig Minuten an einer von der Autobahn aus sichtbaren Schnellladestation vorbeifahre, ändert sich meine Denkweise. Vorbehalte gegenüber Elektromobilität verschwinden. Genau deshalb sind die Standorte direkt an der Autobahn und gut sichtbar so wichtig für den Aufbau der Zukunft der Elektromobilität.

Aber können das nicht auch die bestehenden Tankstellen anbieten? Die Infrastruktur ist ja bereits vorhanden.

Die notwendige Geschwindigkeit und der Umfang des Aufbaus einer funktionierenden Schnellladeinfrastruktur wird stark unterschätzt. Bis 2030 sollen mindestens zehn Prozent der Autos in Deutschland elektrisch betrieben werden. Das erfordert Schnellladestationen mit Dutzenden von Schnellladesäulen in der Größe einer Tankstelle. Gleichzeitig wäre es aber nicht möglich, die konventionelle Tankstelle direkt zu ersetzen, da 90 Prozent der Autos weiterhin mit fossilen Kraftstoffen fahren werden. Um die neue Infrastruktur aufzubauen, müssen also schnell neue Standorte gefunden werden.

Was brauchen Sie, um eine solche Infrastruktur zu schaffen?

Wir hoffen sehr, dass die angekündigte Ausschreibung der Bundesregierung den Aufbau der Ladeinfrastruktur deutlich beschleunigen wird – nicht nur durch die Vergabe von Fördermitteln, sondern vor allem durch den Zugang zu Schlüsselstandorten in einem offenen und wettbewerbsorientierten Verfahren. Dies wird es den besten Unternehmen ermöglichen, die erforderliche Infrastruktur aufzubauen, den Roll-out zu beschleunigen und das Vertrauen der deutschen Autofahrer in die Elektromobilität zu stärken. Ein transparenter und offener Wettbewerb ist hier entscheidend, um sicherzustellen, dass der Kunde die beste Qualität und den besten Preis erhält.

Wenn die richtigen Standorte zur Verfügung stehen, werden wir entlang der Autobahn Ladestationen mit Dutzenden von Schnellladepunkten bauen, an denen man in nur 15 bis 20 Minuten bis zu 300 Kilometer Reichweite aufladen kann. Wir wollen, dass Fahrer von Elektroautos das gleiche Erlebnis haben wie Fahrer von Verbrennern. Das heißt: bequeme Durchfahrstationen ohne viel Rangieren, mit einem Dach zum Schutz vor Regen, einem Shop mit zeitgemäßem Angebot und sanitären Anlagen. Wir haben jetzt die Chance, durch das 1000-Standorte-Programm der Bundesregierung die rechtlichen Grundlagen dafür zu schaffen.  Wir sind startklar, und aufgrund unserer Erfahrung und unseres 100-prozentigen Fokus auf das Schnellladen wissen wir, dass wir das liefern können, was E-Fahrer wollen.

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Abonnieren
Anmelden
Benachrichtigen bei
guest
guest
7 Comments
Art
Art
5 Jahre zuvor

Sowas hat unser Verkehrsminister leider nicht drauf, der Erhalt des Diesels war ihm wichtiger.

6
0
Antworten
Rene
Rene
5 Jahre zuvor

Ja, genau so müsste es gehen … Gratulation an die Holländer, die rasch erkannt haben, wie es lang gehen sollte!
Ich frage mich, wie die E-Mobilität vorankommen sollte in europäischen Ländern wie Italien, Slowenien, Kroatien, …, die als die typischen Urlaubsländer mit dem Privatauto gelten – dort herrscht die reine Ladewüste!
Wie soll das funktionieren, wenn dann viele ziemlich gleichzeitig mit dem E-Auto auf Urlaub fahren wollen?

2
0
Antworten
Antworten anzeigen (2)
Heinz Scherer
Heinz Scherer
5 Jahre zuvor

Wenn es nach mir ginge, würde ich die komplette riesigen Parkflächen an den AB-Raststationen Überdachen und mit PV belegen. Diese Parkflächen dann mit ausreichend Schnellladern versehen und zwar so, dass schnell bei Bedarf die Säulenanzahl erhöht werden kann. Das sollte in ganz Europa erfolgen. Ich weiß gar nicht was daran so schwer sein soll. Der PV-Strom kann gleich vor Ort verwertet werden und der Rest kommt aus dem Netz. Wenn das mit wirtschaftlich vernünftigen Rahmenbedingungen flankiert würde, wäre das überhaupt kein Problem.
Langstreckenfahrten finden meist entlang den Autobahnen statt. Wenn die gut ausgestatt sind, hat keiner mehr Ladeängste. Raststationen sind normalerweise Gelddruckmaschinen. Bei genügend Ladesäulen hat jeder die 30min Zeit, um während einer Rastpause von 10% auf 80% aufzuladen.

