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Was kommt nach dem E-Auto? Der Verbrenner!?

Sebastian Henßler bySebastian Henßler
12. Januar 2020
Lesedauer: 4 Minuten
Sebastian Henßler bySebastian Henßler
12. Januar 2020
Lesedauer: 4 Minuten

© Abbildung(en): valentinphotography / Shutterstock.com

Home Elektroauto News 2020

Die Frage: „Was kommt nach dem Elektroauto?“ ist bewusst ein wenig fordernd und überspitzt gestellt. Mag daran liegen, dass uns diese Woche ein Elektroauto-Umbau begegnet ist, welchen man so eigentlich nicht für möglich hält. Aus einem Tesla Model 3 wurde ein Hybrid. Was danach kommen dürfte ist klar, ein Verbrenner. Zumindest, wenn man den Weg vom Verbrenner über Hybrid und PHEV hin zum E-Auto zurück einschlägt. Aber das sollte nicht das Ziel sein. Daher nehme ich in dieser Folge des Elektroauto-News.net Podcast das umgebaute Tesla Model 3 als HyperHybrid-Auto genauer unter die Lupe.

Obrist Mark II – Das verbirgt sich hinter dem Model 3-Umbau

Hinter dem Umbau des Tesla Model 3 steht die Firma Obrist Powertrain, welche diesen zu einem E-Verbrenner umgebaut haben – zum „Obrist Mark II“. Im vorderen Kofferraum – dem sogenannten Frunk – hat das Unternehmen einen kompakten, effizienten Benziner untergebracht. Rein elektrisch geht es dadurch fortan nur noch 96 statt 400 Kilometer weit. Dank dem Verbrenner-Motor wäre es allerdings möglich, dass man bis zu 1.000 Kilometer am Stück zurücklegen könne. Aber eben nicht lokal emissionsfrei. Gehen wir ein wenig ins Detail.

Erreichen will man das Reichweitenplus indem man den 50 kWh Akku des Tesla Model 3, der auf den neuesten 2170 Zellen basiert, durch einen kleineren 17,3 kWh Akkupack mit älteren 18650 Zellen ersetzt, was zu einer erheblichen Gewichtseinsparung gegenüber der ab Werk-Konfiguration führt. Des Weiteren wird ein Zweizylinder-Benzinmotor im vorderen Kofferraum des Fahrzeugs eingebaut und zusammen mit dem Ersatz-Lithium-Ionen-Akku bietet Obrist maximale Energieeffizienz und eine unübertroffene Kompaktheit und Preisgestaltung. Bei einem Preis von 2.231,90 US-Dollar für das 17,3 kWh-System und 1.339,14 US-Dollar für den Motor beträgt der Gesamtpreis des Systems 3.571,04 US-Dollar, was etwa 55% günstiger ist als die Kosten für ein 50 kWh-Batteriemodul.

Der kleine Zweizylinder-Benziner, welcher bei Bedarf als Generator für die Batterie zum Einsatz kommt, arbeite stets im optimalen Drehzahlbereich und „mit einem perfekten Kraftstoff-Luftverhältnis“. Beim Wirkungsgrad kommt der Verbrenner-Motor auf 40 Prozent, eine Abgasnachbehandlung sei daher nicht nötig. Des Weiteren begnüge er sich zudem mit durchschnittlich etwa zwei Liter Benzin auf 100 Kilometer. Beim CO2-Ausstoß kommt der Obrist Mark II rechnerisch nur noch auf 23 Gramm pro Kilometer.

Zu bedenken gilt zudem, dass der 40 kW (54 PS) starke Verbrenner nicht erst einspringt, wenn die Batterie leer ist. Er lädt sie auch schonend nach, wenn über 65 km/h schnell gefahren wird. Ein Vorteil, wie Obrist gegenüber edison zu verstehen gibt: „Was all die heutigen Akkus am allerwenigsten können, ist vollladen und komplett entladen. Nach vielleicht 500 Ladezyklen hat die Batterie deshalb nur noch eine Kapazität von 80 Prozent.“ Bei seiner Erfindung werde zwischendurch immer ein wenig nachgeladen – „da kann die Chemie zehn mal mehr Energie umsetzen.“

Das Unternehmen mit Sitz am Bodensee in Österreich plant, sein erstes HyperHybrid-Auto im Jahr 2023 der Öffentlichkeit zum Kauf anzubieten. Es gebe bereits einen ersten Lizenzvertrag mit einem global agierenden Automobilhersteller. Genaueres weiß man allerdings nicht.

