Elektroautos gelten gemeinhin als teuer. Für den Kaufpreis trifft das in der Tat zu. Doch diesen finanziellen Nachteil fahren E-Autos mit der Zeit wieder rein, wie schon mehrere Berechnungen und Studien ergeben haben – die Mär vom teuren Stromer hält sich dennoch hartnäckig. Ein vom Touring Club Schweiz (TCS), dem eidgenössischen Pendant zum ADAC, durchgeführter Vergleich der Gesamtkosten von Autos mit Elektroantrieb oder Verbrennungsmotoren hat nun erneut dargelegt, dass die in der Schweiz gekauften und zugelassenen Stromer langfristig und bei höheren Laufleistungen kostengünstiger sind, so der TCS in einer aktuellen Mitteilung.
Wie bereits bei früheren ähnlichen Kostenvergleichen hat die TCS-Berechnung erneut belegt, dass die niedrigeren Treibstoff- und Servicekosten von Elektroautos – und das trotz der zuletzt stark gestiegenen Strompreise – über eine Nutzungsdauer von zehn Jahren deren höheren Neupreise nach einer gewissen Laufleistung kompensieren. Je höher die Laufleistung ist, umso größer ist demnach das Einsparpotential der Treibstoffkosten von E-Autos. Hinzu kommt die in diesem Vergleich nicht berücksichtigte Umweltbilanz, die bei Stromern ebenfalls deutlich vorteilhafter ist als bei klassischen Verbrennern.
Für den Kostenvergleich wurden für die im Jahr 2022 in der Schweiz in beiden Antriebskategorien je fünf meistverkauften Fahrzeuge die Gesamtkosten über eine Lebensdauer von zehn Jahren und Laufleistungen von insgesamt 75.000 km, 150.000 km und 300.000 km berechnet. Als Kaufpreis wurden die Katalogpreise dieser Modelle anfangs 2023 verwendet. Für die Berechnung wurden die schweizweit durchschnittlichen Stromkosten von 0,27 Schweizer Franken/kWh (Vorjahr: 0,20 Schweizer Franken/kWh), Benzinpreise von 1,78 Schweizer Franken/Liter (Vorjahr: 1,67 Schweizer Franken/Liter) und Dieselpreise von 2,06 Schweizer Franken/Liter (Vorjahr: 1,76 Schweizer Franken/Liter) angewandt.
Elektroautos haben dank niedrigerer Energie- und Servicekosten über die Laufleistung einen klaren Kostenvorteil gegenüber Verbrennern. Ist der Neupreis eines E-Autos nicht viel höher als jener eines vergleichbaren Verbrenners, lassen sich noch günstigere Gesamtkosten erzielen.
Bei den für die Berechnung verwendeten Strompreisen ergeben sich für Elektroautos Treibstoffkosten von etwa 4 bis 6 Schweizer Franken pro 100 km. Benzin oder Dieselfahrzeuge haben hingegen ungefähr doppelt so hohe Treibstoffkosten (ca. 8 bis 12 Schweizer Franken pro 100 km). Somit belegen die fünf Elektroautos in diesem Vergleich die ersten fünf Plätze beim Verbrauch. Der Yaris Cross Hybrid von Toyota folgt mit geringem Benzinverbrauch von 4,4 Liter/100 km an sechster Stelle.
Bei einer Laufleistung von 300.000 km weist der VW Tiguan Allspace mit mehr als 44.860 Schweizer Franken die höchsten Treibstoffkosten nach 10 Jahren aus. Am günstigsten ist demnach der Tesla Model 3 mit 11.908 Schweizer Franken, dicht gefolgt vom Tesla Model Y mit 13.690 Schweizer Franken.
Der Toyota Yaris Cross erzielt bedingt durch den niedrigsten Kaufpreis und seinen geringen Benzinverbrauch bei allen drei Laufleistungen die günstigsten Gesamtkosten in diesem Vergleich. Aufgrund des hohen Kaufpreises und der hohen Treibstoffkosten ist der VW Tiguan Allspace hingegen das teuerste Fahrzeug bei Laufleistungen von 150.000 km und 300.000 km. Bei 75.000 km Laufleistung ist der Audi Q4 e-tron am teuersten.
