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VW-Chef Diess fordert europäischen „Masterplan“ für Elektroauto-Ladeinfrastruktur

Michael NeißendorferbyMichael Neißendorfer
1. Februar 2020
Lesedauer: 2 Minuten
Michael NeißendorferbyMichael Neißendorfer
1. Februar 2020
Lesedauer: 2 Minuten

© Abbildung(en): VW AG

Home Automobilindustrie

Volkswagen-Chef Herbert Diess schlug auf dem Neujahrsempfang des Konzerns in Brüssel einige Maßnahmen vor, welche die Marktdurchdringung von Elektroautos sowie die Reduzierung des CO2-Ausstoßes beschleunigen könnten. Zum einen äußerte er den Wunsch nach einem europäischen „Masterplan“ für mehr Elektroauto-Ladesäulen. Der VW-Chef hält „bindende Ausbauziele für die einzelnen Mitgliedstaaten“ für notwendig, damit der Aufbau eines europäischen Ladenetzes für Elektroautos schneller voranschreitet. Die EU habe die Aufgabe, „denjenigen Ländern helfen, die den größten Aufholprozess vor sich haben. Wir brauchen einen europäischen Masterplan E-Mobilität.“

Nur mit einer europaweit ausreichenden Anzahl an Ladepunkten könnten sich die Elektroautos bei den Kunden auch durchsetzen, findet Diess. Eine Million Ladepunkte seien ein durchaus realistisches Ziel. Der VW-Chef bezeichnete die Niederlande beim Ausbau des Ladenetzes als besonders fortschrittlich, Deutschland befinde sich allenfalls im Mittelfeld. „Die Niederlande kommen auf beinahe 20 Ladepunkte je 100 Kilometer Straße, in Deutschland sind es weniger als drei“, sagte Diess.

Gleichzeitig forderte Diess „einen europäischen Kohleausstiegsplan mit verbindlichen Auslaufdaten für jeden Mitgliedstaat“. Sonst habe Europa „keine Chance, die Klimaziele zu erreichen.“ Er kritisierte den hohen Kohleanteil in der europäischen Stromerzeugung stark, allen voran Deutschland wegen der vergleichsweise großen Zahl an Kohlekraftwerken und Osteuropa. Sieben der zehn größten Kohlendioxid-Emittenten stünden in der Bundesrepublik.

Beim Weltwirtschaftsforum in Davos vor wenigen Tagen hatte Diess bereits einen deutlich höheren CO2-Preis verlangt. Für das kommende Jahr peilt die Bundesregierung zunächst 25 Euro je Tonne an, wobei der CO2-Preis sukzessive steigen soll. Nun bekräftigte er, dass die Politik beim CO2-Preis „mutiger sein“ solle.

Quelle: DPA-Newskanal auf SZ.de — VW-Chef: EU-Kohleausstieg und „Masterplan E-Mobilität“ // Handelsblatt — VW-Chef Diess macht Druck für ein europäisches Ladenetz

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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16 Comments
Ulrich Eberle
Ulrich Eberle
6 Jahre zuvor

Weiss der Mann eigentlich wovon er redet.Bei 10 Tsd km pro Jahr verdoppelt sich ungefähr der Stromverbrauch eines privaten Haushalts durch ein Elektroauto.Trotzdem fordert er einen noch schnelleren Kohleausstieg, Kernkraft sowieso. An manchen Wintertagen erzeugen die Erneuerbaren gerade mal 4 % des Bedarfes. Nieten in Nadelstreifen…

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Jürgen Kohl
Jürgen Kohl
6 Jahre zuvor

Soll der Staat Mal wieder zahlen? Was denken sich diese Herrschaften? Geht es zu gut? Hat Tesla um Geld gebettelt? Und die sind nicht Milliarden schwer gewesen, als sie. IT dem Bau von Superchargen begonnen haben

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niemand
niemand
6 Jahre zuvor

Die Politik sollte schon längst folgendes verlangen: Bei Neubauten oder bei grossen Renovationen muss zu jedem 3. Parkplatz ein Leerrohr vom Einspeisesicherungskasten verlegt werden. Die Kosten dafür sind null. Wenn aber ein Mieter nun ein eAuto will, so kann er mit wenig Auwand/Kosten seinen Parkplatz aufrüsten, wo er nachts(!) sein eAuto laden kann. Das ist zudem ökologischer als tagsüber(!) an einer öffentlichen Ladestation. Heute hat ein Mieter mit einem eAuto diese Option nicht.

