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China bringt ersten wasserstoffbetriebenen intelligenten 5G-Traktor auf den Markt

Sebastian Henßler bySebastian Henßler
17. Juni 2020
Lesedauer: 1 Minute
Sebastian Henßler bySebastian Henßler
17. Juni 2020
Lesedauer: 1 Minute

© Abbildung(en): Symbolbild | Lizenzfreie Stockfoto-Nummer: 1389882011

Home Brennstoffzelle / Brennstoffzellenantrieb

Das China Agricultural Machinery Equipment Innovation Center stellte am gestrigen Dienstag in der Innenstadt von Luoyang den ersten unbemannten Traktor Chinas vor. Bei dem ET504-H handelt es sich um den ersten wasserstoffbetriebenen intelligenten 5G-Traktor. Dieser wird künftig ohne den Einsatz eines Fahrers im Einsatz sein. Hierzu setzt der E-Traktor auf das 5G-Netz von China Mobile und nutzt zudem GPS-Antenne, Millimeterwellen-Radar und Großdatentechnik zur Fernsteuerung.

Der Traktor ist Chinas erster unbemannter Elektrotraktor mit Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb auf 5G-Basis, der auf dem 2018 erschienenen „Super Tractor I“ basiert. Innerhalb von nur drei bis fünf Minuten soll der Brennstoffzellen-Traktor genügend Wasserstoff tanken können, um Reichweite für weitere vier Stunden Einsatz zu erhalten. Vorausgesetzt eine professionelle Wasserstofftankstelle mit Wasserstofftreibstoff ist vorhanden. Der E-Traktor selbst bringt es auf eine maximale Betriebsgeschwindigkeit von 30 km/h. Dank der fahrerlosen Technologie an Bord kann es 24 Stunden lang in Bereitschaft sein.

„Es ist von großer Bedeutung, dass eine neue Generation grüner, intelligenter Landmaschinen die Entwicklung intelligenter Landwirtschaft fördern wird.“ – Zhao Chunjiang, Akademiker der Chinesischen Akademie für Ingenieurwesen und Direktor von CHIAIC

Der Traktor verfügt über einen permanentmagnetischen, synchronen Mittelmotor und unabhängige elektrische Hub- und Lenkmotoren. Die Wasserstoff-Brennstoffzelle arbeitet, wenn das Fahrzeug nicht zu stark belastet ist, während die Lithium-Batterie unter schwerer Last weitere Energie liefert. Die erfolgreiche Entwicklung eines unbemannten Traktors mit 5G-Steuerung und Wasserstoff als Treibstoff ist von großer Bedeutung, um dem Trend zum Umweltschutz bei Landmaschinen zu entsprechen und die sprunghafte Entwicklung der chinesischen Landmaschinenindustrie zu realisieren.

Quelle: XinhuaNet.com – China launches first hydrogen-powered 5G smart tractor

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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21 Comments
Christian Machens
Christian Machens
6 Jahre zuvor

Interessant, daß die 5G Technologie nun auch Traktoren steuern kann. Ein Brennstoffzellenbetrieb ist allerdings bereits 1958 erfolgreich gewesen. Das erste Brennstoffzellenfahrzeug war ein Traktor:

Wikipedia:
1958 – Allis-Chalmers demonstrated the D 12, the first 15 kW fuel cell tractor.[17]

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Titan
Titan
6 Jahre zuvor

Zum Steuern braucht es KEIN 5G … da reicht INS, GPS und eine D-GPS Station in der Nähe und ein möglichkeit der Kommunikation, für die dann 5G aber völlig überdimensioniert wäre, die Datenmenge ist gering, das hat auch schon mit 3G funktioniert.

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Roma
Roma
6 Jahre zuvor

5G, wohl eine weitere Ausrede, warum man in Europa beim technischen Fortschritt hinterher hinkt. Plötzlich muss alles 5G haben damit etwas funktioniert, warte ja nur bis der erste Toaster mit 5G kommt.
Es wird immer ein Grund gesucht warum etwas nicht gehen könnte, China macht einfach.

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Werner
Werner
6 Jahre zuvor

Wenn jetzt schon Traktoren mit Brennstoffzellen und Wasserstoff betrieben werden können und Wasserstoff innerhalb von Minuten nachgetankt werden kann und somit die notwendigen Reichweiten unserer Mobilität ermöglicht, warum setzt die deutsche Automobilindustrie weiter auf Verbrenner und batterie elektrische Antriebe? Lithium wächst bei uns nicht an Bäumen, mit dessen Abbau sind aber bekanntermaßen gravierende Probleme und Ungerechtigkeiten verbunden, wie nicht zuletzt auch am Beispiel des Putsches in Bolivien nur kurz nach der Kündigung eines unfairen Kooperationsabkommen für ein Deutsch-bolivianischen Joint Venture mit Beteiligung eines deutschen Unternehmens aus Süddeutschland zum Lithium-Abbau im Salar de Uyuni oder den gravierenden Folgen des Lithiumabbaus für Mensch und Natur in Argentinien und Chile zu beobachten ist. Klar ist, dass der Wirkungsgrad von Brennstoffzellen und wasserstoffelektrischen durch den Umweg über die Elektrolyse zur Wasserstoffproduktion nicht besonders hoch ist, aber sollte nicht eher hier an der Optimierung gearbeitet werden, als weiter auf derartige Belastung wie sie Verbrennern und rein batterieelektrischen inherent ist zu setzen? Wir brauchen eine Energiewende, eine Mobilitätswende und vor allem nachhaltige Antriebe. Oft ist ein Fahrrad eine noch bessere, effektivere und ökologischer Lösung als ein Tesla…

