Nicht erst mit dem Update des Porsche Taycan erfreut sich der erste reine Stromer der Zuffenhausener hoher Nachfrage. Schon zuvor vereint der Taycan Sportwagen-Fahrer und Fans der E-Mobilität um sich. Dies zeigt sich nun auch in den bisherigen Verkaufszahlen, zu denen Porsche im Oktober 2021 ein Fazit zieht. An vorderster Front beim Absatz steht mit dem Cayenne (62.451 Einheiten) ein Verbrenner, aber die Bedeutung von E-Autos bei Porsche wächst.
Und diese dürfte künftig noch mehr wachsen, wenn 2023 die reine E-Version des Macan auf die Straße kommt. Denn dieser weiß als Verbrenner schon mit 61.944 verkauften Einheiten zu überzeugen. Als Stromer dürfte dieser sicherlich weitere Käuferschichten ansprechen. Großer Beliebtheit erfreut sich auch der vollelektrische Taycan, von dem 28.640 Einheiten in Kundenhand gingen. Er bewegt sich damit in seinem zweiten vollen Verkaufsjahr auf dem Niveau der Sportwagen-Ikone 911, die in den ersten drei Quartalen 27.972 Mal ausgeliefert wurde – ein Zuwachs von zehn Prozent.
Definitiv eine Ansage, vor allem, wenn man eine Ikone der Marke wie den 911 hinter sich lassen kann. Es verwundert daher nicht, dass man sich in Zuffenhausen Gedanken über eine Hybridisierung beziehungsweise Elektrifizierung des beliebten Verbrenner-Modells macht. Bis dieser allerdings auf die Straße kommt wird es wohl noch einige Zeit dauern. Bei Porsche scheint man sich darüber keine Sorgen zu machen, wie Detlev von Platen, Vorstand für Vertrieb und Marketing bei der Porsche AG, zu verstehen gibt: „Die Auftragsbücher sind gut gefüllt und lassen uns voller Optimismus und Tatendrang in den Jahresendspurt starten. Gleichwohl bleibt die weltweite Corona-Lage volatil und die Versorgung mit Halbleitern herausfordernd. Deshalb beobachten wir die aktuellen Entwicklungen sehr genau, um weiterhin flexibel reagieren zu können.“
Das größte Plus verzeichneten erneut die USA: Porsche lieferte dort 51.615 Fahrzeuge aus, was einem Anstieg von 30 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum entspricht. Die starke Positionierung in Nordamerika spiegelt sich auch im Ergebnis der jüngsten J.D. Power APEAL Studie wider: Für die Kunden ist Porsche wie schon in den Vorjahren die beste Premiummarke. Eine Aufteilung wo die meisten Stromer abgesetzt wurden gibt es indes nicht.
Quelle: Porsche – Pressemitteilung
Das Auto ist großartig. Und die Marke ist stark. Es gibt viele gute Gründe, sich einen Taycan zu kaufen. Aber man benötigt diese Gründe gar nicht, es gibt ein großes Haben-Woll-Gefühl. Ich muss mit meinem Wagen gar nicht fahren, es reicht ein Blick in die Garage, um mir ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Die Optik ist einfach nur fantastisch.
Porsche macht das sehr schlau, in dem sie den Wagen in jeden Porsche Zentrum sehr präsent halten und auch sämtliche Verkäufer und Werkstattmeister sehr gut eingebunden haben. Alle sind von dem Fahrzeug überzeugt, es gibt gute Kontaktpunkte, wo auch bisherige Kunden die Möglichkeit haben, dieses Fahrzeug zu fahren. Wer einmal drinnen sitzt, ist schnell fasziniert.
Dabei ist der Wagen kein Schnäppchen, es gibt keinerlei BAFA-Förderung und die Extraliste ist lang. Gleiches gilt für Zubehör: Die Winterräder kosteten alleine 7k. Aber solche Flagships brauchen wir, um die Elektromobilität voranzubringen. Autos mit hoher Begehrlichkeit, wo der Preis nicht so wichtig ist. Mit EQG und ID.Buzz sehe ich da die nächsten Fahrzeuge dieser Art.
Und, ja, noch ist es für die gußeisernen 911-Fans undenkbar. Aber nach ABS und Servolenkung, Automatik, Wasserkühlung und Turbo kommt in ein paar Jahren auch ein reiner Elektroantrieb in den Kultwagen. Und vielleicht kaufe ich ihn dann wieder…
Einer der grössten Dreckschleuder Produzenten auf dem richtigen Weg. Wer hätte das gedacht. Nischenanbieter haben es evtl.einfacher bei der Umstellung. Jeder BEV macht Druck und das ist gut. Kaufen würde ich mir einen Porsche trotzdem nie. Vielleicht als Sonnenbrille.