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Renault führt One-Pedal-Fahrmodus in Elektro- und Hybridautos ein

Michael NeißendorferbyMichael Neißendorfer
12. Mai 2020
Lesedauer: 2 Minuten
Michael NeißendorferbyMichael Neißendorfer
12. Mai 2020
Lesedauer: 2 Minuten

© Abbildung(en): Renault

Home Elektroauto Hersteller

Kurz den Fuß vom Fahrpedal lösen und dabei in einem Zug Bremsen und die Batterie laden: Für seine neuen E-TECH Hybrid- und Plug-in-Hybridvarianten von Clio, Captur und Mégane Grandtour sowie für den Elektrobestseller Zoe hat Renault ein neues Fahrprogramm entwickelt, das den Fahrkomfort erhöhen und die Reichweite steigern soll. Das bei Renault B-Modus genannte Fahrprogramm ermöglicht erstmals bei der französischen Marke das Ein-Pedal-Fahren. Statt das Bremspedal zu betätigen, genügt dabei in den meisten Fällen die so genannte Rekuperationsverzögerung.

Der B-Modus gehört bei Renault Zoe, Clio E-TECH 140 sowie Captur und Mégane Grandtour E-TECH Plug-in 160 zur Serienausstattung und ist bereits ab einer Fahrgeschwindigkeit von 7 km/h aktiv. Im B-Modus beschleunigt und bremst der Fahrer fast ausschließlich über das Fahrpedal. Auch auf Gefällestrecken kann das Fahrzeug durch einfaches Loslassen des Fahrpedals verzögern, ohne dass das Bremspedal benutzt werden muss. Je nach Grad der Verzögerung steuert das System die Bremslichter an, damit nachfolgende Verkehrsteilnehmer rechtzeitig reagieren können. Insbesondere im Stadtverkehr, bei Stau und im Stop-and-go-Verkehr bedeutet dies einen Komfortgewinn.

Der Elektromotor des Zoe sowie die beiden Elektromotoren der E-TECH Hybrid- und Plug-in Hybridmodelle wirken beim Rekuperieren wie ein Generator, der Strom in den Akku einspeist. Die konsequente Nutzung des B-Modus bringt deshalb auch Reichweitenvorteile. Außerdem ist das Programm materialschonend, da die Bremsen weniger belastet werden. Das Bremspedal bleibt im B-Modus dennoch immer betriebsbereit, etwa für eine Gefahrenbremsung. Auch um das Fahrzeug auf den letzten Metern zum Stillstand zu bringen, muss der Fahrer weiterhin wie gewohnt die Bremse treten.

Weitere Besonderheit: Auch bei fahrendem Auto ist der Wechsel zwischen B-Modus und dem konventionellen D-Modus möglich. Hintergrund: Bei Renault Zoe, Clio E-TECH 140 sowie Captur und Mégane Grandtour E-TECH Plug-in 160 erfolgt die Kraftübertragung über eine konstante Untersetzung oder ein Multi-Mode-Getriebe. Die Bedienung entspricht der eines konventionellen Automatikgetriebes. Zum Wechsel zwischen den Betriebsarten genügt das einfache Drücken des Wählhebels nach rechts bei den Modellen mit „E-Shifter” (Zoe und Captur E-TECH Plug-in 160) beziehungsweise nach vorn bei den Modellen mit konventionellem Wählhebel (Clio E-TECH 140 und Mégane Grandtour E-TECH Plug-in 160). Das elektronische System sendet dann das entsprechende Kommando an die Antriebssteuerung.