Reaktionen auf Elektroauto-News.net

Das ein solcher Umbau zu polarisieren weiß, dass sollte klar sein. Den Umbau vom Verbrenner zum E-Auto mag man bei uns auf dem Portal noch positiv aufschnappen. In die andere Richtung zeigt man sich davon allerdings nicht ganz so begeistert. Was nicht nur daran liegt, dass es sich um ein Model 3 handelt, welches umgebaut wurde. Auch wird die Tatsache bemängelt, dass kein Mensch am Stück 1.000 km fährt. Geschweige dies denn tun sollte. Stichwort Konzentration.

Entsprechende Pausen seien daher auch bei längeren Reisen anzuraten. Diese in Verbindung mit einem Stopp am Supercharger gewährleistet bereits nach 15 bis 20 Minuten Leistung für die nächsten Kilometer Strecke. Auch vergisst man, dass reine E-Autos nicht nur lokal emissionsfrei sind, sondern vor allem in der Stadt auch in puncto Lärm-Emission besser abschneiden als die Verbrenner-Alternative.

Am besten hat uns dieser Vorschlag eines Lesers gefallen:

„Als Upgrade biete ich ein Downgrade auf “Hamster-Range-Extender” an. Im Frunk finden etliche nachtaktive Kampfhamster ihr Zuhause. Die können nachts in ihren Hamsterrädern rennen und über einen Treibriemen-Generator die Akkus wieder aufladen.“

Oder dieser Vorschlag ließ auch viel Gegenliebe aufkommen: „Ich baue den Obrist gerne um auf Elektro. Man nehme den Frank (!) raus und baue einen neuen Akku der Generation 2022 ein und schon fährt man 650 km rein elektrisch. Man kann den Zusatz-Akku auch nehmen um einen zusätzlichen Holzvergaser anzutreiben.“  Natürlich auch nicht die Lösung, aber wir halten es da wie Galli. Der hat erkannt: „Das Problem hier ist nicht das Hybrid Konzept wie viele Kommentare rumschreien. Aber wenn ich einen Hybrid will kaufe ich keinen Tesla und lasse ihn teuer und halbgar umbauen, sondern kaufe mir z.B. einen BMW 330e.“

Festhalten lässt sich, dass es zwar ein interessanter Ansatz ist ein Tesla Model 3 zu modifizieren, in dem man auf leichtere, kleinere Akkumodule setzt und einen Motor im Frunk einbaut – den Sinn eines E-Autos führt man damit allerdings ad absurdum in Zeiten der Klimakrise. Oder was meinst du?

Gerne kannst du mir auch Fragen zur E-Mobilität per Mail zukommen lassen, welche dich im Alltag beschäftigen. Die Antwort darauf könnte auch für andere Hörer des Podcasts von Interesse sein.

Wie immer gilt: Über Kritik, Kommentare und Co. freue ich mich natürlich. Also gerne melden, auch für die bereits erwähnten Themenvorschläge. Und über eine positive Bewertung, beim Podcast-Anbieter deiner Wahl, freue ich mich natürlich auch sehr! Danke.

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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85 Comments
Ralf Best
Ralf Best
6 Jahre zuvor

Freut mich, dass mein Modell, der Hamsterrad Umbau solch einen Zuspruch findet. Natürlich ist dieser Einsatz technisch recht anspruchsvoll um das batterieschonende permanente Nachladen zu gewährleisten.

Die komplette Entwicklergeneration der Technologieführer im Elektronikbereich setzt auf Akkus bei der Digitalisierung im Alltag.
Ich bin in einem Unternehmen tätig das seine Hochleistungswerkzeuge in zunehmendem Maße mit Akkus betreibt, weil es am effizientesten für den Anwender ist.
Diese Technologie ist inzwischen sehr weit entwickelt und wird in zunehmendem Maße auch bei Großwerkzeugen wie Fortbewegungsmitteln eingesetzt.
Gerne verbreiten Lobbyisten der Verbrennerindustrie Märchen über Akkus in dem sie Problemstellungen erfinden die im Alltag die Ausnahme sind.
Auch die Evolution der Zellen, die permanent leistungsfähiger und haltbarer werden, wird gerne ignoriert.
Die Pkw Nutzung von Akkus steht am Anfang, in wenigen Jahren werden wir über die Pseudoprobleme von heute kein Wort mehr verlieren.

