Nikola, welche erst vergangene Woche bekannt gegeben haben, dass deren Nikola Tre, der sowohl als Elektro- als auch Wasserstoff-Lkw auf die Straße kommt, in Ulm gefertigt wird, haben heute ihren elektrischen Pickup-Truck Nikola Badger mit einer geschätzten Reichweite von 965 Kilometer vorgestellt. Der fortschrittliche E-Pickup sei so konzipiert, dass er es mit jedem Elektro- oder Benzin-Pickup seiner Klasse aufnehmen und diesen übertreffen kann.

Der Badger ist so konstruiert, dass er ein Drehmoment von ~1.330 Nm., eine Spitzenleistung von 906 PS und eine Dauerleistung von 455 PS liefert. Der Badger wird in Zusammenarbeit mit einem anderen Automobilhersteller gefertigt. Von Werk aus sei der Nikola Badger mit einer 15-Kilowatt-Steckdose für Werkzeuge, Licht und Kompressoren ausgestattet, was genug Leistung ist, um eine Baustelle für etwa 12 Stunden ohne Generator zu unterstützen.

Mit dem elektrischen Pickup-Truck wird es möglich sein einen voll beladenen Anhänger und ein kombiniertes Fahrzeuggewicht von ~8.165 kg aus dem Stand heraus auf einer Steigung von 30 Prozent in Bewegung zu setzen. Trevor Milton, CEO der Nikola Corporation gibt zu verstehen: „Ich arbeite seit Jahren an diesem Pickup-Programm und glaube, dass der Markt jetzt für etwas bereit ist, das einen ganzen Arbeitstag bewältigen kann, ohne dass ihm die Energie ausgeht. Dieser Elektro-LKW kann ohne Leistungsverlust für die Arbeit, Wochenendausflüge, zum Abschleppen, für Geländefahrten oder zum Fahren auf der Skipiste eingesetzt werden. Kein anderer elektrischer Pickup kann bei diesen Temperaturen und Bedingungen arbeiten.“

Nikola setzt beim Badger sowohl auf eine vollelektrische Variante, als auch eine Brennstoffzellentechnologie-Variante (120 kW). Von 0 auf 100 km/h geht es für beide Modelle in gerade einmal 2,9 Sekunden. Was nicht ganz ersichtlich wird aus der Pressemitteilung des Unternehmens, aber möglich sein soll ist der Betrieb als Brennstoffzellen-/ Batterie-Fahrzeug oder als rein elektrisches E-Fahrzeug. Wahrscheinlich ist damit gemeint, dass der Nikola Badger auch ohne Zugang zu Wasserstoff für eine gewisse Strecke mit der Energie aus der verbauten Batterie (160 kWh) fahren kann.
„Der Nikola-Badger ist ein Wendepunkt. Das Modell wird dazu beitragen, die Kosten für die Brennstoffzellenkomponenten in unserem Sattelschlepper zu senken und gleichzeitig die Einführung der Wasserstofftankstelle zu beschleunigen. Wenn wir unseren Kunden die Möglichkeit geben, eine Brennstoffzellen- oder Batterie-Elektro-Version zu bestellen, werden wir sicherstellen, dass wir die Kosten für alle unsere Kunden senken können.“ – Mark Russell, Präsident der Nikola Corporation
Mit Abmessungen von 1.850 mm Höhe, einer Breite von 2.160 mm sowie einer Länge von 5.900 mm und 1.560 mm Ladeflächenbreite weiß der Pickup-Truck im Alltag durchaus aufzufallen. Im Inneren finden fünf Passagiere Platz. Geladen wird mit aktuellen Ladestandards; wobei diese bisher nicht näher ausgeführt wurden.



Quelle: Nikola Motors – Pressemitteilung vom 10. Februar 2020
Nicht schlecht Herr Specht! Aber nicht für deutsche Straßen……
Tolles Teil… Aber nichts über den Preis…. Würde meinen Ranger eintauschen…
Drei Fragen. Wann wird das Fahrzeug wirklich produziert? Wie wird der Preis sein? Welche Betriebskosten kommen monatlich dazu?
Eine Frage: Was soll der Unsinn?
Ich würde es nehmen kann Alltagsnutzen,
Hobby, und Spaß durchs Gelände sowie in Urlaub längere Reichweiten fahren. Hätte
mir des gleichen von einem Mercedes X Klasse Pickup gewünscht.
Also: Preis wäre wichtig, Ladedauer, tatsächliche Reichweite unter echten und nicht Laborbedingungen… Ansonsten: die Versprechungen klingen gut.
Man siehts schon jetzt. E-mobilität ist in Deutschland nicht willkommen. Da ist man selbstverliebt in die eigenen Stinker, die angeblich eh schon clean sein sollen. So gange E-Autos nicht mit ihrem WAHREN Wert verkauft werden und damit um einiges billiger als Verbrenner sein werden,
weil sie ja viel weniger aufwendig sind:
Kein Verbrennungsmotor, kein Getriebe, keine Abgasvorrichtungen usw. Also kein Grund, daß Verbrenner billiger als E-
Autos wären. Daß diese „Neuen“ auch Arbeitsplätze kosten könnten, weiß jeder,
der in d Druckindustrie, Bergbau gear-
beitet hat. Deshalb ist auch diese ge-
wisse Abneigung verständlich. VW kann man nur viel Glück wünschen mit der neuen Linie ID…zu so einem Preis!
Finanzierungsstragie für den BZ-LKW? Ob diese Rechnung aufgeht?
Ich fahr Land Rover Disco 3. Ein interessanter Beitrag. Der Badger wäre was für mich. Ich brauch ein Fahrzeug was 3,5 t ziehen kann.
Wahrscheinlich wieder nicht unter Hunderttausend Euro zu haben.
Endlich mal ein Fahrzeug mit dem Menschen auf dem Land was anfangen können. Für diejenigen aus den Städten gibs ja schon genügend hässliche Fortbewegungsmittel.
Auch wenn ich mich wiederholen sollte, aber ich finde diese Pressemitteilungen immer sehr interessant. Für den einen oder anderen kann dieses und jenes auch wirklich weiter bringen.
Jedoch, bisher gab es gerade mal zwei Firmen, die ohne Tamtam und ständige Presseauftritte, sowie Ankündigungen und Versprechungen, die E-Mobilität wirklich voran gebracht hat. Dies auch kontinuierlich weiter ausbaut. Immer den Blick nach vorn gerichtet hat. Der Eine pompös der andere klein aber immer weiter vergrößernd.
Einer aus Kalifornien, USA, der Andere aus Frankreich.
Der Entwurf geht in die richtige Richtung. Würde mir auch einen kaufen. Weiter so…..
Cooles Teil für alle die was für den rauen Einsatz auf der Baustelle oder im Wald brauchen. Sicher auch was für die Wohnmobil und Bootsfraktion.
Die Größe ist für den geneigten Interessenten auch durchaus ok.
Für den der mit dem Rad ins Büro fährt ist das natürlich nichts, aber der braucht eh kein Auto!
Erinnert mich stark an den Ford Raptor. 160kWh +H2 scheint ja sehr hoch gegriffen zu sein, wenn sie das aber wirklich schaffen, dann Hut ab.
Bleibt nur noch Marktstart und Preis offen, bei der H2/160kWh Kombi wird man sich aber über 100k befinden, selbst im Jahr 2025.