Im direkten Vergleich ähnlicher Modelle spart der VW ID.3 bei einer Laufleistung von 150.000 km ungefähr 8000 Schweizer Franken Treibstoffkosten gegenüber dem 5100 Schweizer Franken billigeren VW Golf 8 1.5 TSI, spart hierbei also rund 3000 Franken ein. Das Tesla Model 3 trumpft mit sehr guter Reichweite, niedrigem Verbrauch von 14,7 kWh/100 km und niedrigen Betriebskosten auf. Dieses Modell spart gegenüber dem etwa gleich teuren VW Tiguan Allspace auf zehn Jahre und 300.000 km Laufleistung fast 33.000 Schweizer Franken an Treibstoffkosten ein. Der Škoda Enyaq iV 80X spart gegenüber dem Škoda Octavia 2.0 TDI bei einer Laufleistung von 300.000 km in 10 Jahren insgesamt 12.818 Schweizer Franken Treibstoffkosten, bei ungefähr gleichem Nutzwert.
Quelle: TCS – Pressemitteilung vom 21.03.2023
immer wieder diese Schönrechner. Der Benziner/Diesel fährt nach 150.000km/10 Jahre vermutlich nochmal solange/soweit, der elektrische geht wegen verschlissener Batterie in den Schrott. Das ganze geht umso schlimmer aus je weniger man fährt und nur das schont die Umwelt.
Bei den ganzen Berechnungen werden die Krankheitskosten durch Lärm und Abgase der Verbrenner garnicht berücksichtigt, diese zahlt die Allgemeinheit seit Jahrzehnten mehrheitlich stillschweigend.
In der Schweiz kann der Verbrenner noch schlecht gerechnet werden, auf Deutschland übertragen sieht es da nochmals ganz anders aus. Jetzt schon extrem hohe Strompreise und fallende Dieselpreise. Dann werden die E Autos bald allein schon durch die extrem steigenden Versicherungen unbezahlbar. Beim kleinen Unfall mit defekter Batterie direkt Totalschaden und Jahre fahren da die teuren Geschäftswagen nach 2 Jahren ausgetauscht werden. Gebraucht will die dann niemand haben da die Akkutechnik noch nicht ausgereift ist und der ganze Infotainmentkram nicht mehr zeitgemäß und es nach 10 Jahren kein Update mehr geben wird. Ein Großteil der subventionierten Ladesäulen ist auch mehr defekt als Nutzbar.
und ich dachte immer es geht beim Stromer um die viel beschworene Nachhaltigkeit und vor allem um den Aspekt der besseren Luft und nicht um die Kosten. Wer schon ein paar Autos in seinem Leben gefahren hat, der weiß zu gut, dass man kaum ein Auto 10 Jahre fährt. Und es gibt noch keine guten Zahlen, was der Gebrauchtwagenmarkt von Stromern angeht. Soll heißen, keiner weiß wie die Akkus nach drei oder mehreren Jahren aussehen, oder doch leicht beschädigt sind? Na ja dann machen wir halt selbst in den nächsten Jahren den Automobilstandort Deutschland noch vollends kapput. Aber vielleicht wendet sich doch noch alles zum Guten, denn nach 1945 gab es ja auch hunderte Firmen, die glaubten man kann ein Auto herstellen und vor allem erfolgreich in den Markt einführen.
Es bedarf noch einiger Anstrengungen, damit sich das Elektroauto in der Breite durchsetzt. Die Photovoltaik hat sich auch erst nach einigen Jahren mit den jetzt mittleren Gestehungskosten von 5 -10 Cent/kWh durchgesetzt.
Die mittleren Stromkosten müssen wieder auf 20-30 Cent/kWh runter, was mit „Wind- und Sonnenstrom“ machbar ist.
Die Akkutechnik verbessert sich schnell, sodass bald realistische Reichweiten von 500 km erreicht werden können.
Wenn dann noch Autos zu 30.000 – 35.000 Euro mit 22 kW/150 kW (AC/DC) und 650 km Reichweite nach WLTP angeboten werden hat sich der Verbrenner erledigt.
Das sind ja traumhafte Preise für Strom. Tolle Sache, so kann man sich das schönrechnen. Soll ich jetzt mit meinem EAuto immer in die Schweiz fahen, um es zu laden?