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Post beendet auch Produktion des StreetScooter Work XL bei Ford

Michael NeißendorferbyMichael Neißendorfer
16. März 2020
Lesedauer: 2 Minuten
Michael NeißendorferbyMichael Neißendorfer
16. März 2020
Lesedauer: 2 Minuten

© Abbildung(en): Ford

Home Elektroauto Hersteller

Vom Aus des Elektrotransporter-Herstellers StreetScooter ist auch die über eine Kooperation ausschließlich bei Ford in Köln produzierte Version Work XL betroffen, der größte Transporter im Portfolio von StreetScooter. Die Basis des Fahrzeugs bildet das Fahrgestell des Ford Transit, das mit einem batterieelektrischen Antriebsstrang und einem Karosserieaufbau nach Vorgaben von StreetScooter ausgestattet wird.

Das Fahrgestell, der sogenannte Glider, wurde im Ford-Otosan-Werk in Kocaeli in der Türkei produziert. In der Manufaktur in Köln wurde der Rahmen für den Einbau der Batterie und den Aufbau des Laderaums angepasst. Die Ford-Mitarbeiter bauten den elektrischen Antriebsstrang inklusive Steuerelektronik ein, alle elektrischen Zusatzkomponenten sowie die Batterie. Außerdem montierten sie auch den in Einzelteilen angelieferten Aufbau, den sogenannten Koffer, auf die E-Transporter und bauten die Fahrerkabine nach den speziellen Vorgaben um.

Damit ist nun endgültig Schluss, wie der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet. Laut Ford habe es zwar bislang noch keine Gespräche mit der Deutschen Post DHL gegeben, dem Eigentümer von StreetScooter. Der zuständige Postvorstand Thomas Ogilvie allerdings habe bereits mitgeteilt, dass auch die Kooperation mit Ford nicht fortgesetzt werden soll. Die Produktion sei bereits Ende des vergangenen Jahres gestoppt worden, heißt es. Die rund 180 Ford-Mitarbeiter, die aus anderen Bereichen für den Zusammenbau des Work XL zusammengezogen worden waren, hätten daraufhin ihre ursprünglichen Arbeitsplätze wieder eingenommen.

Anderweitige Rettung als Ausweg?

Mittlerweile ist das StreetScooter-Aus auch bei der Landespolitik in Düsseldorf ein Thema. Nach Informationen des Kölner Stadt-Anzeiger wollen die Grünen-Abgeordneten Horst Becker und Arndt Klocke im Rahmen einer Kleinen Anfrage von der Landesregierung erfahren, ob und in welchem Umfang Unterstützung für das Unternehmen und die Mitarbeiter angeboten werden. Außerdem wollen die beiden wissen, ob es Möglichkeiten zur Rettung des einstigen Vorzeigeprojekts für E-Mobilität und die Verkehrswende in Nordrhein-Westfalen geben werde.

„Weil sich bislang weder der Ministerpräsident noch der Wirtschaftsminister öffentlich an die Seite der Post-Tochter gestellt haben, sah sich zuletzt sogar der Entwickler des ersten und bislang einzigen straßenzugelassenen Elektroautos aus NRW gezwungen, selbst nach Möglichkeiten zur Rettung zu suchen“, schreiben die beiden Grünen-Abgeordneten der Zeitung zufolge über die Ankündigung des Streetscooter-Gründers Günther Schuh, sein einstiges Unternehmen zurückzukaufen. Schuh ist momentan bereits an anderer Stelle wieder im Fahrzeugbau aktiv: Als Geschäftsführer des Elektroauto-Herstellers e.GO Mobile bringt er rein elektrische Kleinwagen auf die Straße.

