BMWs Brennstoffzellen-Vize Jürgen Guldner hat in einem Gespräch mit dem britischen Telegraph die Pläne bestätigt, dass bis Ende 2022 eine kleine Flotte von Wasserstoff-Brennstoffzellenautos auf Basis des X5 auf die Straße kommen soll. Die Brennstoffzellen-Technologie sei ein Baustein unter mehreren, „die uns helfen, alle unsere Autos in den nächsten zwei Jahrzehnten emissionsfrei zu machen“, sagte der Leiter Wasserstoff, Brennstoffzelltechnologie und –fahrzeugprojekte bei BMW.
Brennstoffzellen sollen das „Spektrum an Antrieben für die Zukunft erweitern“, betonte Guldner. BMW sehe die Technologie „nicht als Konkurrenz für das Batterie-Elektrofahrzeug, sondern als weiteres Angebot für unsere Kunden.“ Der Hersteller hat sich bereits 2015 mit Toyota zusammengetan, um die Brennstoffzellentechnologie zu entwickeln. Die Wasserstoffautos der ersten Generation umfassten eine kleine Flotte umgebauter 5er-GTs.
Momentan beginne BMW „bereits mit der Arbeit an der dritten Generation mit einer klaren Herausforderung, die Kosten so weit zu senken, dass wir in den Markt eintreten können“, so Guldner. BMW möchte Serienmodelle in größeren Stückzahlen erst dann anbieten, wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist. „Die Kunden entscheiden, was sie wollen“, sagt Guldner. „Die Nachfrage ist noch nicht da, aber sie entwickelt sich langsam.“
Brennstoffzellensysteme sind nach wie vor erheblich teurer als die Antriebe herkömmlicher Autos oder jene von Batterie-Elektroautos. Serienfahrzeuge, wie sie Toyota mit dem Mirai und Hyundai mit dem Nexo anbieten, kosten deshalb rund 70.000 Euro. Nach mehr als zwei Jahrzehnten ernsthafter Brennstoffzellenentwicklung in der gesamten Branche ist Guldner der Ansicht, dass nun langsam die Zeit gekommen ist ist, dass sich die Kosten annähern. Der Punkt, an dem die Kosten vergleichbar werden, könnte bei gut fünf Jahren liegen.
„2025 ist am frühesten“, sagte Guldner. „Wenn Sie sich die Pläne ansehen, die Japan, Korea und andere veröffentlicht haben, dann gehen alle von einem Zeitfenster zwischen 2025 und 2030 aus, an dem die Kosten mit konventioneller Technologie ausgeglichen sind.“
Einsparungen, welche die Kostenparität ermöglichen, ergeben sich unter anderem aus der Verringerung der Menge an Platin, die zur Herstellung von Hunderten kleiner Zellen verwendet wird, aus denen ein Brennstoffzellen-Stack besteht, wie die zentrale Antriebseinheit bezeichnet wird. „In der Vergangenheit wurde viel Arbeit geleistet, aber es gibt noch mehr zu tun, um die Anzahl der Zellen zu verringern, die für eine angemessene Leistungsaufnahme erforderlich sind“, sagt Guldner. Mit steigendem Absatz von Batterie-Elektrofahrzeugen rechnet Guldner auch mit sinkenden Kosten für andere grundlegende Bauteile wie Elektromotoren.
Auch X6 und X7 mit Brennstoffzelle möglich
Das i-Hydrogen Next Konzeptfahrzeug von BMW, das auf der Frankfurter Automobilausstellung IAA im vergangenen Jahr vorgestellt wurde, gebe einen guten Hinweis darauf, wie die X5 Wasserstoff-Flotte von 2022 aussehen wird. Die Autos sollen über einen am Heck montierten Elektromotor verfügen, der nur die Hinterräder antreibt und gleichzeitig als Generator dient, um beim Bremsen Energie zurückzugewinnen. Eine kleine Lithium-Ionen-Batterie, die ebenfalls hinten angebracht ist, dient als Energie-Puffer zwischen dem Motor und dem Brennstoffzellen-Stack, um die für die Beschleunigung erforderlichen Energiestöße zu erzeugen.
Der Brennstoffzellen-Stack und die Elektronik sind in der Fahrzeugfront untergebracht, wo sich bei herkömmlichen Fahrzeugen der Motor befindet. Es gibt zwei Wasserstoff-Tanks, einer längs unter der Fahrzeugmitte und der andere quer zum Fahrzeug unter dem Rücksitz. Die Tanks sind ein bewährter Industriestandard und bestehen aus Kohlenstofffasern mit einer Kunststoffauskleidung, in der etwa fünf bis sechs Kilogramm Wasserstoff mit einem Druck von 700 bar gespeichert sind.
