Die Erhöhung des Umweltbonus und Vorteile bei der Dienstwagenbesteuerung haben die Zulassungszahlen von Plug-in-Hybriden nach oben schnellen lassen. Die mehr als 20.000 neu zugelassenen Teilzeitstromer im vergangenen September etwa bedeuten einen massiven Anstieg um beinahe 500 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Da jedoch der Umweltbonus nur einmal gewährt wird, fällt er beim Weiterverkauf als Gebrauchtwagen weg. Dies könnte negative Auswirkungen auf die Restwerte haben, wie die Restwert-Experten von Schwacke und DAT erklären.
„Wir haben große Bedenken, was die zukünftige Wertentwicklung anbelangt“, sagt Andreas Geilenbrügge, Head of Valuations & Insights bei Schwacke, dem Fachblatt Kfz-Betrieb zufolge. Der Restwert-Spezialist ist der Meinung, „dass die Nachfrage nach Gebrauchtwagen nicht so stark wächst wie das Angebot am Markt“, aus zwei Gründen: Zum einen, da der Umweltbonus für Gebrauchtwagen nicht ein zweites Mal beansprucht werden kann und zum anderen, da die überwiegend privaten Käufer von Gebrauchtwagen auch den Vorteil der günstigeren Dienstwagensteuer nicht für sich nutzen können. Außerdem schrecken unrealistische Verbrauchsangaben mögliche Käufer ab, wie Geilenbrügge erklärt: „Der realistische Verbrauch liegt eben nicht bei zwei Litern, sondern deutlich darüber“. Dies könne bei den Kauf-Überlegungen und einer vorherigen Kostenrechnung „für einen negativen Aha-Effekt sorgen.“
Die Experten von Schwacke gehen davon aus, dass die Restwerte von Plug-in-Hybriden noch bis 2025 unter diesen Einflüssen leiden. Danach dürfte es „ein ganz anderes Gefüge am Markt geben“ und es sollten „normale Nachfrage- und Angebotsmechanismen“ herrschen, sagte Geilenbrügge dem Fachblatt. Auch der zweite große Restwertspezialist DAT bezweifelt die Attraktivität von gebrauchten Plug-in-Hybriden für Privatkäufer. Der aktuelle „wahnsinnige Schub“ bei den Verkaufszahlen sei vor allem auf Dienstwagenfahrer zurückzuführen, sagt Martin Weiss, Leiter der DAT-Fahrzeugbewertung gegenüber Kfz-Betrieb. Es werde „interessant, inwiefern man die Fahrzeuge höherpreisig auf dem Gebrauchtwagenmarkt vermarkten kann“.
Quelle: Kfz-Betrieb – Plug-in-Hybride: Experten warnen vor Restwertverlusten
Man kauft auch kein E-Auto mit Verbrenner, das bei den Meisten als Verbrenner gefahren wird und das die Batterie nebst E-Motor nur als Balast mitschleppt.
Das wäre so als würde der Kutscher zu den 2 Pferden vorne, die die Kutsche ziehen, noch ein Pony dauerhaft hinten in der Kutsche mittransportiert.
die werden definitiv massiv an Wert verlieren.
Bis die Dienstwagen in 2 Jahren weiter verkauft werden gibt es so viele E-Autos dass die keiner mehr haben will….
außer zum Nulltarif
es bleib spannend
Ich glaube auch, das sich die als Dienstwagen gekauften Plugin Hybride in nach 2 Jahren Leasing als Bumerang für die Hersteller erweisen werden.
Was passiert eigentlich im Bezug auf Degradation mit einer Batterie, die in 2 Jahren nicht einmal geladen wurde – das soll es ja durchaus geben.
In 2 Jahren werden wir es erleben
Ich bin auf die langen Gesichter heute schon gespannt.
Mein Nachbar mit Plugin Dienstwagen hat nicht einmal eine Steckdose in Reichweite!!!!
PlugIn-Hybrid ist eine Antwort auf eine nie gestellte Frage.
Mehr muss man nicht dazu sagen.
Die Standard-Leasingfristen sind 3 oder 4 Jahre. Wichtig ist, dass die Unternehmen, die solche Plugins leasen, eine geschlossene Kalkulation verlangen. Da sind dann feste (vermutlich übertrieben hoch angesetzte) Restwerte enthalten. Ich würde das Restwertrisiko als Unternehmen nicht tragen.
Ich kenne mehrere Private die nur darauf warten, dass es die ersten guten Plug-in-Hybrid-Gebrauchtwagen zu einem tragbaren Preis (~20-25K) gibt. Diese haben dann ein tolles Allzweck-Auto und werden es weitere 8-10 Jahre primär elektrisch fahren und pro Jahr 3-8 mal Benzin tanken.
Restwert auf Basis von Kaufpreis minus Umweltbonus ist anzusetzen. Hybrid geht auch mit gut 10% nachlassender Batterie und Tank.
Mark Müller sagt am 30. Oktober 2020 um 11:40 Uhr u.a.:
„Ich kenne mehrere Private die nur darauf warten, dass es die ersten guten Plug-in-Hybrid-Gebrauchtwagen zu einem tragbaren Preis (~20-25K) gibt. Diese […] werden es weitere 8-10 Jahre primär elektrisch fahren“
Das mögen ein paar „Private“ JETZT noch glauben …
doch gilt es Folgendes zu bedenken, und dazu zitiere ich mich (mit Verlaub) mal selbst:
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„Klar ist IMO doch jetzt schon, dass all die verbrennerhaltigen Modelle – ggf. von den Produktions-Halden der Hersteller mühsam (womöglich noch mit deutlichen Rabatten) in den Markt gedrückt – in rel. kurzer Zeit gebraucht auf der »Schlachtbank der Restwerthalde« landen werden.
