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Tesla-eigene Batteriezellen reichen nun für 1000 E-Autos pro Woche

Michael NeißendorferbyMichael Neißendorfer
28. Dezember 2022
Lesedauer: 2 Minuten
Michael NeißendorferbyMichael Neißendorfer
28. Dezember 2022
Lesedauer: 2 Minuten

© Abbildung(en): M.J.J. de Vaan / Shutterstock.com

Home Elektroauto Hersteller

Der E-Auto-Primus Tesla hat mitgeteilt, dass die Produktionsrate seiner Batteriezellen mit dem neuen Format 4680 nun ein Niveau erreicht hat, dass sie für 1000 Elektroautos pro Woche ausreichen. Die Batteriezelle des Typs 4680, dicker und kürzer als das Vorgängerformat, hatte Tesla bereits 2020 als seine erste von Grund auf neu entwickelte Zelle vorgestellt. Typisch für Tesla hat sich der Hochlauf etwas in die Länge gezogen. In der letzten offiziellen Mitteilung aus dem vergangenen Februar sprach der US-Autohersteller davon, die ersten 1 Million Zellen in seiner Pilotanlage in Fremont fertiggestellt zu haben. Seitdem gab es keine konkreten Aussagen mehr. Bis vor wenigen Tagen.

Congrats to the 4680 cell team on achieving 868k cells built in the last 7 days—equal to 1k+ cars! 🔋 pic.twitter.com/CaC7Js9aEL

— Tesla (@Tesla) December 25, 2022

Am ersten Weihnachtsfeiertag teilte Tesla auf Twitter mit, im Pilotwerk Fremont eine wöchentliche Produktionsrate von 868.000 Stück der 4680 Batteriezellen erreicht zu haben, was ausreicht, um mehr als 1000 E-Autos des Typs Model Y damit zu bestücken. Neben dem Pilotwerk in Fremont etabliert der Autohersteller derzeit auch eine höhere Serienproduktion im Werk in Texas. Der Hochlauf bei der Zellproduktion soll dazu führen, dass auch die E-Auto-Produktion weiter deutlich steigen kann. Zuletzt hieß es, dass vor allem Versorgungsengpässe bei Batterien die Produktionssteigerung von E-Autos gebremst haben sollen.

Im Jahr 2021 hat Tesla gut 935.000 Elektroautos ausgeliefert. In 2022 dürften es knapp über 1,3 Millionen sein. Ein Vorteil der 4680er-Zellen ist ihr hohes Einsparpotenzial. Die neuen Zellen vereinfachen die Produktion der Akkupakete und machen sie auch günstiger: Tesla zufolge können durch den Einsatz der eigenen Batteriezellen Einsparungen von gut 5500 US-Dollar pro Fahrzeug realisiert werden. Letztendlich sollen die neuen Zellen es ermöglichen, dass Tesla ein kompaktes E-Auto für weniger als 25.000 US-Dollar auf den Markt bringen kann.

Quelle: Electrek – Tesla confirms 4680 battery cell production is now enough for 1,000 cars a week / T3N – Tesla feiert Durchbruch bei Batteriezellenproduktion: Akkus für 1000 Model Y pro Woche

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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6 Comments
Johann
Johann
3 Jahre zuvor

5500 US-Dollar sparen sie pro Auto. Wie soll das gehen? Angeblich waren sie ja vorher auf Zellebene deutlich unter 100 Dollar pro kWh und 80 kWh hat so ein Auto. Das scheint mir unwahrscheinlich, dass sie statt vorher 7200 Dollar jetzt 1700 Dollar zahlen. Aber das ist der Stil des Hauses, der lange unschädlich war. Wer erinnert sich nicht an das Versprechen von Musk 2019, dass 2020 1 Million Tesla, wenn nicht benötigt, als Robotaxis fahren und ihren Besitzern Nebeneinkünfte von bis zu 30.000 Dollar jährlich bescheren?

Da ist 2021 der Kurs nicht zusammengebrochen als das nicht passierte. Aber dieses Jahr. 720 Milliarden Dollar hat Tesla an Marktwert verloren. Sie sind jetzt 1/3 des Tesla von vor einem Jahr. Vordergründig geht es diese Woche um den Absatz, denn es kam über Schichtpläne heraus, Tesla China hat den ganzen Januar zu, obwohl der Lockdown zu Ende ist. Das ist zu kurz gegriffen. Mir scheint, institutionelle Anleger haben das Vertrauen insgesamt verloren. Denn viele Themen lassen Zweifel aufkommen, ob man für den Wettbewerb der nächsten Jahre gut gerüstet ist: Aktuelle Technik wie 800 V und v2g hat man nicht, beim autonomen Fahren steckt man in einer Sackgasse.

Die Konkurrenz dagegen hat immer attraktivere Angebote. Es gibt als Chinese täglich weniger Gründe, nicht ein einheimisches Elektroauto zu fahren. Gleiches gilt für Europäer und in den USA hat man im essentiellen Pickup-Segment gar nichts, der Cybertruck ist weder auf dem Markt noch ernst gemeint.

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brainDotExe
brainDotExe
3 Jahre zuvor

Wann werden denn diese Zellen in Modellen abseits vom Model Y verwendet?
Model 3 oder Model S wäre interessant.

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Jakob Sperling
Jakob Sperling
3 Jahre zuvor

Tesla hat den Dummen dieser Welt 10 Jahre lang vorgegaukelt, sie würden selber ganz spezielle Batterien produzieren. Jetzt endlich produzieren sie offensichtluch ein paar Batterien selbst. Panasonic hat aber schon mehrfach darauf hingewiesen, dass das IHRE Batterie ist und dass gewisse Prozessschritte nur sie kennen und beherrschen. Tesla ist also einfach ein kleiner Lizenzfertiger dieser Batterie. Aber wenn Panasonic spricht, hört die Meute nicht zu und lebt lieber weiter in ihrem Traum von der Weltherrschaft.

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Bingo
Bingo
3 Jahre zuvor

Bald kommt doch die patentierte 12,000 tons Giga-Presse for one-piece-car-body, die die Produktionszeit um 25% reduziert. Phantastisch…

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Antworten

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