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QuantumScape vermeldet Durchbruch bei Feststoff-Batteriezellen

Michael NeißendorferbyMichael Neißendorfer
11. Dezember 2020
Lesedauer: 2 Minuten
Michael NeißendorferbyMichael Neißendorfer
11. Dezember 2020
Lesedauer: 2 Minuten

© Abbildung(en): shutterstock / Lizenzfreie Stockfoto-Nummer: 1268263936

Home Elektroauto Hersteller

Die Feststoffzelle gilt als das nächste große Ding bei der Akkutechnologie. Der Batterie-Spezialist und Volkswagen-Partner QuantumScape hat nun erste Erkenntnisse und Leistungsdaten zu seinen Prototypen-Zellen bekanntgegeben, an denen das Unternehmen schon seit gut zehn Jahren arbeitet. Die Zahlen sind durchaus vielversprechend und deuten darauf, hin, dass die US-Amerikaner ihr Versprechen einhalten können: Die Reichweite von Elektroautos um gut 80 Prozent zu erhöhen.

„Wir glauben, die Leistungsdaten zeigen, dass Festkörperbatterien das Potenzial haben, die Lücke zwischen Elektro- und Verbrennerautos zu verkleinern und dazu beizutragen, dass Elektroautos zum weltweit dominierenden Verkehrsmittel werden“, sagte Firmenchef Jagdeep Singh bei der Veröffentlichung der Testdaten.

Vor allem die lange Ladedauer von Stromfahrzeugen ist bislang für viele E-Auto-Interessenten noch ein Kaufhindernis. Die Feststoffbatterie von QuantumScape soll genau dieses Problem gelöst haben: Sie soll innerhalb von nur 15 Minuten von Null auf 80 Prozent ihrer Kapazität geladen werden können. Auch die 80 Prozent mehr Reichweite im Vergleich zur aktuell gängigen Lithium-Ionen-Technologie seien im Bereich des Möglichen. Zudem soll der Feststoffakku von QuantumScape, ausgelegt als Lithium-Metall-Batterie, bis bislang größte Schwäche von Festkörperakkus beseitigt haben: Deren bislang unzufriedenstellende Zyklenfestigkeit. Der Akku des US-Unternehmens soll selbst nach 800 vollständigen Ladezyklen noch mehr als 80 Prozent seiner Ursprungskapazität aufweisen. Dies sei ausreichend für „hunderttausende Kilometer“, so Singh.

Außerdem soll der Feststoffakku extrem brandsicher sein und selbst bei widrigsten Temperaturen von bis zu Minus 30 Grad Celsius zuverlässig funktionieren. Stimmen die Angaben von QuantumScape, würde es sich tatsächlich um einen Durchbruch für die Batterieforschung und auch für die Elektromobilität handeln.

Davon profitieren würde zunächst unter anderem der Volkswagen-Konzern, der sich seit 2018 mit mehr als 300 Millionen US-Dollar an QuantumScape beteiligt hat und als größter Anteilseigner gut ein Drittel des Unternehmens hält. Ab 2024 wolle VW in die Massenproduktion der QuantumScape-Akkus einsteigen, wie die beiden Unternehmen bereits im September mitteilten.

Bis dahin sei allerdings noch weitere Entwicklungsarbeit nötig, so Singh. Demnach müssen nun die einschichtigen Prototypen-Zellen in mehrschichtige Zellen umgewandelt werden. Dann allerdings können langsam die Vorbereitungen für eine Massenproduktion starten.

Quelle: Electrive – QuantumScape nennt Leistungsdaten seiner Feststoff-Batteriezellen // t3n – Feststoff-Batterie von Quantumscape: Erste Testdaten deuten auf einen Durchbruch hin

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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18 Comments
neumes
neumes
5 Jahre zuvor

schon wieder ein Wunderakku….

es bleibt spannend

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Martin
Martin
5 Jahre zuvor

2024…das ist weder Fisch noch Fleisch. Über das Stadium der Grundlagenforschung weg, aber noch weit von der Serienreife entfernt. Gut möglich, das der Akku bis dahin einen stillen Tod stirbt, weil einfach unüberwindbare Probleme einer kostengünstigen Massenproduktion entgegenstehen oder es noch ein paar Jahre länger dauert. Hoffnungsvoll stimmt mich, dass Quantumscape nicht die einzigen sind, die an der Feststofftechnologie arbeiten. Und mittlerweile sind Akkus ein Milliardengeschäft mit gewaltiger Wachstumsprognose, da wird jetzt auch bei F&E geklotzt.