4
-2
Antworten
Antworten anzeigen (1)
Strauss
Strauss
5 Jahre zuvor

Grundsätzlich eine gute Idee, die PV Anlagen dort zu bauen wo der Strom gebraucht wird. Aber in 15 Minuten 300 Km aufzuladen ist weder beim Auto noch an einer solchen Säule heute Stand der Technik. Die meisten Autos haben noch gar kein CCS. Gleichzeitig mehrere zu jeder Zeit so schnell aufzuladen, geht nur mit zusätzlichen Speichern vor Ort.In den Säulen gibtes immer noch Probleme mit dem Kühlen der Kabel,800 Volt,Kondenzwasserproleme und ueberhaupt fehlende Einheitlichkeit beim Zugang,und zu teuere und komplizierte Abrechnung. Mehr PV Anlagen fehlen zusätzlich noch überall. Erst wenn noch mehr Strom aus Windrädern und Wasserkraftwerken kommt, haben wir Gewissheit dass der Fehlende, auch aus dem Netz, sauber ist.

0
0
Antworten

Ähnliche Beiträge

Related Posts

D. Schulmeyer, LADE: AC-Ladestationen helfen Stromnetz zu stabilisieren
Elektroauto News 2023

D. Schulmeyer, LADE: AC-Ladestationen helfen Stromnetz zu stabilisieren

30. April 2023
0
ChargeOne bringt Ladeinfrastruktur erstmals ins Autokino
Elektroauto laden

ChargeOne bringt Ladeinfrastruktur erstmals ins Autokino

23. April 2023
0
XPeng Motors: Das plant das Start-up für Europa
Elektroauto News 2023

XPeng Motors: Das plant das Start-up für Europa

9. April 2023
0
Elektroauto-News.net
Elektroauto News 2023

Ralph Kranz über Nio Houses, Expansion und Batteriewechsel

5. April 2023
0
    • teilen 
    • teilen 
    • teilen 
    • teilen 
    • merken 
    • E-Mail 
    Nächste Meldung
    Subaru-Elektroauto-SUV-Solterra

    Subarus erstes Elektroauto soll Solterra heißen und 2022 debütieren

    Elektroauto-News

    Elektroauto-News.net präsentiert seit März 2011 Meldungen aus dem Bereich Elektromobilität. Mit täglichen News zu aktuellen und zukünftigen Elektrofahrzeugen ermöglichen wir dir eine schnelle Information zu allen wichtigen Themen.

    AKTUELLE THEMEN

    Elektroauto-Vergleich
    Tesla
    Interview
    Shorts
    Events
    Ladekarten vergleichen
    Podcast
    Vergleich THG-Quote
    THG Wallbox

    Unternehmen

    • Podcast
    • Mediadaten
    • Werbung buchen
    • Wir über uns

    NEWSLETTER

    © 2026 Alle Rechte vorbehalten - Elektroauto-News.net

    Privatsphäre-Einstellungen ändern / Datenschutz / Impressum
    No Result
    View All Result
    • Alle News
    • Marken
    • Industrie
    • Testberichte
    • Politik
    • Events
    • Newsletter
    • Podcast
    • THG-Quote – E-Auto
    • THG-Quote – Wallbox
    • Anmelden
    • Registrieren

    © Alle Rechte vorbehalten - Elektroauto-News.net
    Datenschutz · Impressum

    Willkommen zurück!

    Melde dich in deinem Konto an:

    Passwort vergessen? Registrieren

    Erstelle dir ein Konto!

    Bitte hinterlege deine Daten, um ein neues Nutzerkonto bei Elektroauto-News.net zu erstellen:

    *Mit deiner Registrierung erklärst du dich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden und bestätigst, dass du unsere Datenschutzbestimmungenzur Kenntnis genommen hast.
    Alle Felder sind Pflichtfelder. Anmelden

    Passwort zurücksetzen

    Bitte gib deinen Benutzernamen oder deine E-Mail-Adresse ein, um das Passwort zurückzusetzen:

    Anmelden

    Deine Anmeldung zum Newsletter:
    Ein letzter Schritt fehlt noch.

    Vielen Dank für deine Anmeldung zum Newsletter von Elektroauto-News. Du erhältst in Kürze eine E-Mail, in der sich ein Link zur Freischaltung deiner E-Mail-Adresse befindet. Erst durch die Bestätigung des Links dürfen wir deine E-Mail-Adresse zum Versand unseres Newsletter freischalten (Double-Opt-In).

    wpDiscuz
    7
    0
    Deine Meinung würde uns sehr interessieren. Bitte kommentiere.x
    ()
    x
    | Antworten