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Bernd Zeilmann
Bernd Zeilmann
6 Jahre zuvor

In Deutschland fährt jedes Auto durchschnittlich 40 km an Tag. Das sind 8 kWh je Fahrzeug. Das Laden kann in der Niedriglastzeit zwischen 0 und 6 Uhr oder gleich wenn der Strom aus Erneuerbaren erzeugt wird stattfinden. Technisch alles kein Problem mehr. Mann muss es nur wollen.

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Tom
Tom
6 Jahre zuvor

Schon wieder dieser Diess…. ;-)
Er sollte sich darauf konzentrieren den Konzern ordentlich zu führen. VW führte den Dieselskandal an und kommt außerhalb USA fast „ungeschoren“ davon. Es erinnert mich ein bischen an seine Forderung an die Deutsche Politik, sich ausschließlich auf BEVs zu konzentrieren. Ist Diess wirklich der richtige Mann an der Spitze?
Ich glaube auch nicht, dass der ID3 DAS Auto für alle ist. In meinem Augen ist der starre Radstand der ersten Plattform ein Fehler. Wer braucht wirklich 15cm Kniefreiheit in der 2. Reihe? Hier wird viel Platz vergeudet. Familien mit Kind(ern) oder Taxler benötigten vor allem einen flexiblen Kofferraum.
Der Spagat für VW ist sicher schwer. Es bräuchte eine Optimismus ausstrahlende Spitze… Mutig in die neuen Zeiten!

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strauss
strauss
6 Jahre zuvor

Tesla Fahrer, richtig mache ich oft auch so, mit nur 10 Ampere zu laden. So kann man auch bei bedecktem Himmel noch ohne zusätzlich teuren Tagstrom günstig aufladen. Ist auch für den AKKU besser als immer Schnelladen. Sagt TESLA selber.

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strauss
strauss
6 Jahre zuvor

Weshalb nicht frech in die Zukunft schauen? Man sollte TESLA nicht nur bestaunen und loben. Ein gemeinsames Ladenetz mit denen wäre nicht das Dümmste. In Anbetracht, dass der Wechselakku kommt, hat der Hinterradantrieb ausgedient. Dort zwischen hinein, Längs- oder Schräglenkerachse würde heut schon die günstige Passform des BMW i 3 Akkus passen. „Schnellkonect„ wie bei einem AKKU-Schrauber machbar für Schnellaustausch. Bei TESLA geht das in 5 Minuten. Die ersten Batterien kommen jetzt dann zu EXODUS. Da muss auch an die Montagekosten gedacht werden. Ein Akku vom i 3 ist besser im Keller als Fixspeicher aufstellbar, als derjenige vom Model S TESLA.

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Niki
Niki
6 Jahre zuvor

Herr Diess und auch die anderen europäischen Betrügerfirmen fordern, fordern und fordern nur. Die Steuerzahler, natürlich auch die, die kein Auto haben sollen alles bezahlen. Die Gewinne streifen dann wieder die etablierten Betrüger ein.
Wie wäre es, wenn der „super gescheite“ Herr Diess es so machen würde wie Elon Musk und in Eigenregie Ladesäulen und Supercharger aufstellen würde??? Auf so eine Idee kommt er natürlich nicht !!! Finanziell müsste es ja sehr leicht möglich sein, wenn man neben Toyota weltweit der grösste Autobauer ist. Für das kleine Startup Unternehmen aus Kalifornien (Tesla) war es ja auch möglich. Man hat sich stattdessen in der Vergangenheit nur lustig gemacht über die eMobilität. Jetzt steht man vor dem Scherbenhaufen und jammert. Und die betrogenen Bürger sollen schon wieder zur Kasse gebeten werden und der deutschen Autoindustrie alles finanzieren. Hoffentlich sind die Politiker nicht so blöd und spielen mit. Viel Hoffnung hab‘ ich allerdings nicht.

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