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Toyota und Partner forschen an nachhaltigem Bioethanol

Michael NeißendorferbyMichael Neißendorfer
28. Juli 2022
Lesedauer: 2 Minuten
Michael NeißendorferbyMichael Neißendorfer
28. Juli 2022
Lesedauer: 2 Minuten

© Abbildung(en): shutterstock / 1844286541

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Gemeinsam mit weiteren japanischen Automobilherstellern sowie dem Erdöl- und Chemieunternehmen Eneos hat Toyota den „Forschungsverbund für Biomasse-Innovationen für Automobilkraftstoffe der nächsten Generation“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, die Gewinnung und Nutzung von Biomasse und Bioethanol zu optimieren.

Der richtige Energiemix ist entscheidend, um auf dem Weg zur CO2-Neutralität erfolgreich zu sein. Vielversprechende alternative Energiequellen sind beispielsweise Wasserstoff, synthetische Kraftstoffe, die mit Elektrizität aus erneuerbaren Energien gewonnen werden, sowie Bioethanol. Dieser Kraftstoff kann durch Photosynthese in der Anbau- und Wachstumsphase der verarbeiteten Pflanzen insgesamt CO2-Emissionen einsparen. Nach wie vor sind jedoch bei all diesen Energieformen Optimierungen im gesamten Herstellungsprozess möglich, vor allem was die effiziente Nutzung von erneuerbarer Energie betrifft.

Die Forschungsgemeinschaft, zu der neben Toyota und Toyota Tsusho auch Eneos, Daihatsu, Suzuki und Subaru gehören, fördert nun die Erforschung der Nutzung von Biomasse sowie die effiziente Produktion und Nutzung von Bioethanol als Kraftstoff für Automobile. Dabei konzentriert sich der Forschungsverbund auf folgende Schwerpunkte:

  • Forschung an effizienten Ethanol-Produktionssystemen: Um die Produktion von Bioethanol zu optimieren, dessen Herstellung nicht mit der von Nahrungsmitteln konkurriert, entwickelt die Forschungsgemeinschaft Produktionsanlagen und sucht nach Lösungen für eine effizientere Nutzung.
  • Untersuchungen zum Nebenprodukt Sauerstoff, CO2-Abscheidung und -Verwertung: Der Forschungsverbund untersucht, wie die hohe Konzentration an Sauerstoff, was als Nebenprodukt bei der Produktion von Wasserstoff entsteht, sowie das CO2, welches bei der Herstellung von Bioethanol freigesetzt wird, genutzt werden können.
  • Effizienter Betrieb des Gesamtsystems, einschließlich Kraftstoffnutzung: Neben der Problem-Analyse bei der Nutzung von Bioethanol werden Modellberechnungen durchgeführt, mit denen sowohl Produktionsmengen des Rohstoffanbaus als auch des Kraftstoffs vorhergesagt werden können.
  • Effiziente Methoden für den Anbau von Rohstoffen: Zur Rohstoffgewinnung für Bioethanol entwickeln die beteiligten Unternehmen ein System, das optimale Anbaumethoden zur Maximierung des Ertrags und zur bestmöglichen Nutzung der Pflanzenbestandteile vorschlägt. Die Genauigkeit der Ernteerträge soll durch Untersuchungen der Bodenzusammensetzung und andere Methoden verbessert werden.

Quelle: Toyota – Pressemitteilung vom 21.07.2022

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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7 Comments
Martin
Martin
3 Jahre zuvor

„Effizienter Betrieb des Gesamtsystems, einschließlich Kraftstoffnutzung: Neben der Problem-Analyse bei der Nutzung von Bioethanol werden Modellberechnungen durchgeführt,…“
Würde zur Problemanalys nicht eine Person mit Taschenrechner genügen, die mal eben die aktuellen Zahlen zur Energieerzeugung durchrechnet, um festzustellen, das Bioethanol als Automobilkraftstoff Quatsch ist?

