In der Öffentlichkeit steht die hohe staatliche Förderung beim Kauf großer Doppelherz-Autos schon lange in der Kritik. Nun hat die Bundesregierung reagiert und die Kriterien für Plug-in-Hybride verschärft. Audi Q8, Volvo XC90, VW Touareg und andere Fahrzeuge ähnlichen Kalibers werden Stand jetzt ab dem kommenden Jahr nicht mehr mit der Kaufprämie subventioniert, meldet „automobilwoche.de“. Um weiterhin die Unterstützung des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zu bekommen, müssten Plug-in-Hybride zukünftig ihre elektrische Reichweite um 50 Prozent steigern. Darauf weist in diesem Zusammenhang das Neuwagen-Vergleichsportal Carwow hin.
Plug-in-Hybride erfreuen sich in Deutschland zuletzt großer Beliebtheit – vor allem als Firmenwagen. Ein Grund dafür ist der niedrigere Steuersatz. Zudem werden sie mit stattlichen staatlichen Prämien gefördert. Dafür gelten jedoch klare Bedingungen. Aktuell darf ein Hybrid-Fahrzeug maximal 50 Gramm CO2 pro Kilometer emittieren oder muss eine rein elektrische Mindestreichweite von 40 Kilometern haben. Ab 2022 werde diese Mindestreichweite auf 60 Kilometer erhöht, ab 2025 auf 80 Kilometer, heißt es. Die Grenze bei den Emissionen bleibe hingegen gleich.
Die aufgelisteten Fahrzeuge, darunter unter anderem auch Ford Explorer, Ford Transit, Jeep Wrangler 4xe und Range Rover Velar sind damit nach aktuellem Stand ab nächstem Jahr nicht mehr für den verringerten Steuersatz für Firmenfahrzeuge zugelassen. Zukünftige Käufer müssen damit selbst dann auf bis zu 6750 Euro BAFA-Förderung samt Herstelleranteil verzichten, wenn der gewünschte Hybrid unter 40.000 Euro kostet. Plug-in-Hybride, die mehr als 40.000 Euro kosten, werden aktuell mit bis zu 5625 Euro gefördert. Stichtag, ob das neue Auto noch gefördert wird, ist laut Carwow der Tag der Auslieferung, nicht der Bestellung.
Carwow-Chef Philipp Sayler sagt, die strikteren Bedingungen zur BAFA-Förderung führten zwar dazu, dass manche Fahrzeuge ab nächstem Jahr nicht mehr unterstützt werden, könnten aber gleichzeitig dafür sorgen, dass das Interesse bei Menschen steigt, die nicht in Gegenden wohnen, in denen es ein dichtes Netz aus Ladesäulen gibt.
Quelle: automobilwoche.de – Strengere BAFA-Förderrichtlinien: Diese Plug-ins fallen 2022 durchs Subventions-Raster

Konsequente Lösungen sind von dieser Regierung nicht zu erwarten, sondern nur faule Kompromisse. Damit wird man den Umweltanforderungen nicht gerecht, sondern nur der Wirtschaft.
Wetten, die Zahl der betroffenen Verbrenner werden wieder als Nur-Verbrenner steigen.
Der politische Schritt ist gut, aber fürs Klima nicht gut genug.
Es gibt danach immer noch zu viele abgasende Verbrenner.
diese Umweltsünden müssten mit doppelter Steuer belegt werden…
und den Umweltbonus komplett streichen….
und keine Steuervergünstigungen für Hybrid- Dienstwagen
Man fördert, dass ein Verbrennungsmotor für einen immer größeren Anteil der Fahrten sinnlos mit rumgeschleppt wird. 40km hieße bei meinem Fahrprofil, dass ich den Verbrenner für 11,1% der Fahrten oder 46,5% der gefahrenen km mitschleppen und warten lassen müsste. 60km für 5,7%(33%) und 80km für ganze 2,5%(21,6%).
Das ist der Grund, warum ich keinen Plugin fahre. Ich muss nur auf <1% meiner gefahrenen Strecken unterwegs nachladen.
Farnsworth
Offensichtlich haben die Lobbyisten der Verbrenner OEMs wieder ganze Arbeit geleistet – schade, daß unsere Politiker an der Nase im Kreis herum führen lassen.
Wer die bisherige Regierung im September erneut wählt, dem gehen die Umwelt und die Zukunftschancen künftiger Generationen offensichtlich am Arsch vorbei.
