Das Energieunternehmen Shell und die Fast-Food-Kette KFC fördern gemeinsam den Aufbau der Ladeinfrastruktur für Elektroautos in Deutschland. Dafür sollen in den kommenden Jahren an mindestens 23 autobahnnahen KFC Restaurants Ladesäulen von Shell Recharge mit insgesamt 120 DC-Ladepunkten und einer Leistung bis zu 300 KW errichtet werden. Diese sollen zu 100 Prozent mit Grünstrom versorgt werden.
Shell und KFC, die bereits eine langjährige strategische Partnerschaft im Convenience Retail Geschäft verbindet, wollen mit dieser Initiative die Energiewende befördern und Autofahrern den Umstieg auf ein Elektroauto erleichtern. Künftig können Kunden dann die Ladezeit für einen Besuch in den angrenzenden KFC Restaurants nutzen und das Angebot frisch zubereiteter Chicken-Spezialitäten genießen.
Linda van Schaik, als General Manager Mobility DACH zuständig für das Shell Tankstellengeschäft in Deutschland, Österreich und der Schweiz, sagt: „Wir wollen der Partner der Wahl sein und Kunden ein Angebot machen, ihr Auto zu laden, wann immer und wo immer sie möchten, ob zu Hause, bei der Arbeit, unterwegs, oder auf unseren Tankstellen. Ich freue mich, dass wir in unserem langfristigen Partner KFC jemand an unserer Seite haben, der genauso interessiert daran ist, die Energiewende voranzutreiben und mit dem wir unser bestehendes Angebot an Destination Charging ausbauen können.“
Shell will bis 2050 ein Unternehmen mit Netto-Null-Emissionen werden. Ein Baustein hierfür ist der Aufbau eines breiten Ladeangebotes für Elektroautos. Dafür wurden auch auf dem deutschen Markt schon früh die Weichen gestellt. 2017 hat das Unternehmen NewMotion, den damals größten europäischen Ladeanbieter Europas gekauft, der mittlerweile in Shell Recharge unbenannt wurde. 2019 hat Shell damit begonnen, Shell Recharge Schnellladesäulen auf Shell Tankstellen zu bauen. 2021 hat Shell das Berliner Startup Ubitricity gekauft, die das Laden an Laternen ermöglichen. Kürzlich hat Shell die SBRS GmbH übernommen, einen Anbieter von Ladeinfrastrukturlösungen für kommerzielle Elektrofahrzeuge.
Zusammen mit ABB baut Shell sein Netz mit den weltweit zu den schnellsten E-Ladesäulen gehörigem Modell Terra 360 aus. Zudem besteht ein Kooperationsvertrag mit Ionity, dem Joint Venture aus Audi, BMW, Daimler, Ford, Hyundai, Porsche und VW, Schnellladesäulen entlang von Autobahnen in europäischen Ländern zu errichten. Die jetzt geplanten Ladesäulen an den Parkplätzen bei KFC sollen das Angebot für das Laden unterwegs erweitern. Weltweit hat Shell das Ziel bis 2025 mehr als 500.000 und bis 2030 mehr als 2,5 Millionen Ladepunkte zu errichten.
Quelle: Shell – Pressemitteilung vom 11.10.2022
Klare Aufwertung für KFC, aber kein Grund für einen Besuch.
Wunderbar! Hier riecht es fast wie an den alten Tankstellen nach Öl, allerdings nach Frittieröl.
Bringt erstmal Euren Ladeschrott in Ordnung. Vor zwei Wochen nach Werksabholung unseres E-Autos ein erster HPC Ladeversuch in der Nähe. Beide Säulen defekt. Zwei Wochen später nach Rückkehr aus Frankreichurlaub erneuter Versuch- nix war’s. Anruf beim Betreiber- „die Säule ist defekt“. Sichtbarer Reset, weitere Versuche fehlgeschlagen. Ein Däne hatte die Autobahn verlassen und den kleinen Ort einige km abseits angefahren. Als auch er erfolglos war, habe ich ihn angesprochen. Seine kurze Réplique sinngemäß „bei Euch in Deutschland funktioniert ja keine Zapfsäule“. Nach Aussage des Tankstellenpächters haben sie seit sechs Monaten Ärger mit den Ladesäulen.
In Frankreich sind wir eine einsam und alleine stehende Shell Ladesäule durch eine enge Einfahrt angefahren. Zwei schmale in Fahrtrichtung schräge ‚Parkbuchten‘, eingegrenzt von Bordsteinen. Wo stand die Ladesäule? Ganz links. Wo haben die meisten E-Autos ihre Ladeklappe? Ich glaube, rechts. Ich musste mehrfach hin- und her sägen und dabei über die Bordsteine fahren, um an die Ladesäule zu kommen. Aber sie hat dann, oh Wunder, geladen.
Edit:
Ich mag mich irren, aber ich glaube kaum, dass ausgerechnet E-Auto Fahrer vermehrt KFC anfahren. Aber was soll’s, wir sind für jeden HPC Lader dankbar. Wenn er denn funktioniert.
Träumt weiter von der Elektrifizierung. Wenn der grüne Strom zu Herstellerpreisen mit Nische Aufschlag angeboten würde, dann könnte sich das E-Auto durchsetzen. Aber wenn der Strompreis wie bisher ermittelt wird, dann fährt keine mehr an öffentliche Ladesäulen. Da muss die Politik wissen was sie will. Umweltfreundliche Fahrzeuge oder riesige Preise/Gewinne durch Strom. Da hilft mir auch keine Abschöpfung von Gewinnen, die dann vom Staat verteilt werden.