Die aktuelle Palette an Prototypen schaffe mit einer Tankfüllung Reichweiten zwischen 400 und 480 Kilometer, aber mit der Weiterentwicklung seien laut Guldner mehr als 550 Kilometer. Die Technologie würde auch in die größeren SUV-Modelle von BMW X6 und den X7 passen, die dieselbe Architektur wie der X5 haben.
Quelle: The Telegraph — Fuel cell powertrains ‚could be as cheap as petrol in five years‘, says BMW’s hydrogen VP
„400 und 480 Kilometer“ sind also der Reichweitenvorteil im Vergleich zum BEV? Echt?
Warum fragt man BMWs Brennstoffzellen-Vize Jürgen Guldner nicht mal wo den der Wasserstoff her kommt?
Das Konzept mag in 10 oder 15 Jahren aufgehen, vielleicht kann man eines Tages Wasserstoff sogar Klimaneutral erzeugen, mag alles sein, aber HEUTE wird fossiler Brennstoff mit Strom, unter erheblichen Verlusten, zu Wasserstoff „umgebaut“ (um dann wieder in der Brennstoffzelle zu Strom umgewandelt)
Wir brauchen aber jetzt eine Lösung die funktioniert und die steht bei KIA, Hyundai, Tesla, uvam. bereits zur Verfügung!
Nachdem sie uns nicht mehr ihre hochgezüchteten Diesel für viel Geld verkaufen können, suchen sie verzweifelt nach einer sauberen High Tech Lösung für den PKW Antrieb. Es muss möglichst kompliziert und speziell sein, denn sonst ist der Ingenieurs Vorsprung vor der Konkurrenz hin. Wird nichts nützen, die Akku Weiterentwicklung ist in vollem Gange und wir werden in den nächsten Jahren erleben wie die Leistung stark nach oben und der Preis stark nach unten geht.
Elektro Motor kann jeder bauen und Akku kann BMW nicht bauen …
Ich würde den Herrn von BMW auch einmal empfehlen sich parallel die Weiterntwicklung von batterieelektrischen Fahrzeugen anzuschauen – Tesla hat die 500 km Marke bereits locker überschritten und mit dem Cybertruck und den neuen Modell X und S aus dem Jahr 2020 geht man Richtung 800-1000 km – wie weit muß ein Auto denn noch fahren?
Wir wollten der deutschen Autoindustrie mit unserem geleasten BMW I3 eine Chance geben und man hat uns versprochen zu jeder Zeit die 240!!! km zu den Schwieger Eltern fahren zu können – im Winter klappt das leider nicht – daher wird der BMW nach dem Leasing zurückgegeben und das Tesla Model Y ist bereits vorbestellt.
PS Ich habe meine BMW Aktien bereits verkauft – und Tesla gekauft
Wo von Träumt der Herr Guldner nachts.? Selbst wenn es irgendwann mal soweit ist das die Preise dem Verbrenner ähnlich sind , er spricht vom X5 aufwärts , wer ist denn bitte bereit das zwei bis dreifache an Unterhaltskosten gegenüber einem Verbrenner zu bezahlen.?
Da kann man sich nur schütteln .. wenn man die hier und in anderen Forenmeldungen bekannte gewordenen Äußerungen von J.G. zusammenkippt erkennt man folgende Komponenten
– die Kosten für die h2- Technik werden drastisch sinken (konkreten Anlass für diese Hoffnung gibt es nicht)
– E-Motoren werden billiger (kaum zu erwarten, denn seit langen Jahren ausentwickelt und ansonsten gilt das für BEV ebenfalls
– Reichweite .. (BEV erreichen das inzwischen locker)
– sinkende Kosten für c02-neutral erzeugten Wasserstoff (leider geht das nur über die Stromkosten und die würden dann für BEV ebenfalls sinken
– andere wie Koreaner und Japaner machen es auch (ja .. Staatskohle versenken können alle gut und Blödheid ist kein exclusiv europäisches oder amerikanisches Phänomen)
– von sinkenden Kosten für BEV ist nix zu lesen und zu erwarten (äh .. mal die aktuelle Preisentwicklung beobachtet??)
War da irgendwas, was für h2 oder gegen BEV spricht .. ?
