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Aiways-Stromer setzen künftig auf Batteriewechsel

Sebastian Henßler bySebastian Henßler
18. Dezember 2022
Lesedauer: 2 Minuten
Sebastian Henßler bySebastian Henßler
18. Dezember 2022
Lesedauer: 2 Minuten

© Abbildung(en): Aiways

Home Aiways

Aiways drängt in den vergangenen Monaten nicht nur verstärkt auf den europäischen Markt, sondern öffnet sich künftig auch neuen Technologien. Noch in 2022 soll das erste Elektroauto von Aiways mit der Möglichkeit zum Batteriewechsel auf die Straße kommen. Hierfür ist man eine Kooperation mit der Tochtergesellschaft Contemporary Amperex Energy Service Technology (CAES) des chinesischen Batterieherstellers CATL eingegangen. Und deren Akku-Tauschgeschäft EVOGO.

Ausgerüstet werden soll der Aiways U5 mit einer entsprechenden Akku-Tauschlösung, der dann noch im vierten Quartal 2022 auf den Markt kommt. EVOGO bietet die passende Batterietauschlösung, welche Batteriemodule, Batteriewechselstationen und eine App umfasst. Zu den Funktionen von EVOGO gehören dem Hersteller zufolge eine hohe Kompatibilität mit verschiedenen Fahrzeugmodellen, eine bedarfsgerechte Batteriemiete und die Kompatibilität mit Schnellladungen und dem Laden im Haushalt.

Bereits heute setzt der E-SUV von Aiways auf Batteriezellen von CATL, welche allerdings fest im 63-kWh-Akku des Fahrzeugs fest verbaut sind. Je nach Ausstattung liegt die WLTP-Reichweite mit dieser Batterie zwischen 400 und 410 Kilometern. Dieser Akku soll nun durch die EVOGO-Lösung ersetzt werden. Die aufgrund ihres Aussehens „Choco-SEB“ (Swapping electric block) genannte Batterie – sie erinnert an eine Tafel Schokolade – wurde für den Masseneinsatz in Elektroautos entwickelt. Sie bietet mehrere Vorteile wie etwa eine hohe Energiedichte, geringe Größe, flexible Kombinationsmöglichkeiten sowie und minimalistisches Design. Ein einziger Block soll eine Reichweite von bis zu 200 Kilometern ermöglichen.

Wie das Unternehmen ausführt sei die neu entwickelte Lösung mit 80 Prozent der weltweit auf dem Markt erhältlichen plattformbasierten BEV-Fahrzeugmodelle kompatibel sowie mit allen BEV-Plattform-basierten Modellen, die in den nächsten drei Jahren weltweit auf den Markt kommen werden. Dabei sei die Grundidee, dass der Nutzer an der Wechselstation nur so viele Blöcke mit an Bord nimmt, wie er gerade benötigt. Der Tausch eines Blocks soll hierbei gerade einmal eine Minute dauern. Ist keine Wechselstation vor Ort, kann normal geladen werden. An Kosten werden rund 59 Euro pro Monat, pro Block fällig.

Quelle: Electrive.net – Aiways nutzt Batterietausch-System von CATL

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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18 Comments
Christoph
Christoph
4 Jahre zuvor

59€ pro Monat und Block für 200km? Mh, die Idee nur soviel Akku mit sich rumzufahren wie man wirklich braucht ist sehr charmant. Wenn die Autos dann auch entsprechend günstiger werden kann sich der monatspreis rechnen, ansonsten wird es schwierig.

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Woldorf
Woldorf
4 Jahre zuvor

Ich finde es bedenklich, wie Aiways immer mehr Baustellen eröffnet. Es sind bisher noch nicht mal alle Versprechungen für den U5 umgesetzt worden. Als Kunde wird man immer wieder auf nächste Quartale vertröstet. Selbst die Software taugt nur bedingt und benötigt dringend Updates für alle Assistenzsysteme (welche die meisten U5-Fahrer abgestellt haben dürften), also Müdigkeitswarner, autom. Fernlicht, I-Drive uvm. Selbst der Regensensor reagiert erst, wenn man schon nichts mehr durch die Scheibe sieht. Mein Appell an die Firma: Bringt erstmal etwas zufrieden stellend zu ende, bevor ihr was Neues beginnt.

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Christian
Christian
4 Jahre zuvor

Grundsätzlich finde ich die Idee gut, was mir nicht gefällt ist dass jeder Hersteller seine eigene Suppe kocht. An die Hersteller: Gruzefix, setzt euch zusammen und macht was einheitliches!
ansonsten sehe ich das System scheitern.

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Klaus
Klaus
4 Jahre zuvor

Der Akkumachtmomentan 30% der Wertschöpfung aus. Bei einem 70 kWh Akku wären das ca. 13 000 Euro, die durch im Schnitt 1,5 Blöcke und ca. 1200 Euro Jahresmiete ersetzt werden.
Das sollte funktionieren.
Wenn die deutschen Hersteller ihr Hauptgeschäft im festverbauten Akku sehen, wird das in D scheitern. Da ist der Gesetzgeber gefordert.

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Nick888
Nick888
4 Jahre zuvor

Das Konzept hat definitiv Zukunft. Wenn ich Wahl hätte zwischen einem Auto mit flexiblen Akku und fest verbautem Akku würde ich in jedem Fall die flexible Version nehmen.

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Yoyo
Yoyo
4 Jahre zuvor

Ich befürchte, dass die qualitätsbewussten Deutschen skpetisch sein werden, in ihren Neuwagen bei einm Akkuwechsel vielleicht einen abgeranzten Akku eingesetzt zu bekommen.

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Ulli
Ulli
4 Jahre zuvor

Ja klar, Wechselakkus ankündigen und nicht mal ne seit Monaten versprochene simple Anhängerkupplung auf die Reihe bekommen. Ohne Worte …

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