Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) fordert die Abschaffung falscher Anreize bei E-Autos, wie Welt.de berichtet. Hierzu zählt der Mitgliederverband die Treibhausminderungsquote (THG-Prämie) für Elektroautos. Sowie die Bereitstellung kostenloser Parkplätze für E-Autos. Beides sei schädlich für die Mobilitätswende.
Kurz zur Erläuterung: Im Rahmen des Förderinstruments Treibhausgasminderungsquote (kurz THG Quote), können deine CO₂-Einsparungen zertifiziert und an quotenpflichtige Unternehmen verkauft werden. Sprich, seit 2022 kannst du jährlich Geld für dein Elektroauto erhalten, wenn du deine THG Quote verkaufst. Dies sieht der BUND als kritisch an
„Der Grundgedanke dabei ist, dass die Emissionsrechte für das durch E-Autos eingesparte CO₂ verkauft werden können“, diese Rechte werden vor allem an die Mineralölwirtschaft verkauft, wodurch diese „ihr Geschäft mit den fossilen Energien noch lange weiterbetreiben“ können, so Lucas Schäfer, Landesgeschäftsführer des BUND Hamburg.
In der Politik ist man anderer Meinung. Langfristig verspricht man sich durch die THG-Prämie positive Effekte, da die Mineralölindustrie sich verpflichtet hat, einen zunehmend größer werdenden Beitrag zum Umweltschutz zu tragen, da die Beimischung von Biokraftstoffen zu Diesel und Benzin nicht ausreicht, um die Vorgaben zu erreichen. Da die verfügbaren Fördertöpfe von der internationalen Petrochemie gefüllt werden, ist davon auszugehen, dass der THG-Quotenhandel noch einige Jahre andauern wird. In Österreich hat man ein ähnliches Konzept verfolgt.
Wie der BUND darüber hinaus ausführt, sei eine weitere Bremse für die Mobilitätswende kostenfreie Parkplätze für E-Autos. Man sehe zwar die Zukunft im Elektroauto, vor allem aber in einem wachsenden Anteil des öffentlichen Nahverkehrs. Kostenfreie Parkplätze schafften nur weitere Anreize, um am Hauptverkehrsmittel Auto festzuhalten.
Quelle: Welt.de – BUND fordert Abschaffung von THG-Prämie
BUND:Bitte nicht ideologisch: So wenig Autos wie möglich und auf Dauer nur noch BEV – so einfach ist das.
Ich find die thg quote und kostenlose parkplätze für eautos gut und bin selbst Nutznießer davon.
Das meine CO2 Einsparungen dadurch aber von anderen verfeuert wird finde ich nicht gut. Und mir wäre lieber der quote an Einrichtungen zu verkaufen die dadurch kein CO2 erzeugen.
Verzichten möchte ich auf die ca. 300€/Jahr/Auto aber nicht.
Marc: Abschaffung von BUND gefordert
Dieselfahrer bekommen in DE 8Mrd. im Jahr geschenkt und bei 300€ für paar BEV wird rumgeheuelt, holy moly.
Haben schon umgestellt auf BEV.
Frage an den BUND:
Wenn das BEV auch noch weg soll, kommt dann jetzt der Linienbus vom BUND zu uns ins Dorf in Nordbayern?
Denn ausser dem Schubus und dem nicht kurzfristig zu bestellenden Rufbus gibt bei uns nichts!
Und den Strom von unserer PV verschenke ich dann lieber ans E Werk anstatt ihn in unser BEV zu laden??
Verkehrte Welt!?!?
Na dann direkt die BUND Mitgliedschaft kündigen…
In Zeiten wo Umweltverschmutzer sich mit Umweltzertifikaten Green Washen hat das einen Faden Beigeschmack.Was die so alles fordern.
Richtig – THG sollte abgeschafft werden, denn es ist ein „Judaslohn“ für Verräter am Umweltschutz.
Kostenlose Parkplätze für eAutos sind nun wirklich Quatsch – zumindest in Innenstädten wo immer mehr Menschen das Auto wo möglich durch platzsparende und nachhaltigen (Individual-) Verkehr ersetzen möchte.
Fußgänger und Radwege statt Parkplätze muss das Motto sein
Naja der BUND kann ja viel fordern… Solange das noch irgendwelche Fördertöpfe nebenbei füllt passiert da sowieso nix.
Ich finde es zwar nicht schön, dass durch die THG Quote die Mineralölkonzerne weiter Sprit verkaufen können, aber ich nehme es trotzdem gerne mit. In Zeiten normaler Strompreise hat die THG Quote faktisch die Stromkosten unseres eGolf abgedeckt im Winter. Im Sommer kommt der Strom sowieso aus der PV. Ich kann auch theoretisch locker ein PV-Modul pro Jahr von dem Geld kaufen.
Also wenn die Herren schon was blechen müssen, dann finde ich es immer noch besser dass was von der Kohle bei mir landet als dass es im Staatshaushalt irgendwo versickert.
Gratis-Parkplätze für BEV sind ein Unfug, schließlich verstellt es gleich viel Fläche wie ein Verbrenner, und die Emissionen sind während des Parkens gleich hoch!!
Die THG-Qutote muss kaufen, wer zuviel CO2 ausstößt. Je teurer das wird, desto höher der Anreiz für einen Technologiewechsel (z.B. „grüner Stahl“)!
Alle wollen das es CO2 neutraler wird….. Durch solche Forderung wird das kaufen von E Autos nicht attraktiver. E Autos werden momentan immer weniger als Anreiz umzudenken :-(
Bezahlt der BUND mir dann die entgangenen Einnahmen durch die THG Quote die natürlich bei der Bestimmung der TCO vor Kauf des Fahrzeugs berücksichtigt wurden?
Ich meine das sind immerhin 3000€ über die geplante Haltedauer.
Ich weiß nicht wo hier immer das Gerücht herkommt das Elektroautos kostenlos Parken können oder sogar irgendwelche Busspuren nutzen dürfen. Es gibt sogar Ladestationen wo das Parken eine Gebühr oder sogar Parkuhr Automaten aufgestellt sind die auch für Elektroautos gelten. An den meisten ladestationen ist die parkdauer auf 4 Stunden begrenzt auch durch den Lade-Karten-Anbieter bekommt man nach 4 Stunden eine Blockiergebühr. Vor Jahren war es in vereinzelten Gemeinden oder Städten eine Ausnahmeregelung.
Lieber BUND: Anders herum wird ein Schuh draus. Unsere Welt wird nun mal vom Geld bestimmt. Daher der Quotenhandel. Die THG Quote muss noch deutlich steigen. Das gibt größere Anreize zum Kauf eines E-Autos und die CO2 Erzeuger müssen mehr bezahlen. Dann wird es mehr und mehr für die unwirtschaftlicher. Euer Vorschlag blockiert mehr als er hilft, so wie die Haselmaus das Windrad.