Da hat man (ähnlich wie Nissan mit dem Leaf) mit dem i3 was Tolles gebaut .. und jetzt vergeigt man es
ein Armutszeugnis — immerhin ist die Forenblase sich bei BMW (und Daimler) einig während einige Foristen immer noch bei h2-Initiativen von Toyota und Koreanern vor Rührung zittern.
Gibt es den perfekten Antrieb oder das perfekte Auto?
Diese Frage wird vermutlich jeder verneinen und trotzdem wird immer wieder verglichen.
Es gibt nur die für den jeweiligen Einsatzbereich beste individuelle Lösung.
Wieso erfolgt die Betrachtungsweise nicht über das gesamte System?
Es wird immer wieder einseitig berichtet und gefördert. Die Zeche zahlt der Konsument.
Wir werden in 2 Jahren ein kleines Elektroauto fahren, das über die Photovoltaikanlage geladen wird. Dieses Auto steht in unserem Wohnprojekt weiteren Personen zur Verfügung somit hilft es weitere Autos zu ersetzen. Wer zusätzlich zum bestehen Auto ein Elektroauto kauft, hilft mit Sicherheit nicht der Umwelt sondern der Industrie. Nicht erwähnt aber natürlich wichtig, für mich darf das Autofahren nicht mehr als 40cent/km kosten. Ein Auto ist kein Statussymbol, kein Ego-Pusher sondern ist ein Transportmittel. Es wird in Deutschland wie eine Religion betrieben. Eigentlich mehr als eine Religion, denn die Kirche wird gerade abgeschafft.
Meine Kurzstrecken fahre ich alle mit dem S-Pedelec, bei schönem Wetter sind Kurzstrecken bis zu 50km = 1,5h und eine Akkufüllung!
Zum Glück sitzen bei BMW noch Leute mit Hirn. Wasserstoff ist der einzige wahre zukunfts treibstoff !!!
Der nette Herr braucht sehr bald einen neuen Job. BMW manovriert sich mehr und mehr ins Aus… Da hilft auch die aktuelle total irreführende Werbekampagne „11 elektrifizierten BMW Modelle“ nicht mehr weiter… Und noch etwas zum Thema; den Strom für meinen M3 mache ich auf dem Hausdach. Wo kommt der Wasserstof her ?
Die Models auf den Stockfotos mit den gekreuzten Fingern (auch im anderen Wasserstoffartikel) gefallen mir gut. Ein grosser Glaube ist manchmal wichtiger als Verstand.
Selbst wenn die Technik günstiger wird, bleibt weiterhin das Problem der H2 Kosten. Die Industrie wird sich um den wenigen grünen Wasserstoff reißen um nicht zuviel CO2-Strafe zahlen zu müssen. Eine gesetzliche Quote gibt es nich grünen H2 an der Tankstelle und wird in der Masse auch nicht möglich sein.
Weiters gibt es eben gravierende platzprobleme im PKW mit der ganzen Technik, was wiederum zu größeren Fahrzeugen führt.
Nischeprodukt wird es auf alle Fälle, riesige Absatzzahlen wird es aber nicht geben.
Eine vernünftige Entscheidung von BMW.
Alle Studien seit der Jahrhundertwende haben 2 entscheidende Gemeinsamkeiten:
1) wir könnten genug regenerative Energie erzeugen, diese ist aber zeitlich azyklisch zur Nutzungszeit und muss daher zwischengespeichert werden.. Da hilft H2
2) BEV rechnen sich nur bis zu einem bestimmten Punkt an Fahrzeuggrößse und Fahrleistung. Die Grenze verschiebt sich immer mal ein wenig, liegt aber im Grunde dort, wo heute die Teslamodelle und bestehende H2 Modelle wie Nexo und Mirai liegen.
Nicht ohne Grund waren die Modelle dieser Klasse der erste Masseneinstieg, so funktioniert Marktaktivierung.
Was hier vorallem fehlt ist was die Tankfüllung ! 1kg Wasserstoff kostet an der Tankstelle ca. 9,50 Euro und reicht für 100km ein E-Auto braucht für 100km ca. 15-17kwh was bei ca. 0,3 Euro was dann Euro 5,10 / 100km kommt. Und damit jetzt schon günstiger ist wie Wasserstoff-Auto. Und wenn wir schon jammern über das E-Tankstellen Netz hmm ich glaube über das Wasserstofftanknetz brauchen wir dazu nicht in Vergleich setzten Reichweite hin oder her da sieht es noch schlechter aus und das hier Unternhemen vorhaben tausende an tankstellen zu bauen habe ich nicht gehört dafür stehen immer tankstellen bei DM, Kaufland, Lidl, Aldi … .
