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Total plant 70 Ultraschnelllade-Standorte an Deutschlands Autobahnen

Michael NeißendorferbyMichael Neißendorfer
4. Februar 2020
Lesedauer: 3 Minuten
Michael NeißendorferbyMichael Neißendorfer
4. Februar 2020
Lesedauer: 3 Minuten

© Abbildung(en): Total

Home Automobilindustrie

Die Total Deutschland GmbH baut ihr Engagement für neue Energieträger und neue Konzepte in der Mobilität aus. Noch im Frühjahr sollen erste Ultraschnellladesäulen in Betrieb gehen. Darüber hinaus sind weitere Standorte für Wasserstoff sowie CNG und LNG in Planung. Realisiert und gebündelt wird dies in einer neu geschaffenen Direktion Mobilität & Neue Energien. Unter Führung von Jan Petersen soll sie die Herausforderungen angesichts des Klimawandels und der Digitalisierung des Mobilitätssektors aktiv gestalten. Jan Petersen verfügt über langjährige Erfahrung in der Total Gruppe und hat zuletzt das Handels- und Verbrauchergeschäft verantwortet.

Bis Ende 2022 will die Total Gruppe in Westeuropa an 300 Standorten rund 1000 Ladepunkte mit sogenannten Ultraschnellladesäulen mit einer Leistungsfähigkeit von bis zu 175 kW installieren. Auf Deutschland entfallen laut aktueller Planung knapp 70 Standorte mit rund 200 Ladepunkten. „Wir sehen den Bedarf nach ultraschnellem Laden derzeit vor allem entlang von Autobahnen. Für ein möglichst dichtes Netz werden wir alle 150 Kilometer HPC‑Säulen (High Power Charging) aufstellen“, erläutert Petersen. Die ersten HPC‑Stationen in Deutschland werden von Total aktuell an den Autohöfen Barsinghausen, Weißenfels, Osterfeld und Alsfeld sowie in Kirchheim Teck errichtet und sollen bereits im Frühjahr 2020 in Dienst genommen werden.

„Die Schaffung der neuen Direktion ist ein klares Statement für die Zukunft: Wir bei Total engagieren uns für bessere Energie, die sicherer, erschwinglicher, sauberer und für möglichst viele Menschen zugänglich ist“, erklärt Bruno Daude-Lagrave, Geschäftsführer von Total Deutschland. „Die neue Direktion Mobilität & Neue Energien ermöglicht uns, agil auf den sich verändernden Markt zu reagieren und aktiv zur Emissionsreduktion beizutragen.“

„Die erste wichtige Aufgabe in meiner neuen Funktion ist der Aufbau eines leistungsfähigen Netzes von Ultraschnellladesäulen entlang der Autobahnen. In den Bereichen Wasserstoff und Erdgas ist Total bereits seit vielen Jahren Vorreiter und entwickelt sich stetig weiter. Den Infrastrukturausbau für batterieelektrische Mobilität werden wir nun ebenfalls konsequent vorantreiben.“ — Jan Petersen, Direktor Mobilität & Neue Energien bei Total.

Total ist bereits seit Langem im Bereich alternativer Energien aktiv: Schon im Jahr 2002 eröffnete das Unternehmen seine erste Wasserstofftankstelle, in diesem Jahr wird das Netz auf über 25 Wasserstofftankstellen an Standorten von Total wachsen. Als Mitglied des Joint Venture H2 MOBILITY ist Total Teil der H2-Initiative, die noch 2020 bundesweit die Marke von 100 Stationen erreichen wird. An rund 90 Total Tankstellen können Kunden auch Erdgas (CNG) tanken, in den kommenden Monaten werden auch erste Stationen, darunter die Autohöfe Hirschberg/A5, Geiselwind, Schopsdorf, Osterfeld, Großweitzschen und Alsfeld, verflüssigtes Erdgas (LNG) für den Schwerlastverkehr anbieten.

Auf die wachsende Zahl batterieelektrischer Elektroautos will Total gut vorbereitet sein und bietet bereits an mehreren Standorten – meist mit Kooperationspartnern – E-Ladesäulen an. Ein nächster Schritt wird sein, Ladesäulenkonzepte als Dienstleistung an neuen Standorten, z.B. in Bürogebäuden oder im öffentlichen Raum, anzubieten.