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Alexander Droste
Alexander Droste
6 Jahre zuvor

Ist der Verbrenner ein Zweizylinder, dann wäre er als Zweitakter der Renner. Ein Trabbi im Teslalook.
Im Prinzip finde ich Hybridfahrzeuge interessant und auch sinnvoll, bis die Batterietechnologie von heute durch eine Bessere abgelöst wird. Entweder Brennstoffzelle oder Graphen oder noch besser beides. Den Verbrenner kann man derweil mit Synthesekraftstoff betreiben. Der wird idealer Weise mit Luftkohlenstoff hergestellt. Ein geschlossener Kreislauf.

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Starkstrompilot
Starkstrompilot
6 Jahre zuvor

Wenn ich das richtig verstehe, arbeitet der Verbrenner rein im Generatorbetrieb. Der beste Platz für einen Stinker.
Viel interessanter wäre es somit, diesen Antrieb in andere Verbrenner einzubauen und ihnen diese Spitzenverbrauchswerte zu bescheren.

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Wolfgang Rauh
Wolfgang Rauh
6 Jahre zuvor

Der serielle Hybrid wäre für mich das ideale E-auto. Den REX mit Verbrennungsmotor betrachte ich als Übergangslösung, bis die Brennstoffzellen kostengünstig eingesetzt werden kann. So könnte ich im Alltag (max.60 km) alle Vorteile eines E-Autos nutzen, aber auch gelegentlich mit meinem Wohnwagen verreisen. Allerdings müssen die Größe der Batterie und des REX richtig dimensioniert sein.
Weitere Anmerkung: bei den heute angebotenen E-Autos werden bei weitem nicht alle Möglichkeiten genutzt, die diese Technik bieten würde.

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Frank mayer
Frank mayer
6 Jahre zuvor

So ein Quatsch, eben bei hohem Wirkungsgrad entstehen oft Stickoxide aufgrund der hohen Temperaturen und trägen Realtionskinetik. Sowohl bei Diesel (Ruß NOx Schere, NOx durch vorgemischte Verbrennung) als auch bei modernen Benzinern. Dass der 2zyl auf 40% gesamtwirkungsgrad kommt halte ich auch für sehr sportlich. Ich denke die Energieeffizienz liegt unter der versprochenen und/oder die Vorgaben ans Abgas werden nicht zukunftssicher eingehalten. Ansonsten ein tolles Konzept. Sollten die Kosten in dieser Region liegen können parallelhybride von der Komplexität und den Kosten her einpacken.

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Jennss
Jennss
6 Jahre zuvor

Im Prinzip ist ein Hybrid als Range Extender mit ca. 100 km elektrischer Reichweite nicht so uninteressant, aber an die 2 l./100 km Verbrauch glaube ich nie, eher 7 l., siehe BMW i3 Rex.
Dadurch, dass der Akku viel kleiner wurde, wird die Lebensdauer auch geringer. Die Elektronik verhindert beim E-Auto sowieso ein komplettes Entladen. Dafür gibt es Brutto- und Nettokapazitäten. Ich denke, in der Realität werden sich die genannten Vorteile in Luft auflösen. Der Preis könnte das Model 3 mit Rex aber vielleicht interessant machen.

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ubalze
ubalze
6 Jahre zuvor

Ich hatte ja auch schon im ersten Beitrag meinen Senf zu diesem Projekt abgegeben, nach längerem Nachdenken möchte ich noch etwas ergänzen.
Die Firma Obrist hat viel Veld und Lebenszeit investiert einen wirklich effizienten Wagen in einen Verbrenner umzurüsten.
Hätten sie die gleiche Kraft aufgewendet einen semiaktuellen VW Passat Kombi oder Ausi A4 im Topzustand aus der Schummeldieselära vom Schrottplatz zu retten, um diesen wirklich für diesen guten Preis zu einem Hybiden zu machen……das hätte ich verstanden, da wäre ich sogar angenehm überrascht. So aber……kann ich nur mit dem Kopf schütteln bei dieser Recourcenverschwendung!
Was sagt eigentlich Tesla zu dieser Vergewaltigung?

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Berufspendler
Berufspendler
6 Jahre zuvor

Was soll Realtionskinetik sein?
Damit dem NOx stimmt so nicht, wenn wie angegeben im optimalen Gemischbereich betrieben, entsteht auch keine extrem hohe Temperatur und praktisch kein NOx. Normale Verbrenner arbeiten quasi nie im optimalen Fenster und müssen zur Optimierung der Effizienz mit Luftübersättigung verbrennen, was zu erhöhtem Ausstoß von NOx führt, wenn keine Abgasnachbehandlung stattfindet.