Wie groß ist die Reichweite beim Wasserstoff Auto, wenn ich das über 14 Tage am Flughafen parke – wie hoch ist hier der Verlust im tank durch den Zerfall von Wasserstoff innerhalb von 2-3 Tagen?
Ein weiteres Problem beim Wassserstoff ist das es mit enormen Druck komprimiert werden muss um eine entsprechende Menge zu transportieren die aber Tankwagen nicht standhalten und dadurch eigentlich nur im flüssigem Zustand transportiert werden kann was wiederum die Haltbarkeit senkt. Die Herstellung benötigt aktuell ca. die 3-fache Menge an Strom hmmm was beim Verkaufspreis zeigt das die Großkonzerne den Strom deutlich günstiger bekommen wie „wir“ an der Tankstelle für e-Autos ansonsten müßte der Wasserstoffpreis 3x höher ausfallen aber es gibt ja Rabatt ab gewissen Mengen…
Die 3-fache Menge an Strom im Vergleich zur E-Auto Batterie herzustellen in einer für die Masse tauglichen Menge – ich würde sagen da träumt BMW den Traum das in jedem Garten ein Windrad steht das den überschüßigen Strom produziert der billig aufgekauft werden kann für die Wasserstoff Produktion, auch das stellt ein zusätzliches Problem dar. Hinzu kommt das die Lagerung von Wasserstoff mit einem hohen Zerfall hergeht. Wenn man jetzt noch weiß das hier die letzten 10 Jahre Auto Firmen wie Daimler, Hyndai, Toyota… usw. Milliarden investiert haben in Forschung und hier nicht weiter gekommen sind und man meist diese Autos nur geleast bekommt wirft sich mir zu großem Bedauern die Frage auf ist das überhaupt in 10-15 Jahren massentauglich ?
Ich persönlich denke NEIN denn es stangnieren die Stromtrassen und der Ausbau in regenerativen Energien… dazu steigt der Stromverbrauch zusätzlich aufgrund von „smarter Leben“ woher soll also dann die 3-fache Menge an Strom kommen um Wasserstoff „günstig“ herzustellen, denn welchen überschüßigen Strom haben wir, wenn unsere Politiker schon jetzt davon erzählen das wir Strom zum Teil einkaufen müßen in der Zukunft . Ich befürchte das hier wenn nicht DIE eine Entdeckung passiert – das nur etwas für LKWs bzw. Transport- und Bau-Sektor ist. Ich weiß nicht ob das BMW rettet oder eher zerstörrt. Warten wir ab was die Zukunft bringt – ich bin gespannt :)
Das sind die üblichen Nebelkerzen der OEMs (der Vergangenheit!).
Die Botschaft heißt: Fahrt Eure Verbrenner noch ein paar Jahre. Kauft keine BEVs – weil wir haben keine Wettbewerbsfähigkeit.
Und dann kommen unsere H2s. Teuer, geringe Reichweite, und keine Tankstellen.
Zitat: „BMW – Wer die Zukunft aktiv gestaltet, sichert sich den entscheidenden Wettbewerbsvorsprung.“
Besser kann man TESLA nicht beschreiben!
(Ich nehme an BMW arbeitet bereits an der Wasserstoff-Produktionsanlage für zu Hause – oder schreien sie dann wieder nach dem Staat?)
Wasserstoff ist die Zukunft! Die Ressourcen stehen fast unbegrenzt zur Verfügung, die Technologie, ihn klimaneutral zu erzeugen ebenfalls. Jetzt kommt das ABER! Zuallererst müßten Elektrolyseure von der EEG-Zulage befreit werden. Dies ist bisher, politisch/lobbymäßig, vorsätzlich nicht gewollt. Des weiteren ist Wasserstoff als Kraftstoff anzuerkennen und die Preisbindung zu lösen. Ich persönlich lasse mein bisheriges BMW-Leasing dieses Jahr auslaufen. Überbrücke mit Fahrzeuglangzeitmiete und freue mich auf den Mirai II. Das Interview mit dem BMWler ist wieder typisch…. Kosten, Kosten, Kosten und dann auch noch mit Fahrzeugen (X5, 6, 7) die niemand mehr braucht. In dem Interview kam nicht einmal ein Satz, der die Möglichkeiten beschreibt…. Ich bin dieses pomadige und bornierte Verhalten sowas von leid.