Die Digitalisierung von Angeboten und Anwendungsbereichen ist eine weitere Priorität der neuen Direktion. Bereits heute ist Total mit zahlreichen Services erfolgreich im Tankkartengeschäft, etwa mit Einführung des bargeldlosen Bezahlens via E-Wallet, das auch im Carsharing genutzt wird. Weitere Mobilitätsdienstleistungen werden konsequent ausgebaut. „Wenn unsere Kunden zunehmend auf alternative Energien setzen, können wir ihnen mit der Total Card passende und attraktive Dienstleistungen zur Verfügung stellen, die alle Energieformen umfassen“, so Petersen.

„Unser Ziel bei Total ist vor allem eines: die Energie für die Mobilität der Zukunft bereitstellen. Das kann nur ein Mix verschiedener Technologien sein“, erläutert Geschäftsführer Daude‑Lagrave. „Für welche Form der Mobilität sich unsere Kunden und B2B-Partner auch entscheiden – wir liefern ihnen zuverlässig die richtige Energie.“

Quelle: Total — Pressemitteilung vom 31.01.2020

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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10 Comments
Martin Hofstetter
Martin Hofstetter
6 Jahre zuvor

Ohne vorverurteilen zu wollen, aber wenn die Preisgestaltung ähnlich der Benzinpreise entlang der Autobahn abläuft wird man nur im äußersten Notfall für eine Notladung stehen bleiben.
Eine Preisauszeichnung wie bei Benzin und Diesel sollte, nein muss, verpflichtend werden!

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KaiGo
KaiGo
6 Jahre zuvor

Bleibt zu hoffen, dass die Preise im Rahmen des erträglichen bleiben und sich nicht an den Wucher von Ionity angleichen. Es ist ok, wenn die Preise an den Autobahnen höher wie abseits sind. Das ist beim Benzin ja auch so und man braucht es ja auch nur auf der Langstrecke. Ich hoffe aber inständig, dass die dadurch entstehende Konkurrenz zu eben vor allem Ionity (kaum ein heutiges Autos nutzt 175kW aus, also hat man von den 350kW an den Ionity Säulen sowieso nichts) einen Wettbewerb auslöst und die Preise dadurch um Rahmen gehalten werden. Hat beim Benzin nie wirklich funktioniert. Hoffentlich klappt es beim Strom. Aber es wird definitiv Zeit, dass Ionity Konkurrenz an den Autobahnen bekommt und denen ihre arrogante Preispolitik auf die Füße fällt.

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Andreas E.
Andreas E.
6 Jahre zuvor

Der entstehende Wettbewerb wird für akzeptable Preise sorgen.

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Dado
Dado
6 Jahre zuvor

Na ja…. das steht und fällt absolut mit „Gegebenheiten„ bzw Lokation der Tanke. Wie bei herkömmlichen Tanken, ein Bistro, Toiletten, natürlich Überdachtes laden gehören dazu. Nur dann lohnt sich das für die Betreibergesellschaft. Da Strom tanken eh länger dauert, ist das eigentlich eine gute Einnahmequelle! Hab mich schon lange gefragt, warum das keine bisher macht. Die Ladesäulen fristen ihr Dasein bisher in der Pampa!

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StromBert
StromBert
6 Jahre zuvor

Das ist doch nur der Vorgriff auf das Gesetz, das die Tankstellenbetreiber Ladesäulen aufstellen MÜSSEN….

Also kein Grund zur Freude oder Frohlocken, den der Umsatz an der Tanke ist zwar der Sprit… aber Gewinn nur mit dem Drumherum,Getränke und andere teuere Gegenheitskäufe zu machen. Und das Wartung und Betrieb von Ladesäulen kosten sollte auch klar sein.
Deswegen wird auch der Preis fürs AD-HOC-Laden sich bei 80-90Cent einpendeln und Verträge usus werden.

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BevKombiFan
BevKombiFan
6 Jahre zuvor

Bleibt abzuwarten ob Total den gleichen Fehler mach wie Ionity…

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