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Antworten anzeigen (1)
Wolfbrecht Gösebert
Wolfbrecht Gösebert
3 Jahre zuvor

„Würde zur Problemanalyse nicht […] genügen, […] die aktuellen Zahlen zur Energieerzeugung [durchzurechnen], um festzustellen, das Bioethanol als Automobilkraftstoff Quatsch ist?“

Doch, doch, das würde genügen!
Und dann das Biogas [als Nischenanwendung] gleich zur Wärmeerzeugung verbrennen.

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egon_meier
egon_meier
3 Jahre zuvor

Das riecht schon wieder nach e-fuels .. auch wenn es ein kleines bisschen anders ist.

Toyota eben .. die kriegen die Kurve nicht mehr

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Daniel W.
Daniel W.
3 Jahre zuvor

Wann kapieren Toyota & Co., dass es mit dem Klimawandel in Zukunft immer schwieriger wird noch genug Anbauflächen für das „Rohmaterial“ von Bioethanol zu finden, wenn auch noch die Menschen mit Lebensmittel versorgen werden sollen – die Zukunft im Landverkehr ist rein batterie-elektrisch, sonst nichts.

Die Flächen um die Windräder können land- und forstwirtschaftlich genutzt werden. PV-Anlagen auf Gebäuden verbrauchen keine Wiesen- und Ackerflächen. Bei Apfelplantagen (bestimmte Sorten) können PV-Anlagen gleichzeitig als Hagelschutz genutzt werden, also ein Doppelnutzen der Flächen.

Bei BEV braucht man sehr viel weniger PV- und Windkraftanlagen, so dass die Energie für den Landverkehr und eine deutlich geringere Zahl an Flügen damit in der EU selbst erzeugt werden kann.

Es gäbe keine erneuten Abhängigkeiten von nichtdemokratischen Ländern bei der Energieversorgung, wenn nicht versucht würde flüssige Kraftstoffe für Verbrenner aus Biomasse zu erzeugen. Die anfallende Biomasse sollte besser als Dünger, Baumaterial oder als CO2-Speicher genutzt werden.

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Stefan
Stefan
3 Jahre zuvor

Es gibt kein nachhaltiges Bioethanol. Man muss sich nur in Ruhe das Bild von diesem Artikel ansehen. Wenn zu dem Druck auf Wald und Urwald für die Nahrungsproduktion (Ackerbau für Menschen und die Tiermast) noch Biomasseanbau für Carbon Energie dazukommt, beschleunigen wir die Abholzung unserer letzten Helfer, die CO2 aus der Atmosphäre ->dauerhaft<- binden: Die Bäume. e-Fuels binden CO2 aus der Atmosphäre nur kurz und die Erzeugung von e-Fuels verbraucht auch viel Energie. Dann kann man diese Energie besser direkt nutzen, ohne den Umweg über Biomasse. Übrigens erzeugen eFuels beim verbrennen auch CO2 und die ganzen anderen Schadstoffe, die uns krank machen. Daher wird in der CO2 Bilanz in der Atmosphäre unterm Strich keine CO2 Absenkung passieren. Es muss aber CO2 DAUERHAFT aus der Atmosphäre entnommen werden, um den Treibhaus Effekt zu reduzieren !!! Nicht kurzzeitig!!!

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Hiker
Hiker
3 Jahre zuvor

An Forschung ist generell nichts auszusetzen. Aber Bioethanol als zukünftige Energie zu erforschen um diese dann mit einem katastrophalen Wirkungsgrad zu verbrennen ist ja wohl das dümmste was man machen kann.

Der Verbrennungsvorgang ist nach einhundert Jahren Forschung kaum noch zu optimieren. Und er ist nach wie vor eine Energievernichtungs Maschine. Mit Bioethanol wird das noch einmal schlechter.

Ganz abgesehen davon, dass es keine Flächen gibt wo man Biomasse anbauen kann die nicht der Ernährung dient. Oder planen diese Superwissenschaftler die Wüste oder Felswände als Produktionsflächen zu bewirtschaften?

Das sind doch alles Nebelkerzen um zu beweisen dass der Verbrennungsmotor noch nicht ausgedient habe.

Zuletzt bearbeitet am 3 Jahre zuvor von Hiker
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