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger — Post stellt auch Bau des Streetscooter Work XL ein

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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1 Kommentar
Optimator
Optimator
4 Jahre zuvor

Was halten wir denn als Verbraucher von solchen Signalen?
Die ganze E-Politik für richtungsweisende Unternehmen nur Bullshitting?
Diesel-Aus nur für die kleinen Konsumenten, damit diese notfalls per gesteuertem Blackout in ihren teuer bezahlten E-Fahrzeugen bei Bedarf immobil gestellt werden können?
Die gesammelte Attacke gegen die Mobilität ist doch bereits kurzfristig mithilfe von Covid 19 erreicht worden. Gut, mittelfristig macht das dann die „E-Mobilität“ – spätestens, wenn Mitte des Jahrhunderts die Rohstoffe für mindestens einmal die Akkumulatoren nur noch durch kriegerische Handlungen an große globale Player verteilt werden können, die diese primär für Rüstungs- und Verteidigungszwecke einsetzen müssen. Dann braucht man wahrscheinlich die verbliebenen Dieselvorräte aus der Weltmarktproduktion für den Antrieb von Panzern und Kriegsschiffe. Und dann ist sowieso nur noch die Kriegsmaschinerie mobil.
Zu schwarz gesehen für die grüne Brille?

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    Es scheint sich anzukündigen, als ob auch die BMW Group nun bei Hybrid- und vollelektrische Fahrzeuge alles auf eine Karte setzt. Hierfür spricht ganz klar der Finanzbericht für das vergangene Geschäftsjahr 2019. In der dazugehörigen, ausführlichen Pressemitteilung wurde kurz ein Ausblick auf die Entwicklung der kommenden Jahre gegeben. Besonders interessant war hierbei nachfolgender Abschnitt "Auf der Produktseite werden im Übergang zu den weiterentwickelten intelligenten Fahrzeugarchitekturen ab 2021 bis zu 50 Prozent der klassischen Antriebsvarianten entfallen – zugunsten von zusätzlichen elektrifizierten Antrieben. Dort werden die Ergebnisse vor allem in den Jahren nach 2022 voll zur Wirkung kommen." Oliver Zipse vertieft diese Feststellung der Konzentration auf weiterentwickelte Fahrzeugarchitekturen wie folgt: "Wir haben die anstehenden Veränderungen frühzeitig erkannt und unsere Hausaufgaben gemacht. Jetzt entfaltet sich unser volles Potential – genau im richtigen Moment." CO2-Flottenziele treiben Wachstum bei Alternative Antriebe Getrieben wird BMW, wie andere Automobilhersteller auch, stark durch die vorgegebene CO2 Flottenziel seiner europäischen Neuwagenzulassungen. Dieses Ziel liegt um rund 20% unter der Vorgabe aus dem Jahr 2019. Vonseiten BMW will man dieses Ziel einem Drittel mit weiteren Verbesserungen der konventionellen Antriebe und zu zwei Dritteln mit dem Zuwachs von elektrifizierten Fahrzeugen erreichen. "Bis 2025 rechnet die BMW Group dann mit einer steilen Wachstumskurve: Jahr für Jahr soll der Absatz der elektrifizierten Fahrzeuge um durchschnittlich über 30 Prozent steigen." Alle Zeichen in Richtung E-Mobilität Generell stehen alle Zeichen in Richtung Elektromobilität bei BMW, wie man zuletzt von Seiten des Unternehmens auf der IAA 2017 und im November 2018, als auch im Juni 2019 verkündete. Sowie mit der Elektrifizierung anderer Marken des Unternehmens zeigt. Bis 2023 plant die BMW Group, ihre Fahrzeugpalette auf 25 elektrifizierte Fahrzeuge auszubauen, davon mehr als die Hälfte vollelektrisch. Trotz dieser rosigen Aussichten gab BMW-Chef Oliver Zipse erst vor kurzem zu verstehen, dass er eine Verzehnfachung des Absatzes von Elektroautos für nötig hält, um die CO2-Ziele der EU in den nächsten Jahren zu erfüllen. Die Elektrifizierung des eigenen Portfolios will BMW kurz- bis mittelfristig wie folgt angehen: Der BMW i3 bleibt weiterhin Bestandteil des E-Mobilitätsportfolio des Herstellers, Ende 2019 startete im Werk Oxford die Produktion des vollelektrischen MINI Cooper SE. 2020 folgt im Werk im chinesischen Shenyang der BMW iX3 und 2021 dann der BMW iNEXT sowie der BMW i4, die in Dingolfing beziehungsweise im Werk München gefertigt werden – alle werden mit der fünften Generation des elektrischen Antriebs ausgestattet sein. Für den iX3 wurde zuletzt bekannt, dass eine Einführung in den USA verschoben wurde, wahrscheinlich um die CO2-Emissionsflottenziele zu stützen. Quelle: BMW AG - Pressemitteilung vom 12. März 2020

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