Die Top 10 der meistverkauften Elektro-Modelle am Europäischen Markt brachte es bis Ende Oktober 2022 auf 440.338 verkaufte Einheiten. Somit zeichnen sich diese zehn Elektroautos nicht nur für 40,7 Prozent des Gesamtabsatzes verantwortlich, sondern sind auch ein guter Gradmesser für die Entwicklung des Marktes. War vor gut einem Jahr der Markt noch konzentrierter auf wenige Modelle, weitet sich dieser nun kontinuierlich aus.
Wie Automobil-Analyst Matthias Schmidt in seinem aktuellen Report aufzuzeigen vermag, zeichnen sich die Top 3 der meistverkauften E-Autos in Europa, für einen Marktanteil von 17,6 Prozent verantwortlich. Anders ausgedrückt, fast jedes fünfte Elektroauto, welches in Europa verkauft wurde, war ein Tesla Model Y, Tesla Model 3 oder Fiat 500. Denn 192.322 Einheiten, der 440.338 Stromer aus der Top 10 am E-Automarkt, entfielen auf diese drei Modelle.
Das Tesla Model Y setzt sich hierbei mit 84.877 abgesetzten Einheiten an die Spitze des Marktes. Wobei sich sowohl das Model Y als auch das Tesla Model 3 (56.942 Einheiten) nicht durch kontinuierliche Absatzzahlen an der Spitze festsetzen, sondern vielmehr durch die Quartalsendsprints. Hingegen ist der Fiat 500 mit 50.503 Zulassungen kontinuierlich im Absatz. Könnte je nach Fokus bei Tesla, bis zum Jahresende, das Model 3 im Ranking noch überholen.
Wie der Hersteller in einer entsprechenden Mitteilung zu verstehen gibt, sei der Fiat 500 Elektro darüber hinaus das einzige Modell, das in den ersten elf Monaten des Jahres 2022 in Deutschland jeweils einen Platz unter den Top 3 im Segment der batteriebetriebenen Fahrzeuge belegte. Vier Mal stand der Fiat 500 Elektro sogar ganz an der Spitze. Im November listet das KBA das italienische Citycar auf Rang zwei der meistverkauften BEV.
Ein Stück weiter ist da schon der VW ID.4 entfernt. Wobei dieser gerade in den letzten Monaten auch mit Wachstum glänzen konnte bei den Zulassungen. Auf 47.878 Einheiten brachte man es Ende Oktober. Der Skoda Enyaq aus dem gleichen Konzern schiebt sich auf Platz fünf, mit 37.885 abgesetzten Fahrzeugen. Erst darauf kommt mit dem Peugeot-e 208 ein weiterer Kleinwagen, welcher es auf 37.445 abgesetzte Stromer brachte.
Der VW ID.3 lässt sich nicht gänzlich aus dem Markt verdrängen. Musste aber wieder etwas einbüßen. 34.296 Einheiten wurden zugelassen. Darauf folgen mit Hyundai Kona (32.640 E-Autos), sowie KIA Niro (31.702 Fahrzeuge) alte Bekannte. Der Audi Q4 e-tron kann bis Ende Oktober 30.160 Zulassungen für sich verzeichnen. Damit weniger als die Hälfte der Zulassungen, welche das Model Y für sich sichern konnte.
- Tesla Model Y – 84.877
- Tesla Model 3 – 56.942
- Fiat 500 – 50.503
- VW ID.4 – 47.878
- Skoda Enyaq – 37.885
- Peugeot e-208 – 37.445
- VW ID.3 – 34.296
- Hyundai Kona Elektro – 32.640
- KIA Niro – 31.702
- Audi Q4 – 30.160
Quelle: Matthias Schmidt – Monthly Market Intelligence October 2022
„Der VW ID.3 lässt sich nicht gänzlich aus dem Markt verdrängen.“
Was meint dieser Satz genau?
Der ID.3 ist mit 34’300 Exemplaren und Platz 7 ‚knapp nicht aus dem Markt verdrängt‘ ?
Das sind seltsame, wenn nicht gar befremdliche Einschätzungen.
Abgesehen davon kriegt man die ID.3 (in der Schweiz) schlicht nicht, während einem die Tesla M3 fast nachgeworfen werden.
Die wirklichen News sind, dass die Top 3 nur noch 17.6% und die Top 10 noch 40.7% des Marktes ausmachen. Das heisst, inzwischen ist die Vielfalt sehr gross ist und auch die führenden Modelle (und Marken, und OEM) haben nur noch einen relativ bescheidenen Anteil am Markt. Das war vor einigen Jahren ganz anders. Im Jahr 2019 noch hatte Tesla alleine einen Anteil von ca. 30% am europäischen BEV-Markt.
3 Modelle machen den Großteil des Absatzes? – sowas von lächerlich!
Noch nicht mal 18% bringen sie. Das ist kein Großteil sondern ein bescheidener Anteil.
Wenn dann noch der schräge Satz erscheint „der ID.3 lässt sich nicht ganz aus dem Markt verdrängen“ zeigt das, welche schräge Intention hinter dem Artikel steht: Tesla-Anbetung und VW-Bashing.
Wer verdrängt da ein Fahrzeug, das Lieferfristen von mehr 1 Jahr hat??
Ebenso wie e-up, e-mii und e-citigo zum upmiigo zusammengefasst werden kann man q4, enyaq und id.4 zusammenfassen: gleiche Autos mit optischen Unterschieden.
Wenn schon ein Fahrzeug, dass bestimmt dieses Geschwister-Triumvirat den europäischen BEV-markt.
ABer Statistiken sind dazu da, von interessierter Seite missbraucht zu werden.
Wie man im obigen Artiel sieht.
Der Titel ist genau falsch.
Seit wann sind 17.6% ‚ein Grossteil‘?
Da sind also die MEB-Fahrzeuge in Europa die führende Fahrzeugplattform mit über 150.000 Verkäufen, mehr als alle in Europa verkauften Tesla zusammen. Der VW Konzern dominiert Europa bei den Elektrischen – 40% des Gesamtmarkts. Beeindruckend.
Irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass diese ganze Liste nicht unbedingt den tatsächlichen Bedarf an den einzelnen Modellen wiederspiegelt, oder anders gesagt, da wäre wahrscheinlich bei allen Herstellern mehr möglich, wenn sie denn was da hätten.
Nicht jeder mag ja ewig warten…
Ausserdem empfinde ich die Verkaufszahlen relativ ausgeglichen. Die ersten 10 zwischen 30’000 und 80’000.