Wolfgang Paul und Stefan Schwunk haben das Buch German Reichweitenangst veröffentlicht. Wie der Name vermuten lässt, geht es um Elektromobilität und die Herausforderungen, die diese bietet. Wolfgang und Stefan nähren sich dem Thema mit Humor und betreiben gleichzeitig Aufklärung. Im Elektroauto-News.net Podcast hat Wolfgang sich über das Buch, die Reaktionen darauf und seine ersten Schritte in die E-Mobilität geäußert.
Er selbst kam über die Schiene Photovoltaik-Anlage, Batteriespeicher und Wärmepumpe mit E-Autos in Berührung. Und zwar, als er sich die Frage stellte, was man noch mit der Leistung aus seiner 10-kW-Peak-PV-Anlage betreiben könnte. 2018 stand dann zunächst ein Smart EQ vor der Haustür, mit dem Reichweitenangst durchaus ein Thema war, wenn man nicht vernünftig geplant hat. Wurde dann auch durch einen Opel Corsa-e ersetzt, bevor er nun erst vor kurzem beim Tesla Model 3 gelandet ist.
Wolfgang stellt schon nach den ersten Schritten in die E-Mobilität fest, dass ihn diese gefesselt hat. Trotz Kommentare aus dem Freundeskreis und dem Versuch schlechte Witze auf E-Autos zu reißen. Am besten hat mir hier die Geschichte einer geschenkten 50 Meter Kabeltrommel gefallen, um zumindest mal 50 Meter mit dem E-Auto fahren zu können. Hier sah er sich berufen, ein wenig Aufklärung zu betreiben.
Gesagt, getan. Als Autor wusste er, wie schwierig es ist, am deutschen Buchmarkt zu bestehen. Ebendarum hat er sich Unterstützung bei seinem Co-Autor Stefan Schwunk geholt, um gemeinsam mit ihm German Reichweitenangst entstehen zu lassen. Im Mittelpunkt ein Protagonist mitten aus dem Leben. Mit all den Fragen, Zweifel und wirren Gedanken, die wohl jeder bei uns beim ersten Mal E-Autofahren hatte.
Der passionierte Dieselfahrer Klaus-Dieter-Pascal muss zur Inspektion in das Autohaus seines Vertrauens. Dort erfährt er, dass neben der jährlichen Wartung seines geliebten Diesels, auch eine umfangreiche Reparatur notwendig ist. Doch das großzügige Autohaus übergibt ihm einen Leihwagen. Zu seinem großen Entsetzen erhält er ein Elektroauto. Damit beginnt für ihn ein persönlicher Albtraum, der ihn am Ende zu einem folgenreichen Entschluss führt.
Das Buch selbst richte sich bewusst an Menschen außerhalb der Elektromobilität-Bubble, um ein wenig Aufklärung zu betreiben. Und aufzuzeigen, dass das gar nicht so schwierig ist mit dem E-Auto. Unterstützung hat man sich dennoch direkt aus der Szene geholt. Alexander Bloch (Autor/Motor/Sport), Christopher Karatsonyi (Car Maniac; Sport 1), Ove Kröger (Doc Tesla; bekannt aus RTL II, Kabel 1) und die Elektromobilitätsberaterinnen Lisa Bohm, Mitglied der „Electrified Women“ und Julia Maulhardt sind mit eigenen Beiträgen im Buch am Start.
Im Podcast äußert sich Wolfgang dazu, wie das Buch angekommen ist, welche Rückmeldungen er bereits erhalten hat und ob er überzeugt ist, die E-Mobilität ein wenig in die Welt hinausgetragen zu haben. Also reinhören. Es lohnt sich auch dieses Mal!
Gerne kannst du mir auch Fragen zur E-Mobilität per Mail zukommen lassen, welche dich im Alltag beschäftigen. Die Antwort darauf könnte auch für andere Hörer des Podcasts von Interesse sein. Wie immer gilt: Über Kritik, Kommentare und Co. freue ich mich natürlich. Also gerne melden, auch für die bereits erwähnten Themenvorschläge. Und über eine positive Bewertung, beim Podcast-Anbieter deiner Wahl, freue ich mich natürlich auch sehr! Danke.
Wir fahren inzwischen , bis aufs Reisemobil, auch elektrisch mit Pedelec, Motorroller, PKW. Könnten wir aber nicht in unserer Garage daheim laden käme ein Elektrofahrzeug nur als Hybrid, gerne Vollelektrisch wie etwa der Honda Civic , in Frage. Unterwegs Ladepausen von 30 Minuten oder mehr kämen niemals in Frage. Und so glaube ich das die BEV maximal einen Marktanteil der dem die zuhause Laden können erreichen werden. Reichweitenangst ist nicht der Grund.
Wir haben es hier mit einem Transformationsprozess zu tun. Nicht nur beim Hersteller, sondern auch beim Kunden. Der Mensch hat Angst vor Veränderung. Im Angstmodell von Riemann ist das eine der vier Grundängste.
