Mehr als 25 Prozent der Wallboxen für das Laden von E-Autos werden bereits zusammen mit Solaranlagen und Solarstromspeichern installiert. Darüber hinaus waren bei einem Viertel der Wallbox-Kund:innen zuvor bereits Solaranlagen in Betrieb. Weitere interessante Einblicke in den heiß diskutierten Ausbau der Ladeinfrastruktur in Deutschland bietet die neue Studie „Installationsradar Ladeinfrastruktur“, die gemeinsam vom Marktforschungsinstitut EUPD Research, dem Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) und der Mobilitätsmesse Power2Drive erstellt wurde.
Die Studie (Komplettversion kostenpflichtig) beleuchtet den Infrastrukturausbau und die wichtigsten damit verbundenen Herausforderungen aus Sicht der ausführenden Installateure. Für die Solarwirtschaft ist der Ausbau der Ladeinfrastruktur ein Geschäftsfeld von zentraler Bedeutung. Die der Studie zugrundeliegende Installateursbefragung gibt dabei sowohl den privatwirtschaftlichen als auch den politischen Entscheidern wichtige Einblicke in die Herausforderungen des sich entwickelnden Marktes (z.B. Beschaffung, Vertriebswege, Ausbildung) sowie in die Präferenzen der ausführenden Akteure.
„Solarstrom vom eigenen Hausdach gilt schon heute als günstigster verfügbarer Fahrstrom. Solarenergie und Elektromobilität sind deshalb ein dynamisches Traumpaar, welches immer mehr Menschen zum Umstieg auf Elektrofahrzeuge bewegt“, unterstreicht BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig die Synergien zwischen Solarenergie und Elektromobilität.
Damit die weitere Nachfrage nach Elektroautos nicht ausgebremst werde, müsse sich jedoch auch der Ausbau der Ladeinfrastruktur deutlich beschleunigen. Die Anzahl von Elektrofahrzeugen und der verfügbaren Ladepunkte hat sich in den vergangenen Jahren entkoppelt auf ein Verhältnis von mittlerweile 12:1 zum Ende 2021. Aktuelle Daten von Kraftfahrtbundesamt (KBA) und Bundesnetzagentur (BNetzA) legen nahe, dass dieser Trend auch im Jahr 2022 anhält.
„Insbesondere beim Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur brauchen wir deutlich mehr Tempo. Die Politik sollte dazu beitragen, indem sie unnötige Marktbarrieren und überholte Bürokratie z.B. bei Ausschreibungen und im Eichrecht abbaut“, mahnt Körnig.
Die Befragungsergebnisse demonstrieren, welche Faktoren in diesem Zusammenhang entscheidend sind für die künftige Geschäftsentwicklung von Installateursbetrieben und angrenzenden Gewerken. EUPD-Studienleiterin Christine Koch: „Darunter fallen die Verfügbarkeit der benötigten Komponenten, schnelle Lieferzeiten, fundierte Produktinformationen und -schulungen sowie ein einfaches Beschaffungswesen.“
Die Installateursumfrage belege, so Dr. Martin Ammon, Geschäftsführer bei EUPD Research, dass die Kombination „PV-Anlage + Stromspeicher + Wallbox“ bereits im Markt angekommen sei. Die Konsument:innen setzten darauf, dass sie zukünftig ihren Fahrstrom verlässlich und kostengünstig aus der Sonnenenergie generieren könnten, wobei zusätzliche Solarstromspeicher den Anteil des nutzbaren Solarstroms für das Elektroauto optimierten.
Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft – Pressemitteilung vom 15.09.2022

Nachdem in der Regel die PV-Anlage mit Smart Meter ein System ist und die Wallbox ein Anderes stellt sich die Frage der Kopplung für PV-Überschuss-Laden. In meinem Fall bestand das Problem der physischen Kopplung der beiden Systeme, wobei Beide grundsätzlich über Ethernet/IP angebunden sind bzw. eingebunden werden können. Nur als Tipp: PowerFox / Poweropti kann ganz einfach am Smart Stromzähler des Energieversorgers angekoppelt (LED oder IR, Kompatibilitätsliste beachten!) und via WLAN in das Haus-LAN eingebunden werden. Und es gibt mindestens einen deutschen Wallbox-Hersteller (DaheimLaden) der diese Informationen via LAN bzw. WLAN nutzt um das PV-Überschuss-Laden zu steuern. D. h. einfache Integration und optimale Steuerung ohne große Hersteller-Abhängigkeiten.