Diese Halde wird bereits länger von einer breiten Basis an kaum verkäuflichen Diesel-PKWs gebildet, auf der sich ja schon jetzt langsam eine immer dicker werdende Schicht von Benzinern ablagert.
Und ja, dann wird es auch nicht mehr lange dauern, bis die NOCH wartungskostenintensiveren Hybride den dann weithin sichtbaren Kegel obendrauf bilden!“
Tja, einer muss ja wohl hier dagegen reden. Immer noch besser Hybrid als normale Verbrenner. Lest mal Auto Motor und Sport wer wie und an wen man dort Werbung macht. Es gibt nicht nur Deutschland, auch im Spaghetti-Land will man Alpha- Sound . Uebrigens selbst wenn einer nie tanken würde ginge die Batterie nicht kaputt. Die wird beim Fahren immer geladen. Dieses Autosystem PHEV hat auch Vorteile die die reinen E.s nicht haben. Batteriestandzeit ist viel länger da man auch noch mit 50% Restkapazität fahren könnte. Dann ist es immer noch ein normaler HEV und kann rekuperieren. Solche werden in anderen Ländern auch ohne Prämie beim Kauf in Mengen abgesetzt. Toyota,Honda, MB, BMW und besonders ZF bewirbt ebenso dieses System als Mildhybrid. Solche sind nicht wartungsintensiver als reine Verbrenner! Oder fragt mal Outlanderfahrer oder solche die den Ampera schon seit bald 10 Jahren zufrieden fahren. Da muss man mit den Händlern reden,dass sie aufhören
abzuzocken. Und überhaupt seit froh, dass die PHEV Fahrer in der Regel die heutige noch mangelhafte Ladestruktur nicht auch noch verfluchen. Die Laden meistens zu Hause.
Sorry, es ist natürlich gemeint: wenn einer nie elektrisch laden würde….
Was immer noch nicht verstanden wurde: Wenn man um die 2000 kg per Rekuperation kräftig verzögern möchte, sollte für den erzeugten Spitzenstrom mindestens eine 60kWh Batterie vorhanden sein. Da dies nicht Fall ist, sind die Batterien nach fünf Jahren hinüber – toll für den Hersteller, zum heulen für den Privatkunden der es nicht lassen konnte eine „günstiges“ Firmenfahrzeug zu erwerben, umwelttechnisch auf jeden Fall derzeit das größte Drama.
Einen Kombi Plug-In BMW ohne Verbrennerschrott für 15k-20k kaufen, dann ab zum Design-Werk für den Einbau einer 64kWh / 72kWh Batterie, Elektromotor und Leistungselektronik zu einem vollwertigen BEV Umbau wäre gar nicht so eine schlechte Option. Die Batterie könnte als Speicher mit PV Anlage in der Garage genutzt werden. Danach BMW zeigen, wie das geht.
Ich lach mich schlapp. Genau das Gegenteil ist der Fall. Seit mehreren Monaten gehen gute gebrauchte Diesel wieder besonders gut und steigen im Preis. Ein guter GLE 350d mit unter 100tkm ist um mehrere Tausend gestiegen. Bei Mobile. de und Autoscout24 liegen gebrauchte E-Autos wie Pattex. Hier scheinen Einige in ihrer eigenen Blase zu leben und Realitäten auszuklammern.
@Quaster:
Diesel gehen auch nicht besser als Benziner, dagegen scheinen reine E-Autos in letzter Zeit gefragter zu sein.
Kraftfahrt-Bundesamt (KBA):
Besitzumschreibungen von Personenkraftwagen // Januar-September 2020
Benzin = 3.413.446 (davon im September 2020 = 430.882) – Anmerkung: 13,6 % mehr als im Durchschnitt der Monate Januar-September 2020
Diesel = 1.682.947 (davon im September 2020 = 211.501) – Anmerkung: 13,1 % mehr als im Durchschnitt der Monate Januar-September 2020
Elektro = 12.484 (davon im September 2020 = 2.281) – Anmerkung: 64,4 % mehr als im Durchschnitt der Monate Januar-September 2020
Hybrid = 83.934 (davon im September 2020 = 13.198) – Anmerkung: 41,5 % mehr als im Durchschnitt der Monate Januar-September 2020
dar. Plug-In = 13.029 (davon im September 2020 = 2223) – Anmerkung: 53,6 % mehr als im Durchschnitt der Monate Januar-September 2020
Ach Kinder – die Welt ist halt viel zu komplex. Ich hab ein BEV. Mein Zweiter, selbstverständlich ein Verbrenner mit AHK, bleibt, wie seine Vorfahren gewartet, mindestens 20 Jahre in meinem Besitz, solange ich nicht im deutschen Gaudistraßenverkehr gewaltsam davon getrennt werde – kein Transport nach Afrika oder in den Osten, wo zu allererst Katalysator / Partikelfilter demontiert wird und mindesten 10 Jahre die Umwelt verpestet wird, dass es pfeift. PS: wir sind jetzt auch Verpackungsmüllweltmeister, Energiewende=Energiedesaster von Grund auf, unvermeidbare Coronainfektion von 70% der Bevölkerung mit gigantischen finanziellen Mitteln hinauszögern, … – weiter so, geben wir uns den Rest, damit man sich endlich den dummen Spruch „es geht uns doch gut in Deutschland“ nicht mehr anhören muss !