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Produktionsstart für Batterien im Tesla-Werk Grünheide erneut verschoben

Iris MartinzbyIris Martinz
19. Oktober 2022
Lesedauer: 2 Minuten
Iris MartinzbyIris Martinz
19. Oktober 2022
Lesedauer: 2 Minuten

© Abbildung(en): Tesla

Home Elektroauto Hersteller

Ende 2022, Anfang 2023, jetzt 2024: der Start der Batterieproduktion am Tesla-Standort Grünheide verzögert sich offenbar noch weiter. Waren es bisher eher generelle Standortentscheidungen, gibt es aktuell wohl auch technische Probleme mit dem neuen Verfahren der Trockenbeschichtung der Elektroden. Mit dem Beginn der Massenproduktion ist nach Angaben von Tesla nahestehenden Experten nicht vor 2024 zu rechnen.

Diese Meldung stammt vom Handelsblatt, das sich auf mehrere dem Unternehmen nahestehende Experten beruft. Demnach laufen die Versuchsanlagen bereits erfolgreich, der Ausschuss wäre aber für eine Großserienproduktion einfach noch zu groß. Bisher waren vor allem die stark steigenden Energiekosten sowie das Förderprogramm von US-Präsident Biden als Gründe für die Verzögerung angegeben worden. Die bereits für Grünheide bestellten Produktionsmaschinen wurden in die Gigafactory in Texas umgeleitet, weil das Steuergutschriftsprogramm der US-Regierung hohe Prämien für den Kauf eines E-Autos vorsieht, wenn die wichtigsten Komponenten in den USA hergestellt wurden.

In Grünheide sollen Teslas 4680-Zellen gefertigt werden, die unter anderem im Model Y und im kürzlich in Produktion gegangenen E-LKW Tesla Semi zum Einsatz kommen sollen. Sie weisen eine höhere Energiedichte auf als die 2170-Zellen. Aus verschiedenen Gründen können sie günstiger produziert werden als die bisherigen Standardzellen, unter anderem aufgrund des Beschichtungsverfahren der Elektroden. Anders als beim Nassschichtverfahren, für das energieintensive Öfen und ein großer Reinraum erforderlich sind, um die aufgebrachte Paste zu trocknen, können die Öfen beim Trockenbeschichtungsverfahren entfallen und der Reinraum kann wesentlich kleiner dimensioniert werden.

Das hier ein riesiger Hebel drinnen ist, beweisen die Zahlen: für die in Grünheide geplante Produktionskapazität von 50 Gigawattstunden pro Jahr beträgt die Einsparung nach Angaben der Experten etwa 1,7 Milliarden Euro! Es zahlt sich also aus, das Verfahren zu optimieren und den Produktionsstart nach hinten zu verschieben. Die Baugenehmigung reicht noch bis 2025. Sollte es noch länger dauern, kann diese Frist aber auch noch verlängert werden.

Quelle: electrive.net – Baut Tesla erst ab 2024 Batteriezellen in Grünheide?

Iris Martinz

Iris Martinz

Iris Martinz ist Unternehmens- und E-Mobilitätsberaterin in Österreich, mit langjähriger Erfahrung im Recycling und Second Life von E-Mobilitätsbatterien. Fährt sowohl rein elektrisch, als auch V8, und möchte die beiden Welten etwas näher zusammenbringen. Nachzulesen unter www.mustangsontour.com.

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39 Comments
Jakob Sperling
Jakob Sperling
3 Jahre zuvor

Batterien sind eine hochdiffizile Sache. Da spielt halt das Spaltmass wirklich eine Rolle.

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David
David
3 Jahre zuvor

Gut, dass die Verzögerungshistorie vorgestellt wurde. Sonst würde es wieder heißen: Nein, das ist nicht zu spät. Das war immer so gewollt. Jetzt wird es vielleicht noch heißen: Da sind die deutschen Behörden schuld, Tesla wollte schon lange am Start sein. Aber das ist nur der übliche Blödsinn der Fans. Tatsächlich liegt es an folgender Fehleinschätzung:

Bei einer Autoproduktion kann man ein Fahrzeug übergeben, wo Löcher in der Bodengruppe sind, Türen nachträglich mit der Blechschere beschnitten wurden, Lackierungen wie Grundierungen aussehen. Und verkratzt und verbeult sind bis heute alle ausgelieferten Fahrzeuge. Oft kaufen Rentner, die sehen und hören eh nicht mehr gut. Wer sich beschwert, kriegt das irgendwie nachträglich pro forma nachgebessert, aber nicht so gut, dass man gerne zur zweiten Nachbesserung kommt. Zumal man sich dafür ganze Tage freinehmen muss. Hat alles System. Vor allem ist es stark überwiegend so, das Auto fährt und man kann es benutzen. Deshalb knicken die meisten Kunden ein und man kann seitens Tesla so arbeiten.

