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Bosch-Aufsichtsratchef: E-Auto wird „zum Nachteil des Klimas“ bevorzugt

Sebastian Henßler bySebastian Henßler
24. Dezember 2020
Lesedauer: 3 Minuten
Sebastian Henßler bySebastian Henßler
24. Dezember 2020
Lesedauer: 3 Minuten

© Abbildung(en): shutterstock / Lizenzfreie Stockfoto-Nummer: 1101286943

Home Automobilindustrie

Franz Fehrenbach, seines Zeichens Aufsichtsratschef des weltgrößten Autozulieferers Bosch, hat sich zu Beginn der Woche nicht gerade viele Freunde in der Welt der E-Mobilität gemacht. Könnte man meinen. Denn Fehrenbach hat politischen Entscheidungsträgern in Europa in Sachen Autoantrieben eine unzureichend begründete Bevorzugung von E-Fahrzeugen vorgeworfen. Aus seiner Sicht werde „zuungunsten des Verbrennungsmotors mit zweierlei Maß gemessen – und zwar zum Nachteil des Klimas. Dagegen müsste die deutsche Industrie eigentlich geschlossen auf die Barrikaden gehen“, so der Aufsichtsratchef gegenüber den Stuttgarter Nachrichten.

Geht es nach ihm sei es ausreichend bekannt, dass E-Autos im deutschen und europäischen Strommix – anders als vielfach behauptet – nicht klimaneutral unterwegs seien. Erst vergangene Woche hat Prof. Dr. Peter Hoberg von der Hochschule Worms eine ähnliche Diskussion auf Elektroauto-News.net mit seinem Artikel „Meinung: Der große Denkfehler – Elektroautos in Deutschland viel dreckiger als gedacht“ entfacht und ebenfalls zum Nachdenken angeregt. Fehrenbach zeigt sich daher nicht mit der Behandlung von E-Autos als Null-CO2-Fahrzeuge einverstanden: „Trotzdem werden sie als Null-CO2-Fahrzeuge behandelt, weil der Gesetzgeber die Energiebilanz zur Erzeugung des Ladestroms ausblendet.“ Zudem kämen die Batteriezellen, für deren Herstellung sehr viel Strom benötigt werde, überwiegend aus dem asiatischen Raum, „wo der Strom noch zu einem sehr hohen Anteil aus Kohlekraftwerken“ komme.

E-Autos CO2-neutral? Es kommt auf den Betrachter an

Laut Fehrenbach werden eben all diese Angaben zum CO2-Verbrauch in der Betrachtung von E-Fahrzeugen eliminiert. Teilweise mag dies stimmen. Je nachdem wer welche Studie verfasst oder Auswertung publiziert. Dennoch gehen auch viele Unternehmen/ Automobilhersteller mit gutem Beispiel voran. Beispielsweise Polestar, welche eine höchstmögliche Transparenz in der Automobilindustrie anstreben. Aus diesem Grund habe man sich bei Volvos Perfomance-Tochter entschlossen, eine Zusammenfassung zu veröffentlichen, die die Klimaauswirkungen der Produktion der eigenen Elektrofahrzeuge aufzeigt. Dabei gehe die vollständige Ökobilanz von Polestar noch einen Schritt weiter und offenbart die gesamte Umweltauswirkungen des Fahrzeugs während seines gesamten Lebenszyklus. Viel transparenter geht es wohl kaum.

Fehrenbach fängt seine Aussage zumindest ein wenig ein und gibt zu verstehen, dass grundsätzlich zwar nichts gegen die Elektromobilität spreche, aber die Marktreife sei bei E-Fahrzeugen „einfach noch nicht gegeben“. Aus seiner Sicht beginnt dies bereits bei der Lade-Infrastruktur, die immer noch zu wünschen übrig lasse. „Wollten wir wirklich auf eine Million Ladepunkte bis 2030 kommen, müssten wir jede Woche 2000 davon neu installieren“, sagte Fehrenbach. „Tatsächlich sind es derzeit 200 – und dabei sprechen wir von Deutschland.“ Ob dies in der Tat seine eigene Meinung ist sei dahingestellt. Eine ähnliche Aussage wurde zuvor bereits von Hildegard Müller, Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie (VDA), getätigt.

Wie sieht Bosch die E-Mobilität und die eigene Zukunft mit dieser?