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Conqueror
Conqueror
6 Jahre zuvor

Ach Werner. Wieder mal die Lithium-Diskussion? ‍♂️
Na dann:
1. Tesla und Panasonic haben es bereits geschafft den Kobaltbedarf von 33 Prozent auf 15 Prozent pro Akku zu reduzieren. Lithium kann mittelfristig durch Natrium ersetzt werden.
https://efahrer.chip.de/news/lithium-und-kobalt-in-elektroauto-akkus-alle-infos-1_101116

2. Grundsätzlich kann die Feststoffzelle die Lithium-Technologie komplett ablösen
https://efahrer.chip.de/news/toyota-feststoff-akku-fuer-elektroautos-schon-2020-serienreif_10811

3. Der Lithium-Anteil eines Tesla Akkus am Gesamtgewicht entspricht 1,67 %.
https://www.gevestor.de/details/lithium-und-elektroautos-ist-die-preishysterie-gerechtfertigt-779356.html

3. Der Wasserverbrauch der Lithiumförderung in Chile für einen Tesla-Akku entspricht 30 Tassen Kaffee oder 500 Gramm Rindfleisch.
https://elektroauto-news.net/2019/forscher-lithium-tesla-akku-laesst-sich-mit-30-tassen-kaffee-gleichsetzen

4. In einem Brennstoffzellenauto gibt es alle Komponenten, die auch in einem rein akkubetriebenen Elektroauto (BEV) verbaut sind. Auch der als Wasserstoff-Traktor angetriebene Traktor hier oben hat einen (vermutlich recht großen) Lithium-Akku.
Quelle: obiger Artikel

5. Der Traktor hier wird sehr lokal eingesetzt und erfordert eine autonome High-Tech Wasserstofftankstelle direkt am Hof des Landwirtes, da er alle 4 Stunden nachgetankt werden muss.
Quelle: obiger Artikel

6. Wegen der hohen Leistungsanforderungen und der geringen Energierückführung kann Wasserstoff bei Nutzfahrzeugen wie Landmaschinen Vorteile gegenüber rein batteriebetriebenen PKW bringen. Das macht vor allem dann Sinn, wenn der Wasserstoff direkt am Hof produziert wird (Biogasanlage).
Übrigens: der erste Wasserstoff-Traktor wurde in Deutschland 2009 (vor 11 Jahren) vorgestellt
https://www.profi.de/aktuell/neuheiten/new-holland-nh2-traktor-11751272.html

7. Da Wasserstofftanks aufgrund der hohen Druckverhältnisse (700 Bar) im Vergleich zu einem Diesel- oder Benzintank sehr dickwandig und damit bei entsprechendem Volumen sehr groß sind, macht der Einsatz in Nutzfahrzeugen mehr Sinn als in PKW
https://efahrer.chip.de/e-wissen/wasserstoff-technik-darum-hat-sie-keine-chance-gegen-akkus_101550

8. China (wie Südkorea und Japan) produzieren Wasserstoff durch Gasrefraktion und Atomstrom.
https://efahrer.chip.de/e-wissen/wasserstoff-technik-darum-hat-sie-keine-chance-gegen-akkus_101550

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Herbert Toischer
Herbert Toischer
6 Jahre zuvor

Das Problem liegt ganz woanders. Während in Deutschland über Gendertoiletten diskutiert wird, oder ob 300 Jahre alte Denkmäler nun gestürzt werden müssen und Begriffe wie „Rasse“ aus dem Grundgesetz raus müssen, (und weitere ähnliche, unheimlich wichtige Dinge) ist China technisch auf der Überholspur und wird uns weiter abhängen. Und ob man für die Steuerung eines solchen Traktors nun 5G benötigt, oder nicht. Im Digitalen Entwicklungsland Deutschland wäre der Einsatz, gerade auf dem Lande, gar nicht möglich, da es in vielen ländlichen Gegenden nur sehr schlechte bis gar keine Internetverbindung gibt. Deutschland steht sich oftmals selbst im Wege, wenn es darum geht, den Anschluss nicht zu verpassen. Hoffentlich dient die derzeitige Krise wenigstens dazu, das zu erkennen und Strukturen zu verbessern.