Aber die Uhr läuft, 2035 Verbot für neue Verbrennner, 2030 spätestens sind die ersten großen Einfahrverbote zu erwarten, 2026 spätestens wird es keine attraktiven, neuen Verbrennerfahrzeuge mehr auf dem Markt geben. Das wird etwas mit Menschen machen. Denn auch die Zeit dahin spürt man ja, dass man auf dem falschen Gleis ist. Die Kinder fragen, warum du noch Verbrenner fährst.
Was man jedenfalls nicht braucht, ist dieses für mich total unlustige Buch. Das Tempo zum Umstieg ist individuell, oft auch durch Verhältnisse determiniert, z.B. wann eine Versorgungslösung in der Tiefgarage installiert wird. Oder, wann die Firma elektrische Dienstwagen einführt. Wir sind völlig auf Plan und aktuell läuft die wirkliche Großserie bei den deutschen OEM erst langsam an.Es kann gar nicht jeder bedient werden. Also gemach, gemach!
Mission: Alles mindestens gleich gut wie bisher, aber (lokal) CO2-frei!
Ich habe seit gut 40 Jahren ein eigenes Auto, inzwischen seit 8 Jahren mein sechstes (Fiat 127, Fiat UNO, Opel Kadett Kombi, Opel Vectra, Opel Vectra, Mazda CX-5). Immer war das neue Auto in allen wesentlichen Belangen gleich gut oder besser als das letzte.
Ich wollte eigentlich schon einige Zeit auf ein BEV wechseln, aber das Preis/Leistungs-Verhältnis ist wirklich grottenschlecht und wurde zudem durch den starken Preisanstieg immer schlechter. Ich löse gerne schwierige bis sehr schwierige Probleme, aber nicht beim Autofahren; da will ich alles möglichst funktional, simpel und komfortabel, Autofahren ist sowieso schon mit Abstand die gefährlichste Tätigkeit, die ich ausübe. Die Praxis mit Staus, Wetter, Enkelkindern, Blasen-Rhythmen und den anderen Verkehrsteilnehmern ist dann immer noch komplex genug, da möchte ich das nicht noch alles mit einer komplexen Ladeplanung kombinieren, bzw. erschweren. In dem Sinne habe ich ‚Reichweitenangst‘, obwohl ich nicht einmal german bin.
Glücklicherweise ist mein aktuelles Auto dermassen langlebig, dass ich es wohl so lange fahren kann, bis ich meine Praxis der Komfortsteigerung von Modell zu Modell werde beibehalten können. Beim ersten vernünftigen Kompakt-FCEV-Crossover (so 25kW, 25kWh, 5kg; oder evt. 30/30/6) werde ich zuschlagen. Aus heutiger Sicht könnte der im 2024 von Hyundai oder Honda sein, aber vielleicht gibt es ja noch Überraschungen. Dieses FCEV wird dann alle meine wesentlichen Anforderungen erfüllen: Kompakte Grösse, gute Sicherheit, CO2-frei, unbeschränkte Reichweite, lokal ab meiner PV-Anlage ladbar, …
Alles wird besser! Warum also ausgerechnet hier Abstriche machen, nur weil die Auto-Ingenieure noch ein paar Monate für eine wirklich taugliche Konfiguration brauchen.
Vielleicht ist das dann ja wirklich mein letztes Auto, das ich noch selber steuern muss. Inzwischen kümmern sich ja auch seriöse Leute immer mehr um das autonome Fahren.
Den Reichweitenangst-Hasen sollte man vielleicht ein sehr günstiges BEV-Carsharing-Abo für 30 Tage im Jahr beim BEV-Kauf anbieten, damit sie ein BEV mit extralanger Reichweite (z.B. für den Urlaub) haben und sie ansonsten ein BEV mit kleinem Akkupack fahren können – das würde viel Geld und Resourcen sparen.
Ich kanns einfach nicht verstehen, im Kollegenkreis sind auch so viele rückständig Denkende, welche sich vehement gegen die E-Mobilität wehren.
Dabei gibt es im Alltag nichts schöneres als elektrisch fahren.
Ich war auch so dumm und habe mich lange gewehrt, was rückblickend einfach nur ignorant und dumm von mir.
Ich fahre mehrmals im Jahr an die Nordschleife, weil ich Motorsport seit meiner Kindheit liebe, und die 630km einfache Strecke dort hin sind überhaupt kein Problem.
Ich brauche maximal, wenn überhaupt, eine Stunde länger als früher aber auch da machte ich Pausen und so entspannt wie jetzt bin ich noch nie gereist mit dem Auto, auch nicht so günstig.
So sehr ich den Sound und Geruch am Ring liebe, privat möchte ich keinen Verbrenner mehr fahren müssen.
habe das Buch gelesen ist wirklich sehr gut zu lesen, witzig, mit aufklärung.
hat mir sehr gut gefallen