Quelle: Renault — Pressemitteilung vom 12.05.2020

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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24 Comments
Kasch
Kasch
6 Jahre zuvor

Ich hab mich unter Anderem für den Kona-Elektro entschieden, weil ich damit 100% segeln kann. Bremsvorgänge leite ich sanft ohne merklichen Lastwechsel übers Pedal ein und rekuperiere dadurch nur die wirklich zu vernichtende Bewegungsenergie zu 100%. Meine Bremsbeläge kamen erst einmal kurz bei einer Gefahrenbremsung zum Einsatz.
Steht natürlich jedem frei, sein Fz zu schrotten – ich fahr die nächsten 10 Jahre ohne irgendeinen Verschleiß im Antriebsstrang und nicht unter 95% SOH, sofern ich Unfälle vermeide. Wetten ?

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Kasch
Kasch
6 Jahre zuvor

PS: genau wegen dieser OnePedalHysterie gibts vom Hersteller auch keine Zuglast. Ausnahmen sind Tesla (MY z.B. registriert Anhängerzuglast und ändert Motoranspechverhalten gravierend) und deutsche Premiumhersteller (die verlassen sich darauf, dass in Europa Produkthaftung für Einzelpersonen auch weiterhin aus finanziellen Gründen nicht erstreitbar ist). Mein Beileid an dieser Stelle an Kunden von Etron, EQC, Taican, etc. – es kommen noch schwere Zeiten auf euch zu, seid stark !

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Dirk Bethge
Dirk Bethge
6 Jahre zuvor

Das ist doch beim Toyta Auris / Corolla doch schon seit vielen Jahren so. Man braucht nur im “ B-Modus “ zu schalten per elektrischem Hebel und genau dieser Effekt tritt dann beim Toyota ein. Das soll doch Renault nicht su tun als hätten sie das Rad erfunden. Und Schreiberling sollte sich mal besser informieren.

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Wizzibizzi
Wizzibizzi
6 Jahre zuvor

…. man muss bei der Zoe den Shifter nach „rechts“ drücken…?? Huch? Also, vor einer Woche habe ich meine ausgeliefert bekommen, und da muss man den Shifter nach hinten ziehen…. wie auch bei allen anderen Zoe’s, die ich bisher gesehen habe. Kann es sein, dass der Autor nicht so gaaaanz genau weiß, wovon er hier schreibt…?!

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Mario
Mario
6 Jahre zuvor

Hier wird doch nicht behauptet das der Einpedalmodus niemand sonst hat, nur das ihn Renault jetzt auch eingeführt hat. Renault braucht den B Modus nicht um stärker zu Rekuperieren das hat schon die Zoe von 2012 im Gegensatz zum E Golf schon immer gemacht wenn man das Bremspedal betätigt hat. (Dies ist nur ein Sensor mit Feder der Pedalkraft misst und dann in den meisten Fällen komplett durch Energie Rückgewinnung bremst).
Renault hat den B Modus nur eingeführt da es von der Kundschaft gewünscht war. Bei anderen Herstellern wurde es mit großer Energie Einsparung beworben. Das stimmte in diesen Fällen auch weil z.B beim E-Golf die Bremse hydraulisch funktionierte. Anders als beim Zoe und jetzt auch Clio Captur usw.
Die Hybrid Technologie ist meines Wissens nach auch von Toyota (ohne Gewähr). Was wirklich super wäre da es ausgereifte Technik ist.

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BevKombiFan
BevKombiFan
6 Jahre zuvor

Schön aber Renault sollte erst mal die Batteriemiete überdenken. Die aufgerufenen Preise sind wenig attraktiv.
Was das Rekuperieren bertrifft … es giebt einen Schwerlastwagen der schon lange ohne Nachladung fährt weil er beim Bergabfahren mit voller Mulde komplett geladen wird.

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Gerhard
Gerhard
6 Jahre zuvor

Stimme Dirk vollinhaltlich zu, auch bei meinem Mitsubishi Outlander PHEV gibt es den B-Modus zum Rekuperieren in 5 Stufen mit zwei Paddeln links und rechts vom Lenkrad. Auch Anhänger kann er ziehen als eines der wenigen E-Autos. Vom Titel her hätte ich geglaubt, die E-Renaults haben überhaupt kein Bremspedal mehr. Das wäre echt revolutionär – Notbremsungen müssten dann wohl entsprechende Fahrerassistenzsysteme übernehmen. Ad Batteriemiete: Wie ich hier schon öfter geschrieben habe, hat die Elektromobilität nur Zukunft mit genormten Tauschakkus, die in Wechselstationen gegen volle getauscht werden (so wie bei Taschenlampen, etc.).