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Oli
Oli
6 Jahre zuvor

Die gerechte Strafe für die deutsche Politik der Verzögerung..sollen sie mal schön ihre Verbrenner bauen und hinterher rennen.

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RunderGeburtstag
RunderGeburtstag
6 Jahre zuvor

Das Problem ist und bleibt
a) woher kommt der Wasserstoff und die Energie dafür, denn leider entsteht auch bei Solar und Windkraft viel (Sonder)Müll. Das wird leider immer wieder verdrängt.
b) die enormen Verluste bei der Verflüssigung des H2

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Helmuth Meixner
Helmuth Meixner
6 Jahre zuvor

Der Wasserstoff ist ja längst da und die Energie ihn verfügbar zu machen auch. Man nimmt dazu Strom, der einfach so völlig unnutzbar istm speichert ihn und verwendet ihn, statt Kohlestrom in Autos zu benutzen. Die Förderung von Braun- und Steinkohle und deren Umwandlung in Auto-Strom benötigt auch serh viel an Energie. Noch mehr Energei braucht es die Fanatasie zu entwickeln zu glauben, das Ökostrom etwas mit Öko zu tun hätte. Ökostrom gibt es an der Börse auch dann wenn zur Stromqulle gar kein Lesitung vorhanden ist. Toll was man mit KI jetzt schon manipulieren kann oder nicht. Man baut Waschmaschinen die Hirne gründlich waschen und schon sind wahre Wunder da. Man lässt die Stromkunden dafür zahlen, dass etwas da sein wird, was es wahrscheinlich nicht gibt. Ökostrom aus regernerativen Quellen zu Beisspiel. Damait „sparen“ Leute viel Energie mit Autos, deren Akku x-fach so schwer ist als die Ladung und die glauben, dass man mindestens 700 KW braucht, um sich selbst von Fleck zu bekommen. Warum denn hat man dem moderen Menschen das Gehen aberzogen? Weil Sandalen zu teuer sind! Es ist noch nicht lange her, da hatten man Pferde ohne 5g und die konnten noch selbstständige denken. Heute geht das nicht mehr ohne chinesiche Elektronik in Programmierer aus Indien. Bald ist der Maschnie fertig entwickelt, die Nahrungsmittel Felder bestellt, Früchte erntet und diese selbst auf isst.

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Heinz
Heinz
6 Jahre zuvor

Endlich ein Beitrag, der das eigentliche Problem aufzeigt. Die Deutschen sind gegen technische Erneuerungen, haben Angst vor der Technik und diskutieren lieber über belanglose Sachen. Nicht nur China hat uns bereits überholt, kopieren braucht China seit langem nicht mehr, denn die Einstellung der Bevölkerung ist positiv und neugierig auf neue Technik und digitale Intelligenz. Wo der deutsche lieber Bares für Rares ausgibt, ist man im Ausland schon bargeldlos. Dafür kennen wir uns gut in Märchen aus: Dornröschenschlaf

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David Both
David Both
6 Jahre zuvor

Diese zwei Interviews sind auch ganz interessant, vor allem zu den Hintergründen.

Timm koch
https://youtu.be/OX9nzEMg1Nk

Mirko Hannemann
https://youtu.be/_5KtyFHJcmA

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Weltbürger
Weltbürger
6 Jahre zuvor

Und irgendwann brauchen die „Eliten“ nur noch 10% Menschen um ihren Wohlstand zu mehren. Da komm das Thema des Weltbevölkerungreduzierung gerade recht.

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Jan
Jan
6 Jahre zuvor

Wasserstoff kann man mittlerweile auch in Pulverform speichern. Wurde vor ein paar Jahren in Deutschland entwickelt.

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Lars
Lars
6 Jahre zuvor

@Titan vielleicht hilft 5G auch einfach wichtige Echtzeitdaten möglichst schnell in eine Zentrale zu liefern wo man zb ein 8k Rundumblick erhält so als wenn man sich selbst auf dem Fahrzeug befindet. Im Fehlerfall sicherlich hilfreich.

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Strauss
Strauss
5 Jahre zuvor

Bernd hat den Sinn dieses Artikels verstanden . Die andern reden etwas am Thema vorbei und argumentieren pro und contra H2.
Natürlich kommt diese Technik für Schiffe Lkw und Traktoren. Die Gründe wurden erkannt. Aber auch die Tatsache , dass der reine Batteriespeicher für E Autos dominant bleibt. 5 G brauchts für die Landwirtschaft nicht. Auch Selbststeuerung wurde schon lange probiert, hat sich aber nicht durchgesetzt. Der Heini der den PC zur Steuerung bedienen will, soll gleich selber fahren, wir haben moderne Kabinen. Man spart auch keine Arbeitskraft ein mit Selbststeuerung, genau wie beim Auto. Die Bedienung hat auch nichts mit Wasserstoff zu tun.

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