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Nissan Leaf Batteriewechsel für ~20.250 Euro. Alles andere als ein Schnäppchen!

Sebastian Henßler bySebastian Henßler
22. Oktober 2020
Lesedauer: 3 Minuten
Sebastian Henßler bySebastian Henßler
22. Oktober 2020
Lesedauer: 3 Minuten

© Abbildung(en): Joel_420 / Shutterstock.com

Home Elektroauto Hersteller

Nissan behält das Ladeverhalten der bisher über 400.000 verkauften Leafs im Auge. Die jüngsten Daten zur Lebensdauer der Nissan-Batterie deuten darauf hin, dass die Batterie selbst etwa zehn bis zwölf Jahre nach der Lebensdauer des Autos halten kann. Dies scheint jedoch nicht bei jedem Leaf der Fall zu sein.

Nissan berechnet 22.250 Euro für einen Akku-Wechsel

Ein langjähriger Nissan Leaf Besitzer und Elektroauto-Enthusiast aus Australien kann die Lebensdauer des Fahrzeugs, bei der Nissan von zehn Jahren aus geht, nicht bestätigen. Im Gegenteil. Phillip Carlson erwarb bereits die erste Generation des Leaf mit 24 kWh-Akku, für damals rund 32.500 Euro. Mittlerweile hat der Akku seine Leistungsfähigkeit eingebüßt und Carlson sollte um die 22.250 Euro für einen Austausch der Batterie bezahlen. Im Vergleich dazu kostet ein entsprechender Gebrauchtwagen gerade einmal 7.250 Euro.  Doch betrachten wir das Ganze ein wenig ausführlicher.

Carlson schien sich von Beginn an im Klaren darüber zu sein dass die angepriesenen Kilometerangaben nicht zu erreichen sind. Vor allem im Winter war es schwierig auch nur annährend an die angepriesenen 170 km Reichweite heranzukommen; 110 km waren eher an der Tagesordnung.  Bedingt hierdurch reichte er eine Reihe von Beschwerden über sein Fahrzeug bei seinem Händler während der Garantiezeit ein. Stets kam nur die Antwort, dass alles in Ordnung sei mit dem Fahrzeug. Das Reichweiten-Problem blieb allerdings bestehen.

2017, fünf Jahre nach dem Kauf des Leaf, kam dieser gerade einmal noch auf 60 km Reichweite. Die Batterie war rein theoretisch immer noch über die fünfjährige Garantie abgedeckt. Carlson bekam sogar Problem, wenn er nur von zu Hause zum Autohaus und zurück fahren musste, um einen entsprechenden Service/Wartung vorzunehmen.

Guter Kundenservice geht anders

Anfang 2019 betrachtete ein Nissan-Händler im Australian Capital Territory den Leaf genauer und unterbreitete ihm ein Angebot für umgerechnet 22.250 Euro. Allerdings nicht, um den Leaf in Zahlung zu nehmen, sondern für den Austausch/Wechsel der Batterie. Carlson weigerte sich bisher, die überteuerte Rechnung für den Austausch der Batterie zu bezahlen.

Derzeit seien Carlson und Nissan Australia auf der Suche nach einer Lösung für dieses Problem. Was Carlson betrifft, so sieht er sich nicht in Verantwortung. Der Elektroauto-Enthusiast argumentierte, dass viele der Batterieprobleme seines Fahrzeugs auf Nissans Design zurückzuführen seien, dem es an ausreichenden Kühlsystemen mangele.

Doch trotz seiner unangenehmen Erfahrungen mit dem Leaf erklärte er, dass er nicht die Absicht habe, ein nicht-elektrisches Fahrzeug zu kaufen. Der Ingenieur bemerkte, dass sein nächstes Auto definitiv vollelektrisch sein wird. Aber eben kein Nissan Leaf mehr. Stattdessen interessiere er sich für ein Model 3 von Tesla. Nissans Umgang mit dem Batterie-/ Reichweitenproblem sei ein Alptraum gewesen, aber letztendlich betrachtet Carlson den kleinen, bescheidenen Leaf immer noch als ein „fantastisches“ Auto.

Update – 18. Oktober 2019

Wie The Car Guy berichtet, hat es sich bei der ursprünglichen Rechnung offenbar um einen Fehler des Händlers gehandelt. Nissan Australia bietet einen Batteriewechsel bei der ersten Generation des Leaf für 9.900 Australische Dollar (rund 6.000 Euro) plus die Arbeitszeit (angeblich vier bis fünf Stunden) an.