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Alset
Alset
6 Jahre zuvor

Das ist bei Tesla schon immer so mit dem Fahrpedal. Brauche das Bremspedal nur im Notfall.
Peinlich, dass Nissan und jetzt auch Renault das Fahrpedal als exklusive Innovation verkaufen

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Bernhard Müller
Bernhard Müller
6 Jahre zuvor

Ich habe einen Opel Ampera E. Der bremst im L-Modus bis auf 0 km/h herunter und dies mit bis zu – 70 KW. Ich frage mich ob dies bei Hybriden überhaupt möglich ist bei einem viel kleineren Akku? Ich habe schon gehört, dies sei der beste OnePedal Modus, den es in der E-Branche gibt. Ich habe keinen Vergleich, aber der Artikel tönt für mich auch etwas nach absolutem Novum.

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Niels kessler
Niels kessler
6 Jahre zuvor

Mein erster Gedanke nach dem Lesen des Titels war auch: „huch, wie will Renault mit einem einzigen Pedal Notbremsungen ausführen?“ – aber es ist ja dann alles so wie ich es von einem E-Auto erwarte. (Zu meiner Verblüffung war das sogar bei einem letzthin geliehenen neuen Verbrenner Modell von Subaru so, narürlich ohne Rekup.in den Benzintank;-)
FRAGE: Weiss jmd warum im Hintergrundbericht zum Renault One Pedal Konzept wie ich es verstehe als Begründung zur Umschaltbarkeit B-/D-Mode das Reduktionsgetriebe erwähnt wird?

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Strauss
Strauss
6 Jahre zuvor

Zoe Fan und Gerhard habe n zu 100% Recht. Ob mehr oder weniger rekuperieren ist Hans was Heiri. Der eine will segeln der andere die Fussbremse kaum mehr benützen. Sobald der Motor zum Generator wird geht die Frequenz automatisch dahin wo am meisten zurückgespeichert wird. Der Renault Nissan Konzern ist grosszügig und nimmt die Batterieabnützung auf die eigene Schulter. Damit haben die Kunden keinerlei Risiko. 80% können rechnen und kaufen dies so. Wechselakkus, für E Bicks und Roller OK, aber für Autos wohl kaum. Verfolgen wir den einen Chinesen der das so auch nach Europa bringen will.

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Heinz König
Heinz König
6 Jahre zuvor

Satzzeichen retten Leben :
Komm wir essen, Opa. :-)

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Strauss
Strauss
6 Jahre zuvor

Dann Mahlzeit, et bon appétit. In diesem Forum sind automobiltechnisch Interessierte willkommen. Aber keine grammatikalischen Erbsenzähler.

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Andreas E.
Andreas E.
6 Jahre zuvor

Der i3 hat das one-pedal Fahren auch schon seit dem ersten Modell 2013 und dank 125kW e-Motor auch mit einem ordentlichen Bremseffekt, sogar bis zum Stillstand. Bremspedal braucht man nur selten wenn man etwas vorausschauend fährt. Ich möchte das nicht mehr missen müssen ;)

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neumes
neumes
6 Jahre zuvor

ich bin mir da nich ganz sicher was ich von dem One_Pedal_Driving halten soll.
Mein Verstand sagt mir irgendwie dass doch jedes Rekuperieren ein Ladezyklus darstellt…

haben die aktuellen Batterien nicht die Eigenschaft dass die Fähigkeiten der Batterie entgegengesetzt den Ladezyklen schlechter werden?
Macht es dann nicht Sinn so wenig wie möglich Ladezyklen zu haben?

es bleibt spannend

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