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Fastned erhöht Preise auf 0,69 Euro pro kWh

Sebastian Henßler bySebastian Henßler
11. November 2021
Lesedauer: 2 Minuten
Sebastian Henßler bySebastian Henßler
11. November 2021
Lesedauer: 2 Minuten

© Abbildung(en): Fastned

Home Elektroauto laden

Fastned konnte sich gegen den Anstieg der Strompreise auf dem Großhandelsmarkt zunächst durch den Verkauf von Gutschriften für erneuerbare Energien (HBEs) absichern. Doch dies reicht anscheinend nicht mehr aus, um profitabel zu wirtschaften. Aus diesem Grund hat sich Fastned entschlossen den Verkaufspreis pro Kilowattstunde anzuheben. Künftig zahlen E-Autofahrer an Fastned-Ladestationen, ab dem 11.11.2021, 0,69 Euro pro kWh. .

Eine solche Entwicklung war schon bei Bekanntgabe der Quartalszahlen 03/2021 absehbar und wurde entsprechend kommuniziert. Ob es sich dabei um eine dauerhafte Erhöhung oder den Übergang zu einer dynamischeren Preisstrategie handelt, um die Preisentwicklung auf dem europäischen Stromgroßhandelsmarkt zu berücksichtigen, steht noch offen. Festhalten lässt sich jedoch, dass die fünf Jahre zuvor der Strompreis stabil gehalten werden konnte.

„Wie Sie wahrscheinlich den Nachrichten entnommen haben, sind die Energiepreise in den letzten Monaten in ganz Europa auf ein noch nie dagewesenes Niveau gestiegen. Bisher konnten wir diese Preiserhöhungen auffangen. Jetzt mussten wir uns jedoch dazu entschließen, unsere Preise in bestimmten Ländern ab dem 11. November zu erhöhen. Dies tun wir nicht gern. Wir sind sogar sehr stolz darauf, dass wir unsere Preise seit fünf Jahren konstant halten konnten und gleichzeitig unser Netzwerk erweitert und vielerorts schnellere Ladesäulen installiert haben, die Ihren Ladestopp immer komfortabler machen. Aber damit wir weiter so investieren können, ist es wichtig, dass wir auf diese neuen Gegebenheiten reagieren.“ – Fastned

Zumindest teilen die Niederländer noch am Rande mit, dass man diese „Preisstruktur erneut überprüfen, wenn sich die Situation ändert.“ Doch eins ist eigentlich auch klar, einmal angehobene Preise werden nicht mehr zu ihrer Herkunft zurückkehren. Dies ist sehr schwer vorstellbar. Im direkten Vergleich zum europäische Schnellladesäulen-Betreiber Ionity, mit 79 Cent pro kWh, schneidet man immer noch ein weniger günstiger ab, wenn man bei Fastned lädt.

Das niederländische Unternehmen hebt ab Anfang Dezember zudem die Preise für sogenannte Gold Member von 0,35 auf 0,45 Euro/kWh am. Die monatliche Grundgebühr für das Abo bleibt laut Emobly unverändert bei 11,99 Euro.Die Mindestvertragslaufzeit bei Fastend beträgt nur einen Monat. Noch Mai stand uns der Fastned-CEO Rede und Antwort und gab über seine Vision für die Zukunft folgendes zu verstehen:

„Wenn die richtigen Standorte zur Verfügung stehen, werden wir entlang der Autobahn Ladestationen mit Dutzenden von Schnellladepunkten bauen, an denen man in nur 15 bis 20 Minuten bis zu 300 Kilometer Reichweite aufladen kann. Wir wollen, dass Fahrer von Elektroautos das gleiche Erlebnis haben wie Fahrer von Verbrennern. Das heißt: bequeme Durchfahrstationen ohne viel Rangieren, mit einem Dach zum Schutz vor Regen, einem Shop mit zeitgemäßem Angebot und sanitären Anlagen.“

Quelle: Fastned – Pressemitteilung

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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13 Comments
KaiGo
KaiGo
4 Jahre zuvor

Damit dürfte Fastned wohl der erste Anbieter, aber mit Sicherheit leider nicht der letzte sein. Gegen die Stromhandelspreise kann sich keiner der Anbieter dauerhaft zur Wehr setzen. Danke für den verschleppten Ausbau der Erneuerbaren Energien liebe Politiker. Jetzt wurde die Partei, die die letzten 16 Jahre das Unheil angerichtet hat, abgewählt und pünktlich zum Machtwechsel haben wir den Salat. Großartig.

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Hannes Bader
Hannes Bader
4 Jahre zuvor

Es kam wie es kommen musste. Auch bei der konventionellen Stromproduktion fällt der CO2-Preis an, ebenso schlagen die Preissteigerungen bei Öl, Gas und Kohle durch. Mit 30ct/kWh Haushaltstrom wird leider auch bald Schluss sein. Rettung durch den Ausbau der Regenerativen ist durch die teure Speicherung auch nicht in Sicht. Energie wird einfach auf breiter Front teurer. Wer wenig verdient, wird mehr Unterstützung kriegen und hält sein niedriges Konsumniveau. Wer gut verdient wird seinen Konsum oder sein Sparverhalten verändern müssen. Wenn nicht massive Lohnsteigerungen alles ausgleichen, verringert sich der Konsum und das verringert den CO2-Ausstoß. Ziel erreicht, Klima gerettet, was alle wollen. Da müssen Opfer gebracht werden.

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Michael
Michael
4 Jahre zuvor

Irgendwann kommt auch noch eine Steuer auf das Laden der Fahrzeugbatterien. Wer glaubt das der Staat sich die entgangene Mineralölsteuer durch immer mehr E Autos entgehen lässt, der glaubt auch noch an den Weihnachtsmann.
Das Böse erwachen kommt erst noch!!

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Niko8888
Niko8888
4 Jahre zuvor

Absehbar, dass die extremen Preise für Energie wieder fallen werden. aber Mittel und langfristig gehen die Preise natürlich nach oben und das ist auch bitter nötig. Hohe Energiepreise zwingen zum sorgsamen Umgang mit Energie. Das ist das einzig positive daran.

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Norbert Seebach
Norbert Seebach
4 Jahre zuvor

Nicht die Erzeugungskosten, sondern in erster Linie Steuern und Abgaben machen den Strom bei uns so teuer! Hier hätte der Staat alle Möglichkeiten, regulierend einzugreifen. Statt dessen hat die alte Regierung, allen voran Wirtschaftsminister Altmeier, den Ausbau der Erneuerbaren massiv behindert, verzögert und mit möglichst hohen bürokratischen Hürden belegt. Hinzu kommt die unverschämte Nummer, dass er es zugelassen hat, dass massenhaft und rechtswidrig Unternehmen und Konzerne von der Zahlung der EEG-Umlage befreit wurden – mit dem Ergebnis, dass wir mittlerweile fast weltweit die höchsten Energiepreise haben und (was ein durchaus erwünschter Nebeneffekt gewesen sein dürfte) die Erneuerbaren, denen das gemeine Volk die Preisexplosion anlastete, diskreditiert wurden. Ein Gottes Glück, dass diese Regierung abgewählt wurde!

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Matthias Geiger
Matthias Geiger
4 Jahre zuvor

Strompreise jenseits der 0,49 Euro/kWh werden die E-Mobilität ausbremsen. Bei 20 kWh Verbrauch pro 100 km wird somit die 10 Euro Grenze pro 100 km überschritten (20 kWh ist noch optimistisch). Ein sparsamer Diesel fährt mit 5 Liter pro 100 km und bisher liegen die Dieselpreise noch deutlich unter 2 Euro pro Liter.
Es werden nur mehr E-Autos auf die Straße kommen, wenn diese Preisspirale für den Ladestrom aufhört. Grundgebühren für günstiges Laden sind nicht akzeptabel.
Die Politik muss sich hier etwas einfallen lassen, ansonsten werden die Verbrenner und die PHEV die Oberhand gewinnen.

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