Es klang schon sehr verlockend, was der Discounter Lidl und Like2Drive im Frühsommer angeboten hatten: Ein – wenn auch recht kleines und chinesisches – Elektroauto, der Elaris Finn, inklusive Steuer, Versicherung und Wartung für nur 222 Euro im Monat. Nur den Fahrstrom musste man noch obendrauf selbst bezahlen. Ruckzuck war das Kontingent auch ausverkauft. Eigentlich sollten die auf 100 Stück limitierten Fahrzeuge des Angebots bereits ausgeliefert sein. Wie der Stern erfahren hat, warten die Kund:innen allerdings noch vergeblich.
Der Anbieter des Auto-Abos, Like2Drive, sei um Ersatz bemüht. „Wir haben seitens des Herstellers erfahren, dass der von Dir bestellte Elaris leider nicht produziert werden wird“, teilte Like2Drive demnach seinen Kund:innen mit. Und versprach zunächst ein noch besseres Angebot: Etwa einen Fiat 500-e, qualitativ hochwertiger und mit deutlich besseren Leistungsdaten, der im Abo normalerweise mit 359 Euro zu Buche schlage. Einige Kund:innen, die dem Fiat-Deal eingewilligt haben, wurden allerdings erneut enttäuscht: „Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass der Fiat inzwischen für eine kurzfristige Abholung innerhalb der 6 angegebenen Wochen leider nicht mehr zur Verfügung steht. Das Fahrzeug wäre erst wieder im Januar verfügbar“, zitiert der Stern aus dem Schreiben eines Betroffenen.
Auf Nachfrage des Stern teilte Like2Drive mit, selbst „sehr überraschend“ von dem Ausfall seitens Elaris erfahren habe und „mit Hochdruck an einer Lösung“ arbeite. Die betroffenen Kund:innen sollen einen „deutlich hochwertigeren und teureren“ Ausgleich erhalten, der Anbieter stehe mit allen Betroffenen in Kontakt und setze „alles daran, sie zügig mit der Alternative mobil zu machen“. Laut eigener Aussage soll ein „Großteil der Kunden auch bereits erfolgreich mit einem anderen Fahrzeug“ ausgestattet worden sein. Verzögerungen und weitere Probleme gebe es nur „in Ausnahmefällen“.
Auch von Elaris habe zu einer Anfrage des Stern Stellung genommen. Die Probleme mit dem Elaris Finn seien auf eine „patentrechtliche Auseinandersetzung“ mit dem gleichnamigen Abo-Anbieter Finn zurückzuführen. Dieser Rechtsstreit sei aber bereits „einvernehmlich beendet“ worden: „Der Erlaris Finn heißt ab sofort Elaris Dyo“, teilte das Unternehmen mit. Produziert werden sollen die Fahrzeuge ab November, Auslieferungen seien ab Januar vorgesehen. „Auch alle vorbestellten Fahrzeuge der Lidl Aktion werden dann geliefert.“
Quelle: Stern – Lidl-Deal mit Problemen: Elaris konnte Elektroautos für 222-Euro-Sonderangebot nicht liefern
Wer will auch schon Autos die keinen Crashtest nachweisen können?
Bereits chlimm genug, wenn es Fahrzeuge mit nur einem Stern auf den Straßen gibt, und die sich als Liebling der Familie preisen, wie Dacia oder ZOE.
Tragisch, wenn Discounter solchen Mist verkaufen, und dann noch einen Aufkleber für Tierwohl raufkleben wollen :-)
Dinge zum Verkauf anbieten, die es gar nicht gibt, Lidl…. Seriös geht anders.
Abgesehen davon, wie kommt man dazu irgendwelche Chinaautos zu kaufen von denen vor kurzen noch nix zu hören war, die kein Servicenetz haben, vielleicht nee Hotline in China. Die Leute sind….
Ja… und bald wird SUGUS oder ADIDAS auch noch ein E-Auto unter dem eigenen Label vermarkten. Ach, es gibt ein schlaues Sprichwort das auch heute noch gültig ist:
Schuster bleib bei deinen Leisten! :)
Schade.
Schade, dass die Madigmacher, Pessimisten, übellaunigen Mitmenschen die ersten sind, die sich hier verewigen.
Nennt mir doch bitte ein Beispiel in der Geschichte der Entwicklung, wo Startschwierigkeiten kein Thema waren.
Schweigen.
Habe von einem Händler gehört, dass Elaris die Autos nicht liefern kann – und die ständig Probleme bereiten…besser Finger weg lassen