Grundsätzlich ist fraglich wie das Ganze einzuordnen ist. Denn Bosch selbst treibe die Weiterentwicklung der Antriebstechnik technologieoffen voran. Laut der Marktforschung von Bosch werden auch 2030 zwei von drei Neuwagen Diesel oder Benziner sein, mit oder ohne Hybrid. Das Unternehmen investiere daher auch weiterhin in hocheffiziente Verbrennungsmotoren. Zudem gab das Unternehmen erst im Herbst zu verstehen, dass Bosch Marktführer in der Elektromobilität werden wolle. Dazu investiert das Unternehmen in seinen Werken Eisenach und Hildesheim in diesem Jahr rund 100 Millionen Euro in die Produktion elektrischer Antriebssysteme. Auch im Bereich Thermotechnik hält die Elektrifizierung beispielsweise bei der Heizungsmodernisierung ihren Einzug. Vielleicht ist die Förderung von E-Autos für Bosch doch nicht so verkehrt?

Quelle: heise.de – Bosch-Aufsichtsratschef: Politik bevorzugt E-Autos „zum Nachteil des Klimas“

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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88 Comments
Strauss
Strauss
5 Jahre zuvor

Der plappert da ein chauderwelsches Zeug daher. Einer von Bosch der E Motoren baut argumentiert gegen die E Mobilität. Die Firma hat verkündet, dass sie Marktführer in der E Mobilität werde wollen. Will er, dass sie ihn entlassen?
Was hat Polestar was andere nicht schon seit 10 Jahren können.
In der Mittelklasse noch gar nichts, da wo sich der Hauptmarkt abspielt um Oel einzusparen.
Auch wenn die Chinesen das nie lernen, der Rest der Welt hat nichts dagegen.

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libertador
libertador
5 Jahre zuvor

Ich hätte gar kein Problem damit wenn die CO2-Emissionen durch die Stromproduktion und die Emissionen durch Kraftstoffe europaweit gleich behandelt werden. Die Stromproduktion ist bereits Teil des europäischen Zertifikatehandels, da kann Diesel und Benzin noch nachziehen. In Deutschland wird dies immerhin mit der CO2-Steuer vollzogen.

Ich hätte auch kein Problem damit, wenn die Fahremissionen für die Flottenberechnung auf Basis des EU-Schnitt der CO2-Intensität oder dem Schnitt des Zulassungslandes erfolgen würden, solange dabei die Flottenemissionsgrenzen gleich bleiben und nicht verbrauchsstarke Fahrzeuge herasugerechnet werden können, Hybride schöngerechnet werden und man mittels der vermeintlichen Nullemissionen von E-Autos Spritschleudern ausgleichen kann.

Diese Flottenemissionen sind auch der einzige Bereich indem E-Autos zu Unrecht mit Null Emissionen bewertet werden. In den anderen Hinsichten werden die Emissionen nicht vernachlässigt. Für diese Behandlung haben sich aber gerade die Lobbyisten der Autohersteller eingesetzt. Das jetzt gegen das E-Auto zu wenden, ist ziemlich perfide.

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Norbert Sele
Norbert Sele
5 Jahre zuvor

Stichworte:“Bosch! und die eigene Zukunft! und hocheffiziente Verbrennungsmotoren“ Haben sie schon eine Methode gefunden um den Wirkungsgrad der Verbrenner von 20% auf 21- oder sogar 22% zu steigern?
Dann können wir ja den arabischen und russischen Dreck weiterhin aus den Bohrlöchern holen und sauber verbrennen.
Gut dass manche Leute schon daran denken, darüber nachzudenken.

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Kupfi
Kupfi
5 Jahre zuvor

Ich verstehe die Kurzsichtigkeit nicht. Mag schon sein, dass die Billanz noch nicht passt. Aber für den Fortschritt in der Technologie bedarf es einem Anfang. Man denke nur an die Neuigkeiten zu Batterien oder daran, dass immer mehr Haushalte eine Solaranlage + Wallbox installieren.
Es ist halt wichtig weiter und ganzheitlich zu denken. Der Kreislauf zur Entstehung von fossilen Brennstofen ist einfach viel zu lang. Die Zeit auf Dauer darauf zu bauen ist vorbei.
Ausserdem, das kennt jeder vom Staubsauger oder Mixer daheim, sind Elektromotoren viel langlebiger als Verbrenner. Entwickelt sich die Solar- und Batterietechnik so weiter, wie in den vergangenen 10 Jahren, und dazu braucht es jetzt die Investionen in die Technologie, wird sie ökologisch dem Verbrenner weit überlegen sein.

