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Renault und Valeo entwickeln E-Motor ohne seltene Erden

Michael NeißendorferbyMichael Neißendorfer
14. Februar 2022
Lesedauer: 2 Minuten
Michael NeißendorferbyMichael Neißendorfer
14. Februar 2022
Lesedauer: 2 Minuten

© Abbildung(en): Renault

Home Elektroauto Hersteller

Der Autohersteller Renault und die beiden Zulieferer Valeo und Valeo Siemens eAutomotive haben eine Absichtserklärung zu einer strategischen Kooperation unterzeichnet. Die Partner haben vereinbart, gemeinsam eine neue Generation von Elektromotoren für E-Autos zu konzipieren, zu entwickeln und zu produzieren. Die Fertigung der Aggregate soll ab 2027 in Frankreich erfolgen und gänzlich ohne seltene Erden auskommen.

Ziel der drei Partner ist es, mit gesammeltem Know-how einen elektrischen Antrieb zu entwickeln, der im Vergleich zu aktuell Aggregaten mehr Leistung bei geringerem Energiebedarf bereitstellt. Jeder der Kooperationspartner werde seine Fachkompetenz zu den beiden Schlüsselkomponenten des Elektromotors beisteuern: dem Rotor und dem Stator.

Renault werde die Rotortechnologie für den Synchronmotor entwickeln und produzieren. Dabei stehen der Verzicht auf den Einsatz seltener Erden sowie eine verbesserte Leistungsausbeute im Fokus, so der Hersteller in einer aktuellen Mitteilung. Darüber hinaus werde Renault die Gesamtarchitektur für den All-in-One-Motor der Renault Group übernehmen.

Valeo und Valeo Siemens eAutomotive werden die Entwicklung des Stators beisteuern und diesen auch produzieren. Die langjährige Erfahrung von Valeo in der Kupferdrahtmontage ermögliche eine höhere Kupferdichte im Stator, was die Leistung bei gleichbleibendem Energiebedarf steigern soll.

Ab 2027 planen die Renault Group, Valeo und Valeo Siemens eAutomotive die Serienproduktion eines 200-kW-Elektromotors, der dann erstmals ohne seltene Erden auskommen soll. Die Produktion des Motors werde am Renault Group Standort Cléon in der nordfranzösischen Normandie erfolgen.

„Wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit unserem Partner Valeo, der sein weltweit anerkanntes Know-how einbringt. Gemeinsam werden wir eine neue Generation von Hightech-Elektromotoren entwickeln, die in unserem Werk in Cléon hergestellt werden. Die Partnerschaft belegt erneut, dass Renault bei der elektrischen Revolution der Automobilindustrie einen Spitzenplatz einnimmt und gleichzeitig die neu entstehende Wertschöpfungskette in Frankreich verankert.“ – Luca de Meo, Vorstandsvorsitzender der Renault Group

„Die strategische Partnerschaft wird die Elektromobilität einen großen Schritt voranbringen“, betont Christophe Périllat, der Vorstandsvorsitzende von Valeo. Auch er betont, dass die gemeinsam mit der Renault Group entwickelten Elektromotoren strengste Umweltanforderungen und höchste Leistungsstandards erfüllen sollen.

Quelle: Renault – Pressemitteilung vom 10.02.2022

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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34 Comments
Musicman
Musicman
4 Jahre zuvor

Tolle Sache, finde ich super. Noch besser wäre es wenn Renault es schafft Autos ohne Atomstrom zu bauen.

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brainDotExe
brainDotExe
4 Jahre zuvor

Renault verwendet doch schon bei der ersten ZOE seit 2012 fremderregte Synchronmotoren, sprich keine seltenen Erden.
BMW hat mit der 5. Generation ihrer Elektroantriebe auch auf dieses Konzept gewechselt.
Mahle entwickelt ebenfalls solche Motoren.

Es hat auch sehr überzeugende Vorteile. Ich bin gespannt wie viele Hersteller zukünftig dieses Motorenkonzept verwenden.

Zuletzt bearbeitet am 4 Jahre zuvor von brainDotExe
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Wolfbrecht Gösebert
Wolfbrecht Gösebert
4 Jahre zuvor

@ Jens:

Tatsache ist, dass eine mit Atomstrom produzierte Batterie einen stark reduzierten CO2-Rucksack trägt.

Daran hege ich doch Zweifel: Mit den stets steigenden Anteilen Erneuerbaren Stroms ist das keineswegs sicher!
Dazu z.B. das Umweltbundesamt:

https://www.umweltbundesamt.de/service/uba-fragen/ist-atomstrom-wirklich-co2-frei

Atomstrom ist keineswegs CO2-neutral. Die Treibhausgasemissionen sind größtenteils der Stromproduktion vor- und nachgelagert. Betrachtet man den gesamten Lebensweg – von Uranabbau, Brennelementherstellung, Kraftwerksbau und -rückbau bis zur Endlagerung – so ist in den einzelnen Stufen des Zyklus zum Teil ein hoher Energieaufwand nötig, wobei Treibhausgase emittiert werden.

Weitere Links dazu im UBA-Artikel.

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Wolfbrecht Gösebert
Wolfbrecht Gösebert
4 Jahre zuvor

@ Musicman:

Tolle Sache, finde ich super.

Klingt eigentlich mehr nach einem weitgehend normalen Asynchronmotor, wie es ihn seit >150 Jahren gibt und wie er z.B. auch von Mahle entwickelt wird. Dabei 95% Wirkungsgrad zu erreichen, wäre allerdings schon sehr gut.

Zuletzt bearbeitet am 4 Jahre zuvor von Wolfbrecht Gösebert
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David
David
4 Jahre zuvor

Tja, und wie man am Zoe sieht, ist das bisher im Verbrauch ein Riesennachteil.

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Wolfgang
Wolfgang
4 Jahre zuvor

Das nenne ich Journalismus: Renault verbaut schon lange nur fremderregte Synchronmotoren aus eigener Entwicklung. Und diese haben selbstverständlich keine seltenen Erden verbaut.

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Segman
Segman
4 Jahre zuvor

Seltene Erden sind in keinem Elektromotor: Es sind wären allenfalls Metalle aus „Seltenen Erden“ ;-)

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