Aber manchen Menschen ist ja die Außenwirkung ihres Egos / Autos wichtiger als die Zukunft unseres Planeten – wie armselig.
PS ich freue mich derweil auf unsere erste Probefahrt im Model Y kommenden Dienstag in Bern :-) :-) :-)
Ich vermute mal stark, dass gegen Ende des Jahres der Großteil der betroffenen Modelle mit größeren Akkus aufgefrischt wird.
Aber die generelle Aussage, dass ab nächstem Jahr neue Bedingungen gelten lässt hoffen, dass der Fördertopf nochmal großzügig aufgestockt wird. Viele neue BEV Modelle haben teils Lieferzeiten über 6 Monate (heute noch mit dem Händler gesprochen), da ist man sonst im Ungewissem, ob man überhaupt noch eine Kaufprämie bekommt.
Es gibt immer bessere Akkus , dürfte kein Problem sein!! Das weiß auch der Staat, weil der Staat arbeitet mit diesen Konzern zusammen!! Nach außen soll das so aussehen, als man reagieren würde!! Aber alles kalter Kaffee mit Trickse! Wenn der Staat Reagiert, dann richtig, Komplett weg mit Plug!! Das wäre die richtiger weg, da haben aber die Korrupten Konzerne was dagegen…. Lobby ist zu Mächtig in Deutschland!!!
Die Prämien sollten lieber am Preis der Autos und gekoppelt werden, da reine E-Autos für eine 4 köpfige Familie einfach unbezahlbar bleibt
Ein PHEV mit hoher WLTP (nicht Real!!!) Reichweite und Verbrauch ist Unsinn. Dann ist man irgendwann bei Akkugrößen, die für einen BEV mit deutlich mehr Reichweite reichen würden.
Niemand fährt den PHEV wirklich mit der geringen elektrischen Leistung, ein BEV kann viel mehr ohne die Nachteile des Verbrenners.
Absolut falscher Weg, weg mit der Schimmelförderung für PHEVs und unbedingt eine gewichtsabhängige Versteuerung auch für BEVs! Niemand braucht große Dickschiffe. Ein X7, X8, Q8 usw. macht auch als 3,x TONNEN BEV keinen Sinn!
Endlich!…und auch das vorteilhafte ‚E‘-Kennzeichen muss denen aberkannt werden. BEVs und FCEVs 5 Jahre steuerbefreit und alles (auch LKWs, Züge und Schiffe), was künftig noch verbrennt, sollte mit gestaffelten (im PKW-Bereich von Hybrid bis zu Vollverbrenner-SUVs) aber ständig steigenden Steuern bestraft werden. So gelingt der notwendige Umschwung am besten.
Es wäre ja wohl sinnvoller den Energieverbrauch zum Maß der DInge zu erheben! Warum werden Fahrzeuge die über 20kWh pro 100 km Strom verbraten überhaupt irgendwie gefördert???
Es gibt Konzepte die da deutlich darunter liegen, die aber oft KEINE Förderung erhalten, mangels LOBBYKAPITAL …
Es ist ist aber auch höchste Zeit, dass diese Bescheißerle nicht noch weiter staatlich subventioniert werden.
PHEV würde ich zum jetzigen Zeitpunkt höchstens noch leasen. In ein paar Jahren sind die nichts mehr Wert. Dann sind sie längstens von den BEV überholt. Und Modelle aller Hersteller die überleben werden wird es zu hauf geben.
Den Plug-In-Hybrid habe ich bisher noch für das einzige vernünftige Elektro-Fahrzeug gehalten, vor allem, wenn es – wie der Mitsubishis Ourlander – grundsätzlich elektrisch fährt. Auf der Standardstrecke von 40 km – dem durchschnittlichen Weg, den Verkehrsteilnehmer täglich zurücklegen – elektrisch, auf längeren Strecken dann eben mit verbrauchsarmem Benziner. Vor allem kann ein solches Fahrzeug noch mit Haushaltsstrom über Nacht geladen werden, brauch also keine teure Ladestation und keinen teuren Starkstrom. Wenn man das jetzt verdoppelt, erhöht man das Gewicht, die Kosten und erreicht damit eigentlich gar nichts, denn die durchschnittliche Strecke wird ja nicht länger. Wer den privaten PKW abschaffen will, der soll das auch sagen, alles andere ist Lug und Trug.
Wann kommt die Förderung für SUM (E-Mopedauto)