Quelle: Teslarati – Nissan Leaf owner looks to buy Tesla Model 3 after battery invoice nightmare // The Car Guy – Nissan Leaf Battery Cost – The Truth, Not Fiction

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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39 Comments
Robert
Robert
6 Jahre zuvor

das ist eine Frechheit was sich Nissan hier erlaubt, wenn man jetzt bedenkt daß bei Renault eine 50Kw Batterie nur 8090 Euro kostet beim Kauf einer Zoe. Dachte immer der Kunde sie König aber offenbar ist er das nicht

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Julian
Julian
6 Jahre zuvor

Da lobe ich mir meinen Diesel. 6 Jahre und hunderttausend Kilometer runter und immer noch über 1000 Kilometer Reichweite. Und das Sommer wie Winter ;)

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Asusu
Asusu
6 Jahre zuvor

Bei der Energiemenge in deinem Tank, würde ich mir eher die Frage stellen „wie nur 1000 km“

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Varnskuehler
Varnskuehler
6 Jahre zuvor

Der Diesel mit moderner Abgasbehandlung ist für Langstreckenfahrer nicht wegzudenken. Diese ganze Hype um den ganzen Elektrodreck, achso Umweltfreundlich mit Strom vom Kohlekraftwerk, und verschifft aus Polen kann ich nicht mehr hören. Ausserdem der massive Arbeitsplatzverlust. Aber wir können ja die Druckmaschine der EZB anwerfen und zuhause bleiben. Macht endlich mal die Augen auf.

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Chris
Chris
6 Jahre zuvor

Wozu überhaupt noch etwas Tanken o. Laden? Wo bleibt die Technik der 21Jh.

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Chris-Patrick Runge
Chris-Patrick Runge
6 Jahre zuvor

Meiner Meinung nach ist das alles schöngerede
letzten Endes wird allein für die Produktion jedes PKWs egal ob Benzin/Diesel/Batterie CO2 in die Luft gehauen. Für mich als Diesel Fahrer gibt es bisher nichts besseres als den Diesel.Klar gibt es auch schon sparsame Benziner, ohne Frage aber das Fahrgefühl beim Diesel finde ich am besten. Und wenn man mal an das Laden des Elektroautos denkt dann schreckt es mich bisher einfach nur ab einen zu Kaufen mal ganz abgesehen vom Preis. Vielleicht sieht es in ein paar Jahren anders aus wenn auch die Leistung hinter diesen Autos stimmt. Abgeneigt wäre ich ja auch nicht aber da sollte noch einiges passieren in Sachen Reichweite, Batterie und Preis.
Bin mal gespannt wann unsere Herren und Damen aus dem Bundestag auf den 7er BMW mit einem V8 verzichten und sich nen kleinen Elektrowagen holen. Letztendlich geht es doch auch wieder nur um Geld.

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Oliver
Oliver
6 Jahre zuvor

Wieder typisches Halbwissen. Es gibt bei Nissan – wie übrigens bei Renault auch eine Gutschrift über den Großteil des Betrages wenn der alte/ leere/ getauschte Akku dort eingegangen ist.
Nennt sich Pfand und steht in den AGB’s.

Wäre schön wenn manche nicht nur Schlagzeilen fabrizieren würden statt Infos zu verbreiten die nicht stimmen. Lobbyarbeit ist halt die beste Werbung…..

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Rolf
Rolf
6 Jahre zuvor

Schade das die Diskussion immer unter dem Aspekt: entweder Diesel oder Elektro geführt wird. Es gibt doch auch ein „sowohl als auch“; ein Elektro-Diesel und ein „weder-noch“, z. B. Wasserstoffantrieb. Und dann könnte man auf das alles verzichten und z. B. Geschäftsreisen nur dann machen, wenn es unvermeidlich ist. Mit Videokonferenzen lässt sich vieles erledigen.

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jomei
jomei
6 Jahre zuvor

Hallo Dieselenthusiasten! Seid ihr auf dieser Seite nicht alle im falschen Film? Warum sucht ihr ausgerechnet hier eure Selbstbesätigung? Alttechnologie-Zombies und Innovationen sind zwei Welten auf Crashkurs. Können nur Selbstdiskussionen, die sich im Kreise drehen. Vergesst es.

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jomei
jomei
6 Jahre zuvor

Ach ja, noch ein Nachschlag für unsere Dieselenthusiasten: Benelux und Skandiavien rüsten Tankstellen in Ladestationen um, lassen in gut 10 Jahren keine Verbrenner mehr zu. Fahrt bloß nicht dahin, sonst steht ihr unverbesserlichen dummdödeldoofdeutschen Besserwisser mit euren Dummdödeldoofdieseln da wie begossene Pudel.

