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BMW beteiligt sich an Projekt zu nachhaltigem Lithium-Abbau in Chile

Felix KatzbyFelix Katz
26. Februar 2022
Lesedauer: 2 Minuten
Felix KatzbyFelix Katz
26. Februar 2022
Lesedauer: 2 Minuten

© Abbildung(en): BMW Group

Home Automobilindustrie

Die BMW Group setzt nach eigenen Angaben einen weiteren wichtigen Meilenstein bei den Nachhaltigkeitsaktivitäten für Lithium und bringt gemeinsam mit der BASF eine wissenschaftliche Studie zu Auswirkungen des Lithium-Abbaus mit ein.

Der verantwortungsvolle Umgang mit natürlichen Ressourcen ist laut Pressemitteilung eines der Kernelemente des Nachhaltigkeitsengagements der BMW Group. Im Rahmen dieser Aktivitäten ist das Unternehmen dem branchenübergreifenden Projekt „Responsible Lithium Partnership“ beigetreten. Ziel des Projekts sei es, mit lokalen Interessengruppen ein gemeinsames Verständnis zum verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen zu erlangen und eine Vision für die Zukunft des Salar de Atacama zu entwickeln.
Die „Responsible Lithium Partnership“ wurde im Frühjahr 2021 von BASF, der Mercedes-Benz Group AG, der Daimler Truck AG, Fairphone und dem Volkswagen-Konzern für eine geplante Dauer von drei Jahren initiiert. Sie fördert weder die Lithiumbeschaffung noch den Ein- bzw. Verkauf von mineralischen Rohstoffen.

BMW Group bringt mit BASF wissenschaftliche Studie ein

Die BMW Group tritt der Initiative als sechstes Mitglied bei und unterstützt das Vorhaben unter anderem durch wissenschaftliche Erkenntnisse zu den Auswirkungen des Lithium-Abbaus auf die Wasservorkommen in der Salar de Atacama, Chile. Gemeinsam mit BASF hatte die BMW Group eine Studie zur Untersuchung des Einflusses des Lithium-Abbaus auf die lokalen Wasserhaushalte in Lateinamerika bereits Ende 2020 bei der University of Alaska-Anchorage und der University of Massachusetts-Amherst in Auftrag gegeben. Ziel der Studie soll sein, die Wechselwirkungen zwischen den Süßwasser- und den Lithium-Sole-Schichten wissenschaftlich besser zu verstehen, verschiedene Technologien zu bewerten und damit eine Kompetenz zur Beurteilung eines nachhaltigen Lithium-Abbaus zu erreichen. Die Studie biete eine wissenschaftliche Grundlage für zukünftige Entscheidungen zum Bezug von Lithium.

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH koordiniert das Projekt mit dem Ziel, gemeinsam eine Vision für die Zukunft der Wassereinzugsgebiete des Salar de Atacama zu entwickeln. Dazu werden Akteure aus Lithium- und Kupferbergbau, Landwirtschaft, Tourismus, indigene Gemeinden und staatliche Akteure zu einer lokalen Multi-Stakeholder-Plattform eingeladen, um gemeinsam Maßnahmen zu entwickeln. Darüber hinaus soll ein gemeinsamer Aktionsplan zur Verbesserung des langfristigen Managements natürlicher Ressourcen entwickelt und in ersten Schritten umgesetzt werden.

Quelle: BMW Group – Pressemitteilung

Felix Katz

Felix Katz

Felix Katz liebt alles, was vier Räder und einen oder gleich mehrere Motoren hat. Nicht nur Verbrenner, sondern vor allem Elektroautos haben es ihm angetan. Als freiberuflicher Autojournalist stromert er nicht nur fast jeden Tag umher, sondern arbeitet seit über zehn Jahren für viele renommierte (Fach-)Medien und begleitet den Mobilitätswandel seit Tag eins mit.

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5 Comments
Anonymous
Anonymous
4 Jahre zuvor

Ich frage mich, an wie vielen Studien sich die genannten Firmen beteiligt haben, welche sich z.B. mit den Folgen von Fracking für das Grundwasser, oder auch den Folgen von Tiefseebohrungen für Flora und Fauna des Meeres beschäftigen.

Am Ende kommt wahrscheinlich noch heraus, daß Erdöl und e-fuels nur unwesentlich schlechter – ja eigentlich sogar besser sind als BEVs mit all diesen seltenen Erden :-)

Der heilige Gral ist dann sicherlich grüner Wasserstoff aus Demeter Fusionsreaktoren.

Die Erdölindustrie hatte in den 70er Jahren ja auch Studien in Auftrag gegeben, die Ergebnisse aber dann lieber unter der Klimateppich gekehrt.

Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht – und wenn er gleich die Wahrheit spricht.

Mal drüber nachdenken – Denken hilft ;-)

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Daniel W.
Daniel W.
4 Jahre zuvor

Nachhaltigkeit bei E-Autos bedeutet für mich ingesamt weniger Resourcen, also weniger Stahl, Aluminium, Kunststoff, Batterien usw., d.h. kleinere E-Autos mit weniger Gewicht, kleinere Batterien und weniger Kilometer.

Bei einem derzeitigen Resourcenverbrauch von 1,84 Erden müsste fast alles mit den halben Resourcen auskommen, neben E-Autos auch Bekleidung (hochwertig statt dutzenfach Wegwerf-Mode), Handys (leicht wechselbare Akkus und Displays), Lebensmittel (weniger wegwerfen) und vieles mehr.

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