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Netze BW untersucht Einflüsse Ladevorgänge auf Verteilnetz in ländlichem Gebiet

Sebastian Henßler bySebastian Henßler
3. Februar 2020
Lesedauer: 2 Minuten
Sebastian Henßler bySebastian Henßler
3. Februar 2020
Lesedauer: 2 Minuten

© Abbildung(en): Juergen_Wallstabe / Shutterstock.com

Home Elektroauto News 2020

Anfang Mai 2018 hat die EnBW erstmalig die Diskussionen um die Netzstabilität beim vermehrten Einsatz von E-Autos aus der Theorie in die Praxis geholt. In der Belchenstraße in Ostfildern südlich von Stuttgart, standen von Mai an, neben den bisherigen Verbrenner, auch E-Autos. Doch damit war Anfang November Schluss. Das nächste, einjährige Projekt steht bereits in den Startlöcher. Tamm soll  „Elektropionier am Steuer“ beobachten. In kleinerem Rahmen wurde nun im ländlichen Gebiet ein weiteres Projekt ins Leben gerufen.

Acht Haushalte im Blick: Einflüsse Ladevorgänge auf Verteilnetz in ländlichem Gebiet

Im Mittelpunkt des Projektes stehen die Einflüsse privater Ladevorgänge auf das Verteilnetz in einem ländlichen Gebiet. Acht Haushalte in Kusterdingen (Kreis Tübingen) beteiligen sich an dem Feldtest, der bis März 2021 geplant ist. Die EnBW-Tochter geht von einem Wachstum der E-Mobilität im ländlichen Raum aus und will daher neben Ballungszentren und insbesondere die „Speckgürtel“ um die Großstädte, auch diesen Bereich genauer betrachten.

Denn „außerhalb der Neubaugebiete sind gerade in den Dörfern die Verteilnetze oft natürlicher gewachsen und noch nicht so stark ausgelegt“ erläutert Projektleiter Patrick Vasile. Zudem dürfte sich das Nutzerverhalten deutlich unterscheiden. In einer aufs freie Feld führenden Straße im Kusterdinger Ortsteil Wankheim haben die Tüftler der Netze BW im Sommer 2019 einen Stromkreis ausfindig gemacht, der aus technischer Sicht für die Tests passt. Von den rund 60 Haushalten hatten für Vasile „erfreulich viele“ ihre Bereitschaft zur Teilnahme bekundet.

Daraufhin habe die NetzeBW Berechnungen und Messungen des Spannungsniveaus sowie der Leitungsauslastung durchgeführt, um im Anschluss sieben Haushalte auszuwählen, denen seit Ende Januar je ein Renault Zoe oder ein Nissan Leaf zur Verfügung steht. Geladen wird mit einer eigens zur Verfügung gestellten Wallbox, welche nach Abschluss des Projekts übernommen oder rückgebaut werden.

Neben der Installation der Wallboxen, welche eher vom Aufwand her überschaubar war, gestaltetet sich der technische Aufwand in dem Strang des Ortsnetzes aufwendiger. Drei redundante Messsysteme an sensiblen Punkten wie der Umspannstation oder den Verteilerkästen überwachen zunächst Stromstärken und Spannung. Das Lademanagementsystem der EnBW-Tochter energybase dient dazu, mögliche Engpässe im Netz zu vermeiden. Unterstützt wird es von einem zentralen Batteriespeicher mit 66 kWh Kapazität. Ein kleineres Gerät mit 19 kWh soll zudem dezentral bei einem der Teilnehmer für weitgehende Autarkie sorgen.

Quelle: Netze BW – Pressemitteilung vom 30. Januar 2020

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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10 Comments
Thomas Freier
Thomas Freier
6 Jahre zuvor

Interessanter Beitrag, so kann man überprüfen ob die Behauptung zu viele E-Mobile belasten das Stromnetz zu stark war ist oder wie die kompensiert wird. Weiter beobachten und gespannt auf das Ergenis warten!

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Jörg Müller
Jörg Müller
6 Jahre zuvor

Naja das ganze ist ja wie Birnen mit Äpfeln zu vergleichen.
Man muss davon ausgehen das ab 2040 fast alles über Strom läuft.
Heizung, Haushaltsgeräte, Autos und natürlich auch die Wirtschaft,ich bin gespannt darauf auf harte ,dunkle und Windarme Winter.
Was mich mal außerdem interessiert,wie weit komme ich mit einem Stromer im Anhänger Betrieb mit 750 kg.zuladung, komme ich dann immer noch auf 350 km Fahrt?

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Sascha Hauser
Sascha Hauser
6 Jahre zuvor

Tatsache ist, das, wenn bei uns im wohngebiet eines Dorfes in Süddeutschland, die 4 Nachbarn, welche ein E Auto haben nach Hause kommen, bei allen anderen, das Licht flackert und dunkler wird.
Wie soll das werden, wenn alle 500 ein Solches laden?
Das ist alles in keinster Weise durchdacht und ausführbar.
Wir werden niemals, den Strom für den Ganzen elektroschrott herbekommen, weder das Netz taugt, noch haben wir die nötigen Atomkraftwerke.

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Uwe
Uwe
6 Jahre zuvor

Das sind alles kurzfristig gedachte Problemstellungen.

Es stehen längst alle technischen Möglichkeiten zur Verfügung um Häuser völlig autonom mit Strom und Wärme zu versorgen.

Da braucht es weder Netze, noch Umverteilungen.

Dazu kommen weitere Technologien, die gerade in Entwicklung, Verbesserung und Markteindringung sind.
(z.B. Piezo-Dachanlagen, Luft-Wasser-Wärmepumpen für Stromspeicher, PV-Anlagen u.v.m.)

Bis zur Marktdurchdringung (etwa 2030) der E-Mobilität steht auch quantitativ und qualitativ genug zur Verfügung um Wohnen bezahlbar und autonom zu gestalten.

Man kann das bereits im Markt erkennen:

Sonnen-Batterie-Mietmodelle,
E3/DC-Hauskraftwerke,
Lichtblick,

(Zusammen schon über 50.000 Anlagen in Betrieb)

Dazu kommen noch mehr als 120.000 Anlagen auf der Basis von BHKWs.

Die Marktforschung erwartet bereits in 5 Jahren mehr als eine Million völlig autonome Haushalte.

u.v.m

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