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Bundesregierung hat neuen Umweltbonus auf den Weg gebracht – es kann dauern

Sebastian Henßler bySebastian Henßler
31. Januar 2020
Lesedauer: 2 Minuten
Sebastian Henßler bySebastian Henßler
31. Januar 2020
Lesedauer: 2 Minuten

© Abbildung(en): shutterstock / Lizenzfreie Stockfoto-Nummer: 1169707780

Home Elektroauto News 2020

Momentan erhalten Käufer eines Elektroautos einen Zuschuss zum Kaufpreis, genannt Umweltbonus, in Höhe von 4.000 Euro. Schon bald gibt es deutlich mehr. So zumindest der Plan. Zwischenzeitlich fiel vonseiten der Bundesregierung die Aussage, dass die EU-Kommission die Freigabe der neu beschlossenen Kaufprämie verhindere. Vonseiten der EU-Kommission wurde allerdings bekannt, dass man noch nicht im Freigabeprozess des erhöhten Umweltbonus involviert sei. Dies habe sich nun geändert.

EU-Kommission liegt Antrag für neuen Umweltbonus vor

Mittlerweile habe die Bundesregierung der EU-Kommission erste Daten zu dem neuen Umweltbonus für Elektroautos geliefert. Die Kommission gab zu verstehen, dass Deutschland am 20. Januar 2020 Informationen über die geplante Verlängerung vorgelegt habe, welche die Kommission nun vorrangig prüfen wird. Man habe ebenfalls mitgeteilt, dass die Regelung von Deutschland aber immer noch nicht offiziell notifiziert worden sei. Feststeht, solange die Kommission die Umweltprämie nicht gebilligt hat, kann sie von potenziellen E-Auto-Käufern nicht in Anspruch genommen werden.

Den Handel, der den Unmut der Kunden als Erster zu spüren bekomme, lasse man derzeit im Regen stehen, findet der ZDK – siehe hierzu diesen Artikel. Diese Hängepartie, die auch das Vertrauen in staatliche Zusagen erschüttere, müsse laut ZDK-Hauptgeschäftsführer Axel Koblitz so schnell wie möglich ein Ende bereitet werden. Denn eins steht auch fest, solange E-Auto-Käufer nicht sicher wissen wann die erhöhte Kaufprämie kommt, werden warten. Nun sei die Bundesregierung zumindest den nächsten Schritt gegangen, habe die Daten der EU-Kommission vorgelegt und darauf verwiesen, dass die verspätete Übermittlung der Daten auf interne Überlegungen zu Umfang und Modalitäten der Förderung zurückzuführen sei.

Politik und Automobilhersteller über neue Kaufprämie uneins

Eine Rolle könnte hierbei die Tatsache spielen, dass die Grüne fordern, die Umweltbonus genannte Kaufpreisförderung von Elektroautos anzupassen. Hybridautos sollen keine Förderung mehr bekommen, stattdessen sollen Elektroleichtfahrzeuge wie der Renault Twizy oder der Microlino in den Kreis der förderfähigen Fahrzeuge aufgenommen werden. Auch Prof. Dr. Günther Schuh, CEO der e.GO Mobile AG, hat sich für eine Anpassung des Umweltbonus ausgesprochen.

Die Automobilhersteller wollen zumindest nicht mehr länger warten: Renault geht mit dem E-Bonus in Vorleistung. Somit kann der ZOE bereits ab 15.330 Euro erworben werden. Eine Ansage. Hyundai verdreifacht den aktuellen Herstelleranteil des Umweltbonus beim Kauf eines Hyundai Kona Elektro oder Ioniq Elektro. 2.000 Euro kommen vom Staat dazu. Und auch KIA ist mit einem Umweltbonus von 6.000 Euro für die eigenen Modelle nachgezogen.

Quelle: Golem.de – Regierung liefert Brüssel erste Daten zu neuem Umweltbonus

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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26 Comments
Bernd Schimonski
Bernd Schimonski
6 Jahre zuvor

sind unsere Politiker mit den Vorgehensweisen der EU überfordert oder hat die EU ein echtes Problem. Strafen wegen hoher Schadstoffanteile in Milliarden das geht , aber Werte zu senken da muss erst lametiert werden Da haben die Engländer recht weg von der EU. Ein großes Circuszelt über Brüssel und bitte klatschen, das ist in der Manege erlaubt, oder pfeifen bei schlechter Vorstellung. Deutschland, das einstigste Land in der EU das so starke Umweltprobleme hat und abhilfe schaffen möchte bekommt aus Brüssel Hindernisse in den Weg gelegt. Das verstehe wer will, wenn die Wirtschaft total zerschlagen ist ist es zu spät. Dann spürt Brüssel aber dass Deutschland keine Gelder mehr einzahlt und frägt sich erstaunt warum??? Die Verantwortlichen können auf dem Mond ihr unwesen treiben , aber bitte nicht hier unten.

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EV
EV
6 Jahre zuvor

Irgendwie schon ein bisschen Bananenrepublik Politik….einer hat es wohl versiebt, die Schuld wird einfach hin und her geschoben…egal, es gibt ja Hyundai, Kia und Renault, die dem Kunden jetzt schon mehr geben und damit ein wenig über politische Unfähigkeit weghelfen.

Ich denke, die Prämie wird pünktlich mit den ersten Auslieferungen von VW erhöht, was für ein Zufall…..