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Rafael
Rafael
5 Jahre zuvor

Die Tatsache,daß BOSCH(samt Tochter IVECO)sich ausgerechnet mit der Betrugsfirma NIKOLA zusammentut,um angeblich einen rein elektrischen LKW auf den Markt zu bringen,läßt tief blicken.Und leider nichts Gutes vermuten,denn trotz großspuriger Ankündigungen wird es den sogar auf Boschs website angekündigten LKW nie geben.
Eine reine Luftnummer zur Täuschung der Anleger.
Tatsächlich möchte BOSCH natürlich möglichst viel Zulieferungsvolumen erhalten und eAutos haben nunmal viel weniger Komponenten,die zudem allein schon wegen weniger thermischer Beanspruchung länger halten.

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babelfisk
babelfisk
5 Jahre zuvor

gut gebrüllt; mit dem Kollegen an der Spitze verpasst Bosch dann wohl auch den Absprung; schade für die Mitarbeiter.
Ich möchte gar nicht über die hier angeführten Argumente kommen, was zu einfach wäre.
Daher argumentiere ich einfach mal über den Markt und den wird es in naher Zukunft für Verbrenner nicht mehr geben. Da kann man jetzt „rum heulen“ wie man will, oder man kann einen Wandel einleiten und sich der Herausforderung stellen. In der Natur nennt sich das Ergebnis dann „natürliche Auslese“ und die ist nicht zimperlich.

schöne Weihnachten

an alle jungen Genies einen persönlichen Rat: „Bei Bosch würde ich nicht anfangen, wenn ich eine Perspektive suche, da das Risiko, dass die Floppen mittelfristig einfach zu gross ist.“

Zuletzt bearbeitet am 5 Jahre zuvor von babelfisk
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Kasch
Kasch
5 Jahre zuvor

Mit unserer vollkommen misslungenen Energiewende, werden BEVs in wenigen Jahren hierzulande ohnehin eingebremst. Ab Haushaltsstromkosten von 50/60/70 Ct die kWh wird der Absatz vermutlich rückläufig. Global betrachtet aber vollkommen irrelevant, was dieser Pfurz Deutschland so treibt. Abbau energieintensiver Industrie, Fahrzeugbau, … in Deutschland, doof für uns, vorteilhat für den Rest der Welt.

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Volker
Volker
5 Jahre zuvor

Was kann die Elektromobilität dafür, das es immer noch Kohlekraftwerke gibt oder der Strommix nicht CO2 frei ist?
Oder, was kann der Akku dafür, dass er mit Kohlestrom erzeugt wurde?
Nichts !!!
Das liegt alleine in der Hand der Erzeuger des Stroms und derer, die die Gesetze dazu machen.

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Sledge Hammer
Sledge Hammer
5 Jahre zuvor

2030 werden genau 0 von 3 Neuwagen einen Verbrennungsmotor haben, und das aus vielerlei bekannten Gründen. Wer sich seine Zukunft so wie Bosch vorstellt, der hat schon verloren.

Dass die Batteriezellen für E-Autos aus dem asiatische Raum kommen, daran trägt auch Bosch eine gewisse Teilschuld. Man ist sich ja zu fein für die Produktion von Batteriezellen, oder hat man sie sogar verschlafen?

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Norbert Sele
Norbert Sele
5 Jahre zuvor

Lieber Tom, auch für hochmoderne Verbrenner wird der Diesel nicht ohne Energieaufwand und CO2-Ausstoss an der Zapfsäule produziert. Ruhig weiterdenken bitte!

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Volta
Volta
5 Jahre zuvor

Immer wieder spannend wie einige Verantwortliche sich über Punkte beschweren, die schon vor Jahren so beschlossen wurden. Statt die Zeit für technische Lösungen zu verwenden, wird sich am Ende der Frist über die Auswirkungen beschwert. Auch komisch das die Ladeinfrastruktur als zu gering erachtet wird und gleichzeit alles daran getan wird der Marktführer für Elektromobilität zu werden.
Immer nur nörgeln ist schon wenig konstruktiv, warum hat Bosch nicht einfach die Abgase der Verbrenner den geltenden Richtlinien angepasst, dann hätten wir alle heute diese Diskussion nicht.

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Daniel W.
Daniel W.
5 Jahre zuvor

Der Aufsichtsratschef des weltgrößten Autozulieferers Bosch, Franz Fehrenbach, wirft den politischen Entscheidungsträgern in Europa in Sachen Autoantrieben eine unzureichend begründete Bevorzugung von E-Fahrzeugen vor. Es werde „zuungunsten des Verbrennungsmotors mit zweierlei Maß gemessen – und zwar zum Nachteil des Klimas. Dagegen müsste die deutsche Industrie eigentlich geschlossen auf die Barrikaden gehen“, sagte Fehrenbach den Stuttgarter Nachrichten.