Bei einer Zellproduktion ist das diametral anders: Da führt der kleinste Fehler an beliebiger Stelle zum Totalverlust. Das ist ne Reinraumproduktion mit auf den 1/1000 mm justierten und aufs Zehntelgrad Temperatur justierten Maschinen. Das ist nicht Tesla. Und das hätten die Blechscheren-Künstler von sich wissen müssen. Musk ist zwar nur Bachelor, also diplomierter Studienabbrecher, aber den Unterschied zwischen Zentimeter und Tausendstel Millimeter dürfte er dennoch verstehen. Wenn er es verstehen wollte…

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Peter Bigge von Berlin
Peter Bigge von Berlin
3 Jahre zuvor

„Die bereits für Grünheide bestellten Produktionsmaschinen wurden in die Gigafactory in Texas umgeleitet, weil das Steuergutschriftsprogramm der US-Regierung hohe Prämien für den Kauf eines E-Autos vorsieht, wenn die wichtigsten Komponenten in den USA hergestellt wurden“

Warum gibt es bei uns nicht so eine Fördervorraussetzung?

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Djebasch
Djebasch
3 Jahre zuvor

Da hat wieder jemand dies oder jenes um 3 Ecken erfahren…
Heute Abend ist die Aktionärsversammlung mal schauen was Herr Musk dazu sagt…

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Tobi
Tobi
3 Jahre zuvor

Der Entscheid Tesla’s in Deutschland zu produzieren war meiner Meinung nach ein Fehler. Ich hätte die Fabrik in Polen an der Deutschen Grenze gebaut und von dort aus Deutschland überschwemmt. Aber den Arschtritt gegenüber der Deutschen Auto Lobby konnte sich Musk halt nicht verkneifen. Teslas aus Deutschland und dann noch aus Berlin… Da werden Wolfsburg & Co. zur Provinz. Das ist Amusement pur. Und dass sich ein CEO so über seine „Konkurrenz“ lustig macht, ist natürlich schwere Kost für alteingesessene Benzinbüchsenbauer.

Dass Teslas auch Batterie bauen kann, hat Tesla zur genüge bewiesen. Wer hier seinen Frust ablädt, disqualifiziert sich selber. Hier geht es um wirtschaftliche Faktoren oder um Business. Fakt ist, Tesla liefert. Fakt ist, andere nicht.

Heulsusen Dave und alle anderen VWeh Trolle, sind wirklich groteskes Unterhaltungsniveau. Eigenartig, dass gewisse Marken solche Niveaulosigkeit mitfinanzieren.

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Peter Bigge von Berlin
Peter Bigge von Berlin
3 Jahre zuvor

Thomas Alva Edison unternahm fast 9000 Versuche, bis er die Glühlampe zur Marktreife entwickelt hatte.
Nach dem 1000. Versuch sprach ein Mitarbeiter vom Scheitern.
Edison erwiderte »Ich bin nicht gescheitert. Ich kenne jetzt 1000 Wege, wie man keine Glühlampe baut.«
Soviel zum Thema Ausschuss produzieren.
Musk ist der, der immer viel Ausschuss fabriziert, egal ob Flügeltüren, Raumkapseln, Hyperloops, oder Ladestationen entlang der Seidenstraße.
Irgendwann funktionierts dann.

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Hiker
Hiker
3 Jahre zuvor

David ist hier eindeutig zu weit gegangen. Teslas als Schrott zu bezeichnen mag für eine gewisse Klientel ja noch lustig sein.

Aber ältere Menschen quasi als dümmliche Idioten zu bezeichnen ist einfach nur noch geschmacklos und beleidigend!

Ich fordere David auf, sich in aller Form zu entschuldigen und sich zukünftig in seiner Wortwahl zu mässigen.

Ansonsten bin ich der Meinung sollte er hier nicht mehr Kommentieren dürfen. Denn es gibt durchaus Grenzen des tolerierbaren.

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