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Nürnberg eröffnet Parkhaus der Zukunft mit 128 Ladepunkten

Michael NeißendorferbyMichael Neißendorfer
28. Juli 2021
Lesedauer: 2 Minuten
Michael NeißendorferbyMichael Neißendorfer
28. Juli 2021
Lesedauer: 2 Minuten

© Abbildung(en): reev / winklerbild.de

Home Elektroauto laden

Der Nürnberger Energieversorger N-ERGIE hat mit dem „Parkhaus der Zukunft“ das größte elektrische Parkhaus in Franken und zugleich eines der größten Bayerns eröffnet. Umgesetzt wurde das Projekt, von dem man sich eine Vorbildfunktion für künftige Quartiers-Parkhäuser erhofft, gemeinsam mit den Münchner Ladelösungs-Experten reev.

Seit Baubeginn im Mai 2020 war das „Parkhaus der Zukunft“ auf dem Betriebsgelände der N-ERGIE in Nürnberg-Sandreuth bewusst als öffentliches Leuchtturmprojekt für moderne und innovative Mobilität angelegt. Für die Umsetzung der Ladelösung setzte man auf die Unterstützung des E-Mobility-Dienstleisters reev, der bereits Erfahrungen mit ähnlichen Großprojekten hat. Insgesamt wurden 128 der 338 Auto-Stellplätze im Gebäude auf 14 Halbgeschossen mit Lademöglichkeiten ausgestattet. Die Park- und Lademöglichkeiten können von Mitarbeitern der N-ERGIE sowie öffentlich genutzt werden – unter anderem von Anwohnern und Pendlern.

Den Strom für die vielen Elektroautos liefert das Parkhaus direkt selbst und regenerativ. Auf dem Dach erzeugen PV-Module mit einer Leistung von 100 kWp CO2-frei Strom. Eine Stationärbatterie mit 100 kW Leistung und 112 kWh Speicherkapazität sorgt für die optimale Nutzung der erzeugten Energie. Dazu puffert der Akku die Energie so, dass schnelle Leistungspeaks abgefedert werden können.

Parkhaus-der-Zukunft-Elektroautos-Nürnberg
reev / winklerbild.de

Der Münchner eMobility-Spezialist reev sorgt, neben der Steuerung und Abrechnung der Ladevorgänge, für das gesamte Energiemanagement inklusive der PV-Anlage und des Batteriespeichers des Quartiers. Für das Lastmanagement betritt reev dabei innovative Wege. So wird nicht nur das Gebäude im Ganzen, sondern jedes der mit Lademöglichkeiten ausgestattete Halbgeschosse über einzelne Unterverteiler betrachtet. Diese sind ebenen-übergreifend miteinander gekoppelt, um bedarfsgerecht anzusteuern, wie viel Strom auf welcher Parkebene zur Verfügung steht.

Zudem ermöglicht es die Cloud-Software von reev, die gesamte Ladelösung aus der Ferne zu steuern. Erweiterungen und Updates der Ladelösung können so flexibel und unkompliziert umgesetzt werden, womit das Projekt zukunftsfähig bleiben soll. Bei der Hardware setzte man auf die eMH3 Wallboxen von ABL, dem Ladelösungs-Experten der Metropolregion Nürnberg.

„Mit dem Parkhaus der Zukunft konnten wir nicht nur einen bedeutenden Schritt für die Mobilitätswende in unserer Metropolregion gehen, sondern auch Impulse setzen für die digitalisierte und vernetzte Zukunft der Mobilität“, führt Josef Hasler, Vorstandsvorsitzender der N-ERGIE, mit Stolz aus und erläutert weiter: „In einem Projekt dieser Dimension müssen alle Komponenten aufeinander abgestimmt sein. Besonders die elektrotechnische Konzeption ist komplex. Dementsprechend froh waren wir über die enge Zusammenarbeit mit den eMobility Experten von reev.“

„Das Parkhaus der N-ERGIE ist wegweisend für die saubere Mobilität der Zukunft. Wir sind stolz, in einem so großen und zukunftsträchtigen Projekt nicht nur die Steuerung und Abrechnung der Ladevorgänge, sondern auch das gesamte Energiemanagement übernehmen zu dürfen.“ – Eduard Schlutius, CEO reev

Da das Projekt von beiden Partnern zukunftsoffen konzipiert ist, sind bereits weitere Innovationen im Parkhaus geplant. Nicht zuletzt das Nutzermanagement soll noch weiter digitalisiert werden. So soll in der Zukunft ein eigens entwickeltes KI-System die Nutzerpriorisierung steuern.

Quelle: reev – Pressemitteilung vom 27.07.2021

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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16 Comments
Robert
Robert
4 Jahre zuvor

wäre schon wenn auch inforamtionen über die verfügbare ladeleistung auch mit angegeben wäre

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Stefan
Stefan
4 Jahre zuvor

Es ist ein Anfang. Wenn alle in dem Stadtviertel PV auf das Dach montieren, wird die Autarkie dort steigen und das Starkstrom Netz entlastet. Und wenn dann irgendwann alle BEV bidirektionales Laden beherrschen, wird das Parkhaus eine Speicher Farm. PV , Speicher undcBEV sind einige von vielen Bausteinen, für Schwarm Strom und Schwarm Speicher.

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Der Dikator
Der Dikator
4 Jahre zuvor

Ich suche die Zununft bei diesem Projekt.
Für mich scheint dies ein normales Parkhaus zu sein, welchem ein paar PV Module aufs Dach montiert wurden. Da bin ich mit meiner Garage weiter, denn ich habe auch die Wände mit PV belegt. Eine Pufferbatterie (diese dürfte im Endausbau auch etwa 100kWh haben, soll auch das Haus mitversorgen) kommt auch noch rein und bei zwei Ladepunkten, werde ich auch eine Art Lademanagement integrieren müssen.

Wie viele Subventionen bekommt das Parkhaus der Zukunft?

Das Abrechnungsgedöns funktioniert auch schon seit Jahren bei den normalen Ladesäulen die nicht im Parkhaus stehen.

Fazit: jedes Parkhaus, nein jede Halle und jedes Dach sollte mit PV vollgeknallt werden. Wenn dieses Projekt andere ermutigt PV zu installieren dann super. Technisch ist das alles ein alter Hut.

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R. H.
R. H.
4 Jahre zuvor

So wünsche ich es mir auch von anderen.
Daumen hoch.

Das Auto muss da Laden wo es steht.
Wenn es auch vielleicht nur langsam laden kann / soll.
Tagsüber, wenn die Sonne scheint, ist dies in den meisten Fällen halt nicht der heimische Abstellplatz
Beim langsamen Nachladen (1-Phasige bis 3,7kW) aber bitte ohne diese bescheuerte „Blockiergebühr“, die macht hier meines Erachtens keinen Sinn, vielmehr sollte man froh sein wenn die Kiste 8-9 Std. Zeit hat zum Laden.
So könnte man zur Arbeit fahren das Auto einstecke, und nach Feierabend aufgeladen wieder nach hause oder … fahren. In den meisten fällen sollten ja 10-30kWH für den Tagesbedarf ausreichend sein.

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