Quelle: heise.de)

Die deutsche Autoindustrie hat sich mit ihrem „sauberen Diesel“ weltweit blamiert und Milliarden für ihre Lügen bezahlt, allen voran VW – und während VW scheinbar einsieht, dass mit Verbrennern in Zukunft „kein Blumentopf“ mehr zu gewinnen ist, wollen die anderen am Goldesel Verbrenner festhalten.

Wenn jetzt gegen E-Autos gewettert wird, dann liegt das an fetten Gewinnen mit immer größeren und teueren Verbrennern und den im Vergleich dazu geringen Gewinnen bei E-Autos als an der CO2-Bilanz von E-Autos – aber das wollen die Firmen nicht zugeben, schliesslich will keiner ein „Umweltschwein“ sein.

Also lieber gegen das E-Auto hetzen – nach bekanntem Muster eines Donald Trumps – immer und immer wieder die Unwahrheiten verbreiten bzw. verbreiten lassen, damit sich diese im Gedächtnis festzusetzen und schliesslich für wahr gehalten werden.

Ähnlich wie in den USA gegen Trump – auch hier müssen die „alternative Fakten“ der Verbrenner-Lobby gleich widerlegt werden, damit sie sich nicht als „Wahrheit“ im Gehirn festsetzen, sonst hat die Umwelt verloren.

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Bernhard Siebenlist
Bernhard Siebenlist
5 Jahre zuvor

Die elektro Autos erinnern mich an die Maßnahme zur Luftverbesserung Anfang der 70ger. Mann hat das Problem durch höhere Schornsteine verschoben…. super, weiter so

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Maik
Maik
5 Jahre zuvor

Wir sprechen uns in 10 Jahren wieder und dann sehen wir wieviel Elektrofahrzeuge verschrottet wurden, weil der Akku platt war und das ein wirtschaftlicher Totalschaden bedeutete. Für die Herstellung eines E.Autos wird soviel co2 in die Luft gelassen, das ein verbrennen 170000 Kilometer fahren muss, damit die gleiche Emmision erreicht wird. Kauft sich ein Rentner ein E.Auto und fährt bis zum lebensende damit nur noch 40tkm, dann wäre ein verbrener die bessere Wahl gewesen. Wieviel Prozent der gekauften Autos erreichen die 170t km? Gerade im Kleinwagrnbereich? E fuels und Wasserstoff sehe ich ganz weit vorn zusammen mit der Feststoff Batterie.

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Farnsworth
Farnsworth
5 Jahre zuvor

Ich verstehe dieses Festklammern an veralteter Technologie nicht. Entweder die machen mit, oder wenn sie „auf die Barrikaden gehen“ gehen sie halt auf den Barrikaden unter.

Stattdessen will man uns mit fragwürdigen Studien weiß machen, dass E-Autos noch schlimmer sind als Verbrenner. Ein E-Auto was heute mit dem heutigen Strommix geladen wird, wird in 10 Jahren mit einem viel saubereren Strommix geladen. Das Öl wird immer schmutziger, da die leicht auszubeutenden Felder alle schon geerntet wurden. Also muss man fracken oder Ölsande in Kanada abbauen. Öffentliche, sowie auch private geförderte Ladesäulen müssen mit 100% Ökostrom beliefert werden. Also muss diese Strommenge auch regenerativ zur Verfügung gestellt werden. Das wiederum beschleunigt den Ausbau der Erneuerbaren.

Weiterhin müssen Erneuerbare oft abgeregelt werden, wenn zu viel Strom im Netz ist. Aktuelle PV-Anlagen dürfen auch nur max 70% ihrer Spitzenleistung einspeisen. Die übrigen 30% kann man prima in E-Auto Akkus laden. Das sorgt eben nicht dafür, das jedes E-Auto mehr Kohlestrom benötigt, sondern dafür sorgt, dass für Spitzen in den Erneuerbaren nun Pufferkapazität bereit steht. Steuern kann man die Ladung auch, wenn man die Netzfrequenz beobachtet. Hohe Netzfrequenz= mehr Leistung. Niedrige Netzfrequenz= weniger Leistung. Mit V2G könnte man das Netz sogar stützen mit Energie aus dem Akku.

Es wird auch immer behauptet, dass die Chinesischen Akkus mit Kohlestrom hergestellt werden. Dass die Chinesen bei den Erneuerbaren inzwischen die meiste Kapazität auf der Welt installiert haben, wird nie irgendwo in diesem Zusammenhang erwähnt. Und die werden da bestimmt auch keine Vollbremsung hinlegen. Die werden weiterhin massiv ausbauen.

Farnsworth

Zuletzt bearbeitet am 5 Jahre zuvor von Farnsworth
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