Das US-Unternehmen John Deere, ein führender Hersteller von Baumaschinen, und National Grid, ein Strom-, Erdgas- und Energieversorgungsunternehmen, das mehr als 20 Millionen Menschen im Nordosten der USA versorgt, testen gemeinsam einen Elektro-Baggerlader. Das von John Deere entwickelte, batteriebetriebene Fahrzeugdesign – E-Power genannt – soll der einfachen Bedienung und dem Leistungsniveau des dieselbetriebenen 100 PS 310L Baggerladers entsprechen. Die Elektroversion hingegen soll wesentlich niedrigere Betriebskosten, weniger Lärm auf der Baustelle, verbesserte Maschinenzuverlässigkeit und null Auspuffemissionen bieten.
„Wir freuen uns, mit National Grid zusammenzuarbeiten, einem führenden Unternehmen für die Förderung erneuerbarer Energien, um den elektrischen Baggerlader von John Deere unter realen Bedingungen zu testen“, sagt Jason Daly, Global Director für Produktionssysteme, Technologie und Marketing bei John Deere. Die Erfahrungen mit dem neuen Fahrzeugkonzept sollen „ein Sprungbrett“ darstellen auf dem Weg zu weiteren Innovationen bei elektrischen Baumaschinen und -fahrzeugen.
Die Testphase, in der John Deere das Design des elektrischen Baggerladers anpassen und verfeinern will, soll es National Grid ermöglichen, den Einsatz elektrischer Fahrzeugen und Maschinen auf Baustellen auszuweiten. So will der Energieversorger sein Engagement zu bekräftigen, bei der Verwendung und Förderung nachhaltiger Energielösungen branchenführend zu sein.
„National Grid ist eines von nur zwei Energieunternehmen in den USA, die ihre Flotten mit elektrischen Baggern ausstatten“, teilt Badar Khan mit, der Präsident von National Grid aus den USA. „Wir freuen uns, mit John Deere zusammenzuarbeiten, um einen wichtigen Schritt bei der Elektrifizierung unserer Firmenfahrzeuge zu unternehmen, der für unsere Branche revolutionär sein könnte“, so der Unternehmenschef. Die Dekarbonisierung des Transportwesens stelle auf dem Weg zur Klimaneutralität eine große Herausforderung dar. Khan hofft, dass die Einführung von elektrifizierten Schwerlastfahrzeugen und -ausrüstungen es Unternehmen wie dem seinen ermöglichen wird, in Sachen Klimaschutz „bedeutende Fortschritte zu erzielen.“
Quelle: John Deere – Pressemitteilung vom 06.01.2021




Abgasfreier Bagger, die Bauarbeiter werden durchatmen. Auch eine Entspannung für die Ohren.
Es gibt noch viele weitere schwere Baustellenfahrzeuge wo das Batteriegewicht eher von Vorteil wäre. Oft werden hier Zusatzgewichte benötigt, einen Teil davon könnte die Batterie übernehmen, dann wäre die Batterie ein positiver Balast und es könnten evtl. auch schwere, aber günstigere Batteriearten genutzt werden.
Ja, wahrscheinlich auch ein guter Einsatzort für Lithium-Eisen-Phosphat.
Würde mich mal interessieren wieviel kWh so ein Bagger pro Betriebsstunde braucht.
Geht doch!
Sorry für die ggf. blöde Frage: Reicht es nicht aus, eine kleinere Batterie zu verbauen und den Bagger an die Leine zu nehmen? Wenn Baustrom vorhanden ist, müsste es möglich sein, den Bagger im Betrieb zu laden. Wenn er nicht so weit fährt, sondern relativ stationär ist, wäre da nur das Problem, dass er die Leitung nicht zerstört oder sich verheddert. Stichwort Elektrorasenmäher mit Kabel.
Ein Bagger mit Akku ist irgendwie das, was momentan keiner wirklich braucht. Denken wir mal an Straßenbau, Leitungsbau über lange Strecken. Da wird die Baustelle über Notstromaggregat mit Diesel oder Benzin versorgt. Der Bagger bleibt die ganze Zeit auf der Baustelle, weil der mit Tieflader oder auf einem LKW zur Baustelle gebracht wird. An ein Ranfahren an die Ladesäule ist nicht zu denken, da manche Bagger gar keine Straßenzulassung haben und die anderen mit vielleicht grad 30km/h schaffen. Bei kleinen Baustellen kommt der Baustrom auch erst nach dem Tiefbau, da ist es eher 50/50. Die Elektrifizierung von Baggern ist erstmal Quatsch und muss nicht beschleunigt werden. Im Netz sind diese Akkus besser aufgehoben.