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Sturm,Franz
Sturm,Franz
6 Jahre zuvor

In der ganzen Diskussion um das E-Auto wird neben der Reichweite des Fahrzeugs nach einer Volladung die Lebensdauer eines Batteriesatzes, die Auswechslung des defekten Batteriesatzes u. die damit verbundenen Kosten u.wieviele Male dieses Zenario sich evtl. in der Laufzeit eines E-Auto wiederholt, ausgeblendet.Bei den zu erwartenden Antworten stellt sich die Frage nicht wer sich mit einen durchschnittlichen Einkommen ein E-Auto leisten kann.

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Rosbroj Oliver
Rosbroj Oliver
6 Jahre zuvor

Ich finde die Politiker verstehen den Sinn des Ganzen nicht.
Da wird über E-Autos und Öko diskutiert und unter dem Strich kommt wie immer nur Müll heraus.
Die sollten mal an unsere Kinder denken.
Was die Zukunft betrifft.
Dieses ganze Gerede über Umwelt ist nur Vertuschen
was uns vorenthalten wird.
Da bekommt ein Konzern welcher Plastikfolie herstellt Millionen zugesteckt.
Wir versinken jetzt schon im Plastikmüll!!!
Mit den E-Autos ist es nicht Anders.
Alles nicht mit der Umwelt zu vertreten.
Ich finde das hier nur Panik gemacht wird für nix.
Ich bleibe bei meinem Benzin – Auto mit dem ich keine Probleme hatte.
Jeder sollte selbst entscheiden was er will und nicht das die Politik die kleinen Leute ausnimmt wie eine Weihnachtsgans.
Die fahren als Dienstwagen auch Diesel.
Weil ein anderes Fahrzeug das nicht schafft mit der Panzerung der Fahrzeuge.
Auch sollten Sie mal überlegen was Sie für die Umwelt tun können wenn Sie nicht immer mit der Flugbereitschaft oder mit dem Regierungsflieger Allein fliegen. Nur weil Sie sich untereinander nicht Reichen können.
Da sollte man sich Gedanken darüber machen.
Mit freundlichen Grüßen!!!

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Strauss
Strauss
6 Jahre zuvor

Lasst euch doch nicht ins Boxhorn jagen mit diesem offenbar doch sehr ungewöhnlichen Batterieschaden des Nissan Leaf! Diese und andere von Tesla und General Motors waren halt die ersten und sind in der Lernphase den Neulingen um 10 Jahre voraus. Auch BMW hatte mit den ersten Turbos schon Anfang 70er Jahre viel Lehrgeld zu zahlen bis man soweit war mit den Kenntnissen die heute beim Diesel stand der Technik sind. Clevere haben 2011 den Akku beim Zoe gemietet und weg ist das Risiko. Ich habe mich damals für einen Hybrid Range extender entschieden aus Zweifel, dass der Akku früh verschleissen würde. Da man ja auch mit 50% Akkuleistung noch rekuperieren könnte. Offenbar habe ich Glück gehabt. Heute nach 8 Jahren und 100 000 Km sind noch 100% Akkuleistung vorhanden. Auch TESLA meldet, dass viele ihrer Autos vom Model S über eine MIO KM drauf haben und die Batterien in der Regel länger als 10 Jahre halten.Schadhafte Batterien gibt es bestimmt immer , aber man kann sie wieder Aufrüsten oder tauschen oder als Festspeicher verwenden. Ganz sicher nicht entsorgen. Zu Preisen die künftig noch unter den vom Zoe genannten Tarif liegen.

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jomei
jomei
6 Jahre zuvor

Und jetzt alle mal den Überdruck aus dem Dampfkessel lassen:

Update 15.10.: Bei der Rechnung handelte es sich um einen Fehler. Nissan Australia bietet den Batteriewechsel der ersten Leaf-Generation für 9900 AUS-$ (ca. 6600 €) plus Arbeitskosten an.
Gelesen auf electrive.net

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blue shadow
blue shadow
6 Jahre zuvor

Was Nissan da macht ist absolut nicht Nachhaltig.
100.000 alte Leafs könnten mit Upgrades wieder auf den aktuellen Stand gebracht werden. Nissan war ja mal Hersteller der Akkus und bleibt bis heute unwillig. Die Behauptung, daß dies technisch nicht möglich ist, hat gerade ein Tüftler in delft bewiesen. Japanleaf mit 60 kWh ohne Rapidgate.

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