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Egon meier
Egon meier
6 Jahre zuvor

ist irgendwie wieder typisch .. da wird eine durchaus sachliche Information zur Thema BEV-Förderung gleich kombiniert mit einem Product- und Action-Placement von Renault und Kia/Hyundai.

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Kasch
Kasch
6 Jahre zuvor

Stimmt doch nicht: Deutschland hat erst jetzt am 20.01.20 die erforderlichen Unterlagen nach Brüssel geschickt und wird die Freigabe bis zur Auslieferung des ID3 weiter hinauszögern.
Hersteller, und somit die Regierung haben sich ohnehin entschlossen, mit vollkommen unrealistischen Verbrauchsangaben / CO2-Ausstoß für Hybridfahrzeuge die CO2-Strafen zu mildern, da deutsche OEM´s viel zu unwirtschaftlich sind, um mit reinen Elektrofahrzeugen, ohne gewohnt hohen Stückzahlen, Gewinn zu realisieren.
Dieser Hybridschwachsinn wird derzeit massiv beworben – der unwissende Konsument lässt sich die Teile für teures Geld aufschwatzen, um sich oft nach kurzer Zeit mit hohem Wertverlust wieder davon zu trennen – höre ich inzwischen immer öfter an der Ladesäule: „nie mehr ein Elektrofahrzeug !“.
Als äusserst glücklicher Besitzer eines Kona-Elektro weiß ich wovon ich spreche – hier alle Unverschämtheiten unserer Industrie, Regierung und Behörden zur Hemmung von E-Mobilität zu erläutern, dauert mir aber dann doch zu lange.
PS: mein 64kWh-Akku wird vermutlich in 15 Jahren als Hausspeicher für eine Solaranlage dienen, oder sehr wirtschaftlich recycelt (zu 98% Prozent bereits jetzt möglich) – die kleinen Hybridakkus landen nach wenigen Jahren in der Schrottpresse, oder mit den millionen Handyakkus an irgend einem Strand in Afrika, nachdem sie ein paar Jahre unnütz in einem Hybrid mitgeführt wurden – in Fahrzeuge, die mit konsumierter Energie zu 80% die Umwelt aufgeheizt haben und 20% zur Fortbewegung nutzten. Die Welt wird nicht dauerhaft zusehen, wie die EU unter deutscher Federführung Umweltschutz boykottiert, um unseren Lebensstandard weiter zu erhöhen !

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BevKombiFan
BevKombiFan
6 Jahre zuvor

….ein Schelm wer böses dabei denkt……man braucht keine Finger um sich klar zu werden das hier jemand bremst. Immer noch glauben einige nicht daran das sich etwas ändert.
Aber es hilft nichts. Der Wandel ist im Gange und nicht mehr aufzuhalten. Wer hier verhindert und bremst macht den Schaden nur noch größer. Es gilt den Wandel schnell zu vollziehen das sich Investition in Produktion und Personal rechnen.

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Arno Seitzinger
Arno Seitzinger
6 Jahre zuvor

Es ist leider hierzulande Programm, Sachen, die wir in Deutschland selbst versemmelt oder verschlafen haben, der EU anzukreiden…

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Heli
Heli
6 Jahre zuvor

Ich werde mir bestimmt keinen VW mehr kaufen. Aller besten Erfahrungen mit Hyndai gemacht, in jeder Hinsicht.
Ich brauche Anhängelast
Das geht bei e Auto ohnehin nicht.
Brennstoffzelle plane ich.
Warum entwickeln und verbessern ganz intensiv die Brennstoffzelle, China. BMW mit Toyota, Hyndai!
EAuto nur Übergangslösung.
PS: mit e Auto nach Kroatien
Gefahren 2x, Erfahrungen gemacht, die möchte ich nicht mal meinen Totfeind zumuten möchte!
Nur eine große Katastrophe
Hoch 100..

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Roma
Roma
6 Jahre zuvor

Der e-Auto-Bonus wird kommen…einfach etwas Geduld mit unseren „Politikern“. Alles wird heutzutage manipuliert, wozu da die Aufregung.

Die Verantwortung tragen dieselben.

E-Autos sind einfach gut…Lärm…Abgase…usw…

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Martin Eichlseder
Martin Eichlseder
6 Jahre zuvor

1. Wie schnell kommt der Umweltbonus?
2. Wann ist der Berliner Flughafen fertig?
3. Wann startet die Giga-Berlin mit der Produktion?

Welche der drei Fragen kann man mit guten Gewissen beantworten?
Bei 1 und 2 hätte ich schon ein bisschen Bauchweh.

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Christoph A.
Christoph A.
6 Jahre zuvor

Nachdem ich alle Kommentare gelesen habe, denke ich, dass in allen eine kleine Wahrheit steckt.
Meine Meinung ist jedoch, ich möchte eine E-Auto, dann kaufe ich dieses. Unabhängig von der Prämienhöhe. Bei Verbrennungsmotoren gibt es gar keine Prämie und diese werden trotzdem verkauft.
Ich habe mir aus Überzeugung ein E-Auto bestellt, welches ca. April 2020 geliefert wird.
Dieses Fahrzeug hätte ich auch ohne Prämie bestellt, da ich es aus Umweltgründen wollte.
Wenn Sie alle aus Umweltgründen kaufen möchten, frage ich mich warum Sie warten.
Aus Kostengründen kann es nicht sein.
Ich erwähne für die Wartezeit nur KFZ-STEUER, höhere Kraftstoffkosten, höhere Wartungskosten usw.
Die eventuell Mehrprämie ist dann sicherlich schon ausgegeben.

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