Einer aktuellen Studie von Schmidt Automotive Research zufolge könnten asiatische Autohersteller von der Energiekrise in Europa profitieren. Hersteller aus Japan, China und Korea – und vielleicht sogar Vietnam – könnten vor allem mit wettbewerbsfähigeren Produktionskosten punkten, da sie von den Verwerfungen aufgrund des Krieges gegen die Ukraine deutlich weniger betroffen sind – schließlich sind sie nicht von russischem Gas abhängig.
Hersteller in Europa indes verteuern aufgrund der hohen Energiepreise ihre Fahrzeuge und wälzen die höheren Kosten somit auf ihre Kund:innen ab. Analyst Matthias Schmidt sieht etwa Toyota und Hyundai/Kia bereits als Krisengewinner. Hersteller aus Japan und Korea profitieren zudem von Freihandelsabkommen und den Null-Prozent-Einfuhrzöllen nach Europa. Chinesische Hersteller, für die immer noch ein Einfuhrzoll von 10 Prozent für Pkw gilt, könnten diesen Nachteil durch niedrigere Produktionskosten aufweichen, welche auf eine frühzeitige Skalierung ihres Inlandsmarktes und niedrigere Energiepreise im Vergleich zu europäischen Produktionsanlagen zurückzuführen sind.
Eine zusätzliche Folge der aktuellen Verwerfungen könnte eine schneller erreichte Preisparität zwischen E-Autos und Verbrennern sein, da Komponenten für Elektroautos vorrangig aus Asien kommen und Komponenten für Verbrenner vorrangig aus Europa.
Für Autobauer aus Asien sprechen einige weitere Faktoren: Der japanische Hersteller Toyota scheint langsam aus seiner Elektroauto-Lethargie aufzuwachen und hat kürzlich mehrere neue Elektroautos gestartet. Zudem soll Toyota daran arbeiten, seine E-Auto-Strategie auf ein neues Fundament zu stellen, um wettbewerbsfähiger zu werden. Hyundai und Kia aus Korea haben in den vergangenen Monaten vor allem von ihrer branchenführenden E-Auto-Architektur E-GMP profitiert. Die Modelle auf der innovativen 800-Volt-Plattform erreichten zusammengenommen einen Marktanteil in Europa von knapp mehr als zwölf Prozent.
Und chinesische Marken wie BYD, Nio und XPeng greifen nun ebenfalls verstärkt in Europa an. Auch Vietnams VinFast könnte die Gelegenheit nutzen, in Europa schneller und nachhaltiger Fuß zu fassen als zuvor angenommen. Spannende Zeiten also stehen in der Automobilindustrie bevor.
Quelle: Schmidt Automotive Research – The worst of times could be the best of times for Asian OEMs
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Sie wollen Letzteres für sich selbst ja auch nicht.
Der Energieeinsatz beim durchschnittlich hergestellten Fahrzeug beträgt 40,5 MWh, meist Strom. Die Kosten betrugen letztes Jahr etwa 10.000 EUR, dieses Jahr 50% mehr, d.h. 15.000 EUR, also 5.000 EUR mehr.
Das ist schon eine Hausnummer, die zu Buche schlägt.
Da haben die Asiaten einen Vorteil, welcher umgelegt einen guten Vorteil bietet.
Einerseits wird deswegen nicht jeder einen Asiaten fahren wollen, andererseits sind deutsche Autos aus Asien deswegen nicht günstiger.
Fakt ist, die erneuerbaren Energien müssen ausgebaut werden, und gerade Autohersteller haben viele Dächer, wo noch viel Platz für PV ist :-)
… so wie z.B. auch der Smart #1 aus Asien kommt, gell?!
Der Wettbewerb aus Japan, Korea ist gut, da die deutschen Autobauer zu hohe Preise verlangen.
BMW, Mercedes und Audi haben sich auf Luxusfahrzeuge fokusiert. Es ist wichtig, dass sie durch vernünftige Preise aus Japan und Korea wieder geerdet werden.
Die Europaer sollten systematisch chinesische Fahrzeuge meiden wie z.B. BYD usw.
Auch Volvo (Polestar) sollten systematisch gemieden werden.
Selbstverständlich haben die Asiaten einen gewaltigen Wettbewerbsvorteil – nicht zuletzt durch die Dummheit und Ignoranz der Europäer, insbesondere der Deutschen! Bsp gefällig? Während wir als ehemalige Weltmarktführer in Sachen erneuerbare Energien diese Führungsrolle auf Druck der Interessen der Fossilwirtschaft an die Chinesen verscherbelt und zig zehntausende zukunftsfähige Arbeitsplätze zugunsten von ein paar tausend ohnehin im Abstieg befindliche Jobs in klimaschädlichen Branchen haben vor die Hunde gehen lassen, haben die Asiaten viel früher erkannt, dass der deutsche Entwicklungsvorsprung bei Verbrennungsmotoren in kürzester Zeit wertlos wird und die Herrschaft über einen möglichst großen Teil der Wertschöpfungskette bei E-Fahrzeugen unschätzbare wirtschaftliche Potentiale birgt. Flankiert wurde dies durch eine langfristig angelegte, clevere Industriepolitik, deren Schwerpunkt in der Erlangung eines faktischen Monopols bzgl. der Ausbeutung essentieller Rohstoffe und der wirtschaftlichen Unterwerfung bspw vieler afrikanischer Länder liegt. All das vollzog sich relativ unbemerkt von einer westlichen Öffentlichkeit, die statt dessen Billionen Dollar in vollkommen unsinnigen Kriegen vernichtet hat. Aber auch in Europa hat China sich Macht- und Einfluss-Sphären in einem Ausmaß sichern können wie China das umgekehrt bei europäischen Unternehmen niemals (!!!) zugelassen hätte. Last Not least werden bsw deutsche E-Autokäufer geradezu zu asiatischen Herstellern „getrieben“, da unsere an Arroganz schwer zu übertreffenden Manager in der Automobilindustrie zu Gunsten margenträchtiger Luxusmodelle auf die Entwicklung bezahlbarer Elektrofahrzeuge verzichten und somit den Asiaten, die allerdings tatsächlich immense Kostenvorteile haben, das Feld überlassen. Hier muss die Politik dringend gegensteuern, indem bspw schwerpunktmäßig elektrifizierte Kleinwagen und maximal noch die untere Mittelklasse und nicht tonnenschwere SUV gefördert werden.