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Berufspendler
Berufspendler
6 Jahre zuvor

So lange die Ladeinfrastruktur nicht deutlich besser wird und nur etwas mehr als ein Drittel des Stroms regenerativ erzeugt werden, machen solche Konzepte schon Sinn, wenn ich im Gegenzug nicht ständig tote Masse unnötig durch die Gegend fahren muss und das Laden selbst, die Suche nach einer funktionierenden Säule und evtl noch das Warten, bis sie frei ist, genauso lange dauern wie die Nettofahrtzeit.

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Mar Cos
Mar Cos
6 Jahre zuvor

Ich muss mal nachfragen. Zählt Feinstaub nicht zu den Emissionen eines Fahrzeugs? Oder warum sonst wird ständig behauptet, ein E-Auto sei lokal emissionsfrei?

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Jörg Peter Rabe
Jörg Peter Rabe
6 Jahre zuvor

Wenn man mal an Märkte mit kalten Wintern und weiten Strecken denkt ( z. B. Russland) oder an die vielen Laternenparker, dann macht ein Elektroauto absolut keinen Sinn. Aber der Obrist wäre einfach perfekt. Ich würde ihn für 25.000 Euro s o f o r t kaufen.

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Marc Gutt
Marc Gutt
6 Jahre zuvor

@Berufspendler
„So lange“… Ja, Gegenwart. Wir sprechen aber über den Antrieb der Zukunft. In 10 Jahren werden wir zB viel mehr Ladestationen haben. Auch der Anteil der EE wird weiter gestiegen sein. Wann genau ist die Grenze erreicht, damit dein Argument hinfällig wird. Braucht man 100% EE oder wie? Und ich weiß auch nicht was der Quatsch mit den Ladestationen soll. Ist man nicht gerade Vertreter, dann lädt man in zu Hause und auf der Arbeit. Und wen das heute noch nicht geht, dann sicher in der Zukunft. Gruß an die Ewig-Gestrigen.

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Yeboles Juan
Yeboles Juan
6 Jahre zuvor

Hallo Gemeinde
Ich frage mich, warum wird der Akku nicht über einen Dynamo aufgeladen? So wurde doch Strom produziert für die Fahrrad-Lampen. Bei sich drehenden Rädern müsste das doch möglich sein.

Grüsse

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Harry D
Harry D
6 Jahre zuvor

Sprit lässt sich schnell und einfach tanken. Akkus muss man lang laden.

Klar, Super Charger gibt’s auch.
Trotzdem dauert es noch zu lange. Wären heute alle auf E-Auto hätte man nur noch Stau auf den Tankstellen. Auch blöd.

Was ich mir wünschen würde ist sowas wie ein Benzinkanister, den man im Kofferraum hat. Austauschbare Akkupacks, die man zusätzlich zum Fest verbauten anschließen kann. Tragbar und überall kaufbar. Von mir aus mit Pfand.

Die Dinger dürfen dann auch ruhig 48 Stunden an der Haussteckdose laden. 3 bis 5 zu Hause und man hat werktags auf jeden Fall genug Energie um tauschen zu können.

Auf lange Strecke nimmt man eben 2 davon mit. Unterwegs an der Tanke tauscht man nach Bedarf gegen volle aus.
Da dürfen die Packs dann wieder gefüllt werden für den nächsten Kunden.

Wie beim Glasflaschenpfand. Einfach dort abgeben. Recycling inklusive.

Am besten in verschiedenen Größen und mit Griff und Rollen. Man will sich ja keinen Bruch heben. Vielleicht werden die Dinger auch leichter.

Ich bin ja nur Laie, daher verzeihts mir, wenn meine Idee bissle arg simpel ist.

Ich hätte halt gern eine einfache Möglichkeit selbst meine Reichweite zu bestimmen.

Verbrennermotoren helfen mir da nicht weiter. Und wie gesagt, mir dauert das Laden zu lange an der Tanke. Und daheim erst recht.

Ich würde auch vielleicht statt Hamster mal die Muckibuden anzapfen. Da könnte man eine Menge Akkus laden.

Spülkästen und Wasserzulauf können in Summe auch beitragen (beim Abwasser würde ich das eher vermeiden wollen). Dreht sich halt ein kleiner Generator mit. Auch nett. Muss ja nicht immer gleich ein Staudamm sein.

Man kann mit diesen Akku Dingern auch mal die überschüssige Energie von Windrädern sinnvoll speichern.

Ich seh schon die Landwirte, die zu Energiewirten werden und ihre Ware zur Tanke fahren ;)

Und zu Hause aufm Dach den Solarwirt, der auf dem Speicher die Schrägen für Akkus nutzt. :D

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Markus Doessegger
Markus Doessegger
6 Jahre zuvor

Faszinierend wie sich immer mehr Verbrenner und Plug-In Hybrid Fanatiker hier versuchen in einem gegen 0 strebenden Reichweiten Fetischissmus zu unterbieten. Man stranguliert sich regelrecht selbst. Ich wäre fast soweit dem Blig Betreiber ein separates Untermenü einzurichten, wo ein Wettbewerb ausgeschrieben wird, „Wer schaft es zuerst bis Ende 2020 einen Plug-In zu entwerfen, der nur 10 km rein Elektrisch fährt“. Eine 2kWh Batterie würde dann sicherlich schon genügen, Judihui. Sorry aber das macht mich einfach nur sprachlos.

So ganz notorisch immer wieder dieselben Frasen wie, „… geht nicht, kann nicht, will nicht, …“ usw. usf. Ich vermute, diese Leute gehen morgen als Erstes zu ihrem Autohändler und fragen, ob sie ihren 50 Liter Benzin/Diesel Tank durch einen 2 Liter Tank ersetzen dürfen. Und danach melden sie ihrem Internetprovider, dass sie Ihre Internet Leitung um 3 Stufen downgraden wollen, da ihr YouTube viel zu schnell ist. Ach ja die Handybatterie soll auch nur noch 1h pro Tag halten. Und all das wirklich nur um stur im 20. Jahrhundert zu verharren, ohne Verbrennungsmotor im Auto kann ich nicht leben, MUSS einfach sein.

Boys and Girls, das 21. Jahrhundert ist angebrochen und die Industrie, die sich rund um die Elektromobilität aufbaut wird auch der Technologietreiber sein in den kommenden Jahrzehnten, ob ihr das wollt oder nicht. Sämtliche Aspekte unseres Lebens werden davon tangiert werden. Ein Technologieschub in der Schifffahrts- und Flugzeugindustrie mit Wasserstoffantrieben, einem viel weiter ausgebauten öffentlichen Verkehr, Städte, die weitgehend autofrei sein werden ( Fussgänger, moderne Fahrräder, Trams, Subways etc. ) uvm. Tesla, VW und viele andere Firmen aus China, Indien gehen in Richtung Zukunft, BMW, Mercedes und Co verharren in ihrem kleinen Gallischen Dorf und igeln sich ein. Ich kann nur immer wiederholen „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“ (Mikhail Gorbatschev)

Leute, 90% der Leute, die jetzt noch Verbrenner fahren, werden auf keinen Fall auf ein BEV umsteigen, wenn die Reichweite nicht min. 600-800km ist. Wenn ich mit Verbrennerfahrern diskutiere, ist das 1. Argument Reichweite viel zu klein. Leute, das ist sicher ganz entscheidend!!!
Eine Batterie, die nur 30-50 Ladezyklen pro Jahr hat lebt ganz einfach länger.

Eine Batterie sollte immer im Bereich 15%-80% Energieinhalt betrieben werden. Das verlängert ebenfalls die Lebensdauer ganz erheblich. Was wie alle ja täglich mit dem Handy praktizieren.

Und eine Batterie hält auch wesentlich länger, wenn sie mit einer Ladeleistung von 3.5kW – 22kW AC geladen wird, also zu Hause, im Office, im Hotel, beim Restaurant, bei Aldi und Lidl, usw.

Es geht in der Zukunft darum die Massnahmen zu treffen, damit auch diese 90% ohne Probleme bereit sein werden Elektromobilität zu leben und endlich das Ewig-Gestrige abzuschütteln.

Selbstverständlich darf jeder der sich selbst strangulieren möchte, das auch tun. Aber bitte so, dass sie sich einen BEV kaufen, der eben nur diese Reichweite hat.

Was ich allenfalls zulassen würde ist eine Plug-In Hybrid mit einer rein elektrischen Reichweite von 500km und einem plombierten Zusatztank von 2 Liter Benzin/Diesel, der in einem Notfall dazu benützt werden kann, um nach Hause zu kommen oder zur nächstgelegenen Ladestation. Man führt dann halt zu 99.99% einen Verbrenner mit, aber wenn man halt wirklich die Finger nicht von einem Plug-In lassen kann, dann sollte man halt diesen Mehrpreis bezahlen müssen.

In diesem Sinne an Alle nicht BEV’s, „Welcome to the future“

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