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Audi baut Batterie-Entwicklung für E-Autos am Standort Neckarsulm auf

Michael NeißendorferbyMichael Neißendorfer
27. Oktober 2021
Lesedauer: 2 Minuten
Michael NeißendorferbyMichael Neißendorfer
27. Oktober 2021
Lesedauer: 2 Minuten

© Abbildung(en): Audi

Home Audi Elektroautos

Audi baut die Entwicklung von Hochvoltbatterien aus und setzt dafür auf seinen Standort Neckarsulm. Mit der strategischen Entscheidung soll die Technische Entwicklung für die Zukunft gestärkt und Neckarsulm zu einem Kompetenzzentrum für eine Schlüsseltechnologie der Elektromobilität werden. Dafür werden bereits seit Ende 2020 Mitarbeitende qualifiziert. Um sich auf das Themenfeld Hochvoltbatterie zu spezialisieren, bietet Audi den Mitarbeitenden der Technischen Entwicklung Neckarsulm in den kommenden Jahren unterschiedliche Weiterbildungsmöglichkeiten.

Die VW-Tochter entwickelt bereits Hochvoltbatterien für Plug-in-Hybride (PHEV) in Neckarsulm, nun werde die Entwicklung des kompletten Hochvoltbatterie-Portfolios für vollelektrische Fahrzeuge schwerpunktmäßig am Standort angesiedelt und dafür sukzessive ausgebaut, wie Audi mitteilt. Außerdem soll bis 2023 ein Batterietechnikum zur Erprobung von Hochvoltspeicher-Technologien in Betrieb gehen.

„Hochvoltbatterien und Elektromotoren machen einen wichtigen strategischen Anteil an der künftigen Wertschöpfung in einer transformierten Autoindustrie aus. Deshalb bauen wir unsere Kompetenz bei der Entwicklung dieser Komponenten systematisch aus“, sagt Oliver Hoffmann, Vorstand für Technische Entwicklung bei Audi. Die Strukturen für die PHEV-Hochvoltbatterie-Entwicklung liegen bereits vor: Damit ist der Standort schon gut darauf vorbereitet, nun auch das komplette Hochvoltbatterie-Portfolio zu entwickeln. Perspektivisch soll die Hochvoltbatterie-Entwicklung – in weiterhin enger Zusammenarbeit mit der Hochvoltbatterie-Entwicklung am Standort Ingolstadt – personell deutlich überwiegend in Neckarsulm verortet werden.

Technikum zur Entwicklung und Erprobung von Batterie-Prototypen

Weiterhin entsteht am Standort Neckarsulm ein Batterietechnikum: In diesem Labor für Pilotprojekte sollen weitergebildete Mitarbeitende, die zuvor im Prüftechnikum für Verbrennungsmotoren tätig waren, ab 2023 Prototypen neuer Hochvoltspeicher-Module für verschiedene E-Fahrzeuge erproben. „Die Investitionsentscheidung des Unternehmens, die Hochvoltbatterie-Entwicklung und ein Batterietechnikum in Neckarsulm anzusiedeln, ist ein deutliches Bekenntnis zur Elektrifizierung und damit langfristigen Sicherung des Standorts“, sagt Fred Schulze, Werkleiter Audi Neckarsulm. Die neu in Neckarsulm verankerte Kompetenz für Hochvoltbatterien könne zudem von bereits vorhandener Expertise am Standort profitieren, indem Synergien mit dem Leichtbauzentrum geschaffen werden.

„Der Beschluss, die Batterieentwicklung in Neckarsulm anzusiedeln, ist ein erster wichtiger Schritt, um den Beschäftigten der Technischen Entwicklung am Standort eine zukunftssichere Perspektive auch nach dem Auslaufen des Verbrennungsmotors zu geben“, sagt Rolf Klotz, Vorsitzender des Betriebsrats. Dies hatten die Arbeitnehmervertreter zuletzt mit deutlichen Worten eingefordert.

Seit Ende 2020 qualifiziert Audi kontinuierlich Mitarbeitende der Technischen Entwicklung Neckarsulm für den Bereich Hochvoltspeicher-Systeme, in den kommenden Jahren sollen immer mehr Mitarbeitende in diesen Bereich transformiert werden. Um sich auf das Themenfeld zu spezialisieren, stehen den Audianer_innen der Technischen Entwicklung unterschiedliche Weiterbildungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Das Bekenntnis von Audi zum Standort Neckarsulm spiegelt sich auch in mehreren Baumaßnahmen wider: So werden der Neubau eines Multifunktionsgebäudes für die Technische Entwicklung Ende 2022 und die neue Lackiererei bis 2025 fertiggestellt. Ein Neubau der Montage ist bereits auf eine Mischfertigung sowie für künftige Elektromodelle ausgerichtet.

Audi hat mit der Strategie „Vorsprung 2030“ angekündigt, neue Modelle ab 2026 ausschließlich als Elektroautos auf den Weltmarkt zu bringen. Bis 2033 lässt das Unternehmen die Produktion der Verbrenner komplett auslaufen. Entsprechend transformiert Audi auch seine Standorte und die Mitarbeitenden: Seit 2017 wurden bereits rund 30.000 Audianer_innen für E-Mobilität weltweit qualifiziert.

Quelle: Audi – Pressemitteilung vom 27.10.2021

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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6 Comments
Farnsworth
Farnsworth
4 Jahre zuvor

Audi steigt langsam aber sicher vom toten Pferd ab. Sehr gut. Das konkrete Enddatum 2033 für Verbrenner ist schon mal ein Zeichen. Ob man die überhaupt noch bis dahin produzieren wird, wird die Zeit zeigen. Eine Mischplattform kann man je nach Nachfrage ja auch schon früher rein elektrisch bauen.

Guckt man mal auf die Zahlen vom KBA vom September und auf die existierenden koreanischen Mischplattformen Ioniq(nicht 5), Kona und Niro. So sind die Anteile bei den BEV zur Gesamtanzahl der genannten Baureihen, 47,7%, 58,5% und 68%. Selbst beim E-Up, der ja eigentlich eine umgebaute Verbrennerplattform ist, liegt der Anteil bei 65%. Die BEV-Anteile könnten deutlich anders aussehen als prognostiziert.

Farnsworth

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Dieter Lettner
Dieter Lettner
4 Jahre zuvor

Und weiter geht es mit dem Hochvolt – Fahrzeug! Industrie und Politik machen sich keine Gedanken, wie sich die HV – Fahrzeuge in einer Massenkarambolage oder bei Unfällen mit Lkw verhalten und was dies auch für die Rettungskräfte bedeutet.
Das NV -Batterien derzeit mehr Zeit zum laden brauchen ist bekannt. Also heißt es, dem Verbraucher über diese Einbahnstrasse so schnell wie möglich den Verbrenner auszureden und technologisch gleichzustellen – Tankzeit gleich Ladezeit. Nur Tesla hat derzeit Lademöglichkeiten, innerhalb einer akzeptablen Zeit wieder fahren zu können.
Deutschland mit der Bw – Universität München hat als einziger weltweit einen skalierbaren Niedervolt – Antrieb entwickelt (>15 Patente ), aber niemand interessiert das. In diesem Fall ist wieder einmal in Deutschland das schlechtere der Tod des besseren…

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