Den „Wunderakku“ wird es wohl nicht von heute auf morgen geben, eher eine kontinuierliche Verbesserung bestehender Produkte. Verdoppelung der Leistungsdichte, halbierung des Preises, weitgehende Temperaturunempfindlichkeit und ein langzeitstabiler größerer Ladehub (von 20-80 zu 10-90% wäre schön, 0-100 % natürlich perfekt) bei einem Ladestrom von 4C wäre mein Wunschzettel für Weihnachten 2025. Dazu bedarf es sicher keines Wunders, aber sehr viel Fleiß und Entwicklungsarbeit wird dies schon noch benötigen…

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Djebasch
Djebasch
5 Jahre zuvor

Frage ist nur ob sich am Ende das alles nicht als Luftnummer entpuppt wie viele andere Projekte auch…

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StromerBodo
StromerBodo
5 Jahre zuvor

Wird denn da nicht wieder als Problem definiert, was gar keines ist ?

Die Ladedauer – ja mein Gott, wenn das Fahrzeug am Tag mehr steht als fährt, ist das doch eigentlich kein Problem, Strom haben wir doch fast überall, da fehlen nur eigentlich nur die Steckdosen für die E-Autos ! Für 90% aller Autofahrer würde doch eine Möglichkeit zur Aufladung über Nacht genügen, meinetwegen auch schön langsam, dafür akkuschonend, diese 15-Minuten-Hysterie ist doch nur eine gedankenlos aus der Benzinwelt mitgenommene Angewohnheit ohne wirkliche Relevanz ! Das Auto muss doch nicht „voll“ werden, derweil man daneben steht, das kann es doch auch wunderbar ohne die Anwesenheit seines Fahrers …

Und dann immer diese Reichweite – ja, die meisten Autos werden doch fast nie mehr als 100 km am Tag bewegt, da müssen doch nicht auf Teufel-komm-raus Reichweiten wie bei einem Diesel mit Riesentank rausgekitzelt werden…. Muss es wirklich mal weiter gehen, geht’s doch vielleicht auch mal per Bahn oder Hybrid-Mietwagen oder CarSharing !

Einfach mal ein wenig umdenken, dann kann alles so unglaublich easy werden …

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Tobi
Tobi
5 Jahre zuvor

Oh schon wieder ein Durchbruch der 1000 te dieses Jahr

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Silverbeard
Silverbeard
5 Jahre zuvor

Ich habe einen interessanten Kommentar dazu gesehen.

80% mehr Kapazität bedeutet bei einem heute durchschnittlichen Akku (also etwa 400km WLTP) zukünftig 750km. Und davon sollen dann 80% (nämlich von 0-80%) in 15Minuten aufgeladen werden. Also 80% von 750km = 600km. Bei einem Verbrauch von 15 kWh auf 100km wären das dann 90kWh in 15 min, was einer durchschnittlichen Leistung von 350kW entspricht.
Da reichen keine 350kW Ladesäulen um diese Zeit zu schaffen, weil ein Akku eine Ladekurve hat.D.h. beim Start ist die Leistung niedriger und ab etwa 50% Akkufüllung fällt sie auch wieder ab, so dass die Spitze höher sein muss.
Die Akkus grosser Fahrzeuge sind aber fast doppel so groß wie der heutige Durchschnitt. Also ein heutiger 100kWh Akku hätte mit 80% mehr Kapazität ja 180kWh, was noch grössere Ladeleistungen für kurze Ladezeiten verlangt.

Lange Rede kurzer Sinn: Wenn weiterhin die Ladepausen auf etwa Stromaufnahme für 250km optimiert werden sind die Ladepausen mit dem neuen Akku deutlich kürzer, soll der aber wirklich bei einer Pause etwa 80% nachgeladen werden, wird sich die Pausenzeit nicht wesendlich zu den heutigen verkürzen oder wir brauchen 1MW Ladesäulen.

Das ändert natürlich nichts daran, das durch diesen Feststoffakku Kleinwagen langstreckentauglich werden können.

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Egon Ralf Schrader
Egon Ralf Schrader
5 Jahre zuvor

Es wäre ein grosser Fortschritt für die